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Büderich (Meerbusch)

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Büderich
Stadt Meerbusch
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(23578)&title=B%C3%BCderich 51° 15′ N, 6° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(23578) 51° 14′ 48″ N, 6° 41′ 42″ O
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Höhe: 35 m
Fläche: 17,51 km²
Einwohner: 23.578 (2021)<ref>Statistisches Jahrbuch 2021. (PDF; 1,13 MB) Stadt Meerbusch, S. 3, abgerufen am 31. August 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.347 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 40667
Vorwahl: 02132
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Lage von Büderich in Meerbusch

Büderich ist einer von acht Stadtteilen der Stadt Meerbusch in der Nähe von Düsseldorf und Neuss in Nordrhein-Westfalen. Büderich ist mit 1708 ha (26 % des Stadtgebietes) und 23.578 Einwohnern (Stand: 2021) der größte von acht Ortsteilen.

Geographie

Büderich liegt am linken Niederrhein gegenüber von Düsseldorf.

Geschichte

Der Stadtteil wurde erstmals im 11. Jahrhundert als „Botreche“ erwähnt. In einer Auflistung der Besitzungen und Gerechtsamen der Abtei Meer von 1201 wurde auch „Buderche“ (Büderich) angeführt.<ref>Lacomblet, Theodor Joseph: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheines und des Erzstiftes Cöln, Urkunde 1. Band 2, 1846, S. [39]1.</ref> Von 1392 bis 1794 gehörte Büderich zum kurkölnischen Amte Linn. Seit dem Jahre 1422 waren die Herren von Büderich mit der Vogtei zu Büderich durch das Kölner Erzstift belehnt. Bei einer erzbischöflichen kölnischen Visitation im Jahre 1569 wurden in der katholischen Pfarrei in Büderich Missstände entdeckt. 1794 besetzten französische Truppen unter Napoleon den Ort. Die Tranchotkarte zeigt, dass zu dieser Zeit das Dorf Büderich, das sich am oberen Ende der heutigen Dorfstraße befand, gemeinsam mit den Dörfern Brühl (zwischen Kanzlei, Blumenstraße und Moerser Straße gelegen), Necklenbroich (entlang der Necklenbroicher Straße) und Niederdonk (entlang der Niederdonker Straße) sowie dem Weiler "in der Meer" und diversen Höfen zur "Mairie Buderich" zusammengefasst war.<ref>Datei:TrK44-Duesseldorf.jpg – GenWiki. Abgerufen am 21. April 2020.</ref> Nach dem Wiener Kongress 1815 kam Büderich ans Königreich Preußen, unter dem 1816 die Bürgermeisterei Büderich entstand. Sie gehörte zum Landkreis Neuss. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Ort von 1918 bis 1926 von belgischen und französischen Truppen besetzt. 1929 kam Büderich zum Landkreis Grevenbroich-Neuß. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten amerikanischen Truppen den Ort. 1947 wurde eine evangelische Volkshochschule in Büderich gegründet. Am 1. Januar 1970 wurde Büderich in die neue Stadt Meerbusch eingegliedert.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 114.</ref> Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschloss 1974 die Auflösung der Stadt Meerbusch und die Aufteilung von Büderich auf die Städte Düsseldorf (Hauptteil) und Neuss.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 39 und 49.</ref> Die Stadt Meerbusch erwirkte jedoch beim Verfassungsgericht in Münster die Aussetzung des Auflösungsbeschlusses. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen bestätigte daraufhin 1976 die Existenz der Stadt Meerbusch.

