Zum Inhalt springen

Karl-Heinz Schamal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Berlin-Baumschulenweg Rinkartstraße 13 Schamal Gärtner.jpg
Bronzeskulptur Der Gärtner in Berlin-Baumschulenweg

Karl-Heinz Schamal (* 1. Dezember 1929 in Luxdorf, Tschechoslowakei; † 9. August 2018 in Jüterbog) war ein deutscher Bildhauer.<ref>Nachruf auf Karl-Heinz Schamal in junge Welt von Peter Michel abgerufen am 24. August 2018.</ref>

Leben und Werk

Schamal absolvierte von 1943 bis 1946 eine Lehre zum Steinmetz. Von 1950 bis 1952 studierte er an der Universität der Künste Berlin bei Gustav Seitz, Bernhard Heiliger und Hans Uhlmann. Anschließend war er für drei Jahre Schüler und Mitarbeiter von Seitz, von 1957 bis 1960 Meisterschüler von Seitz und Fritz Cremer. Danach arbeitete er als freischaffender Bildhauer. Ab 1967 lehrte er an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karl-Heinz Schamal (Memento vom 27. Februar 2011 im Internet Archive) Webseite von Bildhauerei in Berlin, abgerufen am 1. Juli 2012.</ref>, ab 1965 als Oberassistent, ab 1967 als Dozent und ab 1973 als Professor. Zu seinen Studenten gehörten unter anderen Ursula Wolf<ref>Ursula Wolf, Kurzbiographie in Markus Kenzler: Der Blick in die andere Welt: Einflüsse Lateinamerikas auf die Bildende Kunst der DDR, Teilband I, Anhang, LIT Verlag Münster, 2012, Seite 809 (Digitalisat)</ref>, Jürgen Kümmel, Rolf Biebl, Sonja Eschefeld, Peter Lewandowski, Rainer Muhrbeck, Emerita Pansowova, Alexander Sgonina und Jannulis Tembridis.

Schamal war ein Vertreter des figürlichen Stils. Sein Hauptthema waren menschliche Figuren, die er in Bronze, aber auch in Sandstein gestaltete. Seine Werke sind häufig im öffentlichen Raum zu finden.

Schamal war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Werke im öffentlichen Raum und architekturgebundene Werke

Weitere Werke

  • Hausmusik (Relief, Gips; auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung)<ref>Karl-Heinz Schamal; Unbekannter Fotograf: Hausmusik. 1958, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref>
  • Männerkopf (Gips für Stein; auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung)<ref name="Seifert">Karl-Heinz Schamal; Helmut Seifert: Männerkopf. 1962, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref>
  • Büste Karl Marx (Gips für Stein; auf der VI. Deutschen Kunstausstellung)<ref>Karl-Heinz Schamal; Unbekannter Fotograf: Büste Karl Marx. 1967, abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref>
  • Männerkopf (Porträtbüste)<ref name="Seifert"/>
  • Männer-Porträt (um 1965, Porträtbüste)<ref>Schamal, Karl-Heinz: Porträt. Abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref>
  • Julian Marchlewski (1964, Berlin-Friedrichsfelde, Lincolnstraße 67, vor der Julian-Marchlewski-Oberschule; laut Auskunft der Schule 1990 gestohlen)<ref>Julian Marchlewski – Bildhauerei in Berlin. In: bildhauerei-in-berlin.de. Abgerufen am 12. Februar 2026.</ref>

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

  • 1976: Berlin, Galerie im Turm
  • 1982: Leipzig, Galerie Wort und Werk (mit Dietrich Burger)

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der Zeit der DDR

  • 1958, 1962/1963, 1982/1983 und 1987/1988: Dresden, Vierte und Fünfte Deutsche Kunstausstellung und IX. und X. Kunstausstellung der DDR
  • 1958 und 1979: Berlin, Bezirkskunstausstellungen
  • 1961: Berlin, Akademie der Künste („Junge Künstler in der DAK“)
  • 1964: Berlin, Nationalgalerie („Unser Zeitgenosse“)
  • 1967: Berlin, Akademie der Künste („Meisterschüler der DAK“)
  • 1967, 1973 und 1975; Berlin („Plastik und Blumen“)
  • 1968: Halle/Saale („Sieger der Geschichte“)
  • 1970/1971: Linz, Neue Galerie der Stadt Linz, Wolfgang-Gurlitt-Museum („Berliner Bildhauer“)
  • 1971: Berlin, Altes Museum („Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst der DDR“)
  • 1975: Wanderausstellung „Kleinplastik und Grafik“
  • 1981: Dresden („25 Jahre NVA“)
  • 1985: Berlin („Musik in der bildenden Kunst“)
  • 1985: Frankfurt/Oder: Bezirkskunstausstellung

Literatur

  • Gustav Seitz, Heinz Schamal, Christian Kraushaar: Eine Granitplastik entsteht: Henschelverlag, Berlin. Veröffentlichung der Deutschen Akademie der Künste. Berlin 1954.
  • Peter H. Feist: Plastik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, 1965
  • Lothar Toepel (Bearbeiter): Lied des Lebens. Wandgestaltung im Foyer des Hauses der Kultur Gera. Rat des Bezirkes Gera, Abteilung Kultur, 1983
  • Schamal, Karl-Heinz. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 818/819

Weblinks

Commons: Karl-Heinz Schamal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein