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Mosbach (Feuchtwangen)

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Mosbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(157)&title=Mosbach 49° 10′ N, 10° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(157) 49° 9′ 38″ N, 10° 16′ 21″ O
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Höhe: 448 m ü. NHN
Einwohner: 157 (2012)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91555
Vorwahl: 09852
Datei:Mosbach Michaeliskirche 005.jpg
Michaeliskirche in Mosbach

Mosbach (<templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈmoːsˌbax] <phonos file="De-Mosbach.ogg"></phonos>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Mosbach hat eine Fläche von 16,538 km². Sie ist in 2098 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7882,67 m² haben.<ref>Gemarkung Mosbach (092998). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Bergnerzell, Kühnhardt am Schlegel, Reichenbach, Seiderzell und Tribur.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf liegt am linken Ufer der Wörnitz, in die der Hegelbach durch den Ort mündet, nachdem er kurz vor der Siedlungsgrenze noch zwei Teiche durchlaufen hat. 1 km nordöstlich erhebt sich der Vogelbuck (515 m ü. NHN), 1 km östlich der Weinberg (510 m ü. NHN). Die Kreisstraße AN 5 führt nach Reichenbach zur Staatsstraße 1066 (2 km nördlich) bzw. nach Tribur (1,2 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Feuchtwangen zur Bundesstraße 25 (4 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 31. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Die Ortschaften der ehemaligen Gemeinde entstanden wahrscheinlich im 6. bis 10. Jahrhundert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Gegend durch Pest und Kriegswirren fast ausgestorben. Im 17. und 18. Jahrhundert besiedelten Salzburger, Tiroler und Schweizer Auswanderer die Ortschaften neu.

Im Jahr 1551 wurde in Mosbach eine Schule gegründet, die bis 1971 fortbestand.

Mosbach lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 30 Anwesen mit 32 Mannschaften. Außerdem gab es noch 1 Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus und 2 Hirtenhäuser. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsvogteiamt Feuchtwangen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Hof, 2 Höfe mit doppelter Mannschaft, 2 Tabern- und 1 Zapfenwirtschaft, 1 Schmiede, 1 Badhaus, 3 Bäckereien, 16 Gütlein bzw. Söldenhäuslein) und das Kastenamt Feuchtwangen (3 Söldenhäuslein, wobei die Abgaben zweier Anwesen an die Pfarrei Mosbach gingen).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Mosbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen. Die Zahl der Anwesen blieb unverändert.<ref>Johann Bernhard Fischer: Moßbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 190 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 652.</ref>

1806 kam Mosbach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Mosbach gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Bergnerzell, Heiligenkreuz, Hilpertsweiler, Kühnhardt am Schlegel, Reichenbach, Seiderzell und Tribur. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Mosbach mit den Orten Bergnerzell, Kühnhardt am Schlegel, Reichenbach, Seiderzell und Tribur formiert. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 36 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen zugeordnet (1919 in Finanzamt Feuchtwangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Mosbach zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und von 1943 bis 1973 zum Finanzamt Dinkelsbühl, seit 1973 zum Finanzamt Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 16,537 km².<ref name="OV 1961"/>

1833 und 1913 wurden neue Schulgebäude errichtet, das letztere dient nun dem 1971 gegründeten SV Mosbach als Sportheim. 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr Mosbach-Tribur gegründet. 1932 wurde der Posaunenchor durch Pfarrer Schmidt gegründet.

Als die Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs in Reichenbach ihr Hauptquartier einrichteten, ergab sich die Ortschaft Mosbach und der damalige Lehrer Fischer und Pfarrer Schmidt liefen mit einer weißen Fahne in der Hand zum Hauptquartier der Amerikaner. Als sie nach Mosbach zurückkehrten, sahen sie, dass auf dem Kirchturm der Michaeliskirche in Mosbach bereits von den Frauen der Ortschaft eine weiße Fahne gehisst worden war. Seiderzell und Kühnhardt brannten zur Hälfte ab.

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Mosbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Feuchtwangen eingegliedert.<ref> </ref><ref>Feuchtwangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Mosbach gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Feuchtwangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Haus Nr. 14: eingeschossiges Wohnstallhaus mit verputztem Fachwerkgiebel, wohl 18. Jahrhundert
  • Haus Nr. 20: Wohnstallhaus, eingeschossiges giebelständiges Gebäude mit Steildach, mit zweigeschossigem Quergiebel, Fachwerk, Mitte 19. Jahrhundert
  • Haus Nr. 44: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Michael, Chorturmkirche, Anlage des 15. Jahrhunderts, Turm von 1489, 1621 Turm nach Brand verkürzt wieder aufgebaut mit einer welschen Haube; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern spätmittelalterliche Anlage, Veränderungen wohl 18./19. Jahrhundert, mit Grabsteinen; Ummauerung, im Kern spätmittelalterlich, ovaler Ring aus einer mächtigen Mauer, die ursprünglich eineinhalb Meter höher war und an der Innenseite ein hervorspringendes Dach mit einem Wehrgang hatte, das 1833 entfernt wurde, um etwas mehr Licht zu gewinnen
  • Friedhofskreuz, Corpus, Metall, an Steinkreuz, bez. 1912.

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Mosbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 867 815 851 831 882 843 845 855 865 859 841 774 784 780 776 794 754 698 680 940 892 780 662 639
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 142 148 161 165 167 160 153 143 139
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 61 (Digitalisat). Für die Gemeinde Mosbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bergnerzell (S. 9), Kühnhardt (S. 51), Reichenbach (S. 74), Seiderzell (S. 85) und Tribur (S. 92).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 111 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1021, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 160 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1186, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1117 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1184–1185 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1222 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 169 (Digitalisat).</ref>

Ort Mosbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002012
Einwohner 238 228 232 218 240 201 189 254 172 162 161 157
Häuser<ref name="Häuser"/> 40 45 44 42 41 40 37 44
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Michael und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Wanderwege

Durch den Ort führt der Fernwanderweg Roter Flieger von Neustadt an der Aisch nach Feuchtwangen.

Persönlichkeiten

  • Samuel Vogtherr (1555–1584), Doktor der Theologie, Schüler Melanchthons, Pfarrer in Mosbach und ein berühmter Augenarzt
  • Wilhelm Vocke (1886–1973), deutscher Finanzfachmann, erster Präsident der Bank deutscher Länder/Bundesbank, hat als Kind in Mosbach gelebt.

Literatur

Weblinks

Commons: Mosbach (Feuchtwangen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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