Willershausen (Herleshausen)
Willershausen Gemeinde Herleshausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(192)&title=Willershausen 51° 2′ N, 10° 11′ O
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dim=10000 | globe= | name=Willershausen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 301 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 7,95 km²<ref>Willershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im September 2019.</ref> | |||||
| Einwohner: | 192 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 24 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Dezember 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 37293 | |||||
| Vorwahl: | 05654 | |||||
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Willershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Herleshausen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.
Geografie
Willershausen liegt im Nordosten des Gemeindegebietes von Herleshausen am Nordhang des Kielforst. Es grenzt im Norden an den Ortsteil Ifta der thüringischen Stadt Treffurt und im Osten an den Ortsteil Pferdsdorf der Gemeinde Krauthausen im thüringischen Wartburgkreis. Vom Ort hat man Blick auf die etwa zehn Kilometer (Luftlinie) entfernte Wartburg bei Eisenach.
Geschichte
Ortsgeschichte
Im Jahr 845 wird ein Willihereshusen erwähnt, was sich mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht auf dieses Willershausen bezieht.<ref name="lagis" />
Die erste sicher bekannte Erwähnung als Willershausen stammt aus dem Jahr 1539.<ref name="lagis" /> Die Herren Treusch von Buttlar waren mindestens ab 1383 Herren von Willershausen und benachbarten Orten. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurden der Wohn- und Wehrturm des jetzigen Schlosses Willershausen erbaut. Durch Heirat der beiden letzten Erbinnen aus der Familie Treusch von Buttlar kamen Gut und Wasserburg 1757 an die Familien von Kutzleben und von Bibra. Von 1889 bis 1992 waren die Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld Eigentümer des Anwesens.
1997 wurden weite Flächen des Guts Willershausen nach erneutem Eigentümerwechsel in einen Golfplatz umgewandelt, auf dem 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.<ref>Golfclub Willershausen e. V.</ref>
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 1. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen der freiwillige Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen (mit Frauenborn), Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen zur Großgemeinde Herleshausen<ref>Zusammenschluss der Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen im Landkreis Eschwege zur neuen Gemeinde „Herleshausen“ vom 1. Dezember 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 51, S. 2381, Punkt 2384 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 7,5 MB]).</ref> Für die eingliederten Gemeinden und Herleshausen mit Frauenborn wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 50 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im Januar 2022.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Willershausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Sontra
- ab 1654: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sontra
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Sontra
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Netra
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Sontra<ref name="KHK1818" />
- ab 1818: Kurfürstentum Hessen, Amt Netra<ref>Amt Netra. Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten: aus den besten Quellen bearbeitet : mit Charten und Plänen, Landes-Industrie-Comptoir, 1821.</ref>
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 72 f. (kurhess GS 1821)</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Justizamt Netra) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Eschwege
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Gemeinde Herleshausen
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Gemeinde Herleshausen
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Willershausen 192 Einwohner. Darunter waren 3 (1,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 39 Einwohner unter 18 Jahren, 84 zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 84 Haushalten. Davon waren 14 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1585: | 34 Haushaltungen |
| • 1747: | 38 Haushaltungen |
| Willershausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 317 | |||
| 1840 | 310 | |||
| 1846 | 316 | |||
| 1852 | 307 | |||
| 1858 | 286 | |||
| 1864 | 298 | |||
| 1871 | 277 | |||
| 1875 | 261 | |||
| 1885 | 234 | |||
| 1895 | 243 | |||
| 1905 | 235 | |||
| 1910 | 243 | |||
| 1925 | 235 | |||
| 1939 | 224 | |||
| 1946 | 322 | |||
| 1950 | 308 | |||
| 1956 | 275 | |||
| 1961 | 238 | |||
| 1967 | 229 | |||
| 1970 | 262 | |||
| 1987 | 219 | |||
| 2011 | 192 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 262 evangelische Einwohner (= 100 %)<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 282 evangelische Einwohner (= 88,40 %), 30 katholische (= 9,40 %)<ref name="lagis" /> |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss Willershausen
Das Wasserschloss befindet sich südlich des Dorfes.
Kirche
Verhältnismäßig groß dimensioniert ist die dreischiffige Kirche von Willershausen. Sie zeugt von der Wallfahrt, die im 15. Jahrhundert zur Marienkirche Willershausen bestand. Siegismund Treusch, genannt von Botteler, versuchte 1464 anschließend an die Kirche ein Kloster zu gründen. Bereits 1468 verließen die Mönche die Neugründung wieder und zogen zurück in ihr Stammkloster, das Serviten-Kloster Mariengart zu Vacha, das zu dieser Zeit von einer Brandkatastrophe betroffen war.<ref>K. Hahn, Das Servitenkloster zu Vacha, seine Gründung und Schicksale. In: LV 18, Bd. 9, NF Bd. l, 1879 und: Waldemar Küther, Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. Unter Mitarbeit von Hans Goller (Mitteldeutsche Forschungen, Bd. 64). Böhlau-Verlag, Köln/Wien 1971</ref> Die ev. Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Werra-Meißner in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Politik
Ortsvorsteher ist Helmut Wittich.<ref>Ortsvorsteher Willershausen. In: Internetauftritt der Gemeinde Herleshausen. Abgerufen am 15. August 2018.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
- Am Ortsrand befindet sich seit 1997 ein Golfplatz, auf dem aber 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.
- Der Ort hat ein Dorfgemeinschaftshaus.
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Willershausen (Herleshausen). In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Willershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen
- Willershausen, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. Dezember 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Leben am Todesstreifen Videoreportage des hr-fernsehen über Pferdsdorf-Spichra und Willershausen (28 Min.)
- Eintrag zu Willershausen beim HNA-RegioWiki
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Willershausen, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Juli 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 50 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 110, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
Altefeld | Archfeld | Breitzbach | Frauenborn | Holzhausen | Markershausen | Nesselröden | Unhausen | Willershausen | Wommen