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St. Petrus (Waltrop)

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Datei:04 2006 Waltrop st Peter.jpg
St. Petrus
Datei:St. Peter, Waltrop.jpg
Der Kirchturm
Datei:St Peter Waltrop innen 1897.jpg
Innenansicht von 1897

Die katholische Pfarrkirche St. Petrus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Waltrop, einer Stadt im Kreis Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur

Datei:St Peter Waltrop Monstranz 1879.jpg
Monstranz

Die Gemeinde wurde im 9. oder 10. Jahrhundert als Eigenkirche der Erzbischöfe von Köln gegründet und dann Anfang des 11. Jahrhunderts der Benediktinerabtei Deutz geschenkt. Der Westturm stammt im Kern vom 12. Jahrhundert. Die kurzräumige Hallenkirche wurde um 1500 errichtet. Kreuzrippengewölbe ruhen auf Rundpfeilern und figürlichen Konsolen.

Infolge eines Blitzeinschlages am 28. Mai 1783 geriet der Turm in Brand, die Turmspitze und die Turm stürzten in die Tiefe und die Glocken schmolzen.<ref>Karl Jessing: Was alte Dorfquellen erzählen. In: Vestischer Kalender, Jg. 28 (1956), S. 61–64, hier S. 62.</ref> Im folgenden Jahr kam der Glockengießer Petit aus Gescher nach Waltrop und goss in einer am Waltroper Stutenteich eigens errichteten Glockenhütte vier neue Glocken. Die feierliche Glockenweihe erfolgte am 14. April 1784. Dazu waren auch die Bewohner der sechs Waltroper Bauerschaften gekommen.<ref>Karl Jessing: Was alte Dorfquellen erzählen. In: Vestischer Kalender, Jg. 28 (1956), S. 61–64, hier S. 62–64.</ref>

Der alte Chorraum wurde 1891 abgerissen und 1892 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen. Hilger Hertel d. J. erweiterte 1892 die Kirche um einen großen Zentralraum.

Der Turm wurde 1929 aufgestockt, im selben Jahr wurden die Kriegergedächtniskapelle und die Taufkapelle angefügt.

Ausstattung

  • Ein romanischer Taufstein vom letzten Drittel des 12. Jahrhunderts
  • Eine Halbfigur des Hl. Laurentius aus Holz vom frühen 16. Jahrhundert
  • Eine Hl. Katharina vom Anfang des 16. Jahrhunderts
  • Eine zierliche Monstranz mit Stifterinschrift ist um 1500 entstanden
  • Ein Glöckchen von 1668<ref>Georg Dehio; Dorothea Kluge; Wilfried Hansmann; Ernst Gall: Nordrhein-Westfalen. In: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Band 2. Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 1969, OCLC 272521926, S. 573.</ref>
  • Der Westturm trägt vier Bronzeglocken. Neben den beiden Glocken e' und g' von 1784 gibt es auch zwei weitere Glocken a' und c'', gegossen 1969 von Petit & Edelbrock in Gescher.

Orgel

Datei:Waltrop St Peter organ.jpg
Orgel

Die Orgel wurde 1984 von der Orgelbaufirma Sauer (Höxter) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 41 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.<ref>Nähere Informationen zur Orgel</ref>

I Hauptwerk C–g3
01. Rohrgedackt 16′
02. Prinzipal 08′
03. Hohlflöte 08′
04. Viola Da Gamba 0 08′
05. Oktava 04′
06. Gedackflöte 04′
07. Quinte 0223
08. Prinzipal 02′
09. Cornett V 08′
10. Mixtur V-VI 02′
11. Zymbel III 012
12. Fagott 16′
13. Trompete 08′
Tremulant
Glockenspiel 02′
II Schwellwerk C–g3
14. Flûte Harmonique 0 08′
15. Gedackt 08′
16. Salicional 08′
17. Vox Coelestis 08′
18. Prinzipal 04′
19. Blockflöte 04′
20. Nasard 0223
21. Waldflöte 02′
22. Quinte 0113
23. Terzsept II 0135
24. Scharff IV 01′
25. Dulzian 16′
26. Hautbois 08′
27. Vox Humana 08′
28. Clairon 04′
Tremulant
Pedal C–f1
29. Prinzipal 16′
30. Subbass 16′
31. Großnasard 1023
32. Praestant 08′
33. Pommer 08′
34. Holzoktave 04′
35. Nachthorn 02′
36. Hintersatz V 0223
37. Bombarde 32′
38. Holzposaune 00 16′
39. Trompete 08′
40. Cromone 04′

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen. Band 2: Westfalen, Deutscher Kunstverlag, München 1969.
  • Hubert Marbach: Geschichte der Pfarrkirche St. Petrus zu Waltrop. In: Heimatverein Waltrop (Hrsg.): Waltrop, Henrichenburg, Horneburg. Heimatverein Waltrop, Waltrop 1974, S. 184–248.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 37′ 25,7″ N, 7° 23′ 42,7″ O

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