Zum Inhalt springen

Karl Hager (Geistlicher)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Karl Hager OSB.jpg
Karl Hager OSB (1917)
Datei:Kamera von Karl Hager.jpg
Fotokamera, die Karl Hager für seine Exkursionen in der Surselva verwendete

Karl Hager (* 19. November 1862 in Kaltbrunn SG; † 12. Juli 1918 in Ilanz) war ein Schweizer Benediktinerpater im Kloster Disentis im Kanton Graubünden und Naturwissenschaftler.

Leben

Datei:Disentis 1908.jpg
Aufnahme von Karl Hager: Disentis 1908, von Westen.
In der Bildmitte im Hintergrund das Hotel Disentiserhof

Karl Hager kam als Sohn des Schuhmachers Christian Hager und seiner Frau Theresia geb. Steiner zur Welt. Von 1875 bis 1880 besuchte Hager die Stiftsschule des Klosters Engelberg. Da der Grosse Rat des Kantons Graubünden 1880 das Noviziatsverbot von 1861 für Klöster aufgehoben hatte, trat Hager auf Anraten von Caspar Decurtins zusammen mit drei anderen Gymnasiasten 1881 als Novize ins Kloster Disentis ein, wo er 1886 die Priesterweihe erhielt und fortan als Lehrer für naturwissenschaftliche Fächer an der Klosterschule tätig war.

Datei:Kloster Disentis von Südosten.jpg
Kloster Disentis mit RhB Viadukt. Bild entstand nach 1912

Von 1900 bis 1904 studierte Hager Botanik, Zoologie, Mineralogie, Geologie und Meteorologie an der Universität Freiburg und promovierte 1905 mit der Arbeit Die Kiefermuskeln der Schlangen und ihre Beziehung zu den Speicheldrüsen.

Neben seinem Lehramt an der Klosterschule befasste sich Hager intensiv mit der alpinistischen, natur- und kulturhistorischen Erforschung des Bündner Oberlandes. Seine Arbeit Die Arven und Föhren im Lukmaniergebiet brachte ihm vom eidgenössischen Oberforstinspektorat in Bern den Auftrag ein, die wild wachsenden Holzarten in der Surselva zu erforschen. 1914 war die Arbeit abgeschlossen. Hagers Hauptwerk Verbreitung der wildwachsenden Holzarten im Vorderrheintal verschaffte ihm Kontakte zu Johann Coaz und Carl Schroeter, seinem späteren Freund und Mentor an der ETH Zürich. Carl Schroeter ist auch der Autor seines 1918 erschienen Nachrufes.<ref>C.Schröter. Prof. Dr. Pater Carl Hager. In Bündner Monatsblätter 1918, Seiten 321–342. Mit Werkverzeichnis Online</ref>

P. Karl Hager hat zusammen mit dem Churer Historiker Friedrich Pieth die erste ausführliche Biografie zu P. Placidus a Spescha geschrieben mit einer erstmaligen Edition von vielen Werken Speschas. Das Werk umfasst 500 Seiten und enthält Pläne und Skizzen von Spescha und zahlreiche Fotos von K. Hager.<ref>P.Karl Hager, Friedrich Pieth: Pater Placidus a Spescha. Sein Leben und seine Schriften; Bümpliz-Bern: Benteli 1913.</ref>

Datei:Instrumente-karl-hager.jpg
Wissenschaftliche Bestimmnungsliteratur und ein Höhenmesser aus dem Besitz von Karl Hager

Daneben verfasste Hager mehrere landes- und volkskundliche Beiträge, die teilweise an die Arbeiten von Pater Placidus a Spescha anknüpften. Als begeisterter Alpinist förderte Hager die Gründung der Sektion Piz Terri des SAC. An mehreren Einweihungen von Berghütten hielt er jeweils die Festpredigt.

Karl Hager hinterliess eine grosse Anzahl von Fotografien. Neben zeitgenössischen Aufnahmen des Klosters um 1900 dokumentierte er die landwirtschaftliche Arbeit eingehend. Rund 2000 Fotografien, viele davon auf Glasplatten, wurden im Rahmen eines Projektes von Memoriav digitalisiert und durch die Fotostiftung Graubünden erschlossen.<ref>Aufarbeitung des fotografischen Nachlasses von Pater Karl Hager. Online</ref>

Werke (Auswahl)

Literatur

|cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}

  • Gion Condrau (Hrsg.): Disentis/Mustér Geschichte und Gegenwart. Gemeinde Disentis/Mustér, 1996
  • C. Schröter. Prof. Dr. Pater Carl Hager. In Bündner Monatsblätter 1918, S. 321–342. Mit Werkverzeichnis Online
  • P. Daniel Schönbächler OSB: Die klösterliche Photokammer, Disentis 51 (1984), H. 1, S. 10–22.
  • Kulturgut von unschätzbarem Wert. In: Terra Grischuna 6 (2020). S. 35. Digitalisat.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:Karl Hager (Geistlicher)|Karl Hager (Geistlicher)|Karl Hager (Geistlicher)}}|uselang=de}} Commons: {{#if:Fotos von Karl Hager|Fotos von Karl Hager|{{#if:Karl Hager (Geistlicher)|Karl Hager (Geistlicher)|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if: Karl Hager (Geistlicher)

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|karl hager (geistlicher)|9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references responsive />

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 1023609800no/2011/62653170116838 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1023609800 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1023609800 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: no/2011/62653 | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: no/2011/62653 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 170116838 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 170116838 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Hager, Karl | {{#if: | {{#if: Schweizer Pater und Naturwissenschaftler | {{#if: 19. November 1862 | {{#if: Kaltbrunn SG | {{#if: 12. Juli 1918 | {{#if: Ilanz |

Vorlage:Wikidata-Registrierung