Historisches Wappen

Datei:DEU Büderich COA.svg
Historisches Wappen der Gemeinde Büderich

Das Wappen von Büderich wurde von Wolfgang Pagenstecher entworfen; es war von 1930 bis 1970 offizielles Wappen der Gemeinde.<ref name="Fahnenzug">Jürgen Wirtz: Wappen der Gemeinde Büderich und der Stadt Meerbusch. Fahnenzug Sankt Sebastianus Büderich, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Juni 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fahnenzug.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Das Wappen zeigt unter einem gespalteten Schildhaupt – darin vorn das kurkölnische Kreuz und hinten die Schlüssel der Schöffen von Linn – den Büdericher Schutzpatron St. Mauritius auf einem weißen, links aufsteigenden Pferd sitzend. In der einen Hand führt er ein Schwert, in der anderen einen Schild, der wiederum das Wappen der Herren von Büderich (in Gold ein roter Ring, besteckt mit vier roten Kleeblättern) zeigt.<ref name="Fahnenzug" />

Religionen

Datei:Büderich, der Alte Kirchturm Sankt Mauritius IMG 3034 2018-05-06 09.23.jpg
Alter Kirchturm Sankt Mauritius

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Einwohnerentwicklung

Jahr 1933 1939 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Einwohnerzahl 05.516 06.778 21.063 21.291 21.427 21.577 21.562 21.717 21.765 21.835 21.717 21.720 21.627 21.563 21.528 21.629 21.594 21.500 21.673 21.789 21.775 22.031

Quelle:<ref>Statistisches Jahrbuch 2013/2014 – 2. Bevölkerung. (PDF) Stadt Meerbusch, abgerufen am 4. März 2021.</ref>

Vereinsleben

Jährlich findet über Pfingsten das große Schützen- und Heimatfest mit Kirmes auf dem zentralen Marktplatz, dem Dr.-Franz-Schütz-Platz, statt. Veranstalter ist die rd. 700 Mitglieder zählende St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Büderich von 1567 e. V. Weitere Vereine in Meerbuscher Stadtteil Büderich sind u. a. TuRa Büderich 09/15, der Mehrspartenverein Grün-Weiß-Rot-Büderich, ein Badminton-Sport-Club, die Luftsportfreunde TURA sowie der FC Büderich 02.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert wurde im Tal des Stinkesbach Raseneisenerz mit mäßigem Erfolg gewonnen, das auf der Neusser Hütte geschmolzen wurde.

Lohnsteuerkartenempfänger
Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Lohnsteuerkartenempfänger 13.393 13.374 13.390 13.340 13.296 13.390 13.353 13.423 13.390

Quelle:<ref>Statistisches Jahrbuch 2010 – 7. Wirtschaft und Arbeitsmarkt. (PDF) Stadt Meerbusch, abgerufen am 4. März 2021.</ref>

Verkehr

Der Ort liegt an der K-Bahn und ist somit per Stadtbahn (U 76, U 74 und U 70) über die drei Haltestellen Büderich-Landsknecht, Forsthaus und Haus Meer an Osterath, Krefeld und Düsseldorf angebunden. In Büderich fahren die Buslinien 830 (Neuss StadthalleHbfAm Kaiser – Meerbusch Deutsches Eck – Haus Meer – Lank Kirche),<ref>Rheinbahn: Linienplan 830. (PDF) Rheinbahn AG, November 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref> 829 (Neuss Am Kaiser – Meerbusch Johann-Wienands-Platz – Brühler Weg – Haus Meer),<ref>Rheinbahn: Linienplan 829. (PDF) Rheinbahn AG, September 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref> 828 (Neuss Stadthalle – Hbf – Meerbusch Deutsches Eck – Düsseldorf Nikolaus-Knopp-Platz – Belsenplatz)<ref>Rheinbahn: Linienplan 828. (PDF) Rheinbahn AG, November 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref> und SB51 (Kaarst Mitte/Holzbüttgen – Kaarster Bahnhof – Meerbusch-Büderich Landsknecht – Düsseldorf-Niederkassel – Bahnhof Düsseldorf-Flughafen).<ref>Rheinbahn: Linienplan SB51. (PDF) Rheinbahn AG, April 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref>

Der P+R-Parkplatz und Meerbuscher Verkehrsknotenpunkt am Haus Meer gehört zwar zum Büdericher Ortsgebiet, liegt allerdings abseits der geschlossenen Bebauung nördlich des Ortes. Neben den Stadtbahnen und den oben genannten, durch Büderich verkehrenden Buslinien 830 und 829 wird dieser als Endhaltestelle von den Linien 839 (Ringlinie durch Strümp, Ossum-Bösinghoven, Lank-Latum, Nierst, Langst-Kierst und Ilverich),<ref>Rheinbahn: Linienplan 839. (PDF) Rheinbahn AG, November 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref> 831 (von Krefeld Uerdingen HPZ über Uerdingen Bf., Stratum, Meerbusch Lank-Latum und Strümp),<ref>Rheinbahn: Fahrplan 831. (PDF) Rheinbahn AG, 22. Mai 2018, abgerufen am 21. April 2020.</ref> 071 (von Viersen Busbahnhof über Willich, Anrath und Meerbusch Osterath Bf.)<ref>DB Rheinlandbus: Fahrplan 071. (PDF) In: DB Regio Bus NRW. BVR Busverkehr Rheinland GmbH, 9. Juni 2019, abgerufen am 21. April 2020.</ref> und SB82 (von Tönisvorst Lindenallee über Willich Anrath Bf., Willich und Meerbusch Osterath Bf.)<ref>Buslinie SB82, Meerbusch - Fahrplan & Strecke. Abgerufen am 21. April 2020.</ref> bedient.

Büderich ist über die B 9 und die Anschlussstelle Büderich der A 52 erreichbar.

Der Flughafen Düsseldorf kann über die 2002 gebaute Rheinquerung (Flughafenbrücke) der A 44 vom Ortskern per Auto in 15 Minuten, per Bus (SB51) in 20 Minuten erreicht werden.

Öffentliche Einrichtungen

In Büderich befindet sich eine Seniorenresidenz der Johanniter. Zusammen mit dem ebenfalls für Schule, Sport und Freizeit genutzten Hallenbad stellt die 1964 erbaute Stadionanlage ‚Am Eisenbrand‘ die sportliche Grundversorgung der Büdericher sicher. Eine weitere wichtige Einrichtung ist die Bibliothek der Stadt Meerbusch, die eine Auswahl der wichtigsten Sachbücher sowie die Klassiker der Unterhaltungsliteratur bietet.

Schulen

  • KGS St. Mauritius
  • GGS Brüder-Grimm
  • Adam-Riese-Schule, Städtische Gemeinschaftsgrundschule
  • Maria-Montessori-Gesamtschule
  • Mataré-Gymnasium

Persönlichkeiten

  • Hans-Günter Gnodtke (* 1948), deutscher Botschafter
  • Wilhelm Grabensee (1841–1915), Veterinärmediziner und Hippologe, Landstallmeister in Celle
  • Ewald Mataré (1887–1965), Maler und Bildhauer; lebte in Büderich
  • Andreas Michel, Künstlername Andino (* 1961), Zauberkünstler, Philosoph und Moderator
  • Ruth Niehaus (1925–1994), Schauspielerin
  • Franjo Pooth (* 1969), Unternehmer
  • Volker G. Schmitz (* 1961), Fernsehmoderator
  • Franz Schütz (1900–1970), Bürgermeister von Büderich ab Oktober 1964
  • Michael Sommer (1952–2025), von 2002 bis 2014 Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)
  • Eberhard von Thadden (1909–1964), NSDAP-, SS- und SA-Mitglied, Jurist und „Judenreferent“ im Auswärtigen Amt, Vorstandsmitglied der Gollnow-Werke AG in Düsseldorf; lebte in Büderich
  • Peter Wilhelm Werhahn (1802–1871), Unternehmer, wurde in Büderich geboren

Sehenswürdigkeiten

Datei:Villa Marein in der Gartenstadt Meererbusch.JPG
Villa Marein in der Gartenstadt Meererbusch

Literatur

  • Heinz Ohletz: Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich 1929–1974. Gesellschaft für Buchdruckerei AG, Neuss 1975.

Weblinks

Commons: Büderich (Meerbusch) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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