Karl Christoph von Linsing
Karl Christoph von Linsing, zeitgenössisch und in Eigenschreibweise Christoph Carl von Linsing[en], (* 13. Juni 1703<ref>nach Poten:24. April 1703</ref> in Birkenfelde; † 6. Mai 1787 in Nienburg/Weser) war ein deutscher Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants im Dienste des Kurfürstentums Hannover.
Leben
Linsing entstammte der im Eichsfeld ansässigen Adelsfamilie<ref>Linsingen im Pierer</ref> Linsingen und schlug in jungen Jahren die militärische Laufbahn ein und diente zunächst im Regiment Alt-Zastrow, wo er 1729 (spät) Fähnrich wurde. Er bewährte sich im Österreichischen Erbfolgekrieg und wurde 1747 Kapitain in der Fußgarde und 1751 Major. Im Siebenjährigen Krieg stieg er 1758 zum Oberstleutnant und 1761 zum Oberst auf. In seinen zahlreichen Scharmützeln, Gefechten und Schlachten<ref>Im Einzelnen siehe ADB (Lit.)</ref> wurde er mehrfach verwundet, erstmals 1738 als Leutnant bei den Auseinandersetzungen mit Dänemark um das von Gottfried von Wedderkop verpfändete Steinhorst. 1770 wurde Linsing Generalmajor und übernahm 1776 das Regiment von Prinz Karl von Mecklenburg(-Strelitz). 1774 erwarb er das heute noch bestehende Dempter-Haus in Hameln. 1777 wurde er zum Generalleutnant befördert. 1786 verließ er den aktiven Dienst bei der Truppe und wurde Kommandant von Nienburg/Weser. Er wurde auf dem Garnisonfriedhof von Hameln bestattet, wo sein klassizistisches Grabmal heute noch erhalten ist.
Familie
Linsing heiratete im Februar 1750 seine Patentochter Susanne Philipiene von Minnigerode (* 11. Februar 1732; † 1809). Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor, von denen ihn sechs überlebten, darunter vier Söhne in militärischen Diensten des Kurfürstentums Hannover.
- Johann Karl Wilhelm (1753–1767)
- Ernst Ludwig (1754–1811)
- Sophie Charlotte (1755–1822)
- Eleonore Luise (1756–1757)
- Georg Friedrich Wilhelm (1759–1760)
- August Heinrich (* 14. August 1764; † 12. Dezember 1817), Oberst ⚭ Eleonore Albertine Luise von Cornberg (* 28. August 1781; † 13. Juli 1869)<ref>Deren Tochter Adolfine von Linsingen (* 4. Dezember 1813 in Ipswich; † 17. Oktober 1892) heiratete Hans Conon von der Gabelentz</ref>
- Karl Ludwig (1767–1767)
- Friedrich Wilhelm (* 18. Juni 1769; † 11. Mai 1812) ⚭ 1806 Wilhelmine Melusine Henriette Karoline von dem Bussche
- Georg August (* 23. November 1770; † 21. Oktober 1793)
Die Linsingen-Kaserne in Hameln ist nach ihm und seiner Familie benannt.
Literatur
- Karl Ernst Hermann Krause: Linsing, Karl Christoph von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 18, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 721 f.
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 278 Nr. 203
Weblinks
- Karl Christoph von Linsing. In: stammreihen.de. Jens Kästner-Brandes, abgerufen am 7. April 2026.
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Garnisonsfriedhof Hameln ( vom 5. Oktober 2014 im Internet Archive)
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1902, Dritter Jahrgang, S.544
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Linsing, Karl Christoph von |
| ALTERNATIVNAMEN | Linsing, Carl Christoph von; Linsingen, Karl Christoph von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Generalleutnant im Dienste des Kurfürstentums Hannover |
| GEBURTSDATUM | 13. Juni 1703 |
| GEBURTSORT | Birkenfelde |
| STERBEDATUM | 6. Mai 1787 |
| STERBEORT | Nienburg/Weser |
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- Militärperson (Hannover)
- Person im Siebenjährigen Krieg
- General der Frühen Neuzeit
- Person (Hameln)
- Person (Nienburg/Weser)
- Familienmitglied des Adelsgeschlechts Linsingen
- Deutscher
- Geboren 1703
- Gestorben 1787
- Mann