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Schloss Senftenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Schloss Senftenau
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Ferdinand Sigismund Kurtz von Senftenau (1592–1659)

Schloss Senftenau ist ein stattlicher Herrensitz mit Park im Lindauer Stadtteil Aeschach.

Geschichte

Das Schloss wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich eine Wasserburg.<ref>Die Senftenauer-Linie</ref> Heute grenzt das Gebäude noch an einen südlich gelegenen kleinen Weiher.

Das ehemalige Wasserschloss des Grafen Ulrich von Montfort wurde erstmals 1344 urkundlich erwähnt, als Graf Ulrich von Feldkirch (Ulrich II. von Montfort, 1263?–1350) die Burg Senftenau dem Kaiser als Lehen übergab.<ref>Lindauer Denkmäler mit Geschichte</ref> Die Anlage bestand aus dem Schloss und einer Mühle, sie kam nach 1356 in den Besitz wechselnder Patriziergeschlechter und wurde als Sommersitz genutzt.

Sebastian Kurtz († 1569 in Lindau im Bodensee) heiratete die Besitzerin des Reichslehens „Schloss Senftenau“ Magdalena Gründlin.<ref>In anderer Quelle wird hier eine „Margaretha Hendl von Senftenau“ genannt.</ref> Die beiden hatten vier Söhne. 1533 ließ er die Schlosskapelle errichten und im Jahre 1536 wurde er nebst seinen Kindern in den Freiherrenstand und seine Enkel hundert Jahre später 1636 in den Grafenstand erhoben.

Ihr erster Sohn Jacob Kurz von Senftenau (1553–1594) war Reichsvizekanzler des Heiligen Römischen Reiches. Ihr Sohn Philipp Kurtz von Thurn und Toblach, Freiherr von Senftenau (auch: Philipp Kurtz von Senftenau) war weiters der Vater von Ferdinand Sigismund Kurtz von Senftenau.

Die „Kurtz von Senftenau“ waren zwischen 1540 und 1830 auch Mitglieder der Lindauer Patriziergesellschaft Zum Sünfzen.

1525 ging das Schloss Senftenau im Zuge des Bauernkriegs an die Familie Humpis.<ref>Die Humpis Linie Waltrams</ref> 1551 kaufte der Faktor der Fugger Sebastian Kurtz von Friedrich Hundtpiss (Humpis-Linie von Siggen-Brochenzell) die Burg Senftenau, welche ein Lehen des Damenstifts in Lindau war, und nannte sich nun „Kurtz von Senftenau“.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0

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}}</ref> 1605 kam das stiftische Lehen wieder in Lindauer Besitz.<ref>Senftenau, Burg (Stadt Lindau/Bodensee)</ref>

Im 16. und 18. Jahrhundert erfolgten Umgestaltungen des Gebäudes.<ref>Schloss Senftenau</ref> Der Gebäudekomplex besteht heute aus dem zwischen 1551 und 1569 erneuerten Hauptbau mit barocken Nebengebäuden.<ref>Alexander von Reitzenstein, Herbert Brunner: Reclams Kunstführer – Bayern: Baudenkmäler. Reclam, Stuttgart 1974 </ref>

1918 ließ sich der Schriftsteller Bruno Wille (1860–1928) auf dem Schloss nieder. Seit 1984<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> ist das Schloss im Besitz der Familie Jobst. Von 1984 bis 2008 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten und Umbauten durchgeführt; der Burgweiher wurde ausgeholzt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich.

Der kleine Weiher am Schloss Senftenau wird durch eine verrohrte Zuleitung sowie durch Grundwasser gespeist. Ein Abfluss besteht nicht.<ref>{{#switch:

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Das Wappen der Kurtz von Senftenau

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Das Wappen der Gemeinde Valley im oberbayerischen Landkreis Miesbach trägt oben den Doppeladler aus dem Herzschild des Wappens von Graf Maximilian Kurtz von Senftenau (1595–1662)
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Weblinks

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Literatur

  • Bruno Wille: Die Maid von Senftenau. Ein Bodensee-Roman. Carl Meißner, Dresden 1922.
  • Alfred Otto: Schloß Senftenau. Stolze, 1950, aufgeführt in ZBLG 16 (1951), Nr. 1431.
  • Bruno Bushart, Georg Paula: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Bayern, Schwaben. Deutscher Kunstverlag, München 2008.

Einzelnachweise

<references />

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