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BMW R 1150 R Rockster

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BMW
Datei:BMW R1150R Rockster Ed80.JPG
Baureihe R28, Typschlüssel 0308, Edition 80
R 1150 R Rockster
Hersteller BMW
Verkaufsbezeichnung Rockster
Produktionszeitraum 2003 bis 2005
Klasse Motorrad
Bauart Naked Bike
Motordaten
Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Vierventil-Viertakt-Boxermotor
Hubraum 1130 cm³
Leistung 64/86 bei 6750 min−1 kW/PS
Drehmoment 98 bei 5250 min−1 Nm
Getriebe 6 Gänge
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremse Ø 320 mm vorne,

eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse Ø 276 mm hinten

Radstand 1485 mm
Sitzhöhe 82 cm
Vorgängermodell BMW R 1100 R
Nachfolgemodell BMW R 1200 R

Die BMW R 1150 R Rockster ist ein unverkleidetes Motorrad der Marke BMW mit einem Zweizylinder-Boxermotor. Im September 2002 wurde das Naked Bike auf der Motorradmesse Intermot in München erstmals als Designstudie präsentiert. Die Serienproduktion im BMW-Werk Berlin in Spandau begann 2003, zum Ende des Modelljahres 2005 wurde die Produktion eingestellt.

Allgemeines

Die Rockster hat mehrere mechanisch bauähnliche Schwestermodelle mit weitgehend identischem Motor und unterschiedlicher Fahrwerksauslegung, Verkleidung und Ausstattung. Zu den Parallelmodellen aus der BMW 1150er Boxer-Serie gehören das Naked Bike R 1150 R, die Tourer R 1150 RS, R 1150 ST, R 1150 RT und die Reiseenduro R 1150 GS.

Die R 1150 R Rockster wurde im Jahr 2003 vom Modell R 1150 R abgeleitet. Die Gabel, Armaturen und Felgen (5,5" Felge hinten mit 180/55 ZR 17 Bereifung) stammen von der R 1100 S, die Doppelscheinwerfer von der R 1150 GS. Weitere Unterschiede zwischen der Rockster und der R 1150 R sind:

  • Rahmen/Ventildeckel/Gabel ferro (blau) – außer 2005er-Modell
  • schwarzer Motorblock
  • Lenkkopfwinkel 63,1°
  • Stahlflexleitungen für Bremse und Kupplung
  • elektronischer Geschwindigkeitsmesser
  • weiß unterlegter Drehzahlmesser
  • automatische Abschaltung des Fahrtrichtungsanzeigers
  • um 40 mm breiterer Lenker
  • Doppelzündung (spätere R1150R besitzen diese allerdings ebenfalls)
  • kürzere Getriebeabstufung (höheres Drehzahlniveau)

Technische Daten

Motor

Der luft- und ölgekühlte Boxermotor ist längs eingebaut und erzeugt aus zwei Zylindern eine Nennleistung von 64 kW (87 PS). Jeder Zylinderkopf hat eine kettengetriebene Nockenwelle, welche über Kipphebel zwei Einlass- und zwei Auslassventile ansteuert. Die zwei liegenden Zylinder haben eine Bohrung von 101 mm Durchmesser. Die Kolben haben einen Hub von 70,5 mm bei einem Verdichtungsverhältnis von 10,3:1. Der Viertaktmotor hat ein digitales Motormanagement und eine Nasssumpf-Druckumlaufschmierung. Die Abgasnachbehandlung erfolgt durch einen geregelten Drei-Wege-Katalysator und unterschreitet die Grenzwerte der Abgasnorm Euro 2. Die Spannungsversorgung erfolgt durch einen 12 Volt-Starterbatterie mit einer Kapazität von 19 Amperestunden und einer Lichtmaschine mit einer Leistung von 700 Watt.

Kraftstoffversorgung

Der Motor hat Saugrohreinspritzung und ist für den Betrieb mit Superbenzin (95 ROZ) ausgelegt. Die Zündung erfolgt je Zylinder durch zwei transistorgesteuerte Zündkerzen. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch beträgt 5,7 Liter auf 100 km bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Der Kraftstofftank hat ein Volumen von 20,4 Liter; 5,0 Liter sind davon Reserve.

Kraftübertragung

Die Kraftübertragung erfolgt über eine hydraulisch betätige, zwischen Motor- und Getriebegehäuse angeordnete Einscheibentrockenkupplung. Das Getriebe mit gesonderter Ölfüllung hat sechs Gänge. Der Sekundärantrieb erfolgt über eine Doppelgelenkwelle. Die auf der rechten Seite des Hinterrades geführte Einarmschwinge hat eine als Paralever bezeichnete Momentabstützung, um die Einflüsse des Kardanantriebes auf die Hinterradfederung zu vermindern.

Fahrwerk

Die Einheit aus Motor und Getriebe ist mittragend und lagert den Längslenker der (Telelever)-Vorderradführung. Der Vorderrahmen besteht aus Aluminiumguss, der Heckrahmen aus Stahl. Die Telelever-Gabel hat 35 mm Standrohrdurchmesser und 120 mm Federweg. Die hintere Einarmschwinge aus Aluminium mit Paralever-Momentabstützung hat ein Zentralfederbein und 135 mm Federweg. Die Federvorspannung ist hydraulisch verstellbar, die Zugstufe ist stufenlos einstellbar. Das Motorrad hat Gussräder aus Leichtmetall, die Felgengröße beträgt vorn 3,50×17 und hinten 5,50×17. Am Vorderrad verzögern zwei Vierkolben-Festsattel-Scheibenbremsen mit 320 mm Durchmesser, hinten wirkt eine Zweikolben-Schwimmsattelbremse mit 276 mm Durchmesser. Im fahrbereiten Zustand wiegt das Motorrad 238 kg. Die maximale Zuladung beträgt 214 kg. Die Bereifung hat vorn die Maße 120/70 ZR 17 und hinten 180/55 ZR 17.

Farben und Editionen

Die Grundlackierung des Kraftstofftanks und der Verkleidungsteile ist mattschwarz. Der Rahmen der Rockster ist ferroblau. Windabweiser, Felgen und Verkleidung wurden zunächst in den Kombinationsfarben Citrus und Kupfer angeboten. Das Sondermodell „Edition 80“ wurde 2003 zum 80. Jubiläum von BMW in den Farben Alpinweiss/Schwarz herausgegeben. Es wurde in einer limitierten Auflage von 2003 Fahrzeugen verkauft. Am Vorderrahmen befindet sich eine Plakette mit der Seriennummer („n von 2003“). Im Modelljahr 2005 wurde auch die Kombinationsfarbe Schiefergrau angeboten. Diese Farbkombination wird inoffiziell als „Last Edition“ bezeichnet.

Rezension

„Die in der einsitzigen Basisversion 10.850 Euro teure Rockster ist eine BMW für zwei Sorten von Motorradfahrern. Erstens für Menschen, die BMW eigentlich nie mochten – sie müssen womöglich umlernen. Zweitens für Menschen, die endlich eine BMW haben wollen, die erst einmal das Herz und den Bauch und erst danach den Verstand anspricht.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Klaus Herder: bma 04/2005<ref>Klaus Herder: Fahrbericht: BMW R 1150 R Rockster. In: bma-Magazin. Ausgabe 4/2005, abgerufen am 13. Oktober 2022.</ref>

„Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, die BMW-Designer hätten, als sie die neue R 1150 R Rockster zeichneten, zuvor eine rauschende Party gefeiert. Geduckt wie ein sprungbereiter Panther blinzelt sie aggressiv aus den ungleich großen Glubschaugen, suggeriert Streetfighter-Feeling pur. Dabei ist sie in Wahrheit genauso alltagstauglich und anständig wie jede andere BMW.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Jörg Wissmann: bikerszene.de<ref>Jörg Wissmann: Streetfighter-Feeling. In: bikerszene.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 15. Dezember 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bikerszene.de</ref>

Trivia

Der Schauspieler Ben Affleck flüchtet in dem Spielfilm Paycheck – Die Abrechnung aus dem Jahr 2003 zusammen mit der Schauspielerin Uma Thurman mit einer schwarz-kupfernen Rockster. Der dazu eingespielte Motorenklang entspricht nicht dem der BMW.

Literatur

  • Matthew Coombs (übertragen und bearbeitet von Udo Stünkel): Wartung und Reparatur BMW R 850/1100/1150 GS / R / RS / RT. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2005, ISBN 3-7688-5224-5.

Weblinks

Commons: BMW R1150 Rockster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:BoxenVerschmelzen <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

Sporttourer

F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

Tourer

R 1300 RTK 1600 GTK 1600 GTLK 1600 BK 1600 Grand AmericaR 18 BR 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GSF 800 GSF 900 GSF 900 GS AdventureR 1300 GSR 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

Scooter

C 400 XC 400 GTCE 02CE 04

Cruiser

R 18R 18 ClassicR 18 Roctane

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

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