Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/K
Erscheinungsbild
K
| Name | Stammsitz | Stand | Anmerkungen zu Geschichte und Verbreitung | Mitgliedschaft in Adelsvereinigungen, Bündnissen oder Matrikeln | Links zu relevanten Bildergalerien |
Wappen<ref name="Wappen">In den meisten Fällen wurden Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch (älterer Teil 1450 -1480) oder aus Siebmachers Wappenbuch (1605) gewählt. Beide Wappenbücher greifen in ihrer Sortierung auf den Begriff Schwaben zurück.</ref> |
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| Kaib (von Hohenstein)<ref name="Alberti">Otto von Alberti: Württembergisches Adels- und Wappenbuch. Kohlhammer, Stuttgart 1889–1916</ref><ref>Der Landkreis Reutlingen, Band I, ISBN 3-7995-1357-4, S. 847.</ref> | Hohenstein | württembergische Ministerialen | Zweig der Speth, erwähnt von 1287 bis 1483 | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram">Ingeram-Codex: Gesellschaft im Leitbracken von Schwaben</ref> | ||
| Kageneck | Straßburg | Patrizier, Adelige, Freiherren (ab 1671), Reichsgrafen (ab 1771) | Ursprünglich in Straßburg ansässig, siedelten die Kageneck mit der Französischen Revolution nach dem Breisgau und Freiburg um (Schloss Munzingen, Kagenecksches Haus) | Breisgauische Ritterschaft | ||
| Kaltental<ref name="Köbler 7.">Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.</ref> | Burg Kaltental bis 1318, danach Aldingen am Neckar | Reichsritter | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Kanton Kocher wegen Aldingen (14. Jahrhundert–1746) Mühlhausen am Neckar (bis 1582) und Oßweil (bis 1647) |
Datei:Lenk - Georg Friedrich von Kaltental und die Waise Adiz.jpg Georg Friedrich von Kaltental und die Waise Adiz (Skulptur von Peter Lenk) weitere Bilder hier |
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| Känlin | evtl. Burg Niederhofen | Ritter | erloschenes Geschlecht aus Bad Cannstatt | |||
| Karpfen; Karpffen<ref name="Köbler 7." /> | Burg Hohenkarpfen bei Hausen ob Verena sowie Rietheim | Reichsritter | Das 1663 erloschene Geschlecht wurde von Hans I. von Karpfen (genannt „Wirtenberger“) begründet, der ein unehelicher Sohn Herzog Eberhards im Barte war | Kanton Neckar-Schwarzwald (1548–1663) | ||
| Katzenstein | Burg Katzenstein (Dischingen) | Ritter | Erloschenes Geschlecht | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | ||
| Kechler von Schwandorf<ref name="Köbler 7." /> | Schwandorf, Ortsteil von Haiterbach<ref>insbesondere Unterseite des Teilorts Unterschwandorf</ref> 1802: Ober- und Untertalheim, sowie Unterschwandorf als Lehen Österreichs |
Reichsritter Freiherren |
Sankt Jörgenschild Schwäbischer Bund<ref name="Schwäbischer Bund">Die Gesellschaft vom Sankt Jörgenschild trat 1488 zu Beginn der ersten Einungsperiode geschlossen dem Schwäbischen Bund bei. Bei den späteren Einungsperioden waren nicht mehr alle Niederadeligen Geschlechter vertreten</ref> Kanton Neckar-Schwarzwald (1548–1805) (bis 1748 auch mit dem Rittergut Diedelsheim) |
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| Keck | Schwäbisch Hall, Keckenburg, Wasserburg Altenhausen | Patrizier, Adelige | Eines der Sieben-Burgen-Geschlechter in und um Schwäbisch Hall; Heinrich Keck erwarb 1401 die Wasserburg Altenhausen; 1510 nach Unter-Limpurg umgezogen; 1593 erloschen. Später gehörte die Keckenburg den Bonhoeffern.<ref>Gebäudeverzeichnis – Stadt Schwäbisch Hall. Abgerufen am 21. Februar 2026.</ref> | |||
| Kegreis, Kegreisz, Kegreiß | Ammerbuch | Ritter | ||||
| Kellner von Zinnendorf | Adelige | Siebmacher zählt die Kellner zu den adeligen schwäbischen Geschlechtern<ref>Siebmachers Wappenbuch, Blatt 20.</ref> | ||||
| Kielmansegg (Kielmann von Kielmannsegg) | Göppingen | Adelige (ab 1568, Adel bestätigt 1604) | Mit Ulrich Küelmann 1461 zuerst urkundlich erwähnt; Hans Kielmann, Sohn des Erstgenannten, wurde 1502 genannt. Er soll den Adelsstand mit Prädikat von Kielmannseck erworben haben. Adelsbrief 1568 durch Kaiser Maximilian II. Adel bestätigt durch Kaiser Rudolf II.1604. | |||
| Killingen<ref name="Seyler" /> | Burg Killingen in Ellwangen-Killingen | Ministerialen des Klosters Ellwangen | erwähnt von 1321 bis 1428; Stammesgenossen der Herren von Röhlingen, deren Wappen sie auch führen | |||
| Grafen von Kirchberg | Oberkirchberg | Grafen | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | Datei:900-49 Ratssitzung Eberhard der Milde.jpg Schwäbische Adelige als Räte Eberhard des Milden von Württemberg Graf von Kirchberg Nr. 41 weitere Bilder hier |
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| Kirchheim | Kirchheim unter Teck (Freihof Kirchheim) | Adelige | Ortsadelsgeschlecht saß auf dem Freihof | |||
| Klebzagel | Schwäbisch Gmünd | Adelige | Geschlecht aus der Region Schwäbisch Gmünd; 1284 war Berchtolt Klebzagel Bürgermeister von Gmünd; Im 14. Jahrhundert in Böbingen an der Rems begütert. Die Klebzagel sind wohl zu Beginn des 15. Jhd. ausgestorben.<ref name=":0">Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 134.</ref> | |||
| Klingenberg | Burg Klingenberg bei Homburg (Thurgau) seit 1300 Burg Hohentwiel |
Ministeriale der Bischöfe von Konstanz Grafen |
Erste Erwähnung 1200 im Dienste der Bischöfe von Konstanz. Um 1300 bedeutende Stellung verschiedener Mitglieder der Familie als Bischöfe in Konstanz, Brixen und Freising, sowie als Vögte diverser süddeutscher Städte. Mitbegründer des Ritterbundes vom Sankt Jörgenschild. Parteigänger Habsburgs in den Auseinandersetzungen mit den Eidgenossen. Im 15. Jahrhundert Verstrickung in diverse Fehden. Allmählicher Ausverkauf des Besitzes. 1538 endgültiger Verkauf des Hohentwiel an Württemberg. 1583 Tod des letzten männlichen Klingenbergers. | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Sankt Jörgenschild: Caspar von Klingenberg († 1439) erster Hauptmann Schwäbischer Bund: sein Enkel Caspar gefallen bei Rielassingen 1499 im Schwabenkrieg |
Datei:900-49 Ratssitzung Eberhard der Milde.jpg Schwäbische Adelige als Räte Eberhard des Milden von Württemberg Caspar von Klingenberg, unten rechts(22) weitere Bilder hier |
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| Klingenfels (Buch genannt Klingenfels) | Burg Waldau bei Schwäbisch Gmünd | Kraft von Klingenfels vermachte seine Burg Waldau 1301 dem Kloster Lorch.<ref>Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 175.</ref> | ||||
| Knabenau | Schloss Kyburg | Freiherren | Zweig der Grafen von Kyburg, wanderte Ende des 14. Jahrhunderts in den Osten aus, wurde 1685 in den polnischen Adelsstand und als Barone in den russischen Reichsadel aufgenommen (Senat-Ukaz vom 18. Mai 1834) | |||
| Kniestedt (Kniestädt) | Adelige, Reichsritter | Erloschenes Geschlecht wurde mit Levin von Kniestedt in die Schwäbische Ritterschaft aufgenommen. Besitz u. a. Schloss Heutingsheim, die Burgen Schaubeck (Kleinbottwar) und Warthof (Kleinaspach). Der letzte Kniestedt fiel im Zweiten Weltkrieg. | Kanton Kocher (1701–1805) | |||
| Knöringen<ref name="Köbler 7." /> | Reichsritter Freiherren |
Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> Kanton Altmühl des Ritterkreises Franken (wegen der 1545 erworbenen Herrschaft Krießberg samt Lustenau Kanton Kocher (1605–62) wegen Wildenstein) |
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| Kobolt (Cobolt, Kobold, Kobolt von Tambach, Kobolt von Schwakenburg) | Ulm, Biberach | Bürgerliche, Ehrbare, Adelsstand (ab 1541) | 1474 Wappenbrief durch Kaiser Friedrich III.; Heinrich Kobolt war 1518–1521 Leibarzt des Markgrafen Albrecht von Brandenburg, Hochmeister des Deutschen Ordens in Königsberg.1541 rittermäßiger Adelsstand. | |||
| Koch (Koch von Gailenbach) | Augsburg; Schloss Gailenbach in Edenbergen | Ehrbare,
Patrizier, Adelige (ab 1654) Reichsritter |
Ehrbares Geschlecht aus Augsburg; 1654 von Kaiser Ferdinand III. nobilitiert und in das Augsburger Patriziat aufgenommen. 1768 im Mannesstamm ausgestorben. | |||
| Kochen<ref name="Seyler">Gustav A. Seyler: Der abgestorbene Württembergische Adel (= J. Siebmachers Wappenbuch. VI, 2). Nürnberg 1911</ref> | Kocherburg in Unterkochen | Lehnsmannen der Grafen von Helfenstein | bezeugt von 1136 bis 1475; spalten sich danach wohl in eine Unterkochener (beurkundet 1539) und eine Oberkochener (beurkundet 1541) Linie<ref name="Seyler" /> | |||
| Kohllöffel (Koleffel) | Ravensburg | Patrizier, Adelige (ab 1651) | Ursprünglich aus Ravensburg, später auch in Straßburg ansässig; Wappenbrief von Karl V. 1555; Nobilitierung 1651. Aufnahme in die Gesellschaft zum Esel 1658.<ref name=":0" /> Im 18. Jahrhundert besaßen die Kohllöffel das Schlössle Höfen bei Winnenden. | Gesellschaft mit dem Esel (ab 1658) | ||
| Königsegg | Ursprünglich von Fronreute benennen sie sich ab 1251 nach Burg Königsegg bei Guggenhausen; später Burg Rothenfels bei Immenstadt im Allgäu | Staufische Ministrale; Freiherren; Grafen | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> |
Datei:Adel im Wandel236.jpg Leopold Wilhelm Graf von Königsegg-Rothenfels (1630–1694) Vizepräsident des Reichshofrats 1665–1671 Reichsvizekanzler 1666–1694 weitere Bilder hier |
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| Künzelsau | Künzelsau | Ritter | Wohl verwandt mit den Herren von Braunsbach | |||
| Kottspiel | Wasserburg Kottspiel | Ritter | Wahrscheinlich saßen die Herren von Kottspiel auch auf dem Burgstall bei den Schenkenseen. | |||
| Krafft von Festenberg | Ulm | Patrizier,
Adelige (ab 1552 bestätigt) |
Mehrere Krafft waren in Diensten der Staufer und der Habsburger; Adel bestätigt am 29. Oktober 1552 durch Kaiser Karl V.<ref>Beschreibung des Oberamts Ulm, S. 258.</ref> | |||
| Kurz (Kurtz) | Schwäbisch Hall | Adelige | Geschlecht aus der ehemaligen Freien Reichsstadt Schwäbisch Hall.<ref>Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 5.</ref> | |||
| Kutzleben | Steinreinach | Adelige | Schwäbische Linie begründet von Christian von Kutzleben; 1551 Erwerb von Schlössle Steinreinach bei Korb. | |||
| Kyburg | Kyburg im Kanton Zürich | Grafen | Seitenlinie der Grafen von Dillingen und der Grafen von Winterthur; der Mannesstamm starb 1263 aus, wodurch sich durch weibliche Erbfolge die habsburgischen Linien Kyburg-Burgdorf und Neu-Kyburg bildeten. |
Einzelnachweise
<references />