Zweiflingen (Leutershