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Christuskirche (Hanau)

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Datei:Christuskirche-hanau001.jpg
Blick auf die Christuskirche vom Kreisverkehr „Ehrensäule“ aus
Datei:Christuskirche Hanau.JPG
Innenraum der Christuskirche

Die Christuskirche, ein evangelisches Gotteshaus in Hanau, wurde ab 1961 errichtet. Die Gemeinde ist seit 2014 ein Bezirk der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hanau im Kirchenkreis Hanau der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Lage

Die Kirche liegt am KreisverkehrEhrensäule“ gegenüber dem Hauptfriedhof und nimmt dort eine städtebaulich dominante Stellung ein.

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1929<ref>Aschkewitz</ref> aus der Marienkirche ausgegründet. Ihr Gemeindegebiet war damals ein in Richtung Osten expandierendes Wohngebiet, das sogenannte „Freigericht-Viertel“. Bis 1934 errichtete die Gemeinde an der Akademiestraße, westlich des heutigen Standortes, ein eher schlichtes, saalartiges Kirchengebäude für etwa 270 Gottesdienstbesucher.<ref>Aschkewitz spricht von einer Kapazität von 400 Sitzplätzen.</ref> Diese erste Kirche basierte auf Entwürfen des Architekten Carl Cost.<ref>Fried Lübbecke: Hanau. Stadt und Grafschaft. Köln, 1951, S. 435f.</ref><ref>Julius Reinsberg, Karin Berkemann: Christuskirche Hanau, Abschnitt „Von der Idee zum Bau“. Beitrag auf www.strasse-der-moderne.de, online seit Juni 2017, aufgerufen am 21. März 2026.</ref> Sie wurde durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, bis 1948 wiederhergerichtet und dann teilweise in das Gemeindezentrum integriert; der ehemalige Kirchenraum ist jetzt Gemeindesaal.

Der Grundstein für das heutige Gebäude wurde am 5. März 1961 gelegt. Architekt war der Münchener Johannes Ludwig.

Das Gebäude

Die Kirche erscheint nach außen als geschlossener Block, die Außenwände haben keine Fenster. Die Beleuchtung erfolgt über eine Reihe dicht angeordneter Zwerchgiebel im Dachbereich. Diese abweisend wirkende Form ist sicher auch der Lage der Kirche geschuldet, die mit ihrer Ostwand an die verkehrsreiche und damit laute B 43 grenzt. Der leicht abgesetzte Kirchturm wiederholt in seiner Dachform das Dreieck-Motiv der Zwerchgiebel. Sein Geläut darf nicht in vollem Umfang erklingen, da – wie sich nachträglich herausstellte – eine der Glocken mit der Eigenfrequenz des Turmes übereinstimmt und diesen daher zum Einsturz bringen könnte.

Der Innenraum, der etwa 600 Sitzplätze aufweist, wurde als konventionelle dreischiffige Basilika mit Orgelempore gestaltet und mit Kirchenbänken ausgestattet. Im Nachhinein hinterlässt das den Eindruck, als hätten die Erbauer versucht, sich mit hergebrachten Formen gegen die anbrandenden Neuerungen abzusichern: Etwa ab dem Zeitpunkt, ab dem die Kirche fertiggestellt war, wandelte sich das „Freigericht-Viertel“ zu einem bevorzugten Stadtteil für Migranten. Die Zahl der Mitglieder der Gemeinde schwand dramatisch von etwa 8000 auf ca. 1800 (2005). Die Kirche war bald und ist erst recht heute viel zu groß gemessen an der Zahl der Gemeindemitglieder. Das Gebäude ist Bestandteil der Gesamtanlage Birkenhainer Straße, Hauptfriedhof und Rondell Ehrensäule.<ref>Krumm, S. 95.</ref>

An der künstlerischen Ausstattung der Kirche sind das Altarkreuz und die Altarleuchter bemerkenswert, die von Albrecht Glenz geschaffen wurden.

Wissenswert

In den Räumen der Christuskirche ist eine Gemeinde der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien zu Gast.

Literatur

  • 75 Jahre Christuskirche. Festschrift. Hanau 2005:
    • Günter Rauch: Die Geschichte der Christuskirche, S. 12–21.
    • Kerstin Schröder: Die Christuskirchengemeinde heute – Veränderung und Kontinuität, S. 22–28.
  • Max Aschkewitz: Pfarrergeschichte des Sprengels Hanau („Hanauer Union“) bis 1986, Teil 1 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 33. Marburg 1984, S. 73f.
  • Carolin Krumm: Kulturdenkmäler in Hessen – Stadt Hanau . Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Wiesbaden 2006. S. 96. ISBN 3-8062-2054-9

Weblinks

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Einzelnachweise

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