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Bezirk Steglitz-Zehlendorf

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Vorlage:Infobox Ortsgliederung

Steglitz-Zehlendorf ist der sechste Verwaltungsbezirk von Berlin.<ref name=":0">Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel</ref> Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE hatte der Bezirk Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Der im Südwesten Berlins gelegene Bezirk entstand 2001 im Zuge der Berliner Verwaltungsreform durch die Zusammenlegung der früheren Bezirke Steglitz und Zehlendorf.

Steglitz-Zehlendorf gilt heute als überwiegend bürgerliche Gegend und weist unter den Berliner Bezirken die günstigste Sozialstruktur auf.<ref>Gesundheits- und Sozialstruktur, Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, abgerufen am 7. Januar 2026.</ref><ref name=":1">Vorlage:Internetquelle</ref> 2019 verzeichnete Steglitz-Zehlendorf die höchste Zahl an Einkommensmillionären unter den Berliner Bezirken.<ref name=":2">Vorlage:Internetquelle</ref>

Die Hochschul- und Forschungslandschaft am Standort ist international renommiert und gilt als Anziehungspunkt für Wissenschaftler aus aller Welt.<ref>World Reputation Rankings 2017. In: Times Higher Education. Abgerufen am 23. Juni 2017.</ref> Zu den wesentlichen kulturellen Zentren zählen u. a. das Literarische Colloquium Berlin, der Botanische Garten, das Brücke-Museum und der Titania-Palast.

Geographie

Lage

Steglitz-Zehlendorf grenzt im Westen an die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, ferner an die Berliner Bezirke Spandau (nordwestlich), Charlottenburg-Wilmersdorf (nördlich), sowie Tempelhof-Schöneberg im Osten. Hinter der Landesgrenze im Süden liegen Kleinmachnow und Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. In ost-westlicher Richtung erstreckt sich der Bezirk über 19 Kilometer und in nord-südlicher Richtung über 9 Kilometer.

Der westlichste Punkt Berlins befindet sich im Ortsteil Wannsee in der Havel, auf der die Grenze zu Brandenburg verläuft.

Besiedlung

Datei:2012BerlinWannsee1.jpg
Großer Wannsee

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst ausgedehnte Erholungsgebiete, Villensiedlungen sowie unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist im nördlichen Teil geprägt von der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde und kleineren Einzelhandelszentren; in Lichterfelde-Süd finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der weiter östlich gelegene Ortsteil Steglitz ist hingegen stärker städtisch strukturiert, wie die Schloßstraße im Ortskern mit der höchsten Ladendichte Berlins zeigt.<ref>Karin Schmidl: Vorlage:Webarchiv In: Berliner Zeitung, 29. März 2012.</ref> Sie stellt das Hauptzentrum für die südwestlichen Bezirke der Stadt dar.<ref>Vorlage:Webarchiv Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin 2007.</ref> Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin liegen, entgegen der ehemaligen eigenen Bezeichnung, nicht in Dahlem, sondern in der Ortslage Lichterfelde West des Ortsteils Lichterfelde.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Steglitz und Lichterfelde, die beide von der Einwohnerzahl her in das oberste Viertel aller 97 Berliner Ortsteile gehören, lebt die Hälfte der Bevölkerung. Wannsee, der größte Ortsteil von Steglitz-Zehlendorf mit fast einem Viertel der Gesamtfläche, ist mit seinen drei Prozent Bevölkerungsanteil sehr dünn besiedelt.

Ortsteile

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf unterteilt sich in acht Ortsteile.

Datei:Schlossstr-Steglitz vom Kreisel.jpg
Blick über Steglitz mit der Schloßstraße vom Steglitzer Kreisel aus
Datei:Dahlem Habelschwerter Allee FU-Rostlaube.jpg
Freie Universität in Dahlem
Datei:Lankwitz.Kirche.von.Suedosten.jpg
Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz
Datei:Zehlendorf Wilskistraße-003.JPG
Bauhaussiedlung Onkel Toms Hütte in Zehlendorf
Ortsteile
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref>
Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE
Ein­wohner
pro km²
Lage
0601 Steglitz 6,79 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/6.79 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0602 Lichterfelde 18,22 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/18.22 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0603 Lankwitz 6,99 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/6.99 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0604 Zehlendorf 18,83 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/18.83 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0605 Dahlem 8,39 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/8.39 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0606 Nikolassee 19,61 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/19.61 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0607 Wannsee 23,68 Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/23.68 round 0}}]] Vorlage:Imagemap Berlin
0608 Schlachtensee 4,05 10.573 2.611 Vorlage:Imagemap Berlin

Geschichte

Vorlage:Hauptartikel

1200–1800

Die erste namentliche Erwähnung eines heutigen Ortsteiles im Bezirk war 1239 Lankwitz (Lancewitz).

Es wird davon ausgegangen, das ab spätestens 1200 Slawische und deutsche Siedlungen am Schlachtensee und an der Krummen Lanke entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung Zehlendorfs (damals: Cedelendorp) geht auf 1242 zurück. Hier kaufte das Kloster Lehnin die Siedlung und behielt es bis 1542. Friedrich der Große spendete dem Dorf bei einem Zwischenhalt auf der Reise vom Berliner Schloss zum Schloss Sanssouci 1768 eine Kirche. Die Siedlung befand sich auf der Hälfte der Strecke zwischen beiden Orten, wodurch der Ort durch seine Funktion als Relaisstation wirtschaftlichen Aufschwung erhielt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Steglitz entstand ebenfalls in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Straßendorf. Am Ende dieses Jahrhunderts wurde die hölzerne Kirche mit der Dorfkirche Steglitz ersetzt. Sie stand bis in das 19. Jahrhundert, als sie durch die Matthäuskirche ersetzt wurde.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:PfaueninselVid.webm
Landschaftsgestaltung der Pfaueninsel seit dem 18. Jahrhundert, Teil der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin

1800-Gegenwart

Der heutige Doppelbezirk ist noch heute durch Verbindungsinfrastruktur zwischen Berlin und Potsdam geprägt. So wurde der erste Abschnitt der Reichsstraße 1 durch Steglitz und Zehlendorf geleitet (Pflasterung 1792). 1838 wurde parallel zu dieser die Stammbahn eröffnet. Diese Erschließung der Vororte führte zu einem starken Wachstum der Siedlungen. Steglitz wurde um das Jahr 1900 mit 80.000 Einwohnern größte Landgemeinde in Preußen.<ref name=":1" />

Die vormaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf wurden 1920 bei der Bildung von Groß-Berlin aus zuvor eigenständigen Landgemeinden sowie Gutsbezirken des Landkreises Teltow gebildet.

Das gesamte Gebiet des heutigen Bezirks gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg von 1945 bis 1990 zusammen mit den Bezirken Tempelhof, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg zum Amerikanischen Sektor von Berlin, vgl. auch → Geteilte Stadt (dort hellblauer Bereich).

Im Jahr 2001 wurden die beiden ehemals eigenständigen Bezirke im Rahmen der Berliner Verwaltungsreform zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf zusammengelegt.

Im Dezember 2020 wurde auf Betreiben von Anwohnern der neue Ortsteil Schlachtensee gegründet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Aufgrund eines Brandanschlags am 3. Januar 2026 kam es zu einem teils viertägigen Stromausfall für etwa 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe in Zehlendorf, Nikolassee, Schlachtensee und Lichterfelde. Der Vorfall sorgte für den längsten Stromausfall in der Stadt seit 1945.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name="Handyalarm">Vorlage:Literatur</ref>

Bevölkerung

Am Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE zählte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE Einwohner. Bedingt durch den Anteil von Wasser- und Waldflächen an der Gesamtfläche von knapp 103 Quadratkilometern<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE</ref> sowie die in der Mehrzahl aufgelockerte Bebauung lag am Stichtag die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei [[:formatnum:{{#expr:Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl DE-BE/102.5 round 0}}]] Einwohnern pro Quadratkilometer (siehe hierzu auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins). Der Bezirk verzeichnet seit Jahrzehnten die niedrigsten Geburtenraten in Berlin.<ref>Weniger Ehen, weniger Kinder: Berliner sind Fortpflanzungsmuffel, Berliner Morgenpost, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Jahr Einwohner
2001 285.585
2002 285.074
2003 285.007
2004 285.501
2005 285.580
2006 285.817
2007 289.970
2008 288.060
2009 289.718
2010 291.700
Jahr Einwohner
2011 293.692
2012 295.746
2013 298.200
2014 299.268
2015 299.765
2016 304.086
2017 307.076
2018 308.077
2019 310.071
2020 308.840
Jahr Einwohner
2021 307.135
2022 311.040
2023 310.446
2024 310.044

Vorlage:Klappleiste/Ende

Die unten stehenden Einwohnerzahlen (Stand: jeweils am 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.<ref name="Bevölkerung 2024">Statistischer Bericht A I 5-hj 2/24. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2024. Bestand-Grunddaten. (PDF; 0,7 MB) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2025.</ref>

Bevölkerungsstruktur

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung von Steglitz-Zehlendorf am 31. Dezember 2024.<ref name="Bevölkerung 2024"/>

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 146.477 47,2 %
weiblich 163.567 52,8 %
Insgesamt 310.044 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 Vorlage:054.153 17,5 %
20 bis unter 40 Vorlage:073.024 23,5 %
40 bis unter 65 103.202 33,3 %
ab 65 Vorlage:079.665 25,7 %
Insgesamt 310.044 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 207.326 66,9 %
Deutsche mit Migrationshintergrund Vorlage:047.380 15,3 %
Ausländer Vorlage:055.338 17,8 %
Insgesamt 310.044 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe Vorlage:06.705 Vorlage:02,2 %
mittlere Wohnlagen 159.079 51,3 %
gute Wohnlagen 144.260 46,5 %
Insgesamt 310.044 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch Vorlage:062.491 20,2 %
römisch-katholisch Vorlage:030.658 Vorlage:09,9 %
sonstige bzw. keine 216.895 69,9 %
Insgesamt 310.044 100 %

Das Durchschnittsalter im Bezirk lag am 31. Dezember 2024 bei 46,5 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,8 Jahre) und ist damit das höchste aller Berliner Bezirke.

Historische Entwicklung

Nach der Gründung Groß-Berlins im Jahr 1920 entstanden die Bezirke Steglitz und Zehlendorf. Sie bestanden bis zu ihrer Fusion im Jahr 2001. Die Einwohnerzahlen wurden in den statistischen Jahrbüchern von Berlin veröffentlicht.

Datei:PfaueninselBerlin 01.jpg
Familienausflug im Bezirk
Jahr Einwohner<ref>Statistische Jahrbücher von Berlin</ref>
Zehlendorf Steglitz Gesamt
1925 44.420 160.580 205.000
1933 65.948 194.795 260.743
1939 81.141 213.920 295.061
1946 76.432 139.696 216.128
1950 90.907 154.019 244.926
1961 95.530 185.743 281.273
1970 92.850 188.098 280.948
1987 94.782 180.606 275.388
2000 97.040 191.215 288.255

Wirtschaft

Datei:Zehlendorf Fischerhütte.JPG
Restaurant Fischerhütte

Größte Arbeitgeber und Handwerksbetriebe

Zu den größten Arbeitgebern im Bezirk zählen die medizinischen Einrichtungen Lungenklinik Heckeshorn im Helios-Verbund und das Krankenhaus Waldfriede sowie die wissenschaftlichen Institutionen. Eine der größten privatwirtschaftlich organisierten Firmen ist die Robert Lindner GmbH. Weitere große Arbeitgeber im Bezirk sind das Diakoniewerk Bethel und 3B Dienstleistung Deutschland.<ref>Berlins Top 100 – Die größten Berliner Arbeitgeber, BLC, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

Im Jahr 2015 waren von den 30.015 in Berlin vertretenen Handwerksbetrieben insgesamt 2.276 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet.<ref>Vorlage:Toter Link Hrsg. von der IHK Berlin, abgerufen am 1. Juli 2017.</ref>

Geschäfts- und Gewerbezentren

Datei:120401-Steglitz-Schlossstrasse.JPG
Schloßstraße

Das wichtigste Geschäfts- und Einkaufszentrum für den südwestlichen Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist die Steglitzer Schloßstraße. Mit über 200.000 m² Verkaufsfläche ist sie einer der größten Einzelhandelsstandorte Berlins. Neben den großen Einkaufszentren Forum Steglitz, Das Schloss und Boulevard Berlin gibt es dort zahlreiche, zum Teil mehrgeschossige Ladengeschäfte. In den Seitenstraßen befinden sich eine Vielzahl von gastronomischen Einrichtungen.

Weitere Geschäftszentren finden sich um die S- und U-Bahnhöfe Botanischer Garten, Dahlem-Dorf, Lichterfelde West, Oskar-Helene-Heim, Zehlendorf, Schlachtensee und Lichterfelde Ost.

Das größte Gewerbegebiet des Bezirks umfasst rund 77 Hektar und befindet sich rund um Goerzallee, Beeskowdamm und Am Stichkanal. Über 280 Unternehmen haben dort ihren Sitz und beschäftigen etwa 3500 Menschen.<ref>Boris Buchholz: Die Goerzallee gegen den Wohnungsbau zu verteidigen, ist Chefinnen-Sache. In: Der Tagesspiegel, 12. Mai 2017, abgerufen am 23. Juni 2017.</ref>

Technik- und Gründungszentrum

Gegenwärtig in Bau befindet sich das Gründerzentrum FUBIC (Stand: 2025).<ref>Berliner Unis wollen sich bei Start-Ups zusammentun. In: Der Tagesspiegel, abgerufen am 15. Januar 2020.</ref> Auf dem Gelände im Ortsteil Lichterfelde entstehen in der Nähe des FU-Campus Räume für innovative Gründungsvorhaben von Absolventen und Wissenschaftlern der Freien Universität.

Infrastruktur

Individualverkehr

Die Autobahnen A 100, A 103, A 115 und die B 1 führen durch den Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Glienicker Brücke ist Teil der B 1 und verbindet Berlin mit Potsdam.

Öffentlicher Personennahverkehr

Datei:Mexikoplatz B-Zehlendorf 06-2017.jpg
S-Bahnhof Mexikoplatz

Durch den Bezirk führen die S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26 und S7 sowie die U-Bahn-Linien U3 und U9. Ferner verkehren zahlreiche Buslinien einschließlich Nachtlinien im Bezirk. Die BVG betreibt zusätzlich eine Fähre über den Wannsee nach Kladow.

Schiffsverkehr

Energieversorgung

Das Heizkraftwerk Lichterfelde wurde 1972 erstmals in Betrieb genommen und arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Das heutige Gaskraftwerk verfügt über drei Blöcke und hat eine elektrische Gesamtleistung von 450 Megawatt sowie eine thermische Leistung von 720 Megawatt. In Steglitz-Zehlendorf waren 2023 rund 1200 Solarwärmeanlagen verbaut, was der höchsten Anzahl im bezirksweiten Vergleich entsprach.<ref>[1], Berliner Morgenpost, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>

Telekommunikation

Politik und Verwaltung

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Steglitz-Zehlendorf am 12. Februar 2023 führte zu folgendem Ergebnis:

Vorlage:Wahldiagramm Vorlage:Sitzverteilung

Bezirksbürgermeister

Hier werden die Bürgermeister des Bezirks Steglitz-Zehlendorf seit 2001 aufgeführt. Die Bürgermeister der ehemaligen Bezirke Steglitz und Zehlendorf finden sich in den jeweiligen Artikeln.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.<ref>Rat der Bürgermeister, abgerufen am 18. Mai 2019.</ref>

Bezirksamt

Das Bezirksamt umfasst sechs Mitglieder (Stand: Januar 2026).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Mitglieder des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Name Partei Funktion Geschäftsbereich
Maren Schellenberg Grüne Bezirksbürgermeisterin Finanzen, Personal und Facility Management
Tim Richter CDU Stellvertretender Bezirksbürgermeister Bürgerdienste und Soziales
Urban Aykal Grüne Bezirksstadtrat Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen
Patrick Steinhoff CDU Bezirksstadtrat Stadtentwicklung
Carolina Böhm SPD Bezirksstadträtin Jugend und Gesundheit
Malgorzata Sijbrandij CDU Bezirksstadträtin Bildung, Kultur und Sport

Wappen

Vorlage:Hauptartikel

Das Wappen des Bezirks Steglitz-Zehlendorf orientiert sich an den Wappen der namensgebenden Ortsteile Steglitz und Zehlendorf. Die Wappen der übrigen Ortsteile bleiben unberücksichtigt. Dies entspricht dem Muster der Wappenbildung in den meisten Berliner Bezirken. Auch schon die von 1920 bis 2000 bestehenden ehemaligen Verwaltungsbezirke Steglitz und Zehlendorf hatten jeweils nur die Wappen der beiden alten preußischen Dörfer verwandt, ergänzt um die allen Berliner Wappen gemeinsame Mauerkrone als Sinnbild des Stadtverbands. Das heutige Bezirkswappen wurde am 25. März 2003 durch den Senat von Berlin gestiftet.

Vorlage:Wappenbeschreibung

Städtepartnerschaften

Datei:Rathaus Berlin-Steglitz Sep12.jpg
Im Rathaus Steglitz befindet sich gegenwärtig ein Bürgeramt.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf pflegt folgende Städtepartnerschaften:<ref>Beauftragte für Partnerschaften. Übersicht der Partnerstädte und befreundeten Gemeinden/Landkreise. Berlin.de, abgerufen am 18. April 2014.</ref>

International
Vorlage:ISR (Israel), 1966
Vorlage:DNK Brøndby (Dänemark), 1968
Vorlage:ITA Cassino (Italien), 1969
Vorlage:ISR (Israel), 1975
Vorlage:SWE (Schweden), 1976
Vorlage:HUN (Ungarn), 1989
Vorlage:UKR (Ukraine), 1990
Vorlage:POL, Poniatowa, Nałęczów (Polen), 1993
Vorlage:GRC (Griechenland), 1993
Vorlage:HUN (Bezirk von Budapest, Ungarn), 2008
Vorlage:KOR (Bezirk von Seoul, Südkorea), 2013

National

Darüber hinaus ist der Bezirk Patenschaften mit der 2. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung und der Reservistenkameradschaft Berlin-Südwest ‚Flakregiment 12‘ eingegangen.

Polizei

Die Direktion 4 der Berliner Landespolizei mit Dienstsitz im Ortsteil Lankwitz ist für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg zuständig.

Diplomatische Vertretungen

In Berlin haben sich nach dem Jahr 2000 (nach dem Hauptstadtumzug) die meisten diplomatischen Vertretungen niedergelassen. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf haben die Botschaft des Königreichs Thailand in der Lepsiusstraße 64 (Steglitz), die Botschaft der Republik Tschad in der Lepsiusstraße 114 (Steglitz), die Botschaft der Republik Sierra Leone in der Herwarthstraße 4 (Lichterfelde), die Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien in der Boothstraße 20a (Lichterfelde) und die Botschaft der Republik Niger in der Machnower Straße 24 (Zehlendorf) ihren Sitz.

