Hohenmühle (Leutershausen)
Hohenmühle Stadt Leutershausen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5)&title=Hohenm%C3%BChle 49° 18′ N, 10° 30′ O
{{#coordinates:49,298055555556|10,494166666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Hohenmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 440 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 5 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Hohenmühle (fränkisch: Hoong-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 99. Dort folgendermaßen transkribiert: „hōngmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hohenmühle liegt in der Gemarkung Neunkirchen bei Leutershausen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Hohenmühlbach, einem rechten Zufluss des Onolzbachs. Im Osten liegt der Schönfeldwald und der Dornberger Ranken, 1 km südwestlich liegt die Hohbühl. Ein Anliegerweg führt zur Staatsstraße 2246 (0,25 km nordöstlich) zwischen Schalkhausen (2,5 km östlich) und Lengenfeld (1 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamendeutung
1447 wurde der Ort als „Hagenmül“ erstmals urkundlich erwähnt, 1498 als „Hagenmüller“ und 1732 als „Hagen Mühl“. 1790 wurde der Ort erstmals „Hohmühl“ genannt. Der Ortsname setzt sich aus dem Grundwort „mül“ und dem Bestimmungswort „hag“ (mhd.: Gesträuch, Gebüsch) zusammen, so dass der Ortsname als Mühle beim Gebüsch gedeutet werden kann. Das „lange“ „a“ ist in der Mundart zu einem „langen“ „o“ verdumpft; schließlich erfolgte die Verschriftung zur heutigen Namensform.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 99 f.</ref>
Geschichte
Nach der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von 1732 gehörte die Mühle dem eichstättischen Kastenamt Herrieden, war nach Neunkirchen gepfarrt und entrichtete den Zehnt dem Landkapitel Herrieden; die Fraisch hatte das Ober- und Kastenamt Ansbach inne.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 391.
M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 63.</ref> Gegen Ende des Alten Reiches gehörte die Mühle zur Realgemeinde Lengenfeld und unterstand nun grundherrschaftlich dem brandenburg-ansbachischen Hofkastenamt Ansbach.<ref name="J882">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 882.</ref><ref name="Fischer">Johann Bernhard Fischer: Hohmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 745.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1003.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Neunkirchen zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neunkirchen an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> 1870 gehörte zum Mühlgut eine Scheune, ein Schweinestall, eine Remise, ein ganzes Gemeinde- und Schafweiderecht, ein Forstrecht zum Bezug von einer gewissen Holzmenge, Äcker, Wiesen, einen Weiher und Waldungen in den Steuergemeinden Neunkirchen, Elpersdorf bei Ansbach und Schalkhausen; insgesamt etwa 63 Tagewerke.<ref>Fränkische Zeitung, Nr. 15 vom 18. Januar 1870, letzte Seite (unter „Bekanntmachungen“).</ref>
Am 1. Januar 1972 wurde Hohenmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2. S. 961 und 1003.</ref><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
<templatestyles src="FN/styles.css" />
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Neunkirchen bei Leutershausen) gepfarrt.<ref name="J882"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hohmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 745 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 99–100.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hohenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hohenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Atzenhofen | Bauzenweiler | Brunst | Büchelberg | Clonsbach | Eckartsweiler | Eichholz | Erlach | Erlbach | Erndorf | Frommetsfelden | Froschmühle | Görchsheim | Gutenhard | Hainhof | Hannenbach | Hetzweiler | Hinterholz | Höchstetten | Hohenmühle | Holzmühle | Hundshof | Jochsberg | Kressenhof | Lengenfeld | Lenzersdorf | Leutershausen | Mittelramstadt | Neunkirchen bei Leutershausen | Oberramstadt | Pfetzendorf | Rammersdorf | Rauenbuch | Röttenbach | Sachsen | Schwand | Steinbächlein | Steinberg | Straßenwirtshaus | Tiefenthal | Untreumühle | Waizendorf | Weihersmühle | Weißenkirchberg | Weißenmühle | Wiedersbach | Winden | Wolfsmühle | Zweiflingen
Sonstiger Wohnplatz: Simonsmühle