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Karl Hennig (Ingenieur)

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Datei:Hennig-karl-ingenieur-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s129.jpg
Karl Hennig (1931)

Karl Wilhelm Hennig<ref name="Nationalsozialismus">Peter Mantel: Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus: Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie. Wiesbaden : Gabler, 2010, ISBN 978-3-8349-8515-6, S. 719; Vorschau über Google-Bücher</ref> oder Karl Wilhelm Julius Hildebrandt Gustav Hennig (* 2. Juni 1890 in Schneidemühl, Pommern; † 29. April 1973 in Hannover) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler,<ref name="GWLB">o. V.: Hennig, Karl Wilhelm Jul. Hildebrandt Gustav in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 10. April 2024</ref> Ingenieur und Hochschullehrer.<ref name="Nationalsozialismus" />

Leben

Hennig war Sohn eines Staatsanwaltes.<ref name="Nationalsozialismus" /> Seit 1908 war er Mitglied des Corps Rhenania Tübingen.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 128, 620</ref> Nach seinem Studienabschluss 1914 in Aachen als Diplom-Ingenieur absolvierte er von 1914 bis 1916 seinen aktiven Heeresdienst im Ersten Weltkrieg und wurde mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet.<ref name="Nationalsozialismus" />

1917 wurde er Betriebsassistent bei der Friedrich Krupp AG in Essen, 1920 in Aachen zum Dr.-Ing. promoviert und im selben Jahr zum Oberingenieur ernannt.<ref name="Beleg fehlt">Beleg fehlt</ref>

1921 wurde er stellvertretender Betriebsdirektor der Alexanderwerk A. v. d. Nahmer AG in Remscheid. 1922 wurde Hennig Vorstandsmitglied der Stahlwerk Werner AG in Erkrath und 1923 Vorstandsmitglied bei der N. V. Vereenigde Emballagefabrieken in Amsterdam (Niederlande).<ref name="Beleg fehlt" />

1924 wurde er außerordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Hannover und trat im selben Jahr der Deutschen Volkspartei (DVP) bei.<ref name="Nationalsozialismus" />

Im Jahr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wechselte Hennig 1933 in die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), trat dann auch der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) bei sowie dem Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund (NSRB).<ref name="Nationalsozialismus" />

In der frühen Nachkriegszeit wurde Hennig 1946 Mitglied der Christlich Demokratischen Union (CDU).<ref name="Nationalsozialismus" />

1948 wurde er ehrenamtlicher Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover und zugleich Vorsitzender des städtischen Finanzausschusses; ein Amt, das er bis 1964 ausübte.<ref name="Nationalsozialismus" />

1949 übernahm er eine ordentliche Professur an der TH Hannover<ref name="Nationalsozialismus" /> und wurde 1951 zudem Studienleiter der Leibniz-Akademie Hannover.<ref name="Beleg fehlt" />

Nach seiner Emeritierung 1958 an der TH Hannover vertrat er sich dort selbst für weitere 2 Jahre bis 1960.<ref name="Nationalsozialismus" />

1964 wurde Karl Hennig für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken der Ehrenring des Rates der Stadt Hannover verliehen.<ref name="Nationalsozialismus" />

Schriften (Auswahl)

  • Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, elektronische Reproduktion der 2. Auflage von 1948, Leipzig; Frankfurt am Main: Deutsche Nationalbibliothek, 2022
  • Betriebswirtschaftslehre der industriellen Fertigung, elektronische Reproduktion der 2., durchgesehenen Auflage von 1948, Leipzig; Frankfurt am Main: Deutsche Nationalbibliothek, 2023
  • Thomas Bata. Eine betriebswirtschaftliche Untersuchung, elektronische Reproduktion des Originals von 1949, Leipzig; Frankfurt am Main: Deutsche Nationalbibliothek, 2023
  • Doppelte Buchführung. Lehrbuch für Studium, Selbststudium und Praxis, 4., verbesserte Auflage, Wiesbaden: Gabler 1966

Literatur

  • Paul Trommsdorff: Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931. Hannover 1931, S. 129f.
  • Willibald Reichertz: Ostdeutsche als Dozenten an der Technischen Hochschule Hannover (1831–1956). In: Ostdeutsche Familienkunde. Band 55, 2007, S. 109–120.
  • Rita Seidel (Schriftleitung), Horst Gerken, Oskar Mahrenholtz, Karl-Heinz Manegold, Cord Meckseper, Gerhard Schlitt (Red.): Catalogus Professorum 1831–1981. Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Universität Hannover. Bd. 2, Hannover 1981, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz: Verlag W. Kohlhammer, 1981, ISBN 3-17-007321-4, S. 111<ref name="GWLB" />
  • Peter Mantel: Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus: Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie. Wiesbaden : Gabler, 2010, ISBN 978-3-8349-8515-6, S. 719

Einzelnachweise

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