Mittelschiff unter Längstonne, Seitenschiffe flachgedeckt, als Pseudobasilika oder als Hallenkirche zu werten
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Am bekanntesten unter den Hallenkirchen in Europa sind die gotischen. Nach deren Vorbild wurden auch viele neugotische errichtet. Das Stilspektrum reicht aber von der Vorromanik bis zur Moderne. Gerne wird Deutschland als das Land der Hallenkirchen angesehen. An Hallenkirchen mit gemauerten Gewölben hat es wohl tatsächlich die meisten, an Hallenkirchen mit gemauerten Pfeilern hat England mehr, siehe Hallenkirchen in England. Werden auch Hallenkirchen mit hölzernen Stützen berücksichtigt (die allerdings von vielen Autoren verkannt und den Saalkirchen zugerechnet werden), hat Deutschland wieder mehr. Werden auch die Pseudobasiliken als Hallenkirchen gerechnet, hat England die weitaus meisten.
In etwa der Norden des Großherzogtums Baden seit 1806, dazu im Südosten westliche Randgebiete des Königreichs Württemberg seit 1806;
vorher im Norden v. a. der Südosten der Kurpfalz, im Westen der Norden der Markgrafschaft Baden.
In etwa der Norden des Königreichs Württemberg seit 1806
vorher v. a. der Norden des Herzogtums Württemberg und nördlich davon die Grafschaft Hohenlohe.
Hallenkirche durch mehrjochige Verbindung zwischen einschiffigem barocken Altbau (ab 1720) und 1971–1983 quer angefügter polygonaler Erweiterung, untere Geschosse des Chorflankenturms mittelalterlich
Datei:Bayern Relief Grenzen Namen.pngBayern: Regierungsbezirke und Stadtkreise in Normalschrift, Landkreise kursiv. Wo ein Landkreis nach der umschlossenen kreisfreien Stadt benannt ist, steht der Name nur einmal.
1701–1726 mit Resten seit Mitte 11. Jh., hohe Räume unter Reihe von Pendentifkuppeln, Seitenräume unter Quertonnen, Mittelding aus Wandpfeiler- und Hallenkirche
überwiegend einschiffige Kreuzkirche, aber im Westen Halle durch zweijochig angebundene Ausweitung, Anfänge 14./15. Jh., überw. 1705–1701, erweitert 1907/08
15. Jh., Netzgewölbe auf drei Stützen: eine mitten im Schiff, zwei an der Empore<ref>Grundriss im Dehio-Handbuch Bayern IV, München und Oberbayern, S. 167</ref>
Datei:St. Johannes der Täufer Mauern 02.jpg Kern mit Chorturm spätromanisch, niedriges Seitenschiff 15. Jh., Kämpfer der Hauptschiffsgewölbe deutlich unterhalb der Arkadenscheitel
3. Drittel 12. Jh., romanisch, Mittelschiff mit rundbogigen Bandrippengewölben, Arkaden und Seitenschiffsgurte in östlichen Jochen rundbogig, in westlichen Jochen spitzbogig
1. H. 15. Jh., um 1900 nach Westen verlängert, ausgeprägte Stufenhalle: Mittelschiffsgewölbe oberhalb Arkaden, aber nicht ganz oberhalb der Seitenschiffsgewölbe
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Bild:Berlin, administrative divisions (+districts +boroughs -pop) - de - colored (less colors).svg|mini|400px|Die zwölf Berliner Bezirke mit ihren 97 Ortsteilen
1907/1908, neugotisch, Kreuzrippengewölbe, Grundriss lateinisches Kreuz mit einschiffigem Langhaus, aber Querhausarme innen als zweijochige Seitenschiffe
1922/1923, expressionistisch, querrechteckiger Zentralraum, umgeben von Emporen, deren Stützen bis zur Decke reichen, daher Hallenkirche, Zentralbau und Querkirche
1869, außen neuromanisch, innen klassizist. Emporenhalle, Decken über Seitenschiffen flach, über Mittelschiff mit leichtem Absatz beginnend satteldachförmig
Vorgänger 17. Jh. bis 1720; 1739, unten Stein, oben Fachwerk, mittiger Unterzug Westwand bis Chorbogen, auf einem Bügenpfeiler, unabhängig von Stützpfeilern der dreiseitig umlaufenden Empore
1831/32, außen Stein, innen hölzerne Emporenhalle, alle Stützen der umlaufenden Empore bis zu Unterzügen an der flachen Decke, klass. Kapitelle; Turm MA
Chorturm 1488 spätgotisch, Schiff 1743–1748 barock und 1893–1895, neubarock, zweijochig angeschlossene Seitenschiffe mit Emporen in „Querhausarmen“, Pfeiler oberhalb der Emporen als Kyriatiden
Fachwerkkirche, 1788–1791, Stützen der dreiseitig umlaufenden Empore bis zu Unterzügen an der Decke, teils als Säulen mit Kapitellen, teils als Bügenpfeiler
1568–1573, an drei Seiten Emporen in zwei Etagen, Stützen bis unter die oberen Emporen als marmorierte Rundpfeiler, darüber bis zur Decke schlicht, Mittelschiffsdecke leicht erhöht über 45°-Stufe
1699–1704, Fachwerkkirche, Querkirche, dreischiffig: ein Unterzug auf frei stehenden Büggenpfeilern, ein weiterer auf Oberteilen der Emporenstützen (ebenf. Bügenpfeiler)
frühgotischer Chorturm, 1838 klassizistische Querkirche, Emporenhalle, dreischiffig mit zwei Unterzügen, alle Stützen haben Kapitelle an der Empore und an der Decke
Zisterzienserkloster ab 1214 an dieser Stelle, Ostteile mit abruptem Stilwechsel: untere Zone romanisch, obere um 1240 mit hochgotischen Maßwerkfenstern, Hallenschiff ab 1250er J., Kreuzrippengewölbe, kantonierte Pfeiler, Seitenschiffe halb so breit wie Mittelschiff
Datei:St.Georg Kirche.jpg 1343–1427 (Chor bis 1552), gotische Halle von 3 × 3 Jochen, Kreuzrippengewölbe auf kantonierten Pfeilern, Mittelschiff etwas breiter als Seitenschiffe
1786 statt gotischem Vorgänger, innen längsgerichtete dreischiffige klassizistische Emporenhalle, einheitliche Deckenhöhen, alle Emporenpfeiler bis zur Decke
Turm romanisch und spätgotisch (1599), Emporenhalle mit Mansarddach und leicht erhöhter Flachdecke des Mittelschiffs, Kapitelle der Holzstützen mit Blattschmuck nach gotischen Vorbildern
Vorläufer seit 12. Jh., Turm 1769, Schiff 1843, flachdeckige klassizistische Emporenhalle, dreiseitige Empore, Mittelschiff leicht erhöht, „dorische“ Kapitelle unter den Emporen und an der Decke
1907/1908, „westfälische Gotik“, Mittelding aus Zentralbau und Stufenhalle: niedrige Gewölbe der Zwickeljoche und hohe von Lang- und Querhaus beginnen auf gleicher Höhe
gotisiertes romanisches Schiff, frühgotischer Chorturm, flachgedeckte dreischiffige Emporenhalle, Pfeiler der Unterzüge Fortsetzung von Emporenpfeilern, alle ohne Kopfbügen
Datei:Gleiberg Katharinenkirche (1).jpg geostete gotische Kapelle 1619 zur nordsüdgerichteten Kirche erweitert, Unterzug auf Bügenpfeilern, Längsempore 18. Jh. einseitig ohne Deckenstützen
Datei:Hadamar Liebfrauen1.JPG vor 1379 u. vor 1446, Rippengewölbe, Mittelschiff Netzgewölbe, Arkaden mit Schildflächen, obwohl Seitenschiffe nicht niedriger
Datei:Evangelische Kirche (Heuchelheim, Hessen) 66.JPG Langhaus hölzern geteilt in Hauptschiff (Mittelzone und Südempore) und Nordseitenschiff (Stützen der Nordempore bis zur flachen Raumdecke), Chorturm durch im 14. Jh. angebautem 5/8-Chor jetzt Zentralturm
1665, erweitert 1905, Barock/Neobarock, dreischiffig durch Unterzüge auf jeweils (mind.) 2 Stützen, breiteres Nordseitenschiff mit Empore, schmales Südseitenschiff ohne
Datei:Kraftsolms Ev. Kirche (09).jpg wohl 14. Jh., erneuert 1615, Putzbau, mittiger Dachreiter, Balkendecke, mittiger Längsunterzug auf östlichem Bügenpfeiler, darunter westlicher Querunterzug auf zwei buglosen Pfeilern
Datei:Launsbach Kirche (23).JPG 1618 in Erweiterung eines wahrsch. gotischen Kirchenschiffs leicht asymm. mittiger Unterzug auf zwei Bügenpfeilern, Längsempore im breiteren Schiff
Ostturm fr. 16. Jh., Schiff nach Sturmschaden 1906 ersetzt, Emporenhalle aus breitem Hauptschiff (Holztonne) und Seitenschiff mit zwei kapellenähnlich quergestellten Jochdecken
Datei:ElizabethkircheMarburgDG453.jpg 1236–1283, Dreikonchenanlage mit einschiffigen Armen, Langhaus als Halle, Mittelschiff doppelt so breit wie Seitenschiffe, kantonierte Pfeiler, früh-hochgotisches Maßwerk, in Verkennung der deutschen Frühgotik gern als erste gotische Kirche Deutschlands bezeichnet
schon 1467 an heutiger Stelle, um 1700 stark erneuert mit Verwendung älterer Teile, flache Decke, mittiger Unterzug auf 1 Bügenpfeiler, L-förm. Empore 17. u. 18. Jh.
wohl viel 11. Jh., schiffsbreiter 5/8-Chor 14. Jh., Fenster großenteils 1910/1911, Flachdecke, mittiger Unterzug auf 1 polygonalen Bügenpfeiler, L-förmige Emporen wohl nach 1763
Chorturm unten 1. H. 13. Jh., oben um 1400, Chor 15. Jh., Langhaus (ohne Datum) dreischiffige Emporenhalle mit flacher Decke, unter und über den Emporen quadratische Stützen mit „dorischen“ Kapitellen
1887, neugotische Staffelhalle; alle Scheid- und Gurtbögen des Langhauses beginnen auf gleicher Höhe, aber Scheitel der Gurtbögen der schmalen Seitenschiffe niedriger als übrige
nach MA Vorgängern 1762–1763, Rokoko, dreischiffige hölzerne Emporenhalle von 5 Jochen Länge, gedrückt segmentbogige Arkaden in beiden Etagen Mittelschiff Spiegeldecke, Seitenschiffe flachdeckig
Bauzeit 10. – 11. Jh., Renovierung 1275–1280, Umbau mit Entfernung des Chors 1721–1726, glatte Flachdecke, mittiger Unterzug, einer der Bügenpfeiler in Westempore einbezogen
Datei:Ev. Kirche Breitenbach - Außenansicht II.jpg Flachgedeckte Halle, zwei Unterzüge auf vier Paar Holzstützen, das mittlere frei stehend, zwei mit Empore verbunden, das vierte peripher beidseits der Orgel
1728/1729, außen STein, innen hölzerne Emporenhalle, Mittelschiffstonne, Seitenschiffe flachgedeckt, an der Decke Unterzüge, unter den Emporen hölzerne Arkaden
Kern Ende 13. Jh., Chor 15. Jh., 1560 Südseitenschiff, 1861 Nordseitenschiff und neue Flachdecken, Höhendifferenz mögl. unter 2 m bei kräftigen Arkaden
1865–68, Vorgänger seit Anfang 11. Jh., neuromanisch, außen sichtbare fensterlose Hochschiffswände, aber innen Ansätze der kuppelförmigen Mittelschiffsgewölbe unterhalb der Arkadenscheitel
Turm 13. Jh., Kirche 1860–1870, außen neuromanisch, innen klassizistische Emporenhalle, untere Empore dreiseitig, obere Etage an den Längsseiten, Stützenzahl der seitlichen Emporen anscheinend nachträglich verdoppelt
Datei:Stadtkirche (Nidda) 03.JPG 1618, Renaissance, dreischiffige Emporenhalle mit Chorturm, Holzpfeiler ohne Bügen, unter den Emporen achteckig, über den Emporen rund mit antikisierenden Kapitellen
Datei:Evangelische Kirche (Ulfa) 15.JPG Kern 12. Jh., Verlust eines basilikalen Seitenschiffs, schon gotische Veränderungen, 1719–1721 Umbau zur asymmetrischen, zweischiffigen Emporenhalle
Mauerwerk wohl romanisch, Emporen und Kanzel Anf. 18. Jh., Pfeiler des mittigen Unterzugs zwar an der Westempore, aber in dem kleinen Schiff beherrschend
1620/1621, außen nachgotisch, innen Renaissance, Vierstützenhalle, flache Stuckdecke, bauzeitliche L-Empore und jüngere Westempore ohne Verbindung zu den Deckenpfeilern
Datei:Gadebusch kirke plan.jpg 1206(d) romanische Vierstützenhalle, ab 1220 Westverlängerung (Turmjoch), nach 1400 pseudobasilikale Ostverlängerung um 3 Jochreihen
ehem. südliches Querschiff der großen Klosterkirche Neuenkamp ab 1580 zur Emporenhalle im Renaissancestil umgebaut; äußerlich 1876/77 neugotisch überformt
