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Friedrich Karl Christian von Steinling

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Friedrich Karl Christian Freiherr von Steinling (* 24. November 1777 in Darmstadt; † 6. September 1851 ebenda) war ein Großherzoglich Hessischer Generalleutnant und Kriegsminister.

Familie

Friedrich von Steinling stammte aus dem Oberpfälzer Uradelsgeschlecht der Freiherren von Steinling zu Boden und Stainling. Friedrich Karl Christian war der Sohn des hessischen Generalmajors Christian Tobias von Steinling (1743–1809)<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref> und dessen Frau, Christine Elisabethe, geborene Welcker (1743–1828), Tochter von Helwig Heinrich Welcker, Zentgraf von Pfungstadt, die 1776 geheiratet hatten.<ref>Welcker, Helwig Heinrich. In: LAGIS: Hessische Biografie; Stand: 15. April 2021.</ref><ref group="Anm.">Völlig abweichende Angaben zu seinen Eltern finden sich bei Schröder: Danach soll der Vater der kaiserliche Major Johann Peter Andreas Georg von Steinling (1742–1809) und die Mutter Maria Theresia (1768–1804) gewesen sein.</ref> Friedrich von Steinling blieb ledig.<ref>Schröder.</ref>

Karriere

Militär

Friedrich von Steinling wurde 1784 Freikorporal der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und trat 1792 als Fähnrich in den aktiven Militärdienst ein. Seine Einheit war das Leibgarde-Infanterie-Regiment 1.<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref> 1793 wurde er Secondeleutnant, 1794 Oberleutnant, 1803 Hauptmann, 1810 Major, 1813 Oberstleutnant und Kommandeur des Leibgarde-Infanterie-Regiments – was er bis 1825 blieb<ref>Schröder.</ref> –, 1814 Oberst und 1825 Generalmajor. 1825 bis 1835 stand er an der Spitze der I. Infanterie-Brigade. 1836 – inzwischen schon Kriegsminister – wurde er Generalleutnant.<ref>Schröder.</ref>

Er nahm an den Napoleonischen Kriegen und den Befreiungskriegen teil.

Kriegsminister

1836 wurde er in Nachfolge des im Amt verstorbenen Generalleutnants Georg von Falck Kriegsminister, bis 1842 mit dem Titel „Präsident des Kriegsministeriums“ danach mit dem Titel „Minister“. Er amtierte bis 1848, als er in den Ruhestand versetzt wurde.<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref> Abschließend wurde er zum General der Infanterie befördert. Zum Zeitpunkt, ob 1842<ref>So: Schröder.</ref> oder 1848 anlässlich der Versetzung in den Ruhestand<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref>, gibt es unterschiedliche Angaben.

Weitere Engagements

  • 1822 ordentliches Mitglied des neu eingerichteten Oberkriegsgerichts<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref>,
  • 1828 Stellvertreter des Oberkriegsgerichts-Präsidenten<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref> und
  • 1830 Oberkriegsgerichtspräsident.<ref>Arcinsys Hessen (Weblinks).</ref>

Ehrungen

Literatur

  • Eckhart G. Franz: Hessen-Darmstadt 1820–1935. In: Klaus Schwabe (Hg.): Die Regierungen der deutschen Mittel- und Kleinstaaten. 1815–1933. = Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit. Bd. 14 = Büdinger Forschungen zur Sozialgeschichte. Bd. 18. Boldt, Boppard am Rhein 1983, ISBN 3-7646-1830-2, S. 302.
  • Neuer Nekrolog der Deutschen. 29. Jahrgang (1851), 2. Teil, Weimar 1853, S. 707–709 online
  • Bernd Philipp Schröder: Die Generalität der deutschen Mittelstaaten 1815–1870. Bd. 1 = Handbuch der deutschen Generalität im 19. Jahrhundert. Teil 1, Biblio, Osnabrück 1984, ISBN 3-7648-1158-7, S. 831.

Weblinks

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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