Bildung

Datei:Gymnasium Steglitz 04-2015.jpg
Gymnasium Steglitz

Bibliotheken und Schulen

In Steglitz-Zehlendorf gab es mit Stand 2019 78 Schulen mit ca. 1360 Klassen und 35.000 Schülern.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

(Auswahl)

Vorlage:Siehe auch

Wissenschaftsstandorte

Datei:Dahlem Fritz-Haber-Institut Haupteingang.JPG
Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft
Datei:HLRN III Konrad Phase 1.jpg
Zuse-Institut Berlin

(alphabetisch sortiert)

Kultur und Sport

Sport

Datei:Wannsee Golf- und Landclub Berlin-Wannsee.JPG
Golf- und Land-Club in Berlin-Wannsee

Der Berliner HC war mehrfacher Deutscher Meister im Damen- und Herrenfeldhockey. Der Bundesligaclub trägt seine Heimspiele in erster Linie im Ernst-Reuter-Stadion in Zehlendorf aus. Unter den erfolgreichen Spielern der Hockeyabteilung sind einige Mitglieder der Familie Keller. Erwin Keller gewann eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Carsten, Andreas und Natascha Keller konnten bei Olympischen Spielen je eine Goldmedaille erringen.<ref>Heimat Hockey-Platz. In: Der Tagesspiegel, abgerufen am 3. Juli 2017.</ref>

Verschiedene Jugendmannschaften des TuS Lichterfelde Basketball waren Berliner und Deutscher Meister.

Datei:2022-05-21 VSG Altglienicke gegen FC Viktoria 1889 Berlin (Finale AOK-Landespokal Berlin 2021-22) by Sandro Halank–265.jpg
FC Viktoria 1889 Berlin

Der Fußballverein FC Viktoria 1889 Berlin ist mit rund 1600 spielenden Mitgliedern in 65 verschiedenen Teams einer der größten aktiven Fußballvereine in Berlin.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die erste Mannschaft spielte in der Saison 2021–22 in der 3. Liga.

Eine beliebte Strecke für Radsport und Inlineskaten ist der Kronprinzessinnenweg im Grunewald. Der im Wald gelegene asphaltierte Weg ist insgesamt vier Kilometer lang.<ref>Martin Thoma: Viel Grün – gleich hinter der City. In: Berliner Morgenpost, 14. Juni 2011, abgerufen am 3. Juli 2017.</ref>

Als ältester Golfclub in Deutschland gilt der 1895 gegründete Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee. Satzungsgemäß ist die Anzahl der ordentlichen Mitglieder auf 1.100 beschränkt. Auf einem 1913/1914 errichteten 18-Loch-Golfplatz am Schäferberg sowie auf einer 1926 angelegten 9-Loch-Erweiterung werden die Golfpartien gespielt.<ref>Vorlage:Toter Link Golfverband Berlin-Brandenburg, abgerufen am 23. Juni 2017.</ref><ref>Plätze, Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee, abgerufen am 23. Juni 2017.</ref>

Der 1880 gegründete Berliner Ruder-Club ist einer der ältesten und mit über 700 Mitgliedern einer der größten Rudervereine Deutschlands. Zahlreiche Olympiasieger gingen aus dem Club hervor. Vorlage:Absatz

Sammlungen und kulturelle Treffpunkte

Datei:Wannsee Am Sandwerder 5 Literarisches Colloquium-001.JPG
Literarisches Colloquium

Theater und Kinos

Datei:Titania-Palast bei Nacht 2.jpg
Titania-Palast

Vorlage:Siehe auch

Architektur

Datei:Klein-Glienicke Gartenhof.jpg
Schloss Glienicke in Wannsee
Datei:2006-09-02 Botanischer Garten Haus P.jpg
Botanischer Garten in Lichterfelde

Grünanlagen

In Steglitz-Zehlendorf liegen zwei der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Parkanlagen des Ensembles der Berlin-Potsdamer Residenzlandschaft. Dazu gehören die Pfaueninsel mit dem gleichnamigen Schloss und der Nahe der Stadtgrenze zu Potsdam liegende Park Klein-Glienicke mit dem Jagdschloss und Schloss Glienicke.

Der Botanische Garten Berlin in Berlin-Lichterfelde ist mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten einer der größten Botanischen Gärten Europas. Der Garten und das angeschlossene Botanische Museum Berlin haben jährlich eine halbe Million Besucher.

Vorlage:Absatz

Weblinks

Vorlage:Schwesterprojekte

Vorlage:Absatz

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten