Halsbach (Dürrwangen)
Halsbach Markt Dürrwangen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(333)&title=Halsbach 49° 5′ N, 10° 24′ O
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| Höhe: | 463 (455–469) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,89 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 333 (2017)<ref name="Dürrwangen"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91602 | |||||
| Vorwahl: | 09856 | |||||
Halsbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Dürrwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Halsbach hat eine Fläche von 3,887 km². Sie ist in 608 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6392,83 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Halsbach (092964). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 24. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Pfarrdorf liegt am Hofwiesbach, einem rechten Zufluss des Hühnerbächleins, das wiederum ein rechter Zufluss der Sulzach ist. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Herrenschlag, 0,5 km nordwestlich das Waldgebiet Geierstange. Zwei Gemeindeverbindungsstraßen führen jeweils zur Staatsstraße 2220 (0,6 km nördlich bzw. 0,6 km nordwestlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Haslach zur Kreisstraße AN 41 (1,7 km nordöstlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Karlsholz (1,4 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Fraisch über Halsbach war umstritten. Sie wurde sowohl vom ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen als auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen beansprucht. Die Reichsstadt Dinkelsbühl wollte sie auf ihren Gütern geltend machen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft lag beim Obervogteiamt Dinkelsbühl des Deutschen Ordens. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Halsbach 28 Anwesen, außerdem eine Kirche, ein Pfarrhaus, ein Schulhaus und ein Hirtenhaus, die der Kommune unterstanden. Grundherren waren
- das Fürstentum Oettingen-Spielberg (Oberamt Dürrwangen: 1 Schmiede, 1 Haus)
- die Reichsstadt Dinkelsbühl (14 Anwesen; katholische Kirchenpflege: 1 Gut; Reichalsmosenpflege: 2 halbe Gütlein; Spital: 4 Viertelhöfe, 1 Gütlein, 6 halbe Güter)
- der Deutsche Orden (12 Anwesen; Obervogteiamt Dinkelsbühl: 7 Hofgüter, 2 halbe Hofgüter, 2 Gütlein, 1 Gütlein mit Wirtschaft).<ref name="N424">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 424f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Hallspach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 381 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 480.) Hiernach gab es 23 Untertansfamilien, die angeblich alle den Deutsche Orden als Grundherrn hatten.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Wassertrüdingen.<ref name="N563">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 563.</ref>
1806 kam Halsbach ans Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Halsbach dem 1809 Steuerdistrikt Dürrwangen zugeordnet. Zeitgleich entstand die Ruralgemeinde Halsbach, zu der Dattelhof, Haslach, Lohmühle und Witzmannsmühle gehörten.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden zwei Ruralgemeinden gebildet:
- Halsbach
- Haslach mit Dattelhof, Loh- und Witzmannsmühle.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 29 (Digitalisat).</ref>
Die Gemeinde Halsbach war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach) zugeordnet. Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach). Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Halsbach an den Landkreis Ansbach.<ref name="N563"/> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,884 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Dürrwangen eingemeindet.<ref> </ref><ref>Dürrwangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Halsbach gibt es neun Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Dürrwangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Unterdorf: Feldaltar, barocke Nischenanlage mit Putzgliederung, 18. Jahrhundert; mit Ausstattung, spätes 19. Jahrhundert.
- Kirchplatz: Bildstock, in Form einer Nischenkapelle, mit historisierender Putzgliederung, wohl frühes 20. Jahrhundert.
- Kirchplatz 1: Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Walmdachbau, 1724; mit Ausstattung.
- Kirchplatz 2: St. Peter und Paul: dreischiffige basilikale Anlage mit drei Apsiden und mächtigem Westturm mit Glockendach, wohl 12. Jh., 1751 Barockisierung; mit Ausstattung; Friedhofsmauer, hohe Befestigungsmauer mit zwei Eingangstoren, Freitreppe und eingelassenen Grabsteinen, wohl 1754, mit mittelalterlichem Kern.
- Sandfeld: Steinkreuz, Sandstein, spätmittelalterlich.
- Sandfeld: Steinkreuze, Sandstein, Gruppe von drei teilweise fragmentarisch erhaltenen Steinkreuzen, spätmittelalterlich.
- Unterdorf 6: Kleinhaus, erdgeschossiger Putzbau mit Steildach, im Kern um 1825.
- Unterdorf 10: Bildstock, gemauerte Nischenanlage, wohl frühes 20. Jahrhundert.
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Peter und Paul.<ref name="N424"/> Die Protestanten sind nach St. Peter (Sinbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Persönlichkeiten
- Dieter Merzbacher (1942–2021), katholischer Theologe und Germanist
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hallspach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 480 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 153–156.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665628 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Halsbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Halsbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Dattelhof | Dürrwangen | Flinsberg | Halsbach | Haslach | Hirschbach | Hopfengarten | Labertswend | Lohmühle | Neuses | Rappenhof | Sulzach | Trendelmühle | Witzmannsmühle
Sonstige Wohnplätze: Goschenhof | Obermühle | Wiesenhof
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Ort im Landkreis Ansbach
- Geographie (Dürrwangen)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Gemeindegründung 1809
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach