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Willershausen (Herleshausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Willershausen
Gemeinde Herleshausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(192)&title=Willershausen 51° 2′ N, 10° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(192) 51° 2′ 10″ N, 10° 10′ 51″ O
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Höhe: 301 m ü. NHN
Fläche: 7,95 km²<ref>Willershausen. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im September 2019.</ref>
Einwohner: 192 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" />
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 37293
Vorwahl: 05654
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Willershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Herleshausen im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.

Geografie

Willershausen liegt im Nordosten des Gemeindegebietes von Herleshausen am Nordhang des Kielforst. Es grenzt im Norden an den Ortsteil Ifta der thüringischen Stadt Treffurt und im Osten an den Ortsteil Pferdsdorf der Gemeinde Krauthausen im thüringischen Wartburgkreis. Vom Ort hat man Blick auf die etwa zehn Kilometer (Luftlinie) entfernte Wartburg bei Eisenach.

Geschichte

Datei:Willershausen3.jpg
Allianzwappen von 1693 Christoph W. Treusch von Buttlar und Maria von Goldacker, Erbauer des Neuen Schlosses
Datei:Willershausen1.jpg
Schloss Willershausen

Ortsgeschichte

Im Jahr 845 wird ein Willihereshusen erwähnt, was sich mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht auf dieses Willershausen bezieht.<ref name="lagis" />

Die erste sicher bekannte Erwähnung als Willershausen stammt aus dem Jahr 1539.<ref name="lagis" /> Die Herren Treusch von Buttlar waren mindestens ab 1383 Herren von Willershausen und benachbarten Orten. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurden der Wohn- und Wehrturm des jetzigen Schlosses Willershausen erbaut. Durch Heirat der beiden letzten Erbinnen aus der Familie Treusch von Buttlar kamen Gut und Wasserburg 1757 an die Familien von Kutzleben und von Bibra. Von 1889 bis 1992 waren die Landgrafen von Hessen-Philippsthal-Barchfeld Eigentümer des Anwesens.

1997 wurden weite Flächen des Guts Willershausen nach erneutem Eigentümerwechsel in einen Golfplatz umgewandelt, auf dem 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.<ref>Golfclub Willershausen e. V.</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen der freiwillige Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen (mit Frauenborn), Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen zur Großgemeinde Herleshausen<ref>Zusammenschluss der Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen im Landkreis Eschwege zur neuen Gemeinde „Herleshausen“ vom 1. Dezember 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 51, S. 2381, Punkt 2384 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 7,5 MB]).</ref> Für die eingliederten Gemeinden und Herleshausen mit Frauenborn wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 50 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Willershausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Willershausen 192 Einwohner. Darunter waren 3 (1,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 39 Einwohner unter 18 Jahren, 84 zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 30 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 84 Haushalten. Davon waren 14 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1585: 34 Haushaltungen
• 1747: 38 Haushaltungen
Willershausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011
Jahr  Einwohner
1834
  
317
1840
  
310
1846
  
316
1852
  
307
1858
  
286
1864
  
298
1871
  
277
1875
  
261
1885
  
234
1895
  
243
1905
  
235
1910
  
243
1925
  
235
1939
  
224
1946
  
322
1950
  
308
1956
  
275
1961
  
238
1967
  
229
1970
  
262
1987
  
219
2011
  
192
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 262 evangelische Einwohner (= 100 %)<ref name="lagis" />
• 1961: 282 evangelische Einwohner (= 88,40 %), 30 katholische (= 9,40 %)<ref name="lagis" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Willershausen

Das Wasserschloss befindet sich südlich des Dorfes.

Kirche

Datei:Willersh-Kirche-1.jpg
Kirche von Willershausen

Verhältnismäßig groß dimensioniert ist die dreischiffige Kirche von Willershausen. Sie zeugt von der Wallfahrt, die im 15. Jahrhundert zur Marienkirche Willershausen bestand. Siegismund Treusch, genannt von Botteler, versuchte 1464 anschließend an die Kirche ein Kloster zu gründen. Bereits 1468 verließen die Mönche die Neugründung wieder und zogen zurück in ihr Stammkloster, das Serviten-Kloster Mariengart zu Vacha, das zu dieser Zeit von einer Brandkatastrophe betroffen war.<ref>K. Hahn, Das Servitenkloster zu Vacha, seine Gründung und Schicksale. In: LV 18, Bd. 9, NF Bd. l, 1879 und: Waldemar Küther, Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. Unter Mitarbeit von Hans Goller (Mitteldeutsche Forschungen, Bd. 64). Böhlau-Verlag, Köln/Wien 1971</ref> Die ev. Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Werra-Meißner in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Politik

Ortsvorsteher ist Helmut Wittich.<ref>Ortsvorsteher Willershausen. In: Internetauftritt der Gemeinde Herleshausen. Abgerufen am 15. August 2018.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

  • Am Ortsrand befindet sich seit 1997 ein Golfplatz, auf dem aber 2014 der Spielbetrieb eingestellt wurde.
  • Der Ort hat ein Dorfgemeinschaftshaus.

Literatur

Weblinks

Commons: Willershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Willershausen, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Juli 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 50 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 110, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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