Lengerich (Westfalen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DE Lengerich (Westfalen) COA.svg |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 11′ N, 7° 51′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05566040}}
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Regierungsbezirk: | Münster | |||||
| Kreis: | Steinfurt | |||||
| Höhe: | 77 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05566040}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 49525 | |||||
| Vorwahl: | 05481 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | ST, BF, TE | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 66 040 | |||||
| LOCODE: | DE LCH | |||||
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |||||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Tecklenburger Straße 2 49525 Lengerich | |||||
| Website: | www.lengerich.de | |||||
| Bürgermeister: | Björn Schilling (SPD) | |||||
| Lage der Stadt Lengerich im Kreis Steinfurt | ||||||
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Bild:Lengerich in ST.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 0 254 78 254 239 139 239 0 0 0 Nordrhein-Westfalen poly 0 351 37 392 27 412 90 445 103 432 135 503 112 524 58 524 0 574 0 356 Kreis Borken poly 0 574 60 524 112 524 135 503 192 539 217 524 270 574 Kreis Coesfeld poly 299 574 441 574 456 555 439 524 421 524 394 495 378 510 350 495 324 510 308 565 Münster poly 421 524 440 524 456 556 444 574 638 574 638 506 573 485 552 451 505 445 485 432 457 445 Kreis Warendorf poly 0 305 0 254 78 254 239 139 239 0 638 0 638 474 617 495 552 451 625 412 638 351 569 351 552 328 583 239 569 211 603 211 535 120 505 139 405 105 386 44 324 31 308 80 337 90 299 150 137 272 78 283 27 283 Niedersachsen poly 324 510 352 495 378 510 394 495 421 524 457 445 421 429 421 407 368 392 324 401 316 392 299 417 316 463 307 474 Greven poly 324 361 360 370 369 392 421 407 421 361 405 337 337 305 324 337 316 337 Saerbeck poly 638 351 625 412 552 451 527 445 509 417 569 351 Lienen poly 509 417 569 351 552 328 527 328 527 309 505 305 505 309 467 309 428 351 Lengerich poly 137 510 192 474 230 474 217 524 202 539 Laer poly 230 474 217 518 273 574 307 565 324 510 307 474 299 495 239 495 Altenberge poly 137 510 192 474 135 417 103 417 Horstmar poly 257 407 299 417 316 465 299 487 248 495 230 474 Nordwalde poly 421 361 421 428 457 445 485 431 505 445 527 445 509 417 448 361 Ladbergen poly 27 412 39 392 68 392 89 370 112 392 122 417 101 417 112 438 88 445 42 426 Metelen poly 337 305 381 328 394 272 337 172 299 180 299 150 239 194 285 211 Hörstel poly 475 135 505 139 535 120 551 139 552 230 535 272 485 242 476 164 467 159 Westerkappeln poly 383 328 405 337 436 283 470 283 505 258 428 211 428 185 390 194 352 172 337 180 395 272 Ibbenbüren poly 112 392 137 361 222 351 257 405 230 474 192 470 137 417 122 417 Steinfurt poly 78 283 137 272 154 258 154 301 192 351 137 361 Wettringen poly 177 242 155 258 154 305 197 351 219 351 230 361 Neuenkirchen poly 428 180 434 211 485 242 477 169 467 161 469 150 476 139 457 129 Mettingen poly 550 139 552 229 535 272 565 283 581 238 565 209 603 205 Lotte poly 299 150 299 180 350 174 379 141 381 107 405 107 384 45 323 31 309 81 337 90 Hopsten poly 0 309 0 351 38 390 70 392 87 369 112 389 137 361 77 283 25 284 Ochtrup poly 177 241 242 194 287 213 337 305 299 321 290 320 288 332 257 350 230 351 Rheine poly 405 107 457 130 424 186 389 194 350 171 379 143 380 114 Recke poly 405 335 417 361 429 352 465 305 498 318 500 305 532 313 524 327 551 325 565 284 530 265 501 258 466 283 436 280 Tecklenburg poly 230 351 254 405 294 417 320 390 323 400 369 387 359 371 318 367 315 331 325 332 341 305 305 320 292 318 288 332 257 351 Emsdetten desc bottom-right </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Lengerich (plattdeutsch Lengerke, ostwestfälisch Liängeryk) ist eine Mittelstadt in der Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) im nördlichen Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.
Geografie
Die Stadt liegt zwischen Münster (29 km südwestlich) und Osnabrück (16 km nordöstlich), am Südhang des Teutoburger Waldes. Die Ausdehnung des Stadtgebietes beträgt in Nord-Süd-Richtung maximal 11,5 Kilometer, in Ost-West-Richtung maximal 14 Kilometer. In der Umgebung wird die Fossillagerstätte Lengerich erforscht.
Nachbargemeinden
Die unmittelbaren Nachbarn von Lengerich sind Tecklenburg, Hagen am Teutoburger Wald, Lienen und Ladbergen.
Stadtgliederung
Zu Lengerich gehören die Stadtteile Antrup, Aldrup, Exterheide, Hohne, Intrup, Niederlengerich, Niedermark, Ringel, Schollbruch, Settel, Stadtfeldmark und Wechte.
Alle Stadtteile haben die gleiche Postleitzahl Lengerich – 49525.
Einwohner
- Einwohnerzahl: 23.099, davon:
- männlich: 11.472
- weiblich: 11.657
Konfessionsstatistik
Gemäß dem Zensus 2011 waren 55,3 % der Einwohner evangelisch, 16,9 % römisch-katholisch und 27,8 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.<ref>Stadt Lengerich Religion, Zensus 2011</ref> Die Zahl der Protestanten und Katholiken ist seitdem gesunken. Zum Jahresende 2022 waren von den 23.605 Einwohnern 41,0 % (9.674) evangelisch, 17,6 % (4.156) katholisch und 41,4 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder sind konfessionslos.<ref>Lengerich Stadtportrait Zahlen Daten Fakten, abgerufen am 22. April 2023</ref>
Geschichte
Ursprung und Entwicklung des Ortes
Während des Mittelalters und der frühen Neuzeit gehörte Lengerich zur Grafschaft Tecklenburg. Diese wurde 1707 Teil des Königreichs Preußen. Das Gebiet der Grafschaft Tecklenburg blieb nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871 und der Auflösung Preußens im Jahr 1946 weitgehend als Kreis Tecklenburg (den Preußen 1816 geschaffen hatte) erhalten. Das Land Nordrhein-Westfalen als Rechtsnachfolger Preußens löste zum 1. Januar 1975 den Kreis Tecklenburg auf, so dass seitdem Lengerich im Kreis Steinfurt liegt.
Lengerich kann auf eine sehr lange Siedlungsgeschichte zurückblicken. So wurde in der Bauerschaft Wechte eine 4.000 Jahre alte Megalithanlage entdeckt und restauriert. Sie stellt heute eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt Lengerich dar.
Die einzelnen Lengericher Bauerschaften fanden schon früher als der Ort Lengerich selbst urkundliche Erwähnung. So wurde um 1050 Ringel als „Hringie“ und 1088 Hohne als Westhohne erwähnt. Im Jahre 1147 trat Lengerich selbst urkundlich erstmals in Erscheinung. Der römisch-deutsche König Konrad III. bestätigte der Äbtissin des Damenstifts zu Herford deren Besitzungen und Privilegien in Lengerich.
Im 14. Jahrhundert ist ein Markt in Lengerich belegt.
Im Jahr 1695 wurde der Ort in einer Urkunde wörtlich als Flecken, sinngemäß also als Minderstadt bezeichnet.
Im Jahre 1727 verlieh Friedrich Wilhelm I. von Preußen, bekannt auch als Soldatenkönig, dem Ort Lengerich die Stadtrechte. Hiermit wurde auch die erste bescheidene Kommunalverwaltung eröffnet. Die Stadt zählte damals 614 Einwohner und 150 Häuser.
