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Johann Karl von Rebentisch

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Freiherr Johann Karl von Rebentisch (* 1710;<ref group="Bemerkung">auch: 5. September 1701 in Temeswar; bzw. 1714 in Wien, vgl.: Priesdorff (Lit.).</ref> † 20. August 1765 in Lissabon) war ein königlich-preußischer Generalmajor und Chef des Infanterie-Regiments Nr. 11. Nach seinem Eintritt in die portugiesische Armee wurde er dort Generalleutnant.

Leben

Datei:Infanterieregiment Nr 11.jpg
Uniformen des Infanterieregiments „von Below“, das Rebentisch 1758 als »Chef« übernahm

Er entstammte einem alten mährischen Geschlecht. Sein Vater war ein kaiserlicher Hofkammerrat und Kammerdirektor in Siebenbürgen.

Rebentisch war österreichischer Major im Regiment Broune, als er 1747 den preußischen General Winterfeld in Karlsbad traf. Er war unzufrieden, da der Major Siskowitz vor ihm befördert wurde. Danach verließ er die Armee und wechselte zum preußischen Militär. Am 1. September 1747 wurde er Oberstleutnant und Adjutant des Königs Friedrich II. Im September 1751 beförderte der König Rebentisch zum Oberst und ernannte ihn zum Kommandeur des Infanterie-Regiments »Kalsow«.

An der Spitze des Regiments zog Rebentisch in den Siebenjährigen Krieg. In der Schlacht bei Prag im Mai 1757 wurde er verwundet und im gleichen Monat zum Generalmajor befördert. Im Rahmen des preußischen Rückzuges nach der Schlacht bei Kolin (18. Juni 1757) zeichnete er sich bei der Führung von Truppenabteilungen aus, so im Gefecht bei Zittau am 22./23. Juli 1757.

Im weiteren Verlauf der Abwehrkämpfe kam Rebentisch zur Garnison der Festung Schweidnitz (polnisch: Świdnica) unter Generalmajor Philipp Loth von Seers bevor diese im Oktober von den Österreichern eingeschlossen wurde. Während der anschließenden Belagerung von Schweidnitz führte Rebentisch den einzigen nächtlichen Ausfall der Besatzung gegen die Angreifer. Ohne Aussicht aus Entsatz und nach der Erstürmung mehrerer Außenwerke musste die Festung am 14. November 1757 übergeben werden. Rebentisch geriet dadurch in Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch im März 1758 wieder ausgetauscht wurde.

Im folgenden Sommer nahm er an der Belagerung von Olmütz teil und kommandierte dort in den Tranchéen als die Österreicher am 4. Juni einen größeren Ausfall unternahmen, der zu empfindlichen Verlusten auf preußischer Seite führte. Rebentisch wurde von König Friedrich II. geschätzt, weshalb im dieser im September 1758 die Inhaberschaft (»Chef«) des Infanterie-Regiments »Below« (nunmehr »Rebentisch«) übertrug.

Während der Schlacht bei Kunersdorf am 12. August 1759 befand er sich beim Korps des Prinzen Heinrich. Am 21. September konnte er sich im Gefecht bei Meißen bereits auszeichnen. Am 7. Oktober übernahm er das Korps Bülow bei Eilenburg. Am 15. Oktober vertrieb er den General Buccow von Höhen bei Schildau. Danach traf er sich bei Kemberg mit den Korps des Generals von Wunsch. Am 29. Oktober kam es zu Gefechten mit dem Korps unter General Arenberg. Aber am 21. November 1759 geriet er mit den Korps Fink bei Maxen in Gefangenschaft, in welcher er bis zum Ende des Krieges blieb.

Nach seiner Freilassung wurde über den Generalleutnant Fink und alle anderen gefangenen Generäle ein Kriegsgericht gehalten. Dort wurde Rebentisch zu einem Jahr Arrest und Entlassung verurteilt. Ihm wurde besonders zur Last gelegt, dass er die Verhandlungen mit dem österreichischen Oberkommandierenden Daun geführt hatte.

Nach Ablauf der Haft ging er nach Wien. Dort traf er den portugiesischen Gesandten Ambrosio Freyre d’Andrade e Castro (* 1700; † 14. November 1770), der ihn für die portugiesische Armee werben konnte. Der Gesandte war mit Marie Anna Elisabeth von Schaffgotsch (* 9. Oktober 1738; † 27. November 1787) einer entfernt Verwandten verheiratet.<ref group="Bemerkung">Marie Anna Elisabeth von Schaffgotsch entstammt einer anderen Linie, als Rebentischs Frau. Aber der Bruder von Maria, ein Franz de Paula Gotthard (* 1711; † 1738) war mit Maria Barbara von Schaffgotsch (* 1721; † 1789) der Schwester von Marie Anna Elisabeth verheiratet.</ref>

Am 7. Februar 1765 kam er in Lissabon an und wurde dem König vorgestellt. Er sollte die Armee mit preußischer Disziplin voranbringen. Er hatte sich dabei wohl viele Feinde gemacht und starb am 20. August 1765 in Lissabon, an Gift wurde behauptet.

Er galt als guter Ingenieur und war großer Kunstliebhaber.

Familie

Während seiner Zeit in Schlesien hatte er Maria Anna Hedwig von Schaffgotsch (* 21. Februar 1719; † 19. Juli 1765) kennengelernt. Sie war die Tochter von Johann Anton von Schaffgotsch (* 19. April 1675; † 19. März 1742), dem Oberamtsdirektor von Schlesien und dessen zweiter Frau Anna Theresia Kolowrat-Krakowsky-Novohradsky (* 9. September 1690; † 29. August 1759). Das Paar hatte am 18. September 1740 geheiratet, blieb aber ohne Kinder.

Bemerkungen

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Literatur

Weblinks

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