Zum Inhalt springen

Karl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 18:49 Uhr durch imported>Dentalum (Commonscat mit Helferlein hinzugefügt, Form korr.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Karl, auch in der Schreibweise Carl, ist ein männlicher Vorname.<ref>Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 220 + 221.</ref>

<templatestyles src="TOC limit/styles.css" />

Herkunft und Bedeutung

Die Herkunft des Namens Karl ist nicht endgültig geklärt.

Meist wird der Name vom althochdeutschen karal („Mann, Ehemann, Geliebter“) hergeleitet<ref name=":0" /> wie auch das Wort Kerl.<ref>Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961, s. v. „Kerl“.</ref> Dies geht seinerseits zurück auf urgermanisch *karlaz oder *karilaz („freier Mann; kleiner, junger Mann; alter Mann“, eigentlich eine Diminutivbildung zu *karaz „Mann“). Dies wird jedoch vielfach als Fehlinterpretation angesehen.<ref name=":1">Karl. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Stattdessen wird eine Herleitung vom germanischen Element heri „Armee“ vermutet.<ref>Charles. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 6. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1" /><ref>Háriolus. In: Nordic Names. Judith Ahrholdt, abgerufen am 6. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Carl gilt als latinisierte Schreibweise und ist im 16. Jahrhundert als Carles belegt (von lateinisch Carolus, vgl. französisch und englisch Charles).<ref name=":0">Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, s. v. „Karl“.</ref> Die Bedeutungsentwicklung vom urgermanischen zum althochdeutschen Wort lässt sich aus einer kosenden Verwendung erklären, die über „mein kleiner Mann“ zu „lieber Gatte“ geführt hat. Eine Verkleinerungsform zu Karl lautet Karlchen und wird als Spitzname gebraucht.

Namenstag

Popularität

Der Name Karl war zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr beliebt. Ungewöhnlich lang, nämlich von 1890 bis Ende der 1930er Jahre, konnte er sich in den Top 10 der meistvergebenen Namen halten und war dabei oft auf Platz eins. Seit den späten 50er Jahren sank die Beliebtheit stark. Nach einem Tiefpunkt Anfang der 90er Jahre wurden allmählich wieder mehr Neugeborene Karl genannt.<ref name=":2">Karl. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 23. August 2024.</ref> Im Jahr 2021 belegte Karl/Carl Rang 28 der beliebtesten Jungenvornamen Deutschlands.<ref>Deutschlands beliebteste Namen des Jahres 2021 – Top 500. In: Beliebte Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 6. Mai 2022.</ref> Als Zweitname belegte er sogar Rang 5.<ref name=":3">Ausführliche Auswertung: Vornamen 2021. In: GfdS. Gesellschaft für deutsche Sprache e. V., 6. Mai 2022, abgerufen am 6. Mai 2022.</ref> In Ostdeutschland belegte er Rang 3 bei den beliebtesten Rufnamen.<ref name=":3" />

In Deutschland tragen derzeit etwa 63 % aller Namensträger die Schreibweise Karl und etwa 37 % die Variante Carl. Seit 2010 wurde der Name rund 18.700 Mal gewählt.<ref name=":2" />

Der Name befand sich in Österreich von 1984 bis zur Jahrtausendwende in der Liste der beliebtesten Namen, danach ging seine Beliebtheit zurück. Von 1984 bis 2022 wurde der Name rund 1.900 Mal vergeben. In der Schweiz war Karl zwischen Anfang der 1930er und Ende der 1960er Jahre ein beliebter Jungenname. Bis Mitte der 1940er Jahre gehörte er sogar konstant zu den beliebtesten Vornamen. Seit den 1970er Jahren gilt der Name als nur noch mäßig beliebt, wobei er in den letzten 20 Jahren wieder etwas populärer wird. Von 1930 bis 2022 wurden etwa 8.800 Jungen so genannt. In Liechtenstein zählt er in den letzten Jahren zu den beliebten Vornamen.<ref name=":4">Karl. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Frankreich kommt der Name seit 1900 in der Namensgebung vor, seit den 1940er Jahren wurde er populärer. Den Höhepunkt erreichte er im Jahr 1970 mit dem 154. Rang, danach ging seine Beliebtheit wieder zurück.<ref>Popularity in France. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name war in den Niederlanden zwischen 1930 und Mitte der 1940er Jahre am populärsten, danach ging seine Vergabe stetig zurück. Seit der Jahrtausendwende wird er wieder beliebter. In Belgien wird Karl seit 1995 fast alljährlich in der Namensgebung berücksichtigt, jedoch in einer eher geringen Anzahl.<ref name=":4" />

Karl lag in Estland im Jahr 2000 auf dem 7. Rang.<ref>Popularity in Estonia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Polen kommt er hingegen nur sporadisch vor.<ref name=":4" />

Der Name ist in den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden sehr beliebt. In Dänemark erlebt er seit Mitte der 1990er Jahre einen starken Aufwärtstrend. In Norwegen wurden von 1880 bis 1900 zwischen 2,5 und 3,5 Prozent der neugeborenen Jungen so genannt. Die Vergabe war danach bis in die 1960er Jahre stark rückläufig, seitdem hat sich der Abwärtstrend etwas abgeflacht. Karl ist in Schweden besonders populär, von 1900 bis zur Jahrtausendwende gehörte er zu den Top 10 Vornamen.<ref name=":1" />

In England war Karl zwischen 1996 und 2000 in den Top 200 der Vornamenscharts, seitdem geht seine Beliebtheit zurück.<ref>Popularity in England and Wales. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name wird in Schottland seit 1974 fast jedes Jahr vergeben, seine Popularität ist aber eher gering.<ref name=":4" /> In Irland zählte der Name von 1964 bis 2005 zu den 100 beliebtesten Jungennamen. Die beste Platzierung erreichte er im Jahr 1989 mit Rang 47.<ref>Popularity in Ireland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Nordirland war der Name von 1997 bis 2023 nur im Jahr 1997 in den Top 100.<ref>Popularity in Northern Ireland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den USA wird der Name seit 1880 regelmäßig vergeben. Von Anfang der 1930er bis in die 1970er Jahre war er konstant in den Top 200 anzutreffen, seit Mitte der 1980er Jahre ist seine Vergabe stark rückläufig.<ref>Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1930 bis 2022 wurde er circa 88.300 Mal gewählt.<ref name=":4" /> Karl zählte in Kanada von 1980 bis kurz nach der Jahrtausendwende zu den 100 meistvergebenen Namen.<ref>Popularity in Quebec, Canada. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Name lag in Grönland von den 1960er bis zu den 1990er Jahren stets auf einem Spitzenplatz zwischen Rang 2 und 3.<ref>Popularity in Greenland. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Name Karl gehörte in Neuseeland von Anfang der 1960er bis Mitte der 1990er Jahre zu den Top 100, und in den 1970er und 1980er Jahren sogar zu den Top 50.<ref>Popularity in New Zealand. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Australien war der Name kurzzeitig im Jahr 1974 in den Top 100.<ref>Popularity in Australia (NSW). In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Varianten

Weibliche Formen des Vornamens sind Karla, Carla, Charlotte, Carlotta oder Karlotta.

Doppelnamen werden in die vorliegende Liste einsortiert, abgesehen von Karlheinz.

Bekannte Namensträger

Adlige (inkl. Herrscher)

Weitere Namensträger

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

Karl Kühnle

L

M

Karl Mark

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

Y

Z

Künstlernamen

  • Carl Friedman, Künstlername von Carolina Klop (* 1952), niederländische Schriftstellerin
  • Karl Valentin, Künstlername von Valentin Ludwig Fey (1882–1948), bayerischer Komiker, Kabarettist, Autor und Filmproduzent

Familienname

Vorlage:Hinweisbaustein

Fiktive Charaktere

Stürme

Vorlage:Hinweisbaustein

Städte und Kommunen

Vorlage:Hinweisbaustein Häufig durch Benennung nach Personen findet der Name auch als Teil von Städtenamen Verwendung.

Fremdsprachig:

Siehe auch

Vorlage:Hinweisbaustein

Weblinks

Commons: Karl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Karl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Carl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />