Bernhardswend
Bernhardswend Große Kreisstadt Dinkelsbühl
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(76)&title=Bernhardswend 49° 4′ N, 10° 25′ O
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| Höhe: | 473–489 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 76 (1. Jan. 2015)<ref name="Dinkelsbühl"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91550 | |||||
| Vorwahl: | 09853 | |||||
Bernhardswend ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Bernhardswend liegt in der Gemarkung Sinbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf Bernhardswend liegt am Katzengraben (im Unterlauf Brüllgraben genannt), der 0,5 km südöstlich als linker Zufluss in den Hochwiesgraben mündet, der seinerseits ein rechter Zufluss der Sulzach ist. Der Ort ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Im Südwesten wird die Flur Hart genannt, im Südosten Haldenfeld und im Nordosten Stockfeld. 1 km nördlich erhebt sich der Zankenberg (510 m ü. NHN).
Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Halsbach (2 km nordwestlich), nach Dorfkemmathen zur Kreisstraße AN 41 (2,3 km nordöstlich), nach Sinbronn (2,6 km südwestlich) und Obermichelbach (2,4 km südöstlich) jeweils zur Staatsstraße 2218.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aus der Ortsnamensendung –wend kann man schließen, dass der Ort zu den Wendensiedlungen zählt, die im Mittelalter von den Obrigkeiten in größerer Zahl planmäßig angelegt wurden. Neben der heutigen Form waren früher auch die Formen „Bernhardswinden“, „Berntswend“ oder „Bernhardschwend“ gebräuchlich.<ref>Karte von Südwestdeutschland 1:250.000 Blatt-Nr. 13. Normalausgabe 1860. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. April 2026.</ref>
Die Fraisch über Bernhardswend war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen beansprucht. Die Reichsstadt Dinkelsbühl wollte sie auf ihre Anwesen geltend machen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde von der Reichsstadt Dinkelsbühl wahrgenommen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 14 Anwesen. Grundherren waren
- das Fürstentum Ansbach (Verwalteramt Forndorf: 2 Güter, 1 Sölde; Kastenamt Wassertrüdingen: 1 Hof)
- das Fürstentum Oettingen-Spielberg (Frühmesse Sinbronn: 1 Gütlein)
- die Reichsstadt Dinkelsbühl (katholische Kirchenpflege: 1 Gütlein; Ratsamtspflege: 1 Gut; Spital: 2 Höfe; Stipendiatenpflege: 1 Hof, 1 Gut)
- das Hochstift Eichstätt (Stiftskapitel Herrieden: 1 Gut; Kasten- und Stadtvogteiamt Ornbau: 1 Gut)
- der Deutsche Orden (Ämtlein Halsbach: 1 Hof).
Außerdem gab es noch eine Kirche, ein Gemeindehirten- und ein Gemeindeschafhaus.<ref name="N395">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 395 f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Berntswend. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 379 (Digitalisat). Hiernach gab es 13 Untertansfamilien, von denen vier ansbachisch waren.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 365. Hiernach gab es 14 Untertansfamilien, von denen drei ansbachisch waren.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen mit Ausnahme der eichstättischen Hintersassen, die zunächst von 1802 bis 1804 der Justizkommission Neunstetten unterstanden.<ref name="N579">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 579.</ref>
Infolge des Gemeindeedikts wurde Bernhardswend 1809 dem Steuerdistrikt und der zeitgleich gebildeten Ruralgemeinde Sinbronn zugeordnet.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533 und 539.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.<ref name="N579"/><ref>Dinkelsbühl > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 1. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- evangelisch-lutherische Filialkirche St. Maria: kleiner spätmittelalterlicher Satteldachbau mit dreiseitig geschlossenem Chor und Dachreiter, 14. Jahrhundert; mit Ausstattung<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Dinkelsbühl (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 15: erdgeschossiges Giebelhaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts; Wohnstallhaus mit Stichbogentüre (bezeichnet „18.?“); traufseitiger Anbau (drei zu zwei Obergeschossfenster) mit Walmdach; Stichbogentüre bezeichnet „G.B./J. A.W. 1812“; Gesamtbau und auch das Giebelfachwerk verputzt.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 116. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Nähe Obermichelbacher Weg: ehemalige Schafscheune, breiter erdgeschossiger Walmdachbau mit verputztem Fachwerk, zweite Hälfte 19. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Bernhardswend ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Sinbronn) gepfarrt.<ref name="N395"/> Die Katholiken sind nach St. Peter und Paul (Halsbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/> Im Ort gibt es eine kleine Kapelle.
Vereine
In Bernhardswend sorgt seit 1908 die Freiwillige Feuerwehr für den Brandschutz und allgemeine Hilfe.
Der Schützenverein Eichenlaub ist in Bernhardswend aktiv.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Berntswend. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 365 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 116.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665628 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Bernhardswend in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Bernhardswend im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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