Im Jahr 1857 nimmt Friedrich Wilhelm IV. von Preußen im Gasthof Berkemeyer den Ehrentrunk der Stadt Lengerich anlässlich der 150-jährigen Zugehörigkeit der Grafschaft Tecklenburg zu Preußen entgegen.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2026. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot /"Lengerich in alten Ansichten Band 2"</ref>
Am 1. April 1927 wurde die Gemeinde Lengerich-Land eingegliedert.<ref name="exi">Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1927, Seite 59. Abgerufen am 3. September 2017.</ref> Am 1. April 1930 wurde ein kleines Gebiet (38 ha) an die Nachbarstadt Tecklenburg abgetreten.<ref></ref>
Am 1. Januar 1975 wurden Gebietsteile mit damals etwa 300 Einwohnern an die Gemeinde Lienen und die Stadt Tecklenburg abgetreten.<ref></ref>
„Der Römer“
Am südöstlichen Eingang zum Kirchplatz in der Altstadt steht der Römer, eines der Wahrzeichen der Stadt Lengerich. Hierbei handelt es sich um ein Torhaus, dessen Bauzeit grob in das zweite Viertel des 13. Jahrhunderts datiert werden kann; davon stark abweichende Daten bis ins 15. Jahrhundert sind denkbar. Vordem in Urkunden nur als Steinwerk bezeichnet, trägt das Torhaus seit dem frühen 18. Jahrhundert den Namen Römer. Die Herkunft dieser Bezeichnung und die ursprüngliche Nutzung des Römers sind geschichtlich nicht überliefert.
Das Torhaus wurde im Laufe seiner Geschichte unter anderem als Rathaus, Gefängnis, Lagerraum, Klassenzimmer und Wohnung genutzt. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde es um zahlreiche Anbauten wie zum Beispiel einen südlich angrenzenden Speicher, ein nördlich angrenzendes Wirtschaftsgebäude und mehrere Osterweiterungen ergänzt. Der letzte größere Umbau erfolgte im Jahr 1979, die letzte umfangreiche Sanierung im Jahr 2001. Seit 1980 beherbergt der Römer eine kleine Gaststätte. Ein großer Raum im zweiten Obergeschoss dient als Gastraum, als Konferenzraum oder wird auch für besondere Anlässe wie standesamtliche Trauungen genutzt.
Wirtschaftsgeschichte
Im 16. Jahrhundert gab es laut Aufzeichnungen die ersten Händler und Gewerbebetreibenden in der Stadt. In dieser Zeit wurde neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch mit Wolle und Tierfett gehandelt. Im Jahre 1662 wurde eine Papiermühle in Betrieb genommen. Es gab zuvor schon einige Wassermühlen, Schuhmacher, Schreiner und Schmiede. Auch heute gibt es noch viele dieser Mühlen zu sehen, allerdings kaum eine im ursprünglichen und funktionstüchtigen Zustand. Rund 100 Jahre zuvor wurde von einem Lengericher Nationalgetränk gesprochen, einem obergärigen Bier (Grüsing oder Gräsing genannt), das in vielen Häusern gebraut wurde.
Conclusum
In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde in der Stadt am 11. Juli 1645 ein Stück deutscher Geschichte geschrieben. In Vorbereitung der Friedensschlüsse von 1648 in Osnabrück und Münster traten im Ort Vertreter der Kriegsparteien zum Lengericher Conclusum zusammen. Die Parteien vereinbarten ein Mitspracherecht der Reichsstände und freien Reichsstädte bei den innen- und außenpolitischen Fragen des Heiligen Römischen Reiches während der bevorstehenden Friedensverhandlungen.
Das KZ-Außenlager A 1
Im Zweiten Weltkrieg bestand in der Stadt zwischen März 1944 und März 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme. Nach Umbauarbeiten in der Röhre des stillgelegten alten Reichsbahntunnels wurden hier von den KZ-Häftlingen und deutschen Zivilarbeitern Flugzeugteile für die Rüstungsindustrie gefertigt. Bei den Bauarbeiten und bei der Teilefertigung gelangten insgesamt mehr als 200 Häftlinge zum Einsatz. Innerhalb eines Jahres kam mehr als ein Dutzend von ihnen ums Leben.<ref name=":0">Norbert Ortgies, Ursula Wilm-Chemnitz: Tage im Tunnel. Das KZ-Außenlager A 1 Lengerich 1944-1945. book on demand GmbH, Norderstedt 2001, ISBN 978-3-8311-2413-8, S. 58.</ref> Am 2. April 1945 wurde die Rüstungsfabrik im Tunnel von britisch-kanadischen Truppen beschlagnahmt und besetzt.<ref name=":0" />
Politik
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Stadtrat und Bürgermeister
Der Rat der Stadt Lengerich hat seit der Kommunalwahl 2009 insgesamt 32 Mitglieder, die sich auf die einzelnen Parteien folgendermaßen verteilen:
| CDU | SPD | GRÜNE | FDP | WfL | Gesamt | |
| 2020<ref>Ratswahl - Kommunalwahlen 2020 der Stadt Lengerich - Gesamtergebnis. Abgerufen am 18. September 2020.</ref> | 11 | 11 | 8 | 2 | — | 32 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 11 | 14 | 5 | 2 | — | 32 |
| 2009 | 14 | 10 | 4 | 3 | 1 | 32 |
Bürgermeister ist Björn Schilling (SPD), Amtsvorgänger war Wilhelm Möhrke (parteilos).
Wappen
Blasonierung: „In Blau ein aufgerichteter goldener Anker, aus dessen Ring zwei goldene gekreuzte Lindenzweige jeweils mit drei Blättern abwärts hervorgehen, die auf dem Anker wieder überkreuzt liegen.“
-
Wappen mit Anker
-
Wappen von 1939–1949
Wegen geschichtlicher Bedenken – der Anker galt als ausschließliches Wappenzeichen der Grafschaft Lingen, mit der Lengerich nicht in Verbindung zu bringen war – wurde es 1939 zunächst zurückgegeben. Nach neueren Forschungen ist der Anker jedoch dem Grafen von Tecklenburg durch kaiserliches Privileg 1475 als Wappenvermehrung auf ausdrücklichen Wunsch des damals regierenden Grafen Otto verliehen worden ohne jegliche Beziehung zur Grafschaft Lingen, die es damals noch gar nicht gab (lt. Staatsarchiv Münster vom 27. Juni 1946, St.A. 1363). Die Lindenzweige entstanden vermutlich durch eine Verwechslung der Seerosenblätter auf dem Wappen der Grafschaft Tecklenburg. Da geschichtliche Bedenken nicht mehr bestanden, wurde das alte Wappen 1949 wieder durch die Stadt Lengerich aufgenommen.
Die Blasonierung des Wappens in der Zeit von 1. März 1939 bis 1949 wird wie folgt beschrieben: „In Silber (Weiß) über einem erhöhten grünen Dreiberg, belegt mit einem silbernen (weißen) Schild, darin zwei blaue Balken, drei balkenweise rote Seerosenblätter.“
Der Dreiberg symbolisiert die Lage am Südhang des Teutoburger Waldes, der kleine Schild ist das Wappen der einflussreichen Adelsfamilie von Münster zu Vortlage, welche vom 13. bis zum 17. Jahrhundert in Lengerich ihren Wohnsitz hatten. Die Seerosenblätter entstammen dem Wappen der Grafschaft Tecklenburg, zu dem die Stadt früher gehörte.
Städtepartnerschaften
Lengerich pflegt Städtepartnerschaften mit den Städten Leegebruch (Brandenburg) (seit 1991), Wapakoneta (Ohio, USA) (seit 1994) und Warta (Polen) (seit 1996), die sowohl seitens der Stadt, als auch durch private Vereine gepflegt werden.<ref>Website Lengerich – Städtepartnerschaften, abgerufen am 15. Juni 2019</ref> So findet zum Beispiel mit Wapakoneta ein regelmäßiger Schüleraustausch statt.
Kultur, Religion und Sehenswürdigkeiten
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Im Jahr 2004 wurde die Gempthalle zu einem Kulturzentrum restauriert, sodass dort verschiedene Veranstaltungen stattfinden können. Zudem gibt es ein intaktes Vereinsleben. Außerdem sind die Universitäts- und Theaterstädte Münster und Osnabrück mit dem Auto und dem Zug in etwa 20 Minuten zu erreichen.
Am Fuß des Kleebergs wurde die 1926 eingeweihte und nach den 1970er Jahren vom Verfall bedrohte Friedhofskapelle restauriert.<ref>Friedhofskapelle und Friedhof in Lengerich. city-map Internetmarketing AG</ref> In unmittelbarer Nähe der Kapelle befinden sich der ALVA Skulpturenpark mit Jones Garden<ref>ALVA Skulpturenpark und Jones Garden. city-map Internetmarketing AG</ref> sowie der 2018 eröffnete Hortensiengarten.<ref>"Der Hortensienpark startet durch" – Baumaßnahmen abgeschlossen. Eröffnung am 8. Juli 2018. Stadtmarketing Offensive Lengerich</ref>
Konfessionsstatistik
Ende 2019 waren von den 23.227 Einwohnern 44 % (10.163) evangelisch, 16 % (3.814) katholisch und 40 % gehörten anderen Religionen an oder sind konfessionslos.<ref>Stadt Lengerich - Stadt Portrait - Zahlen Daten Fakten, abgerufen am 21. Februar 2020</ref>
Bauwerke
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- Römer
- Altes Rathaus (beheimatet heute die Tourist-Information, das Stadtarchiv und die Bücherei)
- Evangelische Stadtkirche
- ev. Johanneskirche
- Kapelle beim Alten Friedhof
- Bodelschwinghkirche (Wechte)
- Wasserbehälterschornstein (Gempt-Turm)
- Gut Erpenbeck
- Gut Stapenhorst
- Megalithgrab
- Hügelgrab
- Haus Vortlage (Wasserschloss)
- Westfälisches Feldbahnmuseum
- Gempthalle
- Wärmetauscherturm des Zementwerks (Höhe: 107,5 Meter) [1]
-
Wasserbehälter- schornstein auf dem ehemaligen Gelände der Drahtseilfabrik Gempt
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Turm der evangelischen Stadtkirche
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Friedhofskapelle am Kleeberg
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Kriegerdenkmal an der evangelischen Stadtkirche
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LWL-Klinik – „2 Türmchen“
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Hauptgebäude der LWL-Klinik
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Römer
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LWL-Klinik
Regelmäßige Veranstaltungen
Am Wochenende des 1. Advents wird rund um die Evangelische Stadtkirche der Krippenmarkt veranstaltet. Auf dem als Weihnachtsmarkt konzipierten Budenmarkt werden alljährlich u. a. Christbaumkugeln verkauft, die jedes Jahr andere Motive darstellen. In der Stadtkirche findet am ersten Adventswochenende alljährlich eine große Krippenausstellung statt. Die teilweise originell gestalteten Krippen wurden überwiegend von Einwohnern Lengerichs gefertigt.<ref>Stadtkirche: Märkte & Feste in Lengerich: Krippenmarkt</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Traditionell hat die Stadt Lengerich starke wirtschaftliche Standbeine im Maschinenbau, in der kunststoffverarbeitenden Industrie und in der Zementherstellung. Hier sind insbesondere die Maschinenfabrik Windmöller & Hölscher (W&H) mit den Schwerpunkten Verpackungs-, Druck- und Veredelungsmaschinen, die Kunststoffverpackungsfabrik Bischof + Klein und die Zementfabrik Dyckerhoff AG zu nennen.
Verkehr
Eisenbahnverkehr
Der Lengericher Bahnhof liegt an der Strecke Wanne-Eickel–Hamburg, deren Abschnitt zwischen Münster und Osnabrück stündlich von der Eurobahn unter dem Namen Teuto-Bahn (RB 66) bedient wird. Ebenfalls stündlich verkehrt der Rhein-Haard-Express (RE 2) mit Halt in Lengerich. Die jeweils stündlich fahrenden Züge der Linien RB 66 und RE 2 fahren ungefähr eine halbe Stunde versetzt, sodass Münster und Osnabrück den überwiegenden Teil des Tages halbstündig erreicht werden können. Die Fernzüge halten zwischen Münster und Osnabrück nicht. Für Reisende markant ist der 581 m lange Lengericher Tunnel, der nördlichste Eisenbahntunnel in Deutschland unterhalb eines Gebirges (Teutoburger Wald) und der einzige auf dem Weg zwischen Ruhrgebiet und Norddeutschland.
Lengerich liegt auch an der 1901 eröffneten Bahnstrecke Ibbenbüren–Hövelhof der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE). In Lengerich-Hohne betreibt die TWE ein Bahnbetriebswerk (Bw), das zugleich als Zentralwerkstatt für andere NE-Bahnen fungiert. Auf der TWE-Strecke gibt es nur noch in Abschnitten regelmäßigen Güterverkehr. In den Sommermonaten fährt die Teuto-Express im Museumsbahnverkehr mit Dampflokomotiven durchs Tecklenburger Land. Nachdem es infolge der Sommerunwetter im August 2010 zu einem Dammrutsch gekommen war, endet der „Teuto-Express“ aus Lengerich bereits in Tecklenburg und kann nicht mehr weiter über Brochterbeck bis Ibbenbüren Aasee fahren. Als im September des Folgejahres die Gleise auch noch in Richtung Süden nach Gütersloh unterbrochen<ref>Neue Osnabrücker Zeitung 22. September 2011</ref> und vom neuen TWE-Eigentümer Captrain Deutschland nicht repariert werden, gründet sich im Januar 2012 das überparteiliche Aktionsbündnis pro TWE, das sich u. a. den langfristigen Erhalt und die regelmäßige Nutzung der Teutoburger Wald-Eisenbahn in den Bereichen Freizeit- und Tourismusverkehr zum Ziel gesetzt hat.<ref>Aktionsbündnis will TWE retten Neue Westfälische Zeitung 27. Januar 2012</ref>
Aktuell wird die TWE Strecke von der Unternehmensgruppe Lappwaldbahn vollständig reaktiviert und somit wieder befahrbar. Die Strecke soll hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt werden. Der in Lengerich ansässige Verein Eisenbahntradition kann somit jedoch ebenfalls den traditionellen Museumsverkehr wieder aufnehmen. Aktuell laufen ebenfalls Machbarkeitsstudien für eine mögliche Nutzung für den Personenverkehr. Im Bereich Lengerich gibt es Spekulationen zur Einführung eines eingeschränkten Verkehrs für Schüler auf dem Abschnitt Ibbenbüren-Lengerich. Somit steht auch eine Reaktivierung für den Personenverkehr des alten TWE Bahnhofs Lengerich-Stadt und des TWE Bahnhofs Lengerich-Hohne im Raum. Der TWE Bahnhof Lengerich-Hohne liegt parallel neben dem DB Bahnhof Lengerich.
Die weitläufigen Gleisanlagen des DB Bahnhofs Lengerich werden zum größten Teil von der Firma Dyckerhoff-Buzzi Unicem unterhalten und münden in einem Gleisanschluss in das gleichnamige Zementwerk.
Ebenso gibt es einen Gleisanschluss von der DB Strecke zum Bahnbetriebswerk der TWE.
Der Verein Eisenbahnfreunde Lengerich betreibt ein Feldbahnnetz für den Museumsbetrieb in unmittelbarer Nähe zum DB Bahnhof Lengerich.
Busverkehr
Es gibt im Taktverkehr von Lengerich Buslinien nach Lotte (mit Busanschluss nach Osnabrück), nach Ibbenbüren, nach Lienen und nach Münster.
Straßenverkehr
Über die Anschlussstelle 73 „Lengerich“ der Bundesautobahn A 1 (Europastraße E 37) ist Lengerich direkt erreichbar.
Fahrradverkehr
Lengerich ist an die Radwanderwege 100-Schlösser-Route und Friedensroute (verläuft von Osnabrück bis Münster) angeschlossen.<ref>Münsterland e. V.: Radfahren in Lengerich | Münsterland e. V. Tourismus. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. April 2017; abgerufen am 18. Juni 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Flugverkehr
Der Flughafen Münster-Osnabrück ist etwa 15 km entfernt.
Bildung
Für den Primarbereich gibt es die vier Grundschulen Hohne, Intrup, Stadtfeldmark und Stadt. Für den Bereich der weiterführende Schulen gibt es das Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) sowie die Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg welche zwei Schulstandorte hat, wobei Lengerich der Haupt-Schulort ist. Die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und die Friedrich von Bodelschwingh Realschule sind mittlerweile geschlossen, letztere wurde 2023 abgerissen. Des Weiteren gibt es die Schule In der Widum, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Insgesamt gibt es über elf Kindergärten.
- Sonstige Schulen
- Bildungszentrum Tecklenburger Land
- Musikschule Tecklenburger Land
- Volkshochschule
Gesundheitswesen
Neben der Helios Klinik Lengerich als Allgemeinkrankenhaus befindet sich die LWL-Klinik Lengerich als Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Lengerich. Die LWL-Klinik steht unter der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und wurde 1866 als Provinzialanstalt Bethesda eröffnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte. ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Februar 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website der LWL-Klinik Lengerich, abgerufen am 19. Juni 2018</ref>
Im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Klinik wurde 2017 auf ihrem Gelände der „Gedenkpfad Lengerich“ eröffnet. Der Gedenkpfad erinnert an die Krankenmorde im Rahmen der Aktion T4 während der Zeit des Nationalsozialismus und informiert sowohl über deren Hintergründe und staatliche Organisation als auch über die Mitschuld und -verantwortung, die die damaligen Mitarbeiter der seinerzeitigen Provinzial-Heilanstalt am Transport von mindestens 440 ihrer Patienten in die Durchgangsstationen Eichberg, Weilmünster und Wunstorf, von wo aus sie zur Tötung weiter transportiert wurden, hatten.<ref>LWL-Klinik Lengerich: Der Lengericher Gedenkpfad (PDF; 6,6 MB) S. 3, S. 11</ref>
Sport
In Lengerich sind verschiedene Sportvereine ansässig. Im Bereich Fußball und Badminton ist der SC Preußen Lengerich zu nennen, dessen erste Mannschaft seit der Saison 2014/15 in der Bezirksliga spielt, und für den Fußball außerdem der FC Grün-Weiß Lengerich, welcher in der Kreisliga C3 (Saison 2018/19)<ref>fußball.de – FC GW Lengerich, abgerufen am 15. Juni 2019</ref> spielt. Den Tischtennissport bietet der TTC Lengerich an. Die erste Mannschaft spielt in der Saison 2014/15 in der Bezirksliga. Zudem gibt es eine Handballmannschaft namens HSG Hohne Lengerich. Zusätzlich findet man in Lengerich auch den Turnverein Lengerich (TVL), der der größte Verein in Lengerich ist und einige verschiedene Sportarten anbietet, sowie den Turnverein Hohne, der vor allem für seinen Teutolauf bekannt ist<ref>Teutolauf - Events. Abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>. Für den Bereich Pferdesport ist hauptsächlich der Reit-Zucht- und Fahrverein Lengerich verantwortlich. Der Verein RSG „Teuto“ Antrup-Wechte ist im Bereich des Einrad und Kunstrad fahrens aktiv und ist hierbei auch auf nationaler Ebene erfolgreich. Sie zählen mittlerweile mehrere Deutsche Meistertitel.
Persönlichkeiten
In Lengerich geboren
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- Johann Hildebrand Withof (1694–1769), Professor für Beredsamkeit und Geschichte in Duisburg
- Johann Gerhard Hasenkamp (1736–1777), Pädagoge
- Friedrich Arnold Hasenkamp (1747–1795), Pädagoge
- Rudolf Kröner (1833-nach 1905), Politiker
- Rudolf Smend (1851–1913), Theologe (Alttestamentler)
- Julius Smend (1857–1930), Theologe
- Friedrich Kipp (1878–1953), Schriftsteller
- Frieda Schäfer (1904–1980), Politikerin
- Elisabeth Wilms (1905–1981), Dokumentarfilmerin, bekannt geworden als „Filmende Bäckersfrau aus Asseln“
- Christian Gizewski (1941–2019), Althistoriker
- Wolfgang Streeck (* 1946), Soziologe und Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln
- Wolfgang Hahn-Cremer (1948–2006), Medienberater und Politiker
- Hartmut Krauss (* 1951), Erziehungswissenschaftler und Autor
- Reinhold Hedtke (* 1953), Autor und Prof. für Didaktik der Sozialwissenschaften und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bielefeld
- Wolfgang Sidka (* 1954), Fußballprofi und Trainer
- Wilfried Schnepp (1957–2020), Professor der Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke
- Kurt Gravemeier (* 1957), ehem. Springreiter und ehem. Bundestrainer der deutschen Springreiter
- Monika Stork (* 1961), ehem. Tischtennisspielerin
- Kai Strauss (* 1970), Bluesmusiker, Sänger und Gitarrist
- Katharina Schallenberg (* 1980), Golf-Nationalspielerin
- Joscha Ritterbach (* 1994), Handballspieler
- Wilhelm Haase* 1896 - 1945 nationalsozialistischer Bürgermeister von Warendorf und Ostbevern
Mit Lengerich verbunden
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- Johann Rickmers (1881–1923), ursprünglich aus Bremen stammender Teilnehmer des gescheiterten Hitler-Putsches 1923, an dessen Folgen er verstarb; Urnenbestattung auf Gut Vortlage, dessen Besitzer er war
- Artur Anders (1896–1976), Politiker; 1945–1961 Stadtdirektor in Lengerich
- Friedrich Ernst Hunsche (1905–1994), Autor, Sprachforscher, Genealoge, Heimatforscher und Archivar; lebte und arbeitete lange in Lengerich
- Georg Neemann (1917–1993), Politiker; 1946 Leiter des Flüchtlings- und Wohnungsamtes Lengerich
- Ewald Hinterding (1946–2014), Koch; Wurde 14 Jahre mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
- Alfred Wesselmann (* 1948), Gymnasiallehrer und Historiker; Studiendirektor am Hannah-Arendt-Gymnasium; Vorsitzender des „Arbeitskreises Stadtgeschichte“ im Heimatverein Lengerich
- Richard Spiegelburg (* 1977), Stabhochspringer
- Silke Spiegelburg (* 1986), ehem. Stabhochspringerin, absolvierte ihr Abitur am Gymnasium in Lengerich
- Philipp Hauß (* 1980), Schauspieler am Burgtheater Wien, absolvierte sein Abitur am örtlichen Gymnasium
- Peter Kossen (* 1968), römisch-katholischer Priester, seit 2017 leitender Pfarrer der Pfarrgemeinde
Literatur
in der Reihenfolge des Erscheinens
- Das alte Kirchspiel Lengerich. Bilder erzählen aus vergangenen Tagen. Geiger, Horb am Neckar 1990, ISBN 3-89264-448-9.
- Ursula Schumacher-Haardt: Evangelische Stadtkirche Lengerich (= Westfälische Kunststätten, Heft 63). Münster 1992.
- Alois Thomes: Lengerich. In: Städte und Gemeinden in Westfalen. Band 1: Der Kreis Steinfurt. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Geographische Kommission für Westfalen, Münster 1994, ISBN 3-402-06270-4, S. 83–91 (PDF; 8,1 MB).
- Peter Barthold, Rolf Eschmann: Kirchplatz und Römer in Lengerich (= Westfälische Kunststätten, Heft 97). Münster 2003.
- Christof Spannhoff (Bearb.): Lengerich (= Historischer Atlas westfälischer Städte, Bd. 11). Münster 2018, ISBN 978-3-87023-408-9.
Weblinks
- Offizielle Internetpräsenz der Stadt Lengerich
- Park am Gut Erpenbeck bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
- Gartenanlage am Haus Vortlage bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
- Parkanlagen der LWL-Klinik Lengerich bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Quellen
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Steinfurter Land: Altenberge | Emsdetten | Greven | Horstmar | Laer | Metelen | Neuenkirchen | Nordwalde | Ochtrup | Rheine | Saerbeck | Steinfurt | Wettringen • Tecklenburger Land: Hopsten | Hörstel | Ibbenbüren | Ladbergen | Lengerich | Lienen | Lotte | Mettingen | Recke | Tecklenburg | Westerkappeln
- Seiten mit nicht-numerischen formatnum-Argumenten
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Koordinaten-Parameterfehler
- Lengerich (Westfalen)
- Gemeinde in Nordrhein-Westfalen
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2026-03
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-03
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-12
- Ort im Tecklenburger Land
- Stadt in Nordrhein-Westfalen
- Stadtrechtsverleihung 1727