Liste schwäbischer Adelsgeschlechter/M
Erscheinungsbild
M
| Name | Stammsitz | Stand | Anmerkungen zu Geschichte und Verbreitung | Mitgliedschaft in Adelsvereinigungen, Bündnissen oder Matrikeln | Links zu relevanten Bildergalerien |
Wappen<ref name="Wappen">In den meisten Fällen wurden Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch (älterer Teil 1450–1480) oder aus Siebmachers Wappenbuch (1605) gewählt. Beide Wappenbücher greifen in ihrer Sortierung auf den Begriff Schwaben zurück.</ref> |
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| Magenbuch | Magenbuch | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram">Ingeram-Codex: Gesellschaft im Leitbracken von Schwaben</ref> | Datei:Magenbuch Scheibler341ps.jpg Scheibler | |||
| Maienfels | Burg Maienfels (Gem. Wüstenrot) | Ritter, Ministeriale | Konrad IV. von Maienfels war Abt des Klosters Murrhardt. Vor dem Ende des 14. Jahrhunderts verlieren sich die Spuren derer von Maienfels.<ref>Beschreibung des Oberamts Weinsberg, S. 291.</ref> | |||
| Mangolt | Orlach, Schwäbisch Hall | Ritter | Rittergeschlecht aus Schwäbisch Hall, besaßen u. a. Orlach. 1351 verkauften Conrad und Walter Mangolt das Dorf. Hans Mangolt wird 1403 als Ritter bezeichnet. Das Wappen zeigt einen Ritterhelm (Typ Eisenhut).<ref>Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 19.</ref> | |||
| Manßperg, Mannsberg, Mansberg<ref name="Alberti">Otto von Alberti: Württembergisches Adels- und Wappenbuch. Kohlhammer, Stuttgart 1889–1916</ref><ref>Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band 3 ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 24</ref> | Mannsberg | teckische Ministerialen | Stammburg 1389 an Württemberg verkauft, letztmals erwähnt 1536 | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | Datei:Mansberg-Scheibler48ps.jpg Scheibler | |
| Massenbach<ref name="Köbler 7.">Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1.</ref> | Massenbach | Reichsritter Freiherren |
mit Warmunt von Massenbach um 1160 erstmals nachgewiesenen, vermutlich Seitenlinie der Herren von Gemmingen mit denen sie das Wappen teilen. Im 14. bis 16. Jahrhundert bestanden die Seitenlinien Neuhaus und Talacker. Im 15. Jahrhundert Bildung einer bedeutenden norddeutschen Linie in Preußen, die die mehrfach ausgestorbene schwäbische Linie wiederholt neu besetzt hat. | Kanton Kocher (1564–1597 mit Ebersberg) Kanton Kraichgau (mit Massenbach) |
Datei:Massenbach-schloss1-aufgehellt.jpg Schloss Massenbach weitere Bilder hier |
Datei:Siebmacher113-Massenbach.jpg Siebmacher |
| Matsch<ref>Martin Leonhard: Matsch, von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> | Matsch, Churburg | Ritter | im 14. Jh. Grafschaft Kirchberg | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | Datei:Matsch Scheibler431ps.jpg Scheibler | |
| Maubach | Burg Maubach | Ritter | im Raum Backnang und in Esslingen ansässig; am Ende des 14. Jahrhunderts ausgestorben | |||
| May | Augsburg | Ehrbare, Patrizier, Adelige (ab 1551) | Ursprünglich ein Geschlecht aus Italien, ab etwa 1400 in der Schweiz ansässig; ein Zweig ab 1537 in Augsburg; Adelsbrief 1551 durch Kaiser Karl V. | |||
| Megenzer von Velldorf, auch Megenzer von Felldorf<ref name="Köbler 7." /> | Felldorf | Reichsritter | Gesellschaft mit dem Esel<ref name="Ranft">Andreas Ranft: Adelsgesellschaften; Thorbecke Verlag GmbH, Sigmaringen, 1994</ref> Sankt Jörgenschild (Teil am Neckar (1488)) Schwäbischer Bund<ref name="Schwäbischer Bund">Die Gesellschaft vom Sankt Jörgenschild trat 1488 zu Beginn der ersten Einungsperiode geschlossen dem Schwäbischen Bund bei. Bei den späteren Einungsperioden waren nicht mehr alle Niederadeligen Geschlechter vertreten</ref> Kanton Neckar (1548–1686) (letztes Mitglied: Philipp Jacob M. zu Mühlen und Egelstal) Kanton Kocher (1648–1656): Hans Kaspar von M., wegen Burg Schaubeck und dem Unteren Schloss Kleinbottwar. |
Datei:Siebmacher119-Megentzer.jpg Siebmacher | ||
| Menlishofen | Mehlishofen (bei Ravensburg); Stuttgart-Gaisburg | Herren | Lutz von Menlishofen war Burgvogt zu Stuttgart. Er ließ ab 1618 das Schlösschen Gaisburg errichten und erlangte Steuerfreiheit für das Anwesen<ref>Beschreibung des Oberamts Stuttgart, S. 158.</ref> | |||
| Mentzingen, auch Menzingen<ref name="Köbler 7." /> | Menzingen | Freiherren, Reichsritter | Gesellschaft mit dem Esel<ref name="Ranft" /> Kanton Kraichgau (18. Jhd.) Kanton Kocher (1681–1731) mit Bodelshofen Sie waren ebenfalls zur Vogtländischen Ritterschaft zugehörig |
Datei:Menzingen-ruine18-web.jpg Ruine des Schloss Menzingen weitere Bilder hier |
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| Merkingen<ref name="Alberti" /> | Burg Merkingen in Neresheim-Dorfmerkingen | oettingische Ministerialen | Erste Erwähnung 1223; letzte Erwähnung 1416 | Datei:Wappen der Herren von Merkingen.png Neuer Siebmacher | ||
| Metzler von Andelberg<ref>Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band 3 ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 64</ref> | Vorarlberg | Adelsstand seit 1530 | Christoph Metzler | Datei:Siebmacher117-Andelburg.jpg Siebmacher | ||
| Meuting (Meutingen, Meutinger) | Augsburg | Niederer Adel, | Wahrscheinlich Ortsadelige aus dem Dorf Meutingen bzw. Meitingen nördlich von Augsburg; 1293 ist der Edelmann Markwart von Meutingen Bürger in Augsburg geworden; Zweige entstanden später in Italien.<ref>Paul von Stetten: Geschichte der adeligen Geschlechter der freien Reichsstadt Augsburg, S. 186.</ref> | |||
| Michelbach | evtl. Michelbach an der Bilz oder Michelbach am Wald | Niederer Adel | Von J. Siebmacher erwähntes schwäbisch-hällisches Geschlecht, wohl ursprünglich Ortsadelige aus Michelbach | |||
| Michelfeld | Michelfeld | Niederer Adel, Ritter | 1213 war Berthold von Michelfeld Abt von Kloster Comburg; 1216 wird ein Cunradus miles (Ritter) von Michelfeld erwähnt. Wahrscheinlich mit Seifart v. Michelfeld um 1426 erloschen.<ref>Beschreibung des Oberamts Hall, S. 229.</ref> | |||
| Minner (Myner) von Rietenau | Kornwestheim, später Schlössle Rietenau (Aspach) | Geadelt im 16. Jahrhundert | Amtmänner und Forstmeister im Dienst der Württemberger im Raum Backnang | |||
| Möhringen | Burg Möhringen (Stuttgart) | Ritter | Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert in Möhringen und Umgebung ansässig; 1406 im Mannesstamm erloschen | |||
| Montfort<ref name="Köbler 7." /> | Burg Montfort (Alt-Montfort) | Grafen | Als Seitenlinie der Pfalzgrafen von Tübingen beerbten sie nach 1182 die Grafen von Bregenz. ab 1258 spalteten sich zunächst die Grafen von Werdenberg. Ebenfalls 1258/1260 spaltete sich Montfort-Feldkirch ab (bis 1390) 1267/1270 teilte sich weiterhin Montfort-Bregenz (bis 1338, beerbt von Montfort-Tettnang) und Montfort-Tettnang. Hiervon ab 1354 jüngere Linie Tettnang (bis 1527) und jüngere Linie Bregenz (bis 1787). Nachfolger Montforts waren: Habsburg: Feldkirch 1375/79; Bregenz 1451/1523 Königsegg: 1565 Rothenfels Österreich: 1779/1780 Tettnang 1787 starben die Grafen aus. |
Sankt Jörgenschild (Teil am Neckar (1488)) Schwäbischer Bund<ref name="Schwäbischer Bund" /> Kanton Hegau (wegen Schomburg) |
Datei:Adel im Wandel203.jpg Stammbaum der Grafen von Montfort weitere Bilder hier |
Datei:Montfort Scheibler32ps.jpg Scheibler Datei:Siebmacher015-Montfort.jpg Siebmacher |
| Morstein | Schwäbisch Hall; Schloss Morstein | Adelige, Patrizier | Die Morstein waren Dienstmänner derer von Hohenlohe und auch als Patrizier in Schwäbisch Hall ansässig. Sie wurden 1288 erstmals vor und sind 1682 ausgestorben. Das Wappen der Morstein zeigt eine schwarze Frau.<ref name=":0">Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 13.</ref> | |||
| Morstett | vllt. Burg Mohrenstetten | Adelige | Über das Geschlecht ist nicht mehr viel bekannt. | |||
| Moser von Filseck | Schloss Filseck (Uhingen) | Ehrbarkeit,
Reichsritter (ab 1573) |
Valentin Moser (1520–1576), Vogt in Herrenberg, und Balthasar Moser (1525–1595), Bürgermeister von Göppingen und Rentkammerrat, wurden 1573 in den Reichsadelsstand erhoben mit dem Recht, sich nach den Schlössern Filseck und Weilerberg (bei Göppingen) zu nennen.1649 erwarb Sigmund Moser von Filseck Schloss Ebersberg. | Kanton Kocher (1617–1673) | ||
| Mühlhausen | Stuttgart-Mühlhausen am Neckar; Stuttgart-Hofen | Ritter | Besaßen die Alte Burg Mühlhausen; 1257 mit dem Ritter Luthard von Mühlhausen und seinem Sohn Cuno erstmals erwähnt; späterer Besitz Burg Hofen. | |||
| Müller von Asbach | Unterasbach (Ilshofen) | Adelige (niederer Adel) | Wahrscheinlich ein Zweig der Herren von Asbach<ref>Seyler: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 179.</ref> Nach Haller Chronik gehörte den Müllern von Asbach die Burg Ottendorf (bei Gaildorf). Siebmachers Wappenbuch von 1705 zählt sie zu den Adeligen.<ref>Siebmachers Wappenbuch 1705, Teil 2, Tafel 83.</ref> | |||
| Münch von Dettingen | Letzter des Geschlechts war wohl Hans von Dettingen, der 1461 letztmals erwähnt wurde.<ref>Seyller: Abgestorbener Württemberger Adel, S. 21.</ref> | |||||
| Münch von Landskron<ref>Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band 3 ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 151ff</ref><ref>Werner Meyer: Münch (von Landskron, von Münchenstein). In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref> | Basel | Leitbracken<ref name="Codex-Ingeram" /> | Ingeram Codex
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| Münchingen<ref name="Alberti" /><ref name="Köbler 7." /> | Münchingen | tübingische Ministerialen, Reichsritter | Stammesgenossen der Truchsessen von Höfingen, Beiname Keller | Kanton Kocher (mit dem 1700 verkauften Bittenfeld) Kanton Neckar (mit dem 1709 verkauften Hochdorf und dem 1733 verkauften Münchingen) |
Datei:Münchingen Scheibler140ps.jpg Scheibler Datei:Siebmacher118-Münchingen.jpg Siebmacher | |
| Münchweil<ref>Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band 3 ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 163</ref> | Münchwilen TG | Ministerialen | im Mannesstamm erloschen 1478 | Datei:Münchwilen Scheibler130ps.jpg Scheibler | ||
| Münkheim (auch Münken,<ref name=":0" /> Muncken) | Wasserburg Untermünkheim | Niederer Adel | In Untermünkheim standen zwei Burgen, die dem Geschlecht derer von Münkheim gehörten; 1216 wird Conrad von Münkheim erwähnt; 1241 war Heinrich von Münkheim Abt von Kloster Comburg. Ulrich von Münkheim starb 1507 als letzter seines Geschlechts und vermachte seinen Besitz der Stadt Schwäbisch Hall.<ref>Beschreibung des Oberamts Hall, S. 282.</ref> | |||
| Muntprat (von Spiegelberg), Muntbrot<ref>Erich Trösch: Muntprat von Spiegelberg [Mundprat]. In: Historisches Lexikon der Schweiz.</ref><ref>Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band 3 ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 172f, mit Stammtafel</ref>, Mundbrodt<ref>Heraldik: Photos von Wappen in architektonischem Zusammenhang, Dokumentation und Datenbank. Abgerufen am 13. Januar 2019.</ref>, Mundbrod<ref>HStAD Bestand A 12 Nr. 196 - Ahnenprobe des Philipp Adol... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 13. Januar 2019.</ref><ref>Christian Friedrich August von Meding: Nachrichten von adelichen Wapen. Reuß, 1788 (google.de [abgerufen am 13. Januar 2019]).</ref> | ursprünglich Italien, Konstanz | Patrizier, der erstenachweislich adlige Angehörige der Familie ist Hans Muntprat (1420–1487) | Zudem existieren mehrere noch lebende Linien im Ausland, allerdings mit einem später angenommenen neuen Wappen.; Besitz im Thurgau: Spiegelberg (1464–1582), Altenklingen, Salenstein, Weinfelden. | Datei:Siebmacher119-Mundtbrodt von Spiegelberg.jpg Siebmacher | ||
| Murrhardt | Burg Wolkenstein, Murrhardt | Ritter | 1231 mit Heinrich von Murrhardt erstmals erwähnt; 1260 Ulrich von Murrhardt. Wahrscheinlich im 14. Jahrhundert erloschen |
Einzelnachweise
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