Zum Inhalt springen

Karl König (Mediziner, 1931)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karl König (* 4. November 1931 in Reichenberg, Tschechoslowakei; † 6. Januar 2018)<ref>Nachruf für Universitätsprofessor Dr. Karl König. Universitätsmedizin Göttingen, 12. Januar 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Januar 2018; abgerufen am 16. Januar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.med.uni-goettingen.de</ref> war ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker und Hochschullehrer.

Leben

Karl König, Sohn der Kinderärztin Angela König, geborene Pauser, und des Arztes Karl König, studierte an der Universität Heidelberg Medizin und wurde dort 1957 zum Dr. med. promoviert. 1968 wurde er in Hamburg Facharzt für Innere Medizin, 1971 in Göttingen Psychoanalytiker und Leiter des Funktionsbereichs klinische Psychotherapie Erwachsener in Tiefenbrunn. Er befasste sich zudem mit psychosomatischer Medizin. König war Vorsitzender am Lou-Andreas-Salomé-Institut in Göttingen, einem Ausbildungszentrum für Psychotherapie und Psychoanalyse. 1981 war er, noch vor Einleitung des Habilitationsverfahrens, zum Professor berufen und zum Direktor der Abteilung für Klinische Gruppenpsychotherapie an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen ernannt worden. Er war auch Verfasser von zahlreichen Sachbüchern zur Psychotherapie und von Artikeln sowie als Mitherausgeber von Fachzeitschriften publizistisch tätig. 1980 war er zum Ehrenmitglied der Französischen Gesellschaft für Gruppenpsychotherapie ernannt worden.

Karl König war katholisch, verheiratet mit der promovierten Gisela König, geborene Baltzer, und hatte einen Sohn, Peter König.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Angst und Persönlichkeit. Das Konzept vom steuernden Objekt und seine Anwendungen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1981
  • Praxis der psychoanalytischen Therapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1991.
  • mit Reinhard Kreische: Psychotherapeuten und Paare. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1991.
  • mit Wulf-Volker Lindner: Psychoanalytische Gruppentherapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1991.
  • Kleine psychoanalytische Charakterkunde. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1992.
  • Einzeltherapie ausserhalb des klassischen Settings. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993.
  • Gegenübertragungsanalyse. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993.
  • Wem kann Psychotherapie helfen? (= Transparent. Band 5). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993.
  • Indikation. Entscheidungen vor und während einer psychoanalytischen Therapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994.
  • Reisen eines Psychoanalytikers (= Transparent. Band 8). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994.
  • mit Peter König: Mit körperlich Kranken umgehen. Kleiner Ratgeber für die Fachberufe im Gesundheitswesen. Springer, Berlin 1994.
  • Selbstanalyse. Hinweise und Hilfen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1994.
  • Einführung in die stationäre Psychotherapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995.
  • Charakter und Verhalten im Alltag. Hinweise und Hilfen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995.
  • Widerstandsanalyse. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995.
  • Kleine Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters (= Transparent. Band 23). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1995.
  • Abwehrmechanismen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996.
  • Einführung in die psychoanalytische Krankheitslehre. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997.
  • Therapien in Gang bringen und konzentrieren. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997.
  • Übertragungsanalyse. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998.
  • Arbeitsstörungen und Persönlichkeit. Psychiatrie-Verlag, Bonn 1998.
  • Psychoanalyse in der psychiatrischen Arbeit. Eine Einführung. Psychiatrie-Verlag, Bonn 1999.
  • Liebe im Beziehungsalltag. Walter Verlag, Düsseldorf/Zürich 2000.
  • Mit dem eigenen Charakter umgehen. Walter, Düsseldorf/Zürich 2001.
  • Einführung in die psychoanalytische Interventionstechnik. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2001.
  • mit Fritz B. Simon: Zwischen Couch und Einwegspiegel. Systemisches für Psychoanalytiker – Psychoanalytisches für Systemiker. Auer, Heidelberg 2001.
  • Was ist Psychoanalyse? Walter, Düsseldorf/Zürich 2002.
  • Fallstricke in der psychoanalytischen Praxis. Klett-Cotta, Stuttgart 2002.
  • Charakter, Persönlichkeit und Persönlichkeitsstörung. Klett-Cotta, Stuttgart 2004.
  • Abstinenz, Neutralität und Transparenz in psychoanalytisch orientierten Therapien. Klett-Cotta, Stuttgart 2005.
  • Transfer – von der Psychotherapie in den Alltag. Klett-Cotta, Stuttgart 2007.
  • Gruppenanalyse im Göttinger Modell – theoretische Grundlagen und praktische Hinweise. Mattes, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-86809-006-2.
  • Von den Naturwissenschaften zur Psychoanalyse. In: Ludger M. Hermanns (Hrsg.): Psychoanalyse in Selbstdarstellungen. Band 8. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt a. M. 2010, ISBN 978-3-86099-609-6.
  • Gegenübertragung und die Persönlichkeit des Psychotherapeuten. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt a. M. 2010, ISBN 978-3-86099-679-9.
  • Arbeit und Persönlichkeit. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt a. M. 2011, ISBN 978-3-86099-706-2.

Literatur

  • König, Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 670.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein