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Karl Lüönd

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Karl Lüönd (* 12. Mai 1945 in Flüelen; † 9. Februar 2026<ref name="persoenlich.com">Karl Lüönd ist gestorben. In: persoenlich.com. 10. Februar 2026.</ref>) war ein Schweizer Journalist, Publizist und Autor.

Leben

Karl Lüönd begann als freier Mitarbeiter und Innerschweizer Korrespondent für grosse Schweizer Tageszeitungen. Ab 1974 war er Mitglied der Chefredaktion des Blicks, unter anderem als stellvertretender Chefredaktor. Nach zwei Jahren Chefredaktion des Züri Leu gründete er 1982 die Züri-Woche, die er 17 Jahre leitete und deren Verleger er zeitweise war. 1986 initiierte er zusammen mit dem Verleger Beat Curti die Gratiszeitung Neues Sonntagsblatt, deren erster Chefredaktor er war.

Ab 1998 war Lüönd Freiberufler. Von 1998 bis 2005 war er Leiter des Medieninstituts des Verbandes Schweizer Presse.<ref>Flash extra (Magazin des Verbandes Schweizer Presse). 2010, S. 93 (@1@2Vorlage:Toter Link/www.schweizerpresse.chonline (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive ); PDF; 9,6 MB).</ref> Er war Gründer des Magazins Jagd & Natur, dessen Chefredaktor er von 1998 bis 2012 war.<ref>Karl Lüönd: «Höchste Zeit für eine Verjüngung». In: Klein Report. 7. Februar 2012.</ref> Lüönd verfasste über 30 Sachbücher und Unternehmensbiografien, so über Karl Schweri, und Denner, über Blochers und die Ems-Chemie, über Ringier. Er engagierte sich in der Aus- und Weiterbildung von Journalisten. Bis zum Schluss blieb er ein leidenschaftlicher Journalist und engagierte sich für die Branche. Er wurde zu einer Instanz.<ref>Samuel Tanner: Ein Journalist, wie es nur wenige gibt. Der Medienpionier, Zigarrenraucher und Jäger Karl Lüönd ist tot. In Neue Zürcher Zeitung. 11. Februar 2026, S. 31 (online).</ref>

Lüönd war zuletzt zwölf Jahre mit der ehemaligen Journalistin Esther Scheidegger Zbinden liiert und lebte in Winterthur. Er war Vater von drei Kindern, darunter der Schriftsteller und Kabarettist Gabriel Vetter. Im Februar 2026 starb er im Alter von 80 Jahren.<ref name="persoenlich.com"/>

Preise

Werke

  • Trommeln, Träume, Traditionen. Die Luzerner Fasnacht in Wort und Bild. Harlekin, Luzern 1972
  • Spionage und Landesverrat in der Schweiz. 2 Bände. Ringier, Zürich 1977, ISBN 3-85859-061-4 und ISBN 3-85859-062-2
  • Schweizer Soldaten im Einsatz. Die großen Manöver und Defilees der Schweizer Armee. Ringier, Zürich 1978, ISBN 3-85859-094-0
  • Schweizer in Amerika. Karrieren und Misserfolge in der Neuen Welt. Walter, Olten 1979, ISBN 3-530-53900-7
  • Blick zurück. 20 Jahre Welt- und Schweizergeschichte im Spiegel einer aktuellen Zeitung. Ringier, Zürich 1979, ISBN 3-85859-132-1
  • Wehrhafte Schweiz. Die Truppengattungen unserer Armee. Ringier, Zürich 1979, ISBN 3-85859-123-8
  • Unser Gotthard. Ringier, Zürich 1980, ISBN 3-85859-137-8
  • Joseph Voegeli: Ein Leben für zwei Räder. Die Geschichte des erfolgreichsten Sportmanagers der Schweiz (mit Sepp Renggli). Züri-Woche, Glattbrugg 1992, ISBN 3-9520302-0-1
  • Herbert Leupin. Plakate, Bilder, Graphiken. Reinhardt, Basel 1995, ISBN 3-7245-0883-2
  • Neugierig auf morgen. 125 Jahre «Zürich». Geschichte und Vision eines Weltkonzerns. NZZ, Zürich 1998, ISBN 3-85823-691-8
  • Gottlieb Duttweiler (1888–1962). Eine Idee mit Zukunft. Verein für Wirtschaftshistorische Studien, Meilen 2000, ISBN 3-909059-20-1
  • Für Kind und Familie. Der Weg des Kinderspitals Zürich ins 21. Jahrhundert. Rio, Zürich 2004, ISBN 3-907768-49-3
  • Weltwärts. Kuoni: Die Zukunft des Reisens. Seit 1906. AT, Baden 2006, ISBN 3-03800-250-X
  • Verleger sein. Öffentliches Nachdenken über Menschen, Medien und Märkte. Huber, Frauenfeld 2007, ISBN 978-3-7193-1448-4
  • Rohstoff Wissen. Geschichte und Gegenwart der Schweizer Pharmaindustrie im Zeitraffer. NZZ, Zürich 2008, ISBN 978-3-03823-483-8
  • 1835–2008. Ringier bei den Leuten. Die bewegte Geschichte eines ungewöhnlichen Familienunternehmens. NZZ, Zürich 2008, ISBN 978-3-03823-400-5.
  • Gelebtes Unternehmertum. Verarbeitende Fördertechnik. Der Beitrag von Walter Reist an die moderne Medienindustrie. NZZ, Zürich 2010, ISBN 978-3-03823-352-7.
  • Die Macht und die Ehrlichkeit. Kolumnen aus dem Medienzirkus. Rüegger, Zürich 2010, ISBN 978-3-7253-0947-4.
  • Erfolg als Auftrag. Ems-Chemie: Die Geschichte eines unmöglichen Unternehmens. Stämpfli, Bern 2011, ISBN 978-3-7272-1311-3.
  • Conzzeta: Loslassen und Anpacken. NZZ Libro Verlag, Zürich 2012, ISBN 978-3-03823-746-4.
  • mit Robert K. Heuberger: Nicht wie der Wind weht ... Lebensbericht eines Unternehmers. NZZ Libro, Zürich 2013, ISBN 978-3-03823-834-8.
  • Der Unerbittliche. Karl Schweri (1917–2001), Kämpfer für faire Preise. NZZ Libro, Zürich 2017, ISBN 978-3-03810-251-9.
  • Der Türken-Müller. Ein Luzerner und die Orientbahn (= Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik. Bd. 110). Verein für wirtschaftshistorische Studien, Zürich 2018, ISBN 978-3-909059-73-7.<ref>Tobias Müller: «Türken-Müller» wird Chef des Orientexpresses. In: Neue Zürcher Zeitung. 26. April 2018 (über das Buch Der Türken-Müller).</ref>
  • Versuch, Erfolg, Irrtum. Telekommunikationsindustrie von Hasler zu Ascom. Verein für wirtschaftshistorische Studien, Zürich 2020, ISBN 978-3-909059-79-9.
  • Selbstbestimmt bis zuletzt. Sterbehilfe in der Schweiz. Vom Tabu zum Modell für Europa. NZZ Libro, Zürich 2022, ISBN 978-3-907291-46-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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