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Weißenborn (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Vorlage:Platzhalterbild
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 7′ N, 10° 7′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636015}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 7′ N, 10° 7′ O
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  }}
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636015}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 37299
Vorwahl: 05659
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 015
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
37299 Weißenborn
Website: www.gemeinde-weissenborn.de
Bürgermeister: Thomas Mäurer (parteilos)
Lage der Gemeinde Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis
<imagemap>

Bild:Weißenborn_ESW.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte rect 1675 101 1784 235 Werra-Meißner-Kreis rect 1330 27 1810 651 Hessen poly 598 1430 1076 1271 1180 1370 1110 1424 1260 1620 1155 1795 1040 1758 1094 1650 874 1566 717 1552 714 1509 Sontra poly 597 1428 941 1292 991 1211 969 1147 675 992 472 1172 463 1409 Waldkappel poly 469 1169 668 991 700 926 678 813 650 803 628 879 489 822 468 879 350 771 228 762 60 964 92 1000 235 997 247 1065 388 1162 Hessisch Lichtenau poly 112 575 166 503 374 555 471 496 480 443 620 523 558 608 642 616 597 703 471 665 431 702 240 676 Gutsbezirk Kaufunger Wald poly 346 772 473 664 593 708 633 650 717 689 693 838 654 812 629 870 496 828 471 879 Großalmerode poly 690 855 1007 850 1044 817 962 746 892 765 882 736 796 719 752 805 757 833 696 815 Berkatal poly 698 850 666 987 739 1025 861 1079 921 1024 961 1046 1079 957 1052 847 Meißner poly 695 68 859 59 932 191 899 328 851 349 750 235 Neu-Eichenberg poly 273 263 564 179 549 93 666 99 751 240 841 347 899 333 941 485 822 494 712 681 565 599 619 505 486 441 481 366 392 443 Witzenhausen poly 1227 1572 1512 1548 1689 1682 1594 1795 1186 1729 Herleshausen poly 1073 1263 1097 1232 1276 1242 1282 1294 1361 1310 1396 1293 1474 1309 1426 1346 1547 1391 1503 1575 1210 1571 1121 1416 1200 1344 1142 1350 Ringgau poly 848 1077 914 1026 1349 1251 1280 1302 1273 1244 1088 1228 1065 1277 940 1293 1001 1204 976 1147 Wehretal poly 1300 1276 1442 1207 1581 1303 1547 1387 1429 1346 1479 1309 1384 1292 1366 1316 Weißenborn poly 970 1047 1348 1239 1458 1185 1411 1020 1111 898 1136 818 1010 794 990 840 1063 853 1078 965 Eschwege poly 1404 1027 1487 1006 1522 934 1753 1034 1668 1319 1575 1164 1459 1183 Wanfried poly 1095 885 1234 728 1526 924 1480 1017 1404 1019 Meinhard poly 690 908 715 775 716 675 824 493 938 494 1263 654 1237 731 1129 822 800 725 751 825 713 826 Bad Sooden-Allendorf poly 469 380 469 509 349 550 150 492 3 406 6 120 125 47 111 4 1191 5 937 177 863 54 706 63 742 231 697 235 652 100 576 80 546 102 553 183 286 261 379 454 Niedersachsen poly 1813 13 1328 5 1196 11 919 191 962 465 954 536 1033 552 1048 623 1266 652 1302 794 1308 856 1748 1031 1733 1081 1667 1169 1680 1210 1690 1294 1641 1315 1572 1161 1437 1207 1528 1296 1580 1302 1587 1339 1551 1359 1505 1429 1514 1557 1695 1679 1608 1788 1406 1737 1183 1735 1165 1834 1834 1837 Thüringen poly 1166 1836 1144 1795 1045 1760 1094 1659 881 1553 861 1579 715 1552 722 1510 604 1468 587 1413 475 1422 394 1481 252 1431 52 1545 55 1622 1 1648 1 1834 Landkreis Hersfeld-Rotenburg poly 5 1641 60 1627 58 1534 254 1428 398 1488 468 1424 465 1148 361 1167 243 1065 245 1025 227 991 43 1012 15 1055 2 1057 Schwalm-Eder-Kreis poly 4 1044 21 1046 50 1012 77 991 63 957 242 764 406 751 435 692 234 679 115 563 162 501 3 413 Landkreis Kassel desc bottom-left </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:Aussichtspunkt Anger (1) X5H.jpg
Blick vom Aussichtspunkt Anger (Graburg) auf Weißenborn

Weißenborn ist eine Gemeinde im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Sie besteht aus den beiden Ortsteilen Weißenborn und Rambach und ist mit 953 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2023) die kleinste eigenständige Gemeinde in Hessen. Sie löste damit am 1. Januar 2018 Hesseneck ab, das zusammen mit Beerfelden, Sensbachtal und Rothenberg zur neuen Stadt Oberzent vereinigt wurde.

Geographie

Geographische Lage

Weißenborn liegt im nordhessischen Bergland etwa 8 km (Luftlinie) südöstlich von Eschwege und stößt an einen Grenzabschnitt zu Thüringen. Es befindet sich im Schlierbachswald, an den sich südlich der Gemeinde der Ringgau anschließt. Südwestlich von Weißenborn (ca. 280 m ü. NHN) erhebt sich die Rabenkuppe (514,8 m ü. NHN), knapp 6 km (Luftlinie) östlich der Ortschaft jenseits der thüringischen Grenze der Heldrastein (503,8 m ü. NN). Es gehört zum Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Geologie

Der Ort befindet sich im Bereich des Trias. Seit dem Mittelalter wurde im Flurbezirk Auf der See ein Sandsteinvorkommen ausgebeutet, das dann zerkleinerte Material wurde als Stubenstreusand verkauft. Die so entstandenen umfangreichen höhlenartigen Abbaugruben und Schächte galten als Sehenswürdigkeit. Unter der Felswand der Graburg wurden hochwertige Kalksteinschichten entdeckt, deren Ausbeutung aber aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes unterbleibt.

Nachbargemeinden

Weißenborn grenzt im Nordosten und Osten an die Stadt Treffurt (im thüringischen Wartburgkreis), im Süden an die Gemeinde Ringgau, im Westen an die Gemeinde Wehretal, sowie im Nordwesten an die Stadt Eschwege (alle drei im Werra-Meißner-Kreis).

Geschichte

Ortsgeschichte

Fundstücke bezeugen, dass schon ca. 2000 v. Chr. Menschen im Gebiet des heutigen Weißenborn lebten. Die umliegenden Berge, besonders die Graburg, die Schäfersburg und der Heldrastein mit der Hüneburg waren schon in frühgeschichtlicher Zeit von Bedeutung. Der Ort selbst wurde, soweit bisher bekannt, erstmals 1365 urkundlich erwähnt: 1365, am Sente Egidii Tag, veräußerten die Gebrüder Conrad und Otto von Völkershausen ihre Privilegien, die sie bisher über die fünf Dörfer Wißenborn, Rampeche, Heldere, Helderbeche und Alden Bursla besaßen, mit Gericht und allem Recht an den Landgrafen Otto I. von Hessen für siebzig Mark Eschweger Währung, während ihr Dorf Volkershusen von diesem Verkauf ausgeschlossen blieb.

Für die Ortsgeschichte waren zuvor die auf der benachbarten Burg Normannstein ansässigen Herren von Treffurt bestimmend. Starke kulturelle Impulse gingen von der im Nachbarort Großburschla befindlichen Stiftskirche Sankt Bonifacius aus, und die Stiftsherren waren bis zur Reformation im Besitz umfangreicher Ländereien und Wälder (Stiftswald). Die Nutzungsrechte an diesem Waldbesitz ging im Anschluss an die Allendorfer Salzsieder (Pfännerschaft) über, welche große Teile des Forstbezirkes als Hauwald nutzten. Für die Saline wurde auch das jährlich benötigte Baumaterial für die Dorngradierhäuser bereitgestellt. Eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung besaß der Sandhandel für das Dorf Rambach. Die sogenannten Tatern, wohl eine zeitweise sesshafte Gruppe Zigeuner, hatten den Abbau und Handel dieses Wirtschaftsgutes übernommen.

Der Dreiherrenstein und weitere Grenzsteine auf dem Heldrastein bezeugen die zeitweise Zugehörigkeit Weißenborns zum Königreich Preußen. Seit dem späten 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg war die Mehrzahl der erwerbsfähigen männlichen Bewohner gezwungen, sich als Wanderarbeiter in Norddeutschland und im Rheinland zu verdingen; die Ortschronik nennt diese Zeit das Dorf ohne Männer.

Durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes gewann der Heldrastein eine touristische Bedeutung, wovon auch die Umlandgemeinden einen Nutzen ziehen konnten. Auf dem Gipfel entstand der Carl-Alexander-Turm.

Der Zweite Weltkrieg brachte auch in Weißenborn und Rambach Tod und Leid mit sich, dabei wurden noch kurz vor Kriegsende 11 Wohnhäuser und 34 Wirtschaftsgebäude zerstört oder schwer beschädigt. Diese Schäden wurden jedoch rasch unter Leitung des damaligen Bürgermeister Witthüser beseitigt werden. Weit problematischer wurde die mit der Deutschen Teilung geschaffene Grenzlage unmittelbar am Rande der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Insbesondere die zuvor engen familiären und wirtschaftlichen Verbindungen zu den thüringischen Nachbarorten wurden gekappt.

In den 1950er Jahren siedelten sich in beiden Ortsteilen mehrere heimatvertriebene Familien und Flüchtlinge an. Seit Mitte der 1960er Jahre mussten die Bewohner den schrittweisen Ausbau der Grenzsperranlagen durch das DDR-Regime ertragen. Landbesitz in den thüringischen Nachbarorten war nicht mehr erreichbar oder wurde enteignet. Die Ortsverbindungswege nach Großburschla und Ifta wurden gekappt. Auf hessischer Seite wurden später durch den Bundesgrenzschutz Straßen und Wege sowie mehrere Beobachtungspunkte für Besucher angelegt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die Gemeinden Rambach und Weißenborn zur erweiterten Gemeinde Weißenborn.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 25. Oktober 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 43, S. 1716, Punkt 1425; Abs. 8. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,6 MB]).</ref><ref></ref> Für den Ortsteil Rambach wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 179 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Weißenborn, abgerufen im Februar 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Weißenborn angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="lagis" />

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Weißenborn 1095 Einwohner. Darunter waren 26 (2,4 %) Ausländer, von denen 7 aus dem EU-Ausland, 4 aus anderen europäischen Ländern und 15 aus anderen Staaten kamen.<ref name="Z2011A" /> (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 4,8 %.<ref name="Hstat" />) Nach dem Lebensalter waren 180 Einwohner unter 18 Jahren, 408 waren zwischen 18 und 49, 243 zwischen 50 und 64 und 264 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 453 Haushalten. Davon waren 111 Singlehaushalte, 139 Paare ohne Kinder und 156 Paare mit Kindern, sowie 51 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 99 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 264 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1574: 68 Haushaltungen<ref name="lagis" />
  • 1747: 85 Haushaltungen<ref name="lagis" />
Weißenborn: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
436
1840
  
474
1846
  
521
1852
  
491
1858
  
489
1864
  
512
1871
  
512
1875
  
552
1885
  
615
1895
  
612
1905
  
684
1910
  
737
1925
  
814
1939
  
902
1946
  
1.074
1950
  
1.081
1956
  
1.051
1961
  
1.045
1967
  
1.077
1970
  
1.104
1973
  
1.294
1975
  
1.260
1980
  
1.226
1985
  
1.188
1990
  
1.236
1995
  
1.254
2000
  
1.253
2005
  
1.160
2010
  
1.105
2011
  
1.095
2015
  
1.037
2020
  
896
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Hessisches Statistisches Informationssystem<ref name="Hstat">Hessisches Statistisches Informationssystem (Hesis) In: Statistik.Hessen.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011A" />
Nach 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religion

Evangelische Kirche

Datei:Die evangelische Kirche in Weißenborn (Hessen).jpg
Die evangelische Pfarrkirche

Der älteste Teil der Weißenbörner Pfarrkirche ist der vermutlich 1577 errichtete Chorturm. Die verschieferte Glockenstube mit der abschließenden Haube ist dem Turm 1913 aufgesetzt worden. Im gleichen Jahr wurde das in 1697 angesetzte Schiff grundlegend erneuert.

Die äußere Ansicht wird vor allem durch das Fachwerkgefüge geprägt, das den Einfluss thüringischer Fachwerkarchitektur deutlich erkennen lässt. Bemerkenswert sind die für Hessen eher untypischen K-Streben und das reiche Rautengeflecht der Gefache unter den Fenstern.

Im Inneren erhebt sich ein heller, reich ausgestatteter Saal mit abschließender Holztonne und Hängeverstrebung. Im Zuge der jüngsten Renovierungsarbeiten, Anfang der 2010er Jahre, wurden zwischen den Schmuckornamenten der Tonnendecke und Galerie mehr als 400 mattgoldene Sterne gemalt. Interessenten konnten die Patenschaft für einen der Sterne erwerben. Die Sterne sind auf einem Plan nummeriert, der in einem Informationskasten mit den Namen der Paten aushängt. Jeder Sternenpate bekam zudem eine Urkunde mit einem Bibelvers und der Nummer seines Sterns. Der Erlös aus den Sternpatenschaften soll komplett in die Renovierung der Kirche fließen.<ref>Emily Spanel: „Fest und unerschütterlich: Das Gotteshaus ist Mitte und Mittelpunkt Weißenborns“ in Werra-Rundschau vom 1. September 2018; abgerufen am 20. September 2019.</ref>

Schützenswerte Ausstattungsgegenstände sind die Kanzel und der Pfarrstuhl von 1700 sowie ein Taufstein aus dem 16. Jahrhundert.

Die Kirche ist aus künstlerischen, geschichtlichen und baulichen Gründen ein Kulturdenkmal.<ref>Peer Zietz in Zusammenarbeit mit Thomas Wiegand: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Werra-Meißner-Kreis I. Altkreis Eschwege. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Vieweg & Sohn, Braunschweig / Wiesbaden 1991, ISBN 3-528-06240-1, S. 640 f.</ref>

Evangelische Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Weißenborn gehört mit den Gemeinden Lüderbach, Rambach und Rittmannshausen zum Kirchspiel Weißenborn-Rambach im Kirchenkreis Eschwege der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Konfessionsstatistik

• 1885: 603 evangelische (= 98,5 %), 4 katholische (= 0,65 %), 8 anderes christliche-konfessionelle (= 1,2 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 965 evangelische (= 92,34 %), 67 katholische (= 6,41 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1987: 1110 evangelische (= 92,1 %), 47 katholische (= 3,9 %), 48 sonstige (= 4,40 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />
• 2011: 864 evangelische (= 78,9 %), 52 katholische (= 4,2 %), 179 sonstige (= 16,1 %) Einwohner<ref name="Z2011R1" />

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref>

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 61,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
46,7
(+8,4)
34,1
(−9,8)
19,2
(+1,4)
20162021
Sitzverteilung
   
Insgesamt 15 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWG Freie Wählergemeinschaft Weißenborn und Rambach 46,7 7 38,3 6 28,2 4 23,2 4 26,9 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,1 5 43,9 6 42,6 7 53,9 8 51,2 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,2 3 17,8 3 29,1 4 22,9 3 21,9 3
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 61,9 59,7 67,9 72,0 71,6

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Weißenborn neben dem ehrenamtlichen Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und vier weitere Beigeordnete angehören.<ref>Gremien: Gemeindevorstand</ref> Bürgermeister ist seit dem 6. Juni 2011 der parteiunabhängige Thomas Mäurer.<ref name='tm'/> Sein Amtsvorgänger Friedhelm Kerl (SPD) beendete die zweite Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig und die Wahl eines neuen Bürgermeisters musste vorgezogen werden.<ref name='fk'/> Thomas Mäurer wurde am 22. Mai 2011 im ersten Wahlgang bei 81,2 Prozent Wahlbeteiligung mit 66,0 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, jeweils ohne Gegenkandidaten, zuletzt im März 2023.<ref>Votemanager: Bürgermeisterwahl Gemeinde Weißenborn 2023</ref>

Amtszeiten der Bürgermeister<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Weißenborn (Memento vom 30. Januar 2021 im Internet Archive); Hinweis
für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden</ref>

Die Gemeinde Weißenborn hat den einzigen ehrenamtlichen Bürgermeister in Hessen.<ref>HNA, 28. Juli 2021: Gemeinde Weißenborn: Thomas Mäurer ist seit zehn Jahren Bürgermeister; „Hessens einziger Bürgermeister, der sein Amt offiziell mit dem Status „ehrenamtlich“ ausführt.“</ref>

Städtepartnerschaften

Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der ehemaligen Gemeinde Hesseneck (seit 2018: Stadt Oberzent) im Odenwald.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Dörnermann

Die Einwohner Weißenborns werden als Dörnermänner bezeichnet. Eine entsprechende Figur ziert auch das Ortswappen. Dieser Rufname geht wohl zurück auf die Zeit, als man mit dem Verkauf von Dornreisigbündeln als Brennmaterial, ab dem 17. Jahrhundert dann in großen Mengen für die Gradieranlagen in den Salinen von Bad Sooden-Allendorf und in Creuzburg, Saline Wilhelmsglücksbrunn den Lebensunterhalt bestreiten musste.

