Ossum-Bösinghoven
Ossum-Bösinghoven Stadt Meerbusch
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2312)&title=Ossum-B%C3%B6singhoven 51° 18′ N, 6° 38′ O
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dim=10000 | globe= | name=Ossum-Bösinghoven | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | ca. 35 m | |||||
| Fläche: | 5,03 km² | |||||
| Einwohner: | 2312 (2021)<ref>Statistisches Jahrbuch 2021. (PDF; 1,13 MB) Stadt Meerbusch, S. 3, abgerufen am 1. September 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 460 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 40668 | |||||
| Vorwahl: | 02159 | |||||
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Bild:Stadtbezirk Meerbusch Ossum-Bösinghoven.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 387 96 436 15 500 76 533 128 527 193 479 171 477 208 460 199 430 155 395 172 375 139 381 126 367 104 Nierst poly 267 164 333 106 369 107 380 125 374 140 396 174 390 196 377 213 353 245 354 254 313 268 287 281 264 279 272 240 243 245 264 184 273 181 Lank-Latum poly 141 180 162 164 191 169 215 179 263 160 271 183 259 182 244 242 231 241 230 250 244 261 238 276 195 246 182 296 151 311 133 287 133 233 137 196 Ossum-Bösinghoven poly 13 300 79 301 129 287 242 409 270 411 251 437 219 429 160 494 144 474 121 477 100 417 50 431 19 347 Osterath poly 378 357 347 387 316 381 303 347 316 323 334 315 317 283 302 273 356 251 353 241 380 213 433 248 440 239 450 249 445 275 458 277 470 267 445 307 438 321 423 319 399 366 Ilverich poly 376 216 397 174 435 163 474 208 485 174 520 189 470 269 455 275 430 246 Langst-Kierst poly 287 376 265 357 255 375 263 412 237 410 151 306 183 291 197 250 239 276 243 259 233 249 229 233 266 235 267 275 285 282 308 270 335 312 312 320 300 346 306 364 Strümp poly 260 506 240 471 250 433 265 412 254 375 267 358 285 373 308 365 315 385 345 389 379 355 394 366 421 321 438 324 413 360 428 397 457 434 502 462 487 491 472 522 444 563 413 582 363 580 335 591 312 576 297 580 264 521 Büderich_(Meerbusch) desc bottom-right </imagemap>Lage von Ossum-Bösinghoven in Meerbusch
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Ossum-Bösinghoven ist einer von acht Stadtteilen der aufgrund der Gemeindegebietsreform gegründeten Stadt Meerbusch. Er liegt im nordwestlichen Bereich der Stadt an der Grenze zu Krefeld-Oppum. In Ossum-Bösinghoven leben 2.312 Einwohner (Stand: 2021) auf einer Fläche von rund 503 ha. Durch Ossum-Bösinghoven verläuft die Autobahn 57. Westlich der Autobahn liegt der größere Teil Bösinghoven, östlich liegt der wesentlich ältere Teil Ossum.
Geographie
Ossum-Bösinghoven liegt am nordwestlichen Rand des Meerbuscher Stadtgebietes an der Grenze zu Krefeld:
| Krefeld-Oppum | ||
| Krefeld-Fischeln | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Lank-Latum |
| Osterath | Schloss Pesch, Strümp |
Das gesamte Ortsgebiet liegt auf einer Flussterrasse des Niederrheines (Niederrheinische Bucht) und ist sehr flach.
Östlich von Ossum-Bösinghoven erstrecken sich zwei größere Waldgebiete (vielfach feuchte Bruchwälder): Der Latumer Bruch im Nordosten und der Herrenbusch im Nordwesten (zu Schloss Pesch).
Geschichte
Von 1392 bis 1794 gehörten Ossum und Bösinghoven zum kurkölnischen Amte Linn.
Ossum-Bösinghoven wurde am 1. Januar 1970 nach Meerbusch eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 114.</ref>
Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschloss 1974 die Auflösung der Stadt Meerbusch und die Aufteilung von Ossum-Bösinghoven auf die Städte Krefeld (Hauptteil) und Düsseldorf.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 39 und 49.</ref> Die Stadt Meerbusch erwirkte jedoch beim Verfassungsgericht in Münster die Aussetzung des Auflösungsbeschlusses. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen bestätigte daraufhin 1976 die Existenz der Stadt Meerbusch.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Kath. Kirche St. Pankratius Ossum
Im Ortsteil Ossum steht die Kapelle St. Pankratius. Der Mitteltrakt aus dem 11. Jahrhundert ist das älteste original erhaltene Kirchenschiff in Meerbusch und wurde aus 1 m dickem Eifeler Tuffstein gebaut. Die älteste Inneneinrichtung der Kapelle sind die dunklen Bänke des mittleren Teils, die auf das Jahr 1744 zurückgehen.
1868 wurde die Kapelle durch den Anbau eines Chors und 1911 mit einem Glockenturm erweitert. Die Glocke selbst stammt aus dem Jahr 1649 und trägt die Inschrift „SANCTA MARIA ORA PRO NOBIS, NICOLAS UNCKEL GUSZ MICH 1649“ („Heilige Maria, bete für uns, Nicolas (Nikolaus) Unckel goss mich 1649“). Das Rektorat rechts neben der Kapelle wurde 1937/1938 erbaut. Die heutige Sakristei wurde nach dem Abriss der alten im Jahr 1941 errichtet. Die aus der Lanker Kirche stammende Uhr über der Eingangstür wurde 2001 nach einer großzügigen Spende elektrifiziert. Der Eingangsbereich wurde 2003 neu gestaltet.
Kriegerdenkmal
1921 errichtetes Denkmal für die Toten des Ersten Weltkrieges, steht heute unter Denkmalschutz.
Haus Gripswald
Südlich von Ossum liegt am Rand des Herrenbuschs das alte Herrenhaus Gripswald. Es besteht aus einem zweigeschossigen Haupthaus mit angesetztem Rundturm. In der Fassade des Turms wurden oben romanische Doppelsäulen eingesetzt, die vom Kloster Knechtsteden bei Dormagen stammen.
Das Haus wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, 1422 zum Lehnsgut erhoben und blieb bis zur Säkularisation in kurfürstlichem Besitz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im 19. Jahrhundert kam das Gutshaus in den Besitz der Adelsfamilie von Arenberg, der auch das benachbarte Schloss Pesch (siehe unten) gehörte.
Gripswalder Matronensteine
Die in der Nähe des Hauses Gripswald im Jahre 1863 gefundenen römischen Matronensteine befinden sich heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Eine Kopie steht vor der Kirche St. Pankratius.
Schloss Pesch
Südöstlich von Ossum-Bösinghoven, an der L 386 auf halbem Weg in Richtung Strümp, liegt in einer weitläufigen Parkanlage das Schloss Pesch, ein ehemaliges Jagdschloss der Herzöge von Arenberg. Schloss und Park sind in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.
Geismühle
Am nordöstlichen Ortsrand befindet sich die Geismühle, eine etwa 700 Jahre alte Turm-Holländer-Windmühle. Obwohl die Mühle erheblich näher an Bösinghoven als an Oppum liegt, gehört sie zu Krefeld.
Weilerhof
Südlich der eigentlichen Dörfer Bösinghoven und Ossum befindet sich die 1766 errichtete vierflügelige Backsteinhofanlage an der Stelle eines seit dem frühen Mittelalter bekannten Hofs. Der Weilerhof steht unter Denkmalschutz.<ref name="Denkmaliste">Liste der Baudenkmäler in Meerbusch</ref>
Haus Radong
Auf dem Wege zwischen Bösinghoven und Osterath liegt das denkmalgeschützte Haus Radong. Die geschlossene vierseitige Hofanlage wurde 1859 von dem Krefelder Industriellen Jakob Herbertz erbaut.<ref name="Denkmaliste" />
Ehemals zu Ossum gehörende Bauwerke
Damengut der Johanniterkommende zu Duisburg
1554 verpachtet die Johanniterkommende zu Duisburg ein bei Ossum gelegenes „Damengut“ an Johann von Mero(e)de.<ref> Urkunde im Landesarchiv NRW, Standort Düsseldorf, Herrenstrunden, Akten Nr. 82, Findbuch (121.04.00 Herrenstrunden, Johanniterkommende)</ref><ref>Urkunde im Landesarchiv NRW, Standort Düsseldorf, Herrenstrunden, Nr. 82 (1576-1792) Damengut zu Ossum und Oberlackerhof im Amt Linn. Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland. In: archive.nrw.de. Der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 3. Januar 2025.</ref> Ein Bauwerk mit dem Namen „Damen Gut“ existiert bis heute im benachbarten Krefeld-Fischeln.<ref>WZ: Wohnen im 400jährigen Denkmal</ref>
Sport
In Ossum-Bösinghoven sind folgende Sportvereine ansässig:
- Der TSV Meerbusch unterhält am nordöstlichen Ortsrand von Bösinghoven ein Sportgelände und bietet u. a. Aktivitäten in den Disziplinen Fußball, Gymnastik, Badminton, Karate, Laufen an. Der Verein hat rund 2500 Mitglieder
- Die St. Pankratius Schützenbruderschaft Ossum-Bösinghoven 1757 e. V. bietet regelmäßig Aktivitäten im Sportschießen.<ref>St. Pankratius Schützenbruderschaft Ossum-Bösinghoven 1757 e. V. In: www.sankt-pankratius.com. St. Pankratius Schützenbruderschaft Ossum-Bösinghoven 1757 e. V., abgerufen am 3. Januar 2025.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Ossum-Bösinghoven liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Meerbusch, wo sich die Autobahnen A 44 (in Ost-West-Richtung) und A 57 (in Nord-Süd-Richtung) kreuzen. Die in unmittelbarer Nähe liegende Autobahnraststätte Geismühle ist keine Autobahnanschlussstelle. An die A 44 ist Ossum-Bösinghoven indirekt über die Anschlussstellen Lank-Latum und Krefeld-Fischeln angebunden, an die A 57 indirekt über die Anschlussstelle Krefeld-Oppum.
Am westlichen Ortsrand verläuft ohne Haltestelle die Linksniederrheinische Strecke der Deutschen Bahn zwischen Meerbusch-Osterath und Krefeld.
Busse verbinden Ossum-Bösinghoven mit den anderen Meerbuscher Stadtteilen und Krefeld-Oppum.
Bildung
Die einzige in Ossum-Bösinghoven angebotene Bildungseinrichtung ist der Kindergarten Elterninitiative Kindergarten 71 e. V. Der ehemalige Standort im Gebäudekomplex mit dem TSV Meerbusch e. V. und der Freiwilligen Feuerwehr Bösinghoven wurde zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut.<ref>RP ONLINE: Meerbusch: Stadt baut Kita in Bösinghoven zu Flüchtlingsunterkunft um. 17. November 2014, abgerufen am 25. März 2024.</ref> Der städtische Kindergarten Am Nussbaum existiert nicht mehr.
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
Büderich | Ilverich | Langst-Kierst | Lank-Latum | Nierst | Ossum-Bösinghoven | Osterath | Strümp