Karl Pfeffer
Vorlage:Hinweisbaustein Karl Pfeffer (* 11. Jänner 1903 in Miesenbach bei Scheibbs;<ref>Geburtsort lauf Taufbucheintrag; laut diesem wurde er in Miesenbach Nr. 29 (damals ein Ortsteil der eigenständigen Gemeinde Neustift) geboren; fälschlicherweise wird immer wieder auch Neubruck Nr. 29 als Geburtsort angegeben</ref> † 4. September 1975 in St. Pölten) war ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Direktor der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse. Er war von 1962 bis 1970 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat.
Leben und Wirken
Karl Pfeffer wurde am 11. Jänner 1903 als Sohn von Karl Pfeffer (* 28. Oktober 1871; † 28. Oktober 1945 in Scheibbs),<ref name="Trauungsbuch, Eltern">Trauungsbuch Scheibbs, tom. E, fol. 175 (Faksimile), abgerufen am 28. April 2025</ref> Fabriksarbeiter in der Papierfabrik Neubruck, und dessen Ehefrau Aloisia (geborene Holzer; * 11. Jänner 1881 in Neubruck bei Scheibbs; † 23. Mai 1972 in Scheibbs-Neustift)<ref name="Trauungsbuch, Eltern"/><ref name="ETB, 31.05.1972">Scheibbs – Aloisia Pfeffer zum Gedenken.. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 31. Mai 1972, S. 3 (online bei ANNO).</ref> in Miesenbach (heute Teil der Gemeinde Scheibbs, damals ein Ortsteil der eigenständigen Gemeinde Neustift) geboren und am 13. Jänner 1903 auf den Namen Karl getauft.<ref name="Taufbuch, Karl">Taufbuch Scheibbs, tom. H, fol. 27 (Faksimile), abgerufen am 28. April 2025</ref> Seine Eltern hatten am 26. Jänner 1902 in Scheibbs geheiratet.<ref name="Trauungsbuch, Eltern"/><ref name="Taufbuch, Karl"/> Der Vater war ein langjähriger Mitarbeiter der genannten Papierfabrik – dort zuletzt in der Funktion eines Heizers –<ref>Traueranzeige. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 10. November 1945, S. 4 (online bei ANNO).</ref> und wurde im Jahr 1937 von Bundespräsident Wilhelm Miklas für 40-jährige treue Dienste mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet.<ref>Neubruck.. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 12. Dezember 1937, S. 10 (online bei ANNO).</ref> Ebenso wurde der Vater vom Unternehmen selbst geehrt.<ref>Neubruck. Arbeitsjubiläum.. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 26. Dezember 1937, S. 9 (online bei ANNO).</ref> Nach seiner Pensionierung arbeitete der einstige Kesselheizer noch bei der Post.<ref name="ETB, 08.01.1966">An die Bevölkerung der Stadtgemeinde Scheibbs und Gemeinde Scheibbsbach. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 8. Jänner 1966, S. 3 (online bei ANNO).</ref> Der Bruder Karl Pfeffers, Alois, der 1937 auch bei seiner Hochzeit als Beistand der Braut fungierte,<ref name="Trauungsbuch, Karl">Trauungsbuch Scheibbs, tom. F, fol. 48 (Faksimile), abgerufen am 28. April 2025</ref> arbeitete als Bäckermeister in Wien.<ref name="ETB, 08.01.1966"/> Ein weiterer Bruder, Maximilian „Max“ (* 5. Oktober 1907 in Miesenbach),<ref>Taufbuch Scheibbs, tom. H, fol. 95 (Faksimile), abgerufen am 28. April 2025</ref> war noch in jungen Jahren verstorben.<ref name="ETB, 08.01.1966"/><ref name="ETB, 31.05.1972"/>
Pfeffer besuchte nach der Volksschule die Bürgerschule und wechselte danach an die Berufsschule. 1922 begann er als Krankenkassenangestellter zu arbeiten, wobei er in der Folge bis zum Direktor der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse aufstieg.
Am 3. Oktober 1937 heiratete er in der Scheibbser Pfarrkirche die Beamtin Stefanie Standfest (* 22. Dezember 1903; † 11. Februar 1975 in St. Pölten),<ref>Trauung.. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 10. Oktober 1937, S. 4 (online bei ANNO).</ref> mit der er ein Kind, die Tochter Helga Stephanie (verehelichte Kunze; * 11. Oktober 1939 in St. Pölten), eine spätere Diplom-Dolmetscherin,<ref name="ETB, 10.09.1975">Reg.-Rat Karl Pfeffer plötzlich gestorben. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 10. September 1975, S. 4 (online bei ANNO).</ref> bekam.<ref name="Trauungsbuch, Karl"/> Die Tochter ist seit 30. Jänner 1965 mit dem Diplomkaufmann und Doktor Manfred Anton Kunze verheiratet.<ref name="Trauungsbuch, Karl"/>
In Würdigung seiner Verdienste um die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse wurde er mit Beschluss vom 21. Dezember 1956 zum Regierungsrat ernannt.<ref>Scheibbs – Ein Neubrucker – Regierungsrat.. In: Erlafthal-Bote. Wochenschrift für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / Erlaft(h)al-Bote. Deutschvolkliche Wochenschrift / Erlaftal-Bote (mit Bilderbeilage „Ostmark-Woche“) / (ETB) Erlaftal-Bote. Unabhängiges Wochenblatt, 19. Jänner 1957, S. 3 (online bei ANNO).</ref> Pfeffer war Fraktionsvorsitzender der Sozialistischen Versicherungsvertreter und vertrat die SPÖ vom 14. Dezember 1962 bis zum 31. März 1970 im Nationalrat. Des Weiteren war er Träger des Ehrenringes der Stadt St. Pölten, des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Niederösterreich, des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie weiterer namhafter Auszeichnungen.<ref name="ETB, 10.09.1975"/>
Am 4. September 1975 wurde Pfeffer gegen 12 Uhr mittags auf der Adresse Birkengasse 4 in St. Pölten tot aufgefunden.<ref name="Taufbuch, Karl"/> Das Todesdatum bei seinem Taufbucheintrag wurde ebenfalls mit 4. September 1975 angegeben.<ref name="Taufbuch, Karl"/> Nur etwas über ein halbes Jahr zuvor war seine Ehefrau verstorben.<ref name="ETB, 10.09.1975"/>
Weblinks
- Karl Pfeffer auf der Website des österreichischen Parlaments
Fußnoten & Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pfeffer, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Krankenkassenfunktionär, Politiker (SPÖ), Abgeordneter zum Nationalrat |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1903 |
| GEBURTSORT | Miesenbach, Österreich-Ungarn |
| STERBEDATUM | 4. September 1975 |
| STERBEORT | St. Pölten, Österreich |
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- Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
- Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)
- Ehrenringträger der Stadt St. Pölten
- Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich)
- Regierungsrat (Österreich)
- SPÖ-Mitglied
- Österreicher
- Geboren 1903
- Gestorben 1975
- Mann