Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/F
Erscheinungsbild
F
| Name | Stammsitz | Stand | Anmerkungen zu Geschichte und Verbreitung | Mitgliedschaft in Adelsvereinigungen, Bündnissen oder Matrikeln | Links zu relevanten Bildergalerien |
Wappen<ref name="Wappen">In den meisten Fällen wurden Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch (älterer Teil 1450–1480) oder aus Siebmachers Wappenbuch (1605) gewählt. Beide Wappenbücher greifen in ihrer Sortierung auf den Begriff Schwaben zurück.</ref> |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Faulhaber | Ulm | Patrizier, Adelige (ab 1713) | Wappenbrief 1601 für den Mathematiker Johannes Faulhaber; dessen Enkel, der Offizier Johann Matthäus von Faulhaber wurde 1713 für seine Verdienste um die Verteidigung Ulms im Spanischen Erbfolgekrieg von Kaiser Karl VI. geadelt.<ref>Beschreibung des Oberamts Ulm, S. 292.</ref> | |||
| Fellbach | Fellbach bei Stuttgart | Herren | Ortsadelige von 1257 bis 1351 nachweisbar | |||
| Fesenmayr (Vesenmayr) | Augsburg | Patrizier, Adelsstand seit 1625 | 1433 mit Georg Vesenmayr erstmals erwähnt; 1625 Nobilitierung von Johann Christoph Fesenmayr durch Kaiser Ferdinand II.; 1730 mit Carl Ferdinand von Fesenmayr erloschen | |||
| Fetzer von Ockenhausen<ref name="Köbler 7.">Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.</ref> | Oggenhausen | Reichsritter | Wilhelm Fetzer von Ockenhausen | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram">Ingeram-Codex: Gesellschaft im Leitbracken von Schwaben</ref> Gesellschaft mit dem Esel<ref name="Ranft" /> Kanton Neckar-Schwarzwald (1614), wegen Gärtringen Kanton Kocher (1542–1629), wegen Oggenhausen |
||
| Feuerlein (Feyerlein) | Roth bei Nürnberg | Ehrbarkeit, | Wappenbrief 1551 durch Kaiser Karl V. an den Bürgermeister Hans Feyerlein. Im 18. Jahrhundert Aufstieg in die württembergische Ehrbarkeit; 1790 Nobilitierung von Paul Jakob von Feuerlein; 1836 persönlicher Adel für Willibald Feuerlein, Stadtschultheiß von Stuttgart. | |||
| Feurer | Schwäbisch Hall (Feurerburg) | Patrizier | Eines der Sieben-Burgen-Geschlechter in Schwäbisch Hall; später auch in anderen Orten ansässig; Berchtold Feurer 1415 Bürgermeister in Schwäbisch Hall | |||
| Fischer von Filseck | Schloss Filseck (bei Göppingen) | Reichsritter | 1647 fiel Schloss Filseck durch Heirat an den deutsch-baltischen Edelmann Matthäus Georg Fischer von Rob, der sodann in die Schwäbische Ritterschaft aufgenommen wurde. | Kanton Kocher (1647–1707) | ||
| Fingerlin | Ulm | Patrizier, Adelige,
Reichsritter (ab 1770) |
Die Herren Johann, Georg und Jakob Fingerlin erhielten 1490 von Kaiser Maximilian I. einen Wappenbrief. Verschwägert mit den Baldinger, Besserer, Krafft und Schad; 1770 Ritterdiplom.<ref name=":0">Beschreibung des Oberamts Ulm, S. 293.</ref> | |||
| First<ref name="Alberti" /><ref>Der Landkreis Tübingen, Band II, S. 507ff</ref> | Burg First bei Öschingen | Ritter | erwähnt 1288, erloschen 1561 | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | ||
| Flehingen<ref name="Köbler 7." /> | Flehingen | Herren Reichsritter |
von 1396 bis 1637 als Lehen der Pfalz an die Herren von Flehingen, nach deren Aussterben an die Grafen von Wolff-Metternich. die Verwandtschaft mit den im 18. Jahrhundert zum Ritterkreis Schwaben gehörenden Reichsrittern von Flehingen ist nicht eindeutig |
Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Ritterkreis Schwaben (gilt für die Reichsritter im 18. Jahrhundert) |
||
| Fleiner von Altenburg | Burgstall Altenburg (Bad Cannstatt) | Ritter | Im 13. Jahrhundert erwähnt; vermutlich ursprünglich aus Flein; nach der Zerstörung der Stammburg im Jahre 1287 Umzug nach Burg Hohenscheid und Namenswechsel zu von Hohenscheid. | |||
| Flochberg<ref name="Alberti" /> | Burg Flochberg bei Bopfingen | Edelfreie | von 1270 bis 1340 belegt scheint auch in Trochtelfingen gesessen zu sein |
|||
| Flügelau | Wasserburg Flügelau | Grafen | Graf Kraft von Flügelau (Chrafto comes de Flugelawe) 1240 erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts im Mannesstamm erloschen | |||
| Frauenberg<ref name="Köbler 7." /> | Burg Frauenberg (Stuttgart-Feuerbach); Unteres Schloss (Talheim) | Reichsritter | Gesellschaft mit dem Esel<ref name="Ranft">Andreas Ranft: Adelsgesellschaften; Thorbecke Verlag GmbH, Sigmaringen, 1994</ref> Kanton Neckar-Schwarzwald Kanton Kocher wegen des Unteren Schlosses in Talheim |
|||
| Freyberg von Eisenberg<ref name="Köbler 7." /> | Burg Eisenberg und Gemeinde Eisenberg | Reichsritter Freiherren |
Conradt Sigmundt von Freyberg-Eisenberg zu Wellendingen auch: Freyberg zu Aulfingen und Wellendingen (Reichsritter) im Kanton Hegau |
Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Kanton Kocher (wegen Teilen von Wäschenbeuren(1662 erworben, Beihingen 1534–69), Neidlingen (1557–94), Salach (1608–65), Steinbach (1608–53)) Kanton Neckar-Schwarzwald (wegen Wellendingen (seit 1609)) Kanton Hegau (wegen Worndorf (18. Jahrhundert) und Aulfingen (16.–18. Jahrhundert)) Kanton Donau (wegen Allmendingen (1593), Altheim (1512), Griesingen (1503), und Öpfingen, Hürbel, Knöringen mit Wiblishausen, Landstrost mit Offingen (1659), Waldkirch (1506) und Justingen (1670er Jahre)). |
Datei:900-49 Ratssitzung Eberhard der Milde-mit Legende.jpg Ratsitzung Graf Eberhard des Milden von Württemberg (regierte 1392–1417) Hans von Freiberg Nr. 36 weitere Bilder hier |
|
| Freyberg, Linie Hohenaschau | Linie erloschen 1606 | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | Ingeram Codex
| |||
| Frickhinger (Frickinger) | Dischingen-Frickingen, ab dem 14. Jahrhundert Nördlingen, ab dem 15. Jahrhundert auch Augsburg | Patrizier | Wahrscheinlich aus einem Niederadelsgeschlecht aus Frickingen (Gem. Dischingen) hervorgegangen. Die Frickhinger (erstmals erwähnt um 1330) sind eines der ältesten Patriziergeschlechter Nördlingens. Zweige bestanden in Augsburg u. Ulm. Andreas Frickinger († 1477) war Bürgermeister (Stadtpfleger) von Augsburg. Landgüter bei Ellwangen (Herrgottsweiler bei Zöbingen) u. Utzmemmingen (Sommerfeld bei Mörtinger Höfe, Altgemeinde Schweindorf). Das Geschlecht hat sich jedoch nie in eine Adelsvereinigung immatrikuliert.<ref>Otto von Alberti: Württembergisches Adels- und Wappenbuch, S. 200.</ref> | |||
| Friedingen<ref>„nicht mit letzter Sicherheit“ (Der Landkreis Konstanz)</ref><ref name="Knobloch">Von Friedingen. In: Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Band 1, S. 394–398 (digi.ub.uni-heidelberg.de).</ref><ref>Der Landkreis Konstanz, Band IV, ISBN 3-7995-6184-6, S. 176 ff.</ref> | Friedingen | Edelfreie, Ritter | Mannesstamm erloschen 1568 | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | ||
| (Alt) Friedingen<ref name="Knobloch" /> | Seit etwa 1410 führten Angehörige des Geschlechts von Friedingen dieses Wappen (zusätzlich oder alternativ zum obigen „Löwenwappen“); der Anlass hierfür ist unklar.<ref>Siehe auch Leopold Stierle: Herren von Friedingen, die das Wappen Alt-Friedingen geführt haben, Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte 36 (2000).</ref> | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | ||||
| Fronhofen<ref name="Köbler 7." /> | Burg Fronhofen bei Bissingen (Bayern) | Reichsritter | Verwandt mit den Diemantstein (s. o.), wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert erloschen und von den Hohenburger übernommen; lt.Siebmacher Schwäbisch die Herrschaft wurde später von anderen Adelsgeschlechtern übernommen, z. B. den Grafen von Oettingen |
gilt für die Herrschaft: vermutlich Kanton Kocher (wie Diemantstein und Hochburg) Kanton Altmühl des Ritterkreises Franken |
Datei:Michelsberg 2006.jpg Standort des Burgstalls Fronhofen heute |
|
| Frundsberg (Freundsberg,
Fronsberg) |
Burg Freundsberg bei Schwaz (Tirol), Mindelburg bei Mindelheim (ab 1467) | Freiherren | Ursprünglich ein Geschlecht aus Tirol, ab dem 15. Jahrhundert Sitz nach Oberschwaben verlegt. Jörg von Frundsberg († 1528) erlangte als Feldherr unter den Kaisern Maximilian I. und Karl V. hohe Bekanntheit; mit der Reformation evangelisch geworden; 1586 in männlicher Linie erloschen. | |||
| Fryburg, Freiburg<ref name="Alberti">Otto von Alberti: Württembergisches Adels- und Wappenbuch. Kohlhammer, Stuttgart 1889–1916</ref><ref>Von Freiburg. In: Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Band 1, S. 391–393 ([1]).</ref> | Rottweil | Patrizier, Adelsdiplom 1532 | später auch in Villingen, Überlingen und Memmingen | |||
| Fuchs | Ulm | Adelige | Der Arzt Leonhard Fuchs aus dem ostschwäbischen Wemding erhielt durch Kaiser Karl V. den Adel. Sein Sohn Friedrich von Fuchs heiratete Anna von Ehinger in Ulm<ref name=":0" /> | |||
| Fugger<ref name="Köbler 7." /> | Augsburg | adelig, seit 1504, Graf, seit 1511 Reichsgrafen, (1514, 1525, 1530) Reichsfürsten, (1803) |
Hans Fugger kommt als Weber nach Augsburg (1367 nachgewiesen), in der nächsten Generation sind die Fugger bereits ratsfähig, Linie Fugger vom Reh geht rasch Bankrott, Fugger von der Lilie mit der Fuggerschen Handelsgesellschaft erfolgreich. Nach 1506 Aufspaltung in zwei Linien, die sich noch weiter verzweigten: Fugger-Babenhausen (und Boos) Fugger-Dietenheim (und Brandenburg) Fugger-Glött-(Oberndorf) Fugger-Kirchberg-Weißenhorn Fugger-Kirchheim Fugger-Mickenhausen Fugger-Nordendorf Fugger-Wasserburg |
Kanton Kocher (1560–1803 wegen Niederalfingen und Stettenfels) | ||
| Funck von Senftenau | Schwäbisch Gmünd | Patrizier, Adelige | Weitverzweigtes Patriziergeschlecht in den Reichsstädten Schwäbisch Gmünd, Memmingen, Nördlingen, Augsburg, Lindau und Kempten. Im 14. Jahrhundert im Besitz der Fröschburg. 1611 Schloss Senftenau bei Lindau erworben | |||
| Fürstenberg<ref name="Köbler 7." /> | Burg Fürstenberg zunächst Stühlingen dann Donaueschingen |
Grafen; Fürsten | stammen von den Grafen von Urach ab beerbten ab 1218 die Herzöge von Zähringen nannten sich zunächst nach Freiburg, ab 1250 nach der Burg Fürstenberg |
Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Sankt Jörgenschild Teil im Hegau und am Bodensee Schwäbischer Bund<ref name="Schwäbischer Bund">Die Gesellschaft vom Sankt Jörgenschild trat 1488 zu Beginn der ersten Einungsperiode geschlossen dem Schwäbischen Bund bei. Bei den späteren Einungsperioden waren nicht mehr alle Niederadeligen Geschlechter vertreten</ref> Kanton Hegau Quartier Allgäu-Bodensee des Ritterkreises Schwabens (wegen Kluftern und Efrizweiler) |
Datei:Adel im Wandel319s.jpg Grenzen Fürstenbergs auf einer Karte des 19. Jahrhunderts weitere Bilder hier |
|
| Furtenbach (Fortenbach) | Feldkirch (Vorarlberg) | Patrizier, Adelige (ab 1618) | Patrizierstand der Reichsstädte Augsburg, Kempten, Leutkirch, Lindau, Memmingen, Nürnberg, Ravensburg und Ulm. 1618 Linie Feldkirch durch Kaiser Matthias geadelt; Adel der Linie Gwick in Württemberg im 19. Jhd. anerkannt. |
Einzelnachweise
<references />