Leiperzell
Leiperzell Stadt Feuchtwangen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(20)&title=Leiperzell 49° 12′ N, 10° 19′ O
{{#coordinates:49,192222222222|10,320833333333|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Leiperzell | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 451 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 20 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91555 | |||||
| Vorwahl: | 09852 | |||||
Leiperzell ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Leiperzell liegt in der Gemarkung Banzenweiler.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am linken Ufer der Sulzach. Der Ort ist von Grünland mit vereinzelten Baumbestand und Ackerland umgeben. Etwas weiter östlich am Fuß einer bewaldeten Erhebung gibt es Heideland. 0,75 km südöstlich liegt das Heiligenholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberdallersbach (1,8 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 25 (0,5 km westlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Poppenweiler (1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 31. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Leiperzell wurde wie alle übrigen „-zell“-Orte (Aichenzell, Seiderzell, Bergnerzell und Rammerzell) vom Kloster Feuchtwangen angelegt und durch das Kloster verwaltet. Da dieses 1197 in ein Säkularkanonikerstift umgewandelt worden ist, muss die Gründung von Leiperzell vor 1197 erfolgt sein. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 9. August 1257 als „Livprerchscelle“.<ref>Leiperzell auf der Website geschichte-feuchtwangen.de</ref>
Leiperzell lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 gab es fünf Anwesen (zwei Höfe, ein Halbhof, ein Gütlein, eine Mühle) und eine öde Kapelle. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft übte das Stadtvogteiamt Feuchtwangen aus.<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Leiperzell (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Gegen Ende des Alten Reiches gab es noch zwei weitere Anwesen, die Fremdherren unterstanden.<ref>Johann Bernhard Fischer: Leiperzell. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 188 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 319.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) wurde Leiperzell dem Steuerdistrikt Tauberschallbach und der Ruralgemeinde Banzenweiler zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Leiperzell am 1. Juli 1971 nach Feuchtwangen eingemeindet.<ref>Feuchtwangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>
Ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 4 mit Fachwerkgiebel. Am Türsturz bezeichnet „18 GMSt 08“. Von dem über das Haus vorgezogenen Kellergeschoss geht ein Fluchtgang in nicht bestimmbarer Richtung aus.<ref name="Ramisch">H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 88. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Altsitz (zu Haus Nr. 6): Kleines Wohnstallgebäude mit verzahnten Eckquadern, Fachwerkgiebel und Satteldach. An einem Eckquader an der Nordostecke eingehauenes Monogramm „IGH“, Jahreszahl „1786“, Hauszeichen, Blumenornament. Gefährdeter Bauzustand.<ref name="Ramisch"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannis (Feuchtwangen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Leiperzell. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 319 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 88.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Leiperzell. In: geschichte-feuchtwangen.de. Abgerufen am 31. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Leiperzell in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Leiperzell im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Aichau | Aichenzell | Ameisenbrücke | Archshofen | Banzenweiler | Bergnerzell | Bernau | Bieberbach | Böhlhof | Bonlanden | Breitenau | Bühl | Charhof | Charmühle | Dorfgütingen | Dornberg | Esbach | Eschenlach | Feuchtwangen | Gehrenberg | Georgenhof | Glashofen | Hainmühle | Hammerschmiede | Heilbronn | Heiligenkreuz | Herbstmühle | Herrnschallbach | Hinterbreitenthann | Höfstetten | Jakobsmühle | Jungenhof | Kaltenbronn | Koppenschallbach | Krapfenau | Krapfenauer Mühle | Krebshof | Krobshausen | Krobshäuser Mühle | Kühnhardt am Schlegel | Larrieden | Leiperzell | Lichtenau | Löschenmühle | Lotterhof | Metzlesberg | Mögersbronn | Mosbach | Neidlingen | Oberahorn | Oberdallersbach | Oberhinterhof | Oberlottermühle | Oberransbach | Oberrothmühle | Poppenweiler | Ratzendorf | Reichenbach | Rißmannschallbach | Rödenweiler | Sankt Ulrich | Schönmühle | Seiderzell | Sommerau | Sperbersbach | Steinbach | Tauberschallbach | Thürnhofen | Tribur | Überschlagmühle | Ungetsheim | Ungetsheimer Mühle | Unterahorn | Unterdallersbach | Unterhinterhof | Unterlottermühle | Unterransbach | Unterrothmühle | Volkertsweiler | Vorderbreitenthann | Walkmühle | Wehlmäusel | Weikersdorf | Weiler am See | Winterhalten | Wolfsmühle | Wüstenweiler | Zehdorf | Zischendorf | Zumberg | Zumhaus
Sonstige Wohnplätze: Bronnenmühle | Meierhof | Oberglasmühle | Raffelshof | Unterglasmühle | Wiegelshof
Wüstungen: Aichamühle | Eulenhof | Fallhaus | Freimannsberg | Heimlich | Mackenhofen | Rammerzell | Röschenhof | Schleifmühle | Uzenweiler | Vogelweid | Ziegelhütte