Oberramstadt
Oberramstadt Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Oberramstadt 49° 20′ N, 10° 26′ O
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| Höhe: | 461 (460–501) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 111 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Oberramstadt (fränkisch: Ramschdad bzw. Äjba-ramschdad<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 151. Dort folgendermaßen transkribiert: „ramschdad“ bzw. „ęibəramschdad“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Oberramstadt liegt in der Gemarkung Mittelramstadt.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Beim Dorf entspringt der Kümmelbach, ein linker Zufluss der Altmühl. Im Osten erheben sich der Geißberg (518 m ü. NHN) und der Heuberg (517 m ü. NHN). Im Südosten grenzt das Zobelholz an, im Nordosten liegt das Waldgebiet Hirschgarten, 1 km nordöstlich erhebt sich das Horn und die Gebhartsleite (522 m ü. NHN). 0,6 km östlich des Ortes gibt es ein Quellgebiet und eine Eiche, die als Naturdenkmäler ausgezeichnet sind.
Die Kreisstraße AN 23 führt an Mittelramstadt vorbei nach Winden (1,8 km südlich) bzw. zur Kreisstraße AN 20 (1,2 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hinterholz (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1000 als „Ramesgarden“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet zur Einzäunung des Hraban (oder Ram). 1293 erscheint es als „Ramschart“, seit 1342 auch mit dem Präfix „Obern“: Nach Anlage einer Tochtersiedlung war eine Unterscheidung in „Obern“- und „Niedern“- Ramschart erforderlich geworden; Niedern-Ramschart, zuletzt 1409 genannt, ist abgegangen oder in Mittelramstadt aufgegangen.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 150 f.</ref>
Laut den Vetter’schen Oberamtsbeschreibung von 1732 bestand Oberramstadt zu dieser Zeit aus zwölf brandenburg-ansbachische Untertanen, von denen drei zum brandenburg-ansbachischen Stiftsamt Ansbach gehörten, einer dem brandenburg-ansbachischen Hofkastenamt Ansbach lehen- und gültbar, aber ins brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Leutershausen vogtbar war, ein weiterer der Kirchenpflege zu Colmberg gehörte und ebenfalls ins Vogtamt Leutershausen vogt- und steuerbar war, sieben dem brandenburg-ansbachischen Verwalteramt Forndorf, ehemals Triesdorfschen Vogtamt gehörten und einer im Besitz der Mohr’schen Erben zu Ansbach war. Außerdem gab es in Oberramstadt eine 1713 neu erbaute, zum Kastenamt Colmberg gehörende Mühle<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 709.</ref> und ein gemeindliches Hirtenhaus. Gepfarrt war der Weiler nach Auerbach, der Zehnt musste dem Kastenamt Colmberg gegeben werden. Die Gemeindeherrschaft und der Hirtenstab standen dem Amt Colmberg zu, die Vogtei inner Etters der jeweiligen Grundherrschaft, die Vogtei außer Etters und die Fraisch aber dem Amt Colmberg.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 351.
M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 805.</ref> Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Oberramstadt aus 15 Anwesen: Zwei Halbhöfe und eine Mühle unterstanden dem Kastenamt Colmberg, ein Hof und zwei Köblergüter dem Stiftsamt Ansbach, ein Hof, ein Halbhof und fünf Köblergüter dem Verwalteramt Forndorf und ein Köblergut dem von Mohr; die Pfarrpfründe Colmberg (ein Köblergut) unterstand ebenfalls dem Kastenamt Colmberg. Das Hirtenhaus war gemeindlicher Besitz.<ref name="J897">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 897 f.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Oberramstadt. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 104 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 12.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J977">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 977.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberramstadt dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Auerbach zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Auerbach an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref><ref>Nach K. Rosenhauer soll Oberramstadt nach dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) mit Bauzenweiler, Kressenhof, Meuchlein, Mittelramstadt, Rammersdorf und Winden eine Ruralgemeinde gebildet haben (Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 12.). Dies wird im „Adreß- und statistischen Handbuch für den Rezatkreis“ nicht bestätigt (Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 54 (Digitalisat).). Auch bei M. Jehle findet sich hierfür kein Hinweis.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Oberramstadt im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 350.</ref><ref name="J977"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Lehrberger Straße 1: Ehemaliges Wohnstallhaus, eingeschossiges massives Gebäude mit Steildach, Putzgliederungen, 18. Jahrhundert<ref>Denkmalliste für Leutershausen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Auerbach) gepfarrt.<ref name="J897"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberramstadt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 212 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 150–152.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberramstadt in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberramstadt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Simonsmühle