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Roßberg (Ebsdorfergrund)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Roßberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369)&title=Ro%C3%9Fberg 50° 43′ N, 8° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369) 50° 43′ 1″ N, 8° 52′ 35″ O
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Höhe: 303 (295–323) m ü. NHN
Fläche: 9,03 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 369 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" />
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 35085
Vorwahl: 06424
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Roßberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund im Osten des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Geographische Lage

Das Dorf ist an drei Seiten von Wald umgeben. Im Norden liegt der Ortsteil Dreihausen. Durch den Ort fließt die Zwester Ohm. Die Landesstraße 3125 führt durch Roßberg. Der Lichtenberg grenzt an den Ort.

Geschichte

Datei:Kirche Roßberg (Ebsdorfergrund) 1.jpg
Kirche

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Roßberg erfolgte unter dem Namen Rosseberch im Jahr 1232.<ref name="lagis" /> Im Jahre 1753 wurde die Fachwerkkirche erbaut, die heute sowohl von der ev.-luth. Kirche wie auch von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche genutzt wird.<ref>www.selk-dreihausen.de (Abschnitt Orte)</ref>

Auf dem Lichtenberg sind noch Reste einer Ringwallanlage sichtbar. Etwa 1,7 km südöstlich von Roßberg befinden sich die Reste einer ehemaligen Wasserburg, der Röderburg. Etwa 1,2 km südöstlich von Roßberg befinden sich die Reste der kleinen karolingischen Saalkirche von Udenhausen, einem gegen Ende des 14. Jahrhunderts verlassenen Dorf.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Am 1. April 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Roßberg im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die, am 31. Dezember 1971 aus den Gemeinden Dreihausen und Heskem neu gebildete Gemeinde Ebsdorfergrund, eingegliedert.<ref></ref> Für alle Ortsteile wurden Ortsbezirke gebildet.<ref name="HS">Ortsbeiräte. In: Webauftritt. Gemeine Ebsdorfergrund, abgerufen im Juni 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Roßberg angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. Der Kreis Marburg war für die Verwaltung und das Assistenzamt Treis war als Gericht in erster Instanz für Wermertshausen zuständig.<ref name="NK" /> In Treis wurde ein Assistenzamt eingerichtet, das 1833 als eigenständiges Justizamt Treis ausgegliedert wurde und für Wermertshausen zuständig war. Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen wurde durch einen Gebietstausch Treis an das Großherzogtum Hessen abgetreten, Wermertshausen wurde dem Justizamt Marburg zugeordnet. Am 1. September 1867 erfolgte die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Marburg.<ref>Verordnung über die Gerichtsverfassung in vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf vom 19. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1085–1094)</ref><ref>Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 19. Juni d. J. in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 221–224http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10509837~SZ%3D237~doppelseitig%3D~LT%3DPr.%20JMBl.%20S.%20221%E2%80%93224~PUR%3D)</ref> Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Roßberg 369 Einwohner. Darunter waren 18 (4,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 66 Einwohner unter 18 Jahren, 135 zwischen 18 und 49, 105 zwischen 50 und 64 und 60 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 144 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 48 Paare ohne Kinder und 51 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 102 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1467: 3 Hausgesesse
• 1577: 27 Hausgesesse
• 1630: Pest; 4 Ackerleute genannt (1 zweispännige, 3 einspännige).
• 1681: 11 hausgesessene Mannschaften
• 1747: 24 Haushalte
• 1838: 236 Einwohner (22 nutzungsberechtigte, 15 nicht nutzungsher. Ortsbürger, 3 Beisassen).
Roßberg: Einwohnerzahlen von 1774 bis 2011
Jahr  Einwohner
1774
  
146
1834
  
235
1840
  
244
1846
  
257
1852
  
243
1858
  
243
1864
  
284
1871
  
263
1875
  
241
1885
  
241
1895
  
265
1905
  
249
1910
  
264
1925
  
287
1939
  
274
1946
  
415
1950
  
379
1956
  
295
1961
  
290
1967
  
278
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
369
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: alle Einwohner evangelisch-lutherisch
• 1885: 224 evangelische (= 100,00 %) Einwohner
• 1961: 283 evangelische (= 97,59 %), 7 katholischer (= 2,41 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1774: Erwerbspersonen: 1 Schmied, 1 Leineweber, 3 Schneider, 2 Wagner, 2 Tagelöhner.
• 1838: Familien: 18 Ackerbau, 16 Gewerbe, 5 Tagelöhner.
• 1961: Erwerbspersonen: 92 Land- und Forstwirtschaft, 42 Produzierendes Gewerbe, 8 Handel und Verkehr, 7 Dienstleistungen und Sonstiges.

Politik

Für Roßberg besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Er umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Roßberg.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat Roßberg besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 74,55 %. Alle Kandidaten gehörten der „Ortsliste Roßberg“ an.<ref>Ergebnis der Ortsbeiratswahlen Roßberg. In: Votemanager. Gemeinde Ebsdorfergrund, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Werner Böckler zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsvorsteher (=Leiter Bürgerbüros) der Gemeinde Ebsdorfergrund. In: Webauftritt. Gemeinde Ebsdorfergrund, abgerufen im September 2023.</ref>

Infrastruktur

Im Ort gibt es ein Bürgerhaus und ein Backhaus.

Weblinks

Commons: Roßberg – Sammlung von Bildern

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Roßberg, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 21. Oktober 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KF-Hessen"> Georg Landau: Beschreibung des kurfürstenthums Hessen. T. Fischer, Kassel 1842, S. 387 (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 121 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="NK"> Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten, aus den besten Quellen bearbeitet. im Verlage des G. H. G. privil. Landes-Industrie-Comptouts., Weimar 1823, S. 158 ff. (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 66, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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