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BMW R 1150 RT

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BMW
Datei:Bmw r1150rt.jpg
R 1150 RT, Mj. 2001, Baureihe R22, Werkscode 0413
R 1150 RT
Hersteller BMW
Verkaufsbezeichnung R 1150 RT
Produktionszeitraum 2001 bis 2004
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor
Hubraum 1130 cm³
Leistung 70/95 bei 7250 min−1 kW/PS
Drehmoment 100 bei 5500 min−1 Nm
Höchst­geschwin­digkeit 206 km/h
Getriebe 6 Gänge
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen vorn: Zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremse Ø 320 mm
hinten: Eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse Ø 276 mm
Radstand 1485 mm
Sitzhöhe 82 cm
Leergewicht 266 kg
Vorgängermodell R 1100 RT
Nachfolgemodell R 1200 RT (K26)

Die BMW R 1150 RT ist ein vollverkleidetes Motorrad der Marke BMW mit einem Zweizylinder-Boxermotor. Der Tourer wurde am 12. Januar 2001<ref name="Siemer" /> als Nachfolger der BMW R 1100 RT präsentiert und im BMW-Werk Berlin in Spandau von 2001 bis 2004 gefertigt.

Das Motorrad hat mehrere mechanisch bauähnliche Schwestermodelle mit weitgehend identischem Motor und unterschiedlicher Fahrwerksauslegung sowie Ausstattung: das Naked Bike R 1150 R, den Sportler R 1150 RS und die Reiseenduro R 1150 GS / Adventure.

Allgemeines

Die R 1150 RT löste mit dem Modelljahr 2001 die R 1100 RT ab. Veränderungen wurden außer im Design der Frontverkleidung vor allem unter dem Kunststoffkleid vorgenommen. Die Motorleistung wurde von 66 auf 70 kW (90 zu 95 PS) geringfügig erhöht, der Hubraum erfuhr ebenfalls eine marginale Erweiterung von 1085 cm³ auf 1130 cm³.

Mit dieser RT wurde eine neue Bremsentechnologie in die Boxerreihe eingeführt. Das bis dahin verbaute ABS II wurde durch das Integral-ABS ersetzt, dessen Herzstück ein elektrohydraulischer Druckmodulator ist. Hierbei existiert keine direkte Verbindung zwischen der manuell betätigten Bremspumpe und den Bremssätteln mehr, da das Bremssystem in einen Regelkreis und einen Radbremskreis aufgeteilt ist. Mit Betätigung der Bremse wird der Bremsimpuls über den Regelkreis an den Druckmodulator übermittelt, der die Bremskraft elektrohydraulisch an die Bremssättel weitergibt. Bei deaktivierter Zündung oder einem Defekt am Druckmodulator ist lediglich eine Notbremsfunktion verfügbar. Dieses neue Bremssystem war als Teil- und als Vollintegral-ABS erhältlich. Die RT kam ab Werk zunächst mit der vollintegralen Variante, bei der immer beide Räder gebremst werden, unabhängig davon, ob die Hand- oder die Fußbremse betätigt wird. Lediglich am Ende der Produktion 2004 gab es ein Sondermodell in saphir-schwarz und mit Chromteilen, welches mit ABS-Teil-Integralbremse ausgerüstet war. Auch die Behördenmodelle wurden serienmäßig mit Teil-Integral ABS ausgerüstet. Bei den parallelen Boxermodellen musste das Antiblockiersystem gesondert geordert werden und stand je nach Modell nur als Teilintegral-ABS zur Verfügung.

BMW modifizierte das Fahrwerk, wodurch das 281 kg schwere Motorrad handlicher wurde als sein Vorgänger. Im Cockpit war erstmals ein Display des optional erhältlichen Radios montiert, welches mit diesem Motorradmodell ebenfalls den Vorgänger ablöste, der schon in der alten R- und K-Reihe zum Einsatz kam. Im Zuge der Modellpflege wurde die sensible Fußbremse etwas entschärft (Modelljahr 2002) sowie der Motor mit einer Doppelzündung versehen (Modelljahr 2003).

Wie bereits beim Vorgängermodell, war unter der Bezeichnung R 1150 RT-P eine Behördenversion im Programm, welche auch mit verkleinerten Hubraum als R 850 RT-P erhältlich war. Die Behördenmodelle waren für Solo-Betrieb mit einer Funkbox statt dem Soziussitz ausgerüstet und verfügen neben der Sondersignalanlage über weitere Sonderausstattungen wie z. B. eine Zusatzbatterie anstelle des Radios, Vollentstörung der Elektrik, kürzere Getriebeübersetzung sowie Sturzbügel vorn und hinten.

Mit dem Modelljahr 2005 wurde die R 1150 RT durch die R 1200 RT (K26) abgelöst.

Technische Daten

Motor

Der luft- und ölgekühlte Zweizylinder-Boxermotor mit Nasssumpf-Druckumlaufschmierung ist längs eingebaut und erzeugt eine Nennleistung von 70 kW (95 PS). Die zwei Zylinder haben eine Bohrung von 101 mm Durchmesser und 70,5 mm Hub. Die zwei Einlass- und zwei Auslassventile werden von einer obenliegenden, kettengetriebenen Nockenwelle über Kipphebel betätigt. Der Viertaktmotor mit einem Verdichtungsverhältnis von 11,3:1 hat eine elektronische Saugrohreinspritzung und Transistorzündung und einen geregelten Drei-Wege-Katalysator, die von einer digitalen Motronic MA 2.4 gesteuert werden. Die 12 Volt Starterbatterie hat eine Kapazität von 19 Ah, die Lichtmaschine erzeugt eine elektrische Leistung von 700 Watt.

Das Motorrad beschleunigt in 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h<ref name="ADAC" /> und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 206 km/h.

Kraftübertragung

Als Primärtrieb dienen Zahnräder, als Sekundärantrieb eine Doppelgelenkwelle (Paralever-Kardan). Die Einscheiben-Trockenkupplung wird hydraulisch betätigt. Das Getriebe hat sechs Gänge, wobei der sechste Gang im Gegensatz zu den Schwestermodellen R 1150 RS und R 1150 GS als lang übersetzter Schongang ausgelegt ist. Für das Behördenmodell R 1150 RT-P war eine alternative Getriebeübersetzung mit verkürztem 1. und 6. Gang erhältlich.

Fahrwerk

Die Motor-Getriebe-Einheit ist mittragend ausgebildet und lagert die Vorderradführung (Telelever). Der Vorderrahmen besteht aus Aluminiumguss, der Heckrahmen aus Stahl. Die vordere Telelever-Gabel hat 35 mm Standrohrdurchmesser und 120 mm Federweg, die hintere Aluminium-Einarmschwinge mit Paralever-Momentabstützung hat ein Zentralfederbein und 135 mm Federweg. Die Federvorspannung ist hydraulisch verstellbar, die Zugstufe ist stufenlos einstellbar. Das Motorrad hat Gussräder aus Leichtmetall, die Felgengröße beträgt vorn 3,50×17 und hinten 5,00×17. Am Vorderrad verzögern zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremsen mit 320 mm Durchmesser, hinten wirkt eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse mit 276 mm Durchmesser. Die Bereifung hat vorn die Maße 120/70 ZR 17 und hinten 170/60 ZR 17. Fahrbereit wiegt das Motorrad 281 kg, die maximale Zuladung beträgt 214 kg.

Kraftstoffversorgung

Der Kraftstofftank fasst 25,2 Liter. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt bei 5,5 Liter auf 100 km bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von Motorenbenzin mit einer Klopffestigkeit von mindestens 95 Oktan.

Hauptkonkurrenten

Tourer mit vergleichbarer Charakteristik sind die Ducati ST3, Honda ST1100 Pan European, Moto Guzzi Norge 1200, Triumph Sprint ST und Yamaha FJR1300.

Kritik

„Wer zu zweit und mit viel Gepäck unterwegs ist, sollte für zügige Beschleunigungen weder Schaltarbeit (die leicht vom Fuße geht) noch Drehzahlen scheuen. Eine halbe Tonne ist eben eine träge Masse. Ab etwa 4500 Touren machen sich leider Vibrationen breit, die bis in die hinteren Fußrasten hinein kribbeln.“

ADACmotorradwelt<ref name="ADAC" />

Literatur

  • Matthew Coombs (übertragen und bearbeitet von Udo Stünkel): Wartung und Reparatur BMW R 850/1100/1150 GS / R / RS / RT. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2005, ISBN 3-7688-5224-5.

Siehe auch

Weblinks

Commons: BMW R1150RT – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="ADAC">Fahrbericht. In: ADACmotorradwelt, Ausgabe 7/2001. 1. Juli 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Oktober 2013; abgerufen am 12. April 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adac.de</ref> <ref name="Siemer">Fred Siemer: Überraschungsmoment. In: Motorrad, Ausgabe 3/2001. 30. Januar 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2014; abgerufen am 12. April 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de</ref> </references>

Vorlage:BoxenVerschmelzen <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

Sporttourer

F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

Tourer

R 1300 RTK 1600 GTK 1600 GTLK 1600 BK 1600 Grand AmericaR 18 BR 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GSF 800 GSF 900 GSF 900 GS AdventureR 1300 GSR 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

Scooter

C 400 XC 400 GTCE 02CE 04

Cruiser

R 18R 18 ClassicR 18 Roctane

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:BoxenVerschmelzen/Ende