Datei:BremenDomGrundriss.jpg Nordseite um 1500 zur Hallenkirche umgebaut, unter Erhalt der zweigeschossigen Arkade (romanische Arkade, frühgotische Obergadenzone)
2. Hälfte 13. Jh. einschiffig errichtet, aber Gurtbogen zwischen den beiden Langhausjochen im 17. Jh. zur Verminderung des Seitenschubes in zwei Rundbögen unterteilt
Datei:Verden Johanniskirche Langhaus quer.png romanischer Kern aus dem 12. Jh. im späten 13./frühen 14. Jh. zur dreischiffigen Halle erweitert, zunächst Paralleldächer, ab 1450 gemeinsames hohes Satteldach
nach Vorgängern seit dem 14. Jh., Neubau 1832, Instandsetzung und neuromanischer Umbau 1864–1869, durch niedrige Verbindungen zwischen den Seitenschiffsjochen Zwischending von Staffelhalle und Abseitenkirche
romanisch, 1214/15 (d)<ref name="LOeWE">der-loewe.info über St. Nicolai in Melverode</ref> 3 × 3 Joche plus Chorquadrum u. Apsis: 2 Volljoche mit Kreuzgratgewölben, kurzes Turmjoch u. schmale Seitenschiffe mit Hybriden aus Kreuz- u. Tonnengewölben
Datei:Niederaußem St. Johann Baptist 07.jpg Teile des Mittelschiffs frühes 13. Jh., seit 16. Jh. dreischiffige Staffelhalle mit Paralleldächern und Westturm, Backsteingotik, 1887–1894 neugotische „Verschönerungen“, u. a. Seitenschiffsgewölbe
Ortsteile sind normalerweise nach ihren eigenen Anfangsbuchstaben eingeordnet. Ortsteile, die schon vor dem Bau der jeweiligen Kirche, evtl. seit jeher, zur Kernstadt gehörten, sind jedoch im Anschluss an diese eingetragen.
Anzahl 157, davon 1 Grenzfall zur Pseudobasilika und 2 Kirchen teils/teils
Anfänge der heutigen Kirche wohl 997, nach Brand von 1275 Wiederherstellung als gotische Hallenkirche; seit Mitte 9. Jh. Stiftskirche, 1230–1802 Reichsabtei, seit 1956 Bischofssitz
Teile einer Basilika des 12. Jh. Hallenkirche ab 1478, Wiederaufbau nach dem 2. WK mit alten Außenmauern, aber überw. modern; im Mittelalter Wahl- und Sitzungsort des Stadtrats
1897–1900, neuromanischer Zentralbau, unterschiedlich große Joche, aber in gleicher Höhe beginnende Kreuzrippengewölbe; in den Seitenjochen eingeschossige Emporen
Datei:Grundriss Stiftskirche Metelen.jpg Kern mit Nordseitenschiff Anfang bis 2. Viertel 13. Jh., Südseitenschiff erst 1856–58, SPÄTROMANISCH, FRÜHGOTISCH, NEUGOTISCH
Chor 1266 (d), Langhaus zunächst zweischiffig, vor 1508 Verlängerung und Nordseitenschiff, Westgiebel in Backstein, als Minoritenkirche gebaut, heute evangelisch
völlig neugestalteter Wiederaufbau einer neugotischen Hallenkirche, steinerne Rundbogenarkaden, Flachdecken mit Holzbalken, Seitenschiffe etwa 1 m niedriger als Mittelschiff
1929/1930, Reformarchitektur mit Neoromanik und Neorenaissance, Staffelhalle, Mittelschiff als Stichkappentonne; nicht zu verwechseln mit der Laurentiuskapelle (CC)
Oberkirche zu mehgeschossigem Wohnhaus umgebaut, gotische Hallenkrypta erhalten<ref group="Anm">Krypten werden nicht als Hallenkirchen mitgerechnet</ref>
neuromanische Staffelhalle, Kuppelgewölbe, schmale Seitenschiffe, 1889–1891 als Ersatz für die 1888 abgebrannte Vorgängerin, eine romanische Saalkirche aus dem 13. Jh.
1911–1913, für Irrenanstalt der Provinz Sachsen, neubarock, Stahlbeton, halb Emporenhalle, halb Wandpfeilerkirche: breites Hauptschiff mit Segmenttonne, flachgedecktes Südseitenschiff unter Querdach mit Empore, Nordseite mit flachen Abseiten unter Obergaden
1706/07, innen 1737, Barock, einseitige zweigeschossige Empore, jeder zweite Pfeiler der bis an die flache Decke, kein Unterzug, hölzerne Arkaden unter den Emporen, aber nicht an der Decke
1844–1846, neuromanisch, Emporenhalle, 2 Emporenetagen, Mittelschiff Tonnengewölbe, Seitenschiffe flachgedeckt, mit Brüstungen verbundene durchgehend vorstehende zum Mittelschiff hin polygonale Pfeiler, Kopfbügen nur an der Decke, Grenzfall zur Pseudobasilika
Kern romanisch, 1864 massiv umgestaltet, Mittelschiff gedrücktes Tonnengewölbe, Emporenhalle mit einem Emporengeschoss an der Grenze zur Pseudobasilika
1854/55, Neorenaissance/Klassizismus, schlichte Pfeiler der beidseits zweigeschossigen Emporen bis zu Unterzügen an der Decke, diese über Mittelschiff mit gemalter „Stuckatur“, über Seitenschiffen schlicht
1868/69, neugotisch, Pfeiler bis zu Emporen aus Stein, darüber aus Holz, Seitenschiffe flachdeckig, aber hölzerne Spitzbögen unter Empore u. Decke, Mittelschiff mit Dachstuhl nach englischem Vorbild (Hammerbeam), Decke mansarddachförmig, oben bis an Dachschrägen
1903/1904, Neuromanik mit etwas Jugendstil, Emporenhalle, hölzerne Arkaden und Seitenschiffsgurte, Mittelschiffsdecke aus 45°-Schrägen und flachem Mittelteil, Seitenschiffsdecken flach, Querhaus hoch wie Mittelschiff, aber ohne Unterbrechung der eingeschossigen Seitenschiffsemporen
Anfänge romanisch, Umbau 2. H. 15. Jh., nach Brand Wiederaufbau 1632–1648, ein Seitenschiff mit 2 Emporengeschossen, Hauptschiff einfache flache Kassettendecke
1823–1825, klassizistische Emporenhalle, umlaufend zwei Emporengeschosse, an beiden Enden rund schließendes Mittelschiff, in Längsrichtung an der flachen Decke korbbogige Arkaden
1905–1909, eklektizistisch, Grenzfall von Abseitensaal und Hallenkirche: Mittelschiff mit querrechteckigen Sterngewölben, Joche der Seitenschiffe unter Quertonnen, Architrave der Verbindungen knapp unter den Gewölbekämpfern
Datei:Schöpstal Ebersbach - Evangelische Kirche ex 01 ies.jpg 1. H. 15. Jh., gotische Einstützenhalle sechs (!) Joche Kreuzrippengewölbe um die zentrale Stütze, eines nach Westen, eines nach Osten und 2 × 2 seitliche, nachträglich mit zweigeschossigen barocken Emporen ausgestattet
1841–45, Innenerneuerung 1909, neuromanische Emporenhalle mit Mittelschiffstonne, Seitenschiffe flachgedeckt, Chorbereich mit Logen und kassettierter Tonne, Langhausbereich mit Gewölberippen und girlandenartigen Arkaden
1888/1889, neugotisch, dreischiffig, Arkaden wahrsch. aus Eisen, Gurtbögen der Spitztonne über dem Mittelschiff beginnen in gleicher Höhe wie Arkadenbögen und weit unter den flachen Seitenschiffsdecken
1850–1853, neuromanisch mit neugotischen Zutaten, Seitenschiffe etwas schmaler als Mittelschiff, rundbogige Kreuzrippengewölbe, Achteckpfeiler mit korinthischen Kapitellen
1902 mit MA Resten, Neorenaissance bis Neubarock, Emporenhalle, nur jede zweite Emporenstütze bis zur Decke, flache Decken, Mittelschiff etwas höher als Seitenschiffe
Datei:Martinskirche Grossdrebnitz.jpg mittelalterliches Mauerwerk, 1852 stark erneuert, Unterzüge über den oberen Emporen lassen auf nicht mit abgebildete Stützen schließen
ab 1744, T-förmige barocke Querkirche, Emporen in drei Geschossen, darüber an der Decke Arkaden, Mittelraum tonnengewölbt, unterstes Emporengeschoss als Patronatsloge(n)
Anfang 15. Jh., Mauern gotisch, Emporen 1594, 1689/90 u. 1753/54 Emporen an dreieinhalb Seiten, zwei Emporengeschosse, Pfeiler enden ohne Unterzug in Feldern der Täfelung, teils gerade vom Boden bis zur Decke, teils an der unteren Empore verkröpft
Anfänge um 1200, nach 30-J. Krieg 1651–1657 Wiederaufbau, nach Stadtbrand klassizistische Emporenhalle 1808–1812, umlaufend zweigeschossige Emporen, Kapitelle in allen Etagen, Unterzüge, Mittelschiff an beiden Enden rund schließend
Mauern wohl um 1270, heutige Innengestaltung jünger, Kassettendecke, kräftige Unterzüge auf zwei Paar klassizistischen Holzsäulen, davon ein Paar frei stehend
1811 Umbau aus barocker Dorfkirche, klassizistische Emporenhalle, unter beiden Emporengeschossen und an der Decke segmentbogige Arkaden auf Rechteckpfeilern mit Kapitellen
Chor vor 1519, gotisch, Kreuzrippengewölbe, Langhaus ab 1519 und 1666/67, schlichte Renaissance, flachgedeckt, dreischiffig, Emporenpfeiler betont vom Boden bis zur Decke durchlaufend
Vorgänger seit 14. Jh., nach Stadtbrand Neubau 1817–1826, klassizistische Emporenhalle, korbbogige Mittelschiffstonne, drei Emporengeschosse, Apsis in rechteckigem Außenbau
Turm 13. Jh., frühgotisch, Kirche 1770 neoklassizistisch, flache Decken, nur im Mittelschiff bemalt, Seitenschiffe schlicht mit 3 Etagen Emporen und schlichten Decken, alle Pfeiler quadratisch mit einfachen Kapitellen
1905 nach Brand, Neubarock, Staffelhalle, hölzerne Pfeiler u. Korbbogenarkaden, Seitenschiffe mit einem Emporengeschoss und flachen Decken, Mittelschiffsdecke aus waagerechtem Mittelteil zw. 45°-Schrägen
1849/50, klassizistisch, Mittelschiff mit Muldendecke, Seitenschiffe flachgedeckt, umlaufende zweigeschossige Emporen hinter dem Altar als Logen verglast
neuromanischer Backsteinbau, innen Emporenhalle, hölzerne Segmentbogentonnen, Grenzfall zur Pseudobasilika, da Quertonnen der Seitenschiffsjoche unterhalb der Längstonne des Mittelschiffs
Turmuntergeschoss 1512, Kirche 1811/12, innen 1894, Neugotik, Emporenhalle, Bündelpfeiler mit korinthischen Kapitellen tragen Balustrade, auf der heute moderne Balkendecke liegt, unterbrechen die Brüstungen der zweigeschossigen Emporen, diese als Umgang hinter Altar herumgeführt
1863–1865, benannt nach Vorgängerin in Nachbarort, klassizistische Neuromanik, Emporenhalle, zwei Emporengeschosse, Pfeiler bis zur unteren Empore etwas seitwärts, darüber und von der oberen Empore zu Decke in Brüstungslinie
1875–1855, flachgedeckte klassizistische Emporenhalle, nur eine Emporenetage, Pfeiler unter Emporen fast rechteckig, darüber runde Säulen mit korinthischen Kapitellen, Architrave statt Arkaden, Mittelschiff etwa 1,5 m höher als Seitenschiffe
1732/1733, Querkirche und Emporenhalle, schlicht aber mit Rokoko-Elementen, Gemeindeemporen in drei Etagen, Mittelschiff mit Muldendecke, umlaufendes Seitenschiff flachgedeckt
1748/49, barocke Emporenhalle mit gestrichenen Holzpfeilern und Holzarkaden, eine Emporenetage, trotz äußerer Symmetrie in Längsrichtung innen eine Längskirche (keine Querkirche)
Datei:20090402090MDR Roßwein Marienkirche.jpg Chor gotisch 1513 mit Netzgewölbe, Langhaus nie gewölbt, (Um-)Gestaltungen 1596–1611, 1810–1815 und 1862, heute klassizistische Emporenhalle, flache Decken einheitlicher Höhe, Seitenschiffe mit 3 Emporenetagen, marmorierte quadratische Pfeiler vom Boden bis zur obersten Empore und von dort bis zu kräftigen Unterzügen
1782–1786 barock bis klassizistisch, flachgedeckte Emporenhalle, schmale Seitenschiffe, Holzpfeiler, unter beiden Emporengeschossen und kräftigen Unterzügen a. d. Decke angedeutete Kapitelle und Kopfbügen
1856–1859 (nach Stadtbrand), klassizistische Neuromanik, Emporenhalle mit tonnengewölbtem Mittelschiff und zwei Emporengeschossen in den flachgedeckten Seitenschiffen
1644 u. 1889, Renaissance, Emporenhalle, dreiseitige eingeschossige Empore, einheitlich hohe Flachdecke, unter Empore u. an der Decke Kopfbügen und Unterzüge arkadenhaft kombiniert
1724–1727 nach Brand, barocke Emporenhalle, Mittelschiff Muldendecke, schmale flachdeckige Seitenschiffe mit jeweils nur 1 Empore, waagerechte Architrave/Unterzüge auf quadratischen Pfeilern mit Basen und schlichten Kapitellen
1909/1910, Jugendstil, Altar im Westen, Südseitenschiff mit Empore unter zwei Querdächern, andere Seite niedriges basilikales Seitenschiff oder Abseiten
1843–1850, Mittelschiff Muldendecke, Seitenschiffe flachgedeckt mit zwei Etagen hölzerner Emporen, Durchgängigkeit der Erdgeschosse und unteren Emporen durch Logen unvollständig, oberste Etage vollständig durchgängig
1823/24, klassizistische Emporenhalle, zwei Emporengeschosse, antikisierende Säulen in Brüstungen eingebunden, aber vom Boden bis zu den Unterzügen durchgehend
Datei:20100419210DR Waldheim Stadtkirche St Nicolai.jpg Vorgängerinnen auf anderem Platz seit 14. Jh., 1839–1842, klassizistische Emporenhalle, muldengewölbtes Mittelschiff trotz vierseitig umlaufender Emporen bis an die Stirnseiten, Seitenschiffe flachdeckig, drei Emporengeschosse
1893, neugotischer Backsteinbau, hölzerne Tonnengewölbe auf Holzpfeilern: Mittelschiff Stichkappentonne, Seitenschiffe je 4 Quertonnen unter Querdächern, darunter Emporen
1842, außen neugotisch, Emporenhalle mit zwei Emporengeschossen, flache Decken, über Mittelschiff bemalt, Holzpfeiler gering vorstehend, kurze Kopbügen unter Emporen und Decke
1821–1842 von Friedrich Schinkel, klassizistische Emporenhalle, Gliederung durch Kolonnaden, Mittelschiffstonne über Architraven, flache Seitenschiffstonnen in Höhe dieser Architrave, Pseudobasilika oder auch Hallenkirche
1958–1962, Heimatschutzstil, Mittelschiffsdecke wie flaches Satteldach, Seitenschiffsdecken wenig niedriger, Arkaden auf rechteckigen Pfeilern ohne Kapitelle
Feldsteinmauern mit Backsteingliederungen, nach Mitte 13. Jh., Chor frühgotisch, Langhausfenster in Originalgröße ersetzt, Turm neugotisch; dreischiffige Gewölbehalle, Backsteinpfeiler, dünne Rippen
dreischiffige Emporenhalle mit tonnengewölbtem Mittelschiff, Flachdecken der Seitenschiffe auf Basishöhe der Mittelschiffstonne, Emporenarkaden 2004 verglast und in teilw. mehrjochige Funktionsräume unterteilt
Datei:Kleiner Michel Nicolassen 1754.jpgDatei:Kleiner Michel.jpg Vorgängerbauten Vorläufer der Michaeliskirche, 1757 barock, 1811 katholisch, März 1945 zerstört, 1952 Moderne mit Klassizismus; Grenzfall zur Saalkirche: trotz dreischiffiger Deckenlandschaft nur das eine Stützenpaar an der Grenze zwischen Schiff und Chor
1883, neugotisch, Seitenschiffsjoche unter Quertonnen durch relativ niedrige Gurtbögen verbunden, daher Grenzfall zwischen Emporenhalle und Abseitensaal
1885–1889, neugotisch, zweigeschossige Emporen, Mittelschiff mit satteldachförmiger Decke, sehr schmale Seitenschiffe, hölzerne Arkaden- und Gurtbögen mit gleicher Kämpferhöhe
Dreischiffige Staffelhalle (oder schon Pseudobasilika) mit einschiffigem Chor, Mittelschiff mit polygonal vereinfachter Stichbogentonne, Seitenschiffe flachgedeckt, nördliches mit gemauerter Rundbogenarkade, südliches mit Bügenpfeilern und Empore
1650 u. 1753–1765, klassizistische Emporenhalle, drei Emporengeschosse, Pfeiler auch optisch vom Boden bis zur Decke durchgehend, Mittelschiff leicht eckige Muldendecke
Emporenhalle mit zwei Emporengeschossen, Grenzfall Hallenkirche/Pseudobasilika, Überhöhung des tonnengewölbten Mittelschiffs durch kräftige Simse betont
1872 mit älterem Turm, außen neoromanisch, innen klassizistische Proportionen, dreiseitig umlaufend zwei Emporengeschosse und Unterzug, Decken flach, Mittelschiffsdecke als Muldendecke bemalt
Kern 15. Jh., gotisch, massiver barockzeitlicher Umbau, hölzerne Pfeiler, Längstonnen auf Mittelschiff und Seitenschiffen, zweigeschossige Emporen in beiden Seitenschiffen
Außenwände längliches Achteck (zwei lange, zwei etwas kürzere, zwei sehr kurze Seiten), Emporenverlauf rechteckig, Stützenreihen entlang der Längsseiten
Datei:Dorfkirche Golmsdorf 2.JPG holzsichtige Emporenanlage, zwei Emporengeschosse, über den oberen Emporen Arkade, über der Kanzel stattdessen waagerechter Unterzug, Chor im Turm mit Rundbogen und Kreuzgratgewölbe
Datei:Gotha Friedenstein 16XX EG Kapelle.jpg am östl. Ende d. Nordseite d. Nordflügels, klassizistischer Frühbarock, Emporenhalle, ausgeprägt kassettierte Mittelschiffsdecke, ein Emporengeschoss
Chorturm ab 12. Jh., Schiff 1821, klassizistisch aber holzsichtig, Muldendecke des Mittelschiffs von Metallgitter gestützt, flachgedeckte Seitenschiffe mit zwei Emporengeschossen
Grenzfall zur Saalkirche: einschiffig angelegt mit schiffsbreiter Holztonne, 1718 beidseitige, zunächst dreigeschossige Emporen, Pfeiler bis an das Gewölbe, 1883 oberstes Emporengeschoss entfernt
Datei:Hauroeden Trinitatiskirche1.jpg 1687 bis 1692, Fachwerkbau, westlich unverkleidete Balkendecke, östlich bemalte Holztonne, westliches Pfeilerpaar unter der Grenze unabhängig von der umlaufenden Empore, östliches Pfeilerpaar unter quer verlaufendem Unterzug mit Emporen verbunden
Mansarddach, Emporen in Seitenschiffen zweigeschossig, unter Orgel eingeschossig, Pfeiler mit klassizistischen Kapitellen unter unterer Empore und an der Decke
Datei:Kirche in Kösnitz.JPG 1715 mit älterem Chorturm, hölzerne Stützen, Mittelschiff Muldendecke, Seitenschiffe flachgedeckt mit drei Emporengeschossen
sehr schlichter Barock, durchgehende Holzpfeiler ohne Kapitelle, Mittelschiff unter Muldendecke, Seitenschiffe mit zweigeschossigen Emporen unter Längstonnen
1882–1884 mit Turm von 1661, neugotisch, Kreuzrippengewölbe, Zentralbau und Staffelhalle aus fünf hohen (Kreuz) und vier niedrigen (Ecken) Jochen, die auf gleicher Höhe beginnen
Datei:Mechelroda-007.jpg Emporenhalle, zwei Emporengeschosse, kräftige schlichte Holzpfeiler, optisch durch Emporen unterbrochen, Bretterdecken, über Mittelschiff als Muldendecke
1716–1722, zwei mal zwei Stützen bis zur kirchenbreiten Segmenttonne (aus bemalten Brettern), zweigeschossige dreiseitige Empore, im Westen nur von unten gestützt
Datei:Nauendorf-Kirche-1.JPG 1829, zwischen Klassizismus und Neuromanik, Emporenhalle, zwei Emporengeschosse, Mittelschiff Tonnengewölbe von mind. 2 m Höhe, Seitenschiffe flachgedeckt
1770 nach Brand, durchgehende Holzpfeiler mit einfachen Kapitellen, Mittelschiff unter Muldendecke geringer Höhe, Seitenschiffe unter Halbtonnen mit zwei Emporengeschossen
Datei:Kirche in Obergrunstedt.JPG Chorturm um 1200, Schiff 1686 umgebaut und erweitert, Emporenhalle mit zwei Emporengeschossen, behelfsmäßige Sanierung
Datei:Oberndorf St. Anna 01.jpgDatei:Oberndorf St. Anna 02.jpg mittelalterlicher Chorturm, barocke Emporenhalle, zwei Emporengeschosse, Mittelschiff verputztes Tonnengewölbe mit seitlich aufgemalten Arkaden, Seitenschiffsdecken und Emporenunterseiten flach mit aufgemalter Täfelung
Datei:Oberroßla Dorfkirche 4.JPG 18. Jh., 1982–86 vereinfacht wiederhergestellt, Emporenhalle, ein Emporengeschoss, Segmentbogenarkaden an der Flachdecke
Datei:Obertrebra Kirche.JPG Pfeiler mit Kopfbügen unter beiden Emporengeschossen und an der Decke, Mittelschiffsdecke mit ausgemalten Feldern und minimalen Vouten
1723–1725, klassizistisch mit Rokokoaltar, zwei Emporengeschosse, knapp vor Pseudobasilika: Mittelschiff Spiegeldecke mit schmalem Spiegel, Seitenschiffe Halbtonnen geringer Höhe
Datei:Kirche Reisdorf.jpgDatei:ReisdorfKirche2.JPG Emporenhalle abgestimmt auf das neuromanische Äußere, aber nicht an mittelalterliche romanische Emporenhallen, zwei Emporengeschosse, Mittelschiff flache Kassettendecke, Seitenschiffe Halbtonnen, romanische Kapitelle
1697, barocke Emporenhalle mit eingeschossigen Emporen, Mittelschiff Korbbogentonne, Seitenschiffe flache Sichtholzdecken, Korbbogenarkaden unter Emporen und an den Decken
1260 und 1725, Langhaus u. leicht eingezogener Chor unter gemeinsamer schiffsbreiter Holztonne, Langhaus durch bis zum Gewölbe reichende Pfeilerreihen in Mittelschiff und dreigeschossige Seitenschiffe gegliedert