Michael Karl Proházka
Michael Karl Proházka OPraem (* 29. Juli 1956 in Wien als Karl Proházka; † 28. Juli 2023<ref name="orf3220548">Altabt von Stift Geras gestorben. In: ORF.at. 28. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.</ref> ebenda<ref name="e113637" />) war ein österreichischer Ordensgeistlicher und Prämonstratenser-Chorherr sowie von 2007 bis 2018 der 57. Abt des niederösterreichischen Stiftes Geras.
Leben
Proházka studierte Philosophie und Theologie in Wien, Freiburg und Rom und beendete sein Studium mit der Arbeit Freiheitskritik und Freiheitsbegriff im Gefüge des Willens zur Macht zu Friedrich Nietzsche.<ref>Bibliographischer Nachweis. In: OBV. Abgerufen am 11. Juli 2018.</ref> 1979 trat er in das Prämonstratenser-Chorherrenstift Geras ein, erhielt dort den Ordensnamen Karl und empfing am 10. Juli 1983 in der Stiftskirche Geras durch Weihbischof Alois Stöger die Priesterweihe.<ref>Ordinationen 1983. Priesterweihe. In: St. Pöltner Diözesanblatt. Nr. 2, 15. Januar 1984, S. 21 ([1] [PDF]).</ref> Nach Tätigkeiten in Pfarren des Stiftes, als Dechant des Dekanates Geras und als Novizenmeister übernahm Proházka 2004 die Aufgaben eines Vizerektors am Collegium Orientale in Eichstätt, einem ökumenisch ausgerichteten Priesterseminar für Studenten aus mit Rom unierten orientalischen Kirchen. 2005 wurde Proházka nach Geras zurückgerufen und von Administrator Abt Martin Felhofer (Stift Schlägl) zum Prior ernannt.
Am 24. September 2007 wurde Proházka zum 57. Abt des Stiftes Geras gewählt und am 2. Dezember 2007 von Bischof Klaus Küng von St. Pölten benediziert. Am 7. Juli 2012 erhob ihn Patriarch Gregor III. Laham zum Archimandriten.
Unter Proházka wurde im Stift Geras eine byzantinische Kapelle eingerichtet und die Neugründung Itinga zur Kanonie erhoben. Nach den Unruhen im Stift unter seinem Vorgänger Joachim Angerer waren die Festigung und Stärkung der Klostergemeinschaft und eine spirituelle Erneuerung seine wichtigsten Aufgaben. Proházka war unter anderem Vorstandsmitglied der Stiftung Pro Oriente und Mitglied des Lazarus-Ordens. Von 2013 bis 2020 unterrichtete Proházka als Lehrbeauftragter für Ostkirchenkunde an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten.<ref>Abt. Mag. theol. H. Michael Karl Prohazka OPraem. In: Website der Phil.-Theol. Hochschule St. Pölten. Abgerufen am 29. Juni 2018.</ref>
2018 trat Proházka als Abt des Stiftes Geras zurück<ref>Stift Geras: Abt Michael Prohazka tritt zurück. In: kurier.at. 28. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.</ref> und wirkte von 1. September 2018 bis 31. August 2022 als Vizerektor am Collegium Orientale in Eichstätt.<ref>Abt Michael Proházka wird neuer Vizerektor im Collegium Orientale. 28. Juni 2018, abgerufen am 2. Juli 2018.</ref><ref>Vize-Rektor am Eichstätter Collegium Orientale beendet Dienst. 15. Mai 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Mai 2022; abgerufen am 28. November 2022.</ref> Mit 1. Jänner 2023 übernahm Proházka von Benediktinerpater Gottfried Glassner das Amt als Nationalsekretär des Andreas-Petrus-Werkes, eines päpstlichen Werkes des Dikasteriums für die orientalischen Kirchen.<ref>Neuer Nationalsekretär. In: Website des Andreas-Petrus-Werks. 16. November 2022, abgerufen am 28. November 2022.</ref>
Prohazka verstarb nach längerer Krankheit am 28. Juli 2023 einen Tag vor seinem 67. Geburtstag in Wien.<ref name="e113637">Michael Prohazka, emeritierter Abt von Stift Geras verstorben. In: Webseite der Erzdiözese Wien. 28. Juli 2023, abgerufen am 28. Juli 2023.</ref> Er wurde am 12. August 2023 auf dem Konventfriedhof des Stifts Geras bestattet.<ref>Parte von Michael Karl Proházka o. praem. Abgerufen am 16. August 2023.</ref>
Einzelnachweise
<references/>
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Joachim Angerer | Abt des Prämonstratenserstiftes Geras 2007–2018 | Norbert Mario Lesovský |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Proházka, Michael Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Proházka, Karl (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Ordensgeistlicher, Prämonstratenser, Abt |
| GEBURTSDATUM | 29. Juli 1956 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 28. Juli 2023 |
| STERBEORT | Wien |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:österreichbezogen
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Abt (Geras)
- Archimandrit
- Ökumenische Persönlichkeit
- Österreicher
- Geboren 1956
- Gestorben 2023
- Mann