Rambacher Mattenklicker

Der Beiname der Rambacher Bewohner ist Mattenklicker.

Sehenswürdigkeiten

Im Rahmen der Dorferneuerungsprogramme wurden die beiden Ortsteile in den letzten 20 Jahren grundlegend saniert und erneuert. Rambach wurde Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden. Nahe der Kirche von Weißenborn befindet sich eine Heimatstube mit zahlreichen Exponaten aus dem bäuerlichen Leben. In der Ortslage befinden sich zwei mittelalterliche Sühnekreuze als Zeugnisse der Ortsgeschichte. Die beiden Ortsteile sind von zahlreichen Aussichtspunkten, Wanderwegen und Naturschönheiten umgeben. Die ehemaligen Grenzsperranlagen sind weitestgehend beseitigt worden, der Grenzstreifen wurde Teil des Grünen Bandes. Auf dem Heldrastein befindet sich der Dreiherrenstein – ein markanter Grenzstein der Länder Königreich Preußen, Kurfürstentum Hessen und Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach von 1837.

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Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsstruktur

Wegen der abgeschiedenen Lage an der innerdeutschen Grenze blieb die wirtschaftliche Entwicklung gehemmt, ein bereits in den 1930er Jahren geplantes Zementwerk wurde nicht gebaut, stattdessen bildete seit den 1960er Jahren der Fremdenverkehr eine wachsende Rolle. Im Mai 2014 wurde der Premiumweg 15 Graburg für Wanderer eröffnet.

Weißenborn hat die geringsten Einnahmen, ihre Einwohner das geringste Durchschnittseinkommen aller hessischen Gemeinden. Nachdem die Grundschule und die Dorfkneipe geschlossen wurden, sind die Einwohner nahezu vollständig auf das Pendeln angewiesen.<ref>hr-fernsehen, Hessenschau vom 12. September 2017</ref>

Verkehr

Über die Bundesstraße 7 (KasselEisenach) und B 250 (WanfriedCreuzburg) ist der Ort an das Straßennetz angeschlossen.

Persönlichkeiten

Der legendäre Räuber Henning trieb im Gebiet um den Heldrastein sein Unwesen; vor dem Krieg konnte man noch seinen Schlupfwinkel, eine Felshöhle, besichtigen.

Als Ehrenbürger hat sich für die Entwicklung des Ortes Lischewski verdient gemacht.

Literatur

  • Otto Blüße: Zwischen Graburg und Schlierbachswald. Eine Heimatkunde des Dorfes Weißenborn. Eschwege 1957, 254 S.
  • Otto Blüße: Vom Bauerndorf zum Fremdenverkehrsort. In: Das Werraland. 17. Jahrgang, Eschwege 1965, S. 37–39
  • Georg Morgenthal: Weißenborn und Rambach – schmucke Orte in idyllischer Umgebung. In: Land an Werra und Meißner – ein Heimatbuch. Korbach 1983, S. 335–339
  • Heimatverein Weißenborn: Zwischen Graburg und Schlierbachswald. Ein Heimatbuch des Dorfes Weißenborn. Eschwege 2015, 408 S.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Weißenborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Weißenborn, Gemeinde, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 61 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011R1">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011A">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011S"> Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 151, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2022;. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 58 und 114, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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Städte:

Bad Sooden-Allendorf | Eschwege | Großalmerode | Hessisch Lichtenau | Sontra | Waldkappel | Wanfried | Witzenhausen

Gemeinden:

Berkatal | Herleshausen | Meinhard | Meißner | Neu-Eichenberg | Ringgau | Wehretal | Weißenborn

Gemeindefreies Gebiet:

Gutsbezirk Kaufunger Wald

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