Zum Inhalt springen

Heilig-Kreuz-Kirche (Stadtroda)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Stadtroda Heilig-Kreuz 01.jpg
Heilig-Kreuz-Kirche
Datei:Stadtroda Heilig-Kreuz 04.jpg
Innenraum-Panorama
Datei:Stadtroda Heilig-Kreuz 05.jpg
Die Orgel

Die evangelisch-lutherische Heilig-Kreuz-Kirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Stadtroda im Saale-Holzland-Kreis (Thüringen). Die Kirche ist das älteste Gebäude in der Stadt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Eisenberg in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref>Gemeindezugehörigkeit. Abgerufen am 13. April 2021.</ref> Das Gebäude war ursprünglich die Pfarrkirche von Stadtroda, verlor aber nach der Reformation und dem Bau der Salvatorkirche seine Bedeutung. Die Heilig-Kreuz-Kirche wird als Friedhofskirche genutzt. Im Sommer werden musikalische Vespern mit dem Namen KreuzKirchenMusik und auch andere Konzerte aufgeführt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Geschichte und Architektur

Über die erste Kirche, ein Gebäude aus Holz, gibt es fast keine Überlieferungen. Sie wurde vermutlich um die Zeit der Kolonialisierung des ehemals slawischen Gebietes gegründet. Über dem schlichten Hauptportal der heutigen Kirche ist die Jahreszahl 1014 zu sehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Der älteste noch erhaltene Gebäudeteil der Kirche ist der romanische Chorturm aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts östlich des Schiffs. Er hat drei Geschosse und ist fast doppelt so lang wie breit. Der Altarraum im unteren Turmgeschoss ist mit einem spätgotischen Kreuzrippengewölbe von zwei Jochen. gedeckt. Die Rippen ruhen auf steinernen Tier- und Menschenköpfen. Die Schlusssteine zeigen ein Lamm und einen Christuskopf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Bei der Renovierung im Jahr 1959 wurden Malereien aufgedeckt; sie zeigen an den Wänden alte Weihekreuze und im Gewölbe ornamentale Pflanzenmalereien. Der Altarraum wird vom Schiff durch einen romanischen Triumphbogen ohne Kämpfer getrennt. Das Schiff wurde nach einer Bezeichnung im Triumphbogen um 1681 gebaut. Die flache Decke des einfachen rechteckigen Raumes wird von zwei schlanken Holzpfeilern gestützt, was diese Kirche zu einer Hallenkirche macht. Die Fenster haben nach innen Segmentbögen, sind aber nach außen hin rechteckig. Jede der drei Außenwände hat in der Mitte eine schlichte Tür.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> An der West- und der Nordseite befinden sich Emporen, die von Bügenpfeilern gestützt werden, ohne Verbindung zu den Deckenpfeilern.<ref>Helmut Weinhold: Kirchen um Stadtroda. Hrsg. Evangelische Verlagsanstalt GmbH Berlin, Druckhaus Weimar BT 1980, S. 9.</ref> Bei der Renovierung von 1826 bis 1827 wurde der Chorturm um zwei Geschosse in Backstein erhöht. Der mit Stützpfeilern versehene Chorturm ist stark eingezogen, seine Wände sind durch Fenster aus unterschiedlichen Epochen gegliedert.<ref name="Dehio1182">Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißling, Franz Jäger und anderen Fachkollegen: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Thüringen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 1182.</ref>

Renovierungen in jüngerer Vergangenheit

Eine letzte umfangreiche Renovierung zu DDR-Zeiten wurde 1963 vorgenommen.<ref name="Dehio1182" /> Später bekam der Turm durch starke Rissbildung statische Probleme, die behoben werden mussten, wegen des undichten Daches drohten Feuchtigkeitsschäden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Mit Hilfe der Städtebauförderung, dem Förderkreis und mit Mitteln der Stadt wurde 2012 das Gebäude neu angestrichen und mit einem neuen Dach gedeckt. Seit 2013 wurden die Fenster und Türen, die Farbgestaltung des Innenraumes und die Restaurierung des Chorraumes in Angriff genommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchenrenovierung (Memento vom 22. September 2013 im Internet Archive)</ref>

Ausstattung

Datei:Stadtroda Heilig-Kreuz 03.jpg
Chor mit Heiligenfiguren
Datei:Stadtroda Heilig-Kreuz 02.jpg
Grabplatte für Nicolaus Andreas Seidemann
  • Im Altarraum stehen fünf geschnitzte Figuren. Die der Apostel Petrus und Paulus stammen aus der Renaissancezeit, die der fünf weiblichen Heiligen aus der Spätgotik. Sie wurden bis zum ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts auf dem Dachboden gelagert und fanden dann vorübergehend in der Stadtkirche ihren Platz. Von den weiblichen Heiligen sind nur noch die Elisabeth mit den Attributen Krug und Brote, die Anna selbdritt sowie die Maria Magdalena mit einer Salbbüchse zu identifizieren. Bei den anderen Figuren sind die Attribute verloren gegangen. Alle Figuren zeigen geringe Spuren ehemaliger Fassung. Die Gesichter sind charakteristisch und die Gewänder zeigen einen guten Faltenwurf.<ref name="Weinhold">Helmut Weinhold: Kirchen um Stadtroda. Hrsg. Evangelische Verlagsanstalt GmbH Berlin, Druckhaus Weimar BT 1980 S. 9.</ref>
  • Bis 1977 gab es nachweislich keine Orgel in der Kirche, dann wurde durch eine Stiftung eines Gemeindemitgliedes der Bau einer kleinen, aber klangschönen Orgel ermöglicht. Das Instrument wurde durch Orgelbau Schönefeld aus Stadtilm auf der Westempore aufgestellt.<ref name="Weinhold" />
  • Im Außenbereich befindet sich an der Südseite eine Grabplatte mit Reliefdarstellungen, sie wurde für Nicolaus Andreas Seidemann, der 1690 verstarb, angefertigt. Die Reliefs zeigen ein Porträt des Verstorbenen und die Auferstehung Christi.<ref name="Dehio1182" />
  • Der neue Taufstein wurde 1959 aufgestellt.<ref>Taufstein. Abgerufen am 13. April 2021.</ref>
  • Seit 2011 ist der Turm wieder mit dem Kreuz, zwei Turmkugeln und einer Fahne bekrönt. Kreuz und Fahne wurden aufgearbeitet, die Kugeln wurden neu angefertigt. Das Kupferblech im Fußbereich wurde mit einer Manschette aus Blei abgedichtet. In dem alten Turmknopf wurde eine Glasflasche mit Dokumenten aus der Zeit von 1982 gefunden. Hier waren die Namen der Mitglieder der Kirchenbrigade veröffentlicht, die den Giebel und die Südseite des Turmes neu eindeckte.<ref>Neues Turmkreuz</ref>

Literatur

  • Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißling, Franz Jäger und anderen Fachkollegen: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2003, ISBN 3-422-03095-6.
  • Kirchen-Porträt in: Helmut Weinhold: Kirchen um Stadtroda – (41) Gotteshäuser zwischen Holzland und Leuchtenburg. 3. Auflage, 128 Seiten, Berlin 1983, ohne ISBN. Inhaltsverzeichnis

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 51′ 18,6″ N, 11° 43′ 34,8″ O

 {{#coordinates:50,855168|11,726325|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-TH
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein