Kölzenhain
Kölzenhain Stadt Ulrichstein
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(178)&title=K%C3%B6lzenhain 50° 33′ N, 9° 10′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kölzenhain | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 462 (456–490) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,59 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 178 ca.<ref>Stadtteil Kölzenhain. In: Webauftritt der Stadt Ulrichstein. Abruf im März 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 39 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 35327 | |||||
| Vorwahl: | 06645 | |||||
Kölzenhain ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil der Stadt Ulrichstein im mittelhessischen Vogelsbergkreis. Das Dorf liegt südwestlich des Kernorts Ulrichstein im Vogelsberg am Streitbach.
Ortsgeschichte
Mittelalter
Für ein frühes Entstehen des Ortes gibt es keine Belege. Die urkundliche Ersterwähnung stammt aus dem Jahre 1353: „den zehendin ... zu Kultzinheyn, zu Felkruckin“ (den Zehnten zu Kölzenhain und Feldkrücken).<ref>StAD, Urkunden Oberhessen, von Sassen.</ref> Der erwähnte Zehnte gehörte der niederadligen Familie von Sassen. 1363 tritt erneut der Zehnte zu Kölzenhein urkundlich genannt: „Cehendin di gelegin sin in dem gerichte zu Babenhusen mit ... namen und deil des Cehendin zu ... Kuôlczenhan“ urkundlich<ref>Ludwig Baur, Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchiv. Darmstadt 1860 1873. 5 Bände. Band 1: (Starkenburg und Oberhessen). Nr. 988.</ref> 1592 wird in einem Salbuch „Köeltzenhain“ erwähnt.<ref>Eduard Edwin Becker: Die Salbücher des Kreises Alsfeld. Alsfeld 1940. S. 354.</ref> Der Ortsname kann als „zum Gehege oder Gehölze des Cholihhizo“ gehörend erklärt werden.<ref>Karl Weigand, Oberhessische Ortsnamen. In: Archiv für Hessische Geschichte und Alterthumskunde 7, 1853, S. 241–332, S. 310.</ref> Weil aber die schriftliche Überlieferung erst sehr spät einsetzt und es keinen Vergleichsnamen gibt, ist dies nicht sichter.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973 S. 211 f.</ref>
Das Gericht Bobenhausen gehörte im Spätmittelalter den Grafen von Isenburg in Büdingen. Am 26. April 1353 wurde Clos von Sazzen von Heinrich von Isenburg mit dem Zehnten in diesem Gericht belehnt. Dieses Gericht bestand aus den Orten Bobinhusen, Obernsyfride, Hebirsdorf, Sellinrode, Wonefelde, Lyenscheit, Langenwasser aben u. nydere, Pedirsschein, Kultinheyn, Felkukin, Selginstatt und Fulkenandischeyn.<ref>Johann Philipp Kuchenbecker: Analecta Hassiaca, Vol. I-XII. Marburg 1728-1742. Coll. VII, 106.</ref>
Nach einer Urkunde vom 16. Juli 1365 besaßen die Familie von Sassen und Mengos Guldin von Amene den Zehnten und den Kirchensatz im Gericht Bobenhausen in Ganerbschaft.<ref>Heinrich Eduard Scriba, Hessische Regesten II, Nr. 1884, S. 146.</ref>
Neuzeit
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Kölzenhain:
„Kölzenhain (L. Bez. Schotten) evangel. Filialdorf; liegt im Vogelsberg 2 St. von Schotten, hat 54 Häuser und 262 Einwohner, die alle evangelisch sind. Der Ort hat 1 Kirche, 1 Mahlmühle und 1 Hof, der Petershainer Hof genannt.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten die bis dahin selbständige Gemeinde Kölzenhain und weitere Gemeinden zum 31. Dezember 1971 freiwillig mit der Stadt Ulrichstein zur erweiterten Stadt Ulrichstein.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, Punkt 93 Abs. 28 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Kölzenhain wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="OBez">Ortsbeiräte. Stadt Ulrichstein, abgerufen im März 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Kölzenhain angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Ulrichstein
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Amt Ulrichstein (Söhne der Margarethe von der Saale)<ref name="Amt Ulrichstein" />
- ab 1570: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Ulrichstein, Gericht Bobenhausen
- 1604–1648: Heiliges Römisches Reich, strittig zwischen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und Landgrafschaft Hessen-Kassel (Hessenkrieg)
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Ulrichstein, Gericht Bobenhausen<ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- 1787: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Ulrichstein, Gericht Bobenhausen<ref name="Adr-LG-HD" />
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Oberamt Alsfeld, Amt Ulrichstein<ref name="PR" /><ref name="Adr-LG-HD-1806" />
- ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Ulrichstein<ref name="NLVK" />
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Schotten<ref name="STH-Oberhessen" /><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Schotten) und Verwaltung.</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1838: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Lauterbach<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Lauterbach
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis, Stadt Ulrichstein<ref group="Anm.">Am 31. Dezember 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Ulrichstein.</ref>
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Vogelsbergkreis, Stadt Ulrichstein
Gerichte seit 1803
In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Oberhessen (ab 1815 Provinz Oberhessen) wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Kölzenhain das Amt Ulrichstein zuständig. Nach der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821–1822 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übertragen. Kölzenhain fiel in den Gerichtsbezirk des Landgerichts Schotten. Durch Verfügung des Großherzoglich Hessischen Ministerium des Innern und der Justiz wurde am 1. Dezember 1838 Kölzenhain an den Bezirk des neu errichteten Landgerichts Ulrichstein abgetreten.<ref>Bekanntmachung, die Errichtung eines Landgerichts zu Ulrichstein betr. vom 31. Oktober 1938. In: Großherzogliches Ministeriums des Inneren und der Justiz (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1838 Nr. 36, S. 385 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 40,9 MB]).</ref>
Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Ulrichstein“ und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.<ref>Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzog von Hessen und bei Rhein (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1879 Nr. 15, S. 197–211 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 17,8 MB]).</ref>
1943 verlor das Amtsgericht Ulrichstein seine Selbständigkeit und wurde zur Zweigstelle des Amtsgerichts Schotten.<ref>Verfügung des Landgerichtspräsidenten in Gießen vom 16. Juni 1943 — 3200 — Betrifft: Errichtung der Zweigstelle Ulrichstein des Amtsgerichts Schotten</ref> Mit Wirkung zum 1. Juli 1968 erfolgte die Auflösung des Amtsgerichts Schotten und Kölzenhain kam zum Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Lauterbach.<ref>Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) vom 12. Februar 1968. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1968 Nr. 4, S. 41–44, Artikel 1, Abs. 2 f) und Artikel 2, Abs. 3) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 298 kB]).</ref>
Am 1. Januar 2005 wurde das Amtsgericht Lauterbach als Vollgericht aufgehoben<ref>Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (GVBl. I S. 507–508) vom 20. Dezember 2004. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2004 Nr. 24, S. 507–508 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,4 MB]).</ref> und zur Zweigstelle des Amtsgerichts Alsfeld.<ref>Vierte Verordnung zur Anpassung gerichtsorganisatorischer Regelungen. Art. 1 §4 Abs. 1 (GVBl. I S. 552) vom 29. Dezember 2004. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2004 Nr. 25, S. 552 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref> Zum 1. Januar 2012 wurde auch diese Zweigstelle geschlossen.<ref>Fünfte Verordnung zur Änderung der Gerichtlichen Zuständigkeitsverordnung Justiz. (Artikel 1, Abs. 2. aa)) vom 9. Dezember 2010. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2010 Nr. 25, S. 709 f. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 148 kB]). Bezieht sich auf die Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Ministeriums der Justiz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz) (GVBl. II 210-98) vom 26. Oktober 2008. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2008 Nr. 17, S. 822 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 116 kB]).</ref>
Historische Flächenstatistik
- 1854: 1295 Morgen, davon 821 Äcker, 239 Wiesen, 22 Wald<ref>Philipp Alexander Ferdinand Walther, Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. Darmstadt 1854, S. 460 f.</ref>
- 1961: 459 Hektar, davon 106 Wald<ref name="lagis" />
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Kölzenhain 168 Einwohner. Darunter waren 6 (3,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 21 Einwohner unter 18 Jahren, 66 zwischen 18 und 49, 42 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 69 Haushalten. Davon waren 15 Singlehaushalte, 30 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 16 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 46 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1806: | 275 Einwohner, 52 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" /> |
| • 1829: | 264 Einwohner, 52 Häuser<ref name="GW" /> |
| • 1867: | 246 Einwohner, 49 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| • 1875: | 229 Einwohner, 49 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| Kölzenhain: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 204 | |||
| 1800 | 209 | |||
| 1806 | 275 | |||
| 1829 | 264 | |||
| 1834 | 277 | |||
| 1840 | 271 | |||
| 1846 | 293 | |||
| 1852 | 278 | |||
| 1858 | 270 | |||
| 1864 | 248 | |||
| 1871 | 233 | |||
| 1875 | 229 | |||
| 1885 | 233 | |||
| 1895 | 222 | |||
| 1905 | 215 | |||
| 1910 | 212 | |||
| 1925 | 201 | |||
| 1939 | 198 | |||
| 1946 | 257 | |||
| 1950 | 221 | |||
| 1956 | 177 | |||
| 1961 | 177 | |||
| 1967 | 179 | |||
| 1970 | 180 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 168 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1829: | 264 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" /> |
| • 1961: | 160 evangelische (= 90,40 %), 11 katholische (= 6,21 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Kölzenhain besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Kölzenhain) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 80,15 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinschaftsliste Kölzenhain“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Kölzenhain. In: Votemanager. Stadt Ulrichstein, abgerufen im März 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Volker Repp zum Ortsvorsteher.<ref name="OBez" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Die Kirche, eine Fachwerkkirche auf Feldsteinsockel, gilt als älteste in Oberhessen. Das Gotteshaus hat eine Grundfläche von 6,00 × 8,50 Meter. Es wurde schon im Jahre 1592 zum ersten Mal und 1858 zum zweiten Mal erweitert. Die letzte Sanierung wurde im Jahr 2009 durchgeführt. Dabei wurde das zuvor sichtbare dekorative Fachwerk der Kirche mit Naturholzschindeln versiegelt. Die Außenansicht des Gotteshauses wird durch einen am Ostgiebel angebrachten und übers Kirchendach originell hervorkragenden und mit Schiefern verkleideten Dachreiter geprägt. Dieser trägt einen geschmückten Spitzhelm, in dem sich eine bescheidene Glocke befindet, die noch heute per Hand aus dem Altarraum geläutet wird. Der Dachreiter stammt wahrscheinlich vom Umbau 1592 her.<ref>Rainer Schmid: Fachwerkkirchen im Vogelsberg, ein Reisehandbuch. Eigenverlag Rainer Schmid, Mühlheim am Main 2013, ISBN 3-930367-31-9, S. 105.</ref>
Kölzenhain gehört zum Kirchspiel Bobenhausen II.
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Vereine
- Es gibt zwei Vereine im Ort, nämlich die Freiwillige Feuerwehr und den Jugend-Freizeit-Club.
- In jedem Jahr im August findet das Backhausfest statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
- Die Landesstraße 3325 verbindet Kölzenhain mit Feldkrücken und Bobenhausen II.
- Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Regionalverkehr Kurhessen mit der Buslinie VB-65 sicher.
- In Ortsnähe gibt es den Petershainer Hof, ein ehemaliges Forsthaus, heute Jugendwaldheim.
- Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Kölzenhain, Vogelsbergkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Amt Ulrichstein"> Die Zugehörigkeit des Amtes Ulrichstein anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 211 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 280 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 423 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 265 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 42 und 82, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Stadtteil Kölzenhain. In: Webauftritt der Stadt Ulrichstein.
- Kölzenhain, Vogelsbergkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
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