Hellenbach (Dinkelsbühl)
Hellenbach Große Kreisstadt Dinkelsbühl
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(67)&title=Hellenbach 49° 6′ N, 10° 19′ O
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dim=10000 | globe= | name=Hellenbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 450 (448–460) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 67 (1. Jan. 2015)<ref name="Dinkelsbühl"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91550 | |||||
| Vorwahl: | 09851 | |||||
Hellenbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Hellenbach hat eine Fläche von 4,458 km². Sie ist in 414 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.769,16 m² haben.<ref>Gemarkung Hellenbach (092969). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 24. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Froschmühle, Gersbronn, Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt am Hellenbach, einem linken Zufluss der Wörnitz, und am Mühlgraben, der im Ort als rechter Zufluss in den Hellenbach mündet. Im Nordwesten grenzt das Sägholz an. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. 0,75 km weiter östlich befindet sich der Lichtenschlag. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lohe (0,5 km südöstlich), nach Dickersbronn (1 km nördlich), nach Neuses (2,3 km nordöstlich), über Pfaffenhof zur Bundesstraße 25 (0,7 km westlich) und direkt zur B 25 (0,9 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Fraisch über Hellenbach war umstritten. Sie wurde vom ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und von der Reichsstadt Dinkelsbühl beansprucht. Hellenbach bildete mit Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof eine Realgemeinde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Kastenamt Feuchtwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl.<ref name="N428">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 428.</ref>
Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 13 Anwesen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Tafernwirtschaft) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (4 Höfe, 1 Halbhof, 7 Gütlein).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Hellenbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 15 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Tafernwirtschaft, 1 Gütlein) und das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (3 ganze Hofgüter, 2 halbe Hofgüter, 3 Güter, 5 Gütlein).<ref name="N428"/><ref>Johann Bernhard Fischer: Hellenbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 187 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 562.) Offensichtlicher Druckfehler. Es ist zu vermuten, dass es hiernach 13 Untertansfamilien gab, von denen 12 fremdherrisch waren.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.<ref name="N564">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 564f.</ref>
1806 kam Hellenbach an das Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Hellenbach 1809 dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Hellenbach. Zu dieser gehörten Froschmühle, Gersbronn, Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 29 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach).<ref name="N564"/> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,461 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Dinkelsbühl eingemeindet.<ref> </ref> Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Hellenbach an den Landkreis Ansbach.<ref name="N564"/><ref>Dinkelsbühl > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 1. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Hellenbach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 194 | 197 | 216 | 213 | 224 | 224 | 211 | 201 | 200 | 196 | 198 | 212 | 206 | 205 | 199 | 197 | 204 | 200 | 181 | 257 | 250 | 239 | 189 | 152 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 35 | 37 | 36 | 36 | 37 | 35 | 33 | 34 | 37 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 38 (Digitalisat). Für die Gemeinde Hellenbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Froschmühle (S. 27), Gersbronn (S. 29), Kemmleinsmühle (S. 45), Lohe (S. 55) und Pfaffenhof (S. 71).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 73 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 202 Einwohner.</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 168, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 156 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1166, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1098 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1163 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1201 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1037 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 762 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 168 (Digitalisat).</ref> |
Ort Hellenbach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 100 | 116 | 122 | 117 | 107 | 104 | 112 | 120 | 101 | 76 | 74 | 67 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 20 | 21 | 20 | 20 | 19 | 19 | 19 | 20 | ||||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 326 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Dinkelsbühl">Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015</ref> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt.<ref name="N428"/> Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hellenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 562 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
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- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hellenbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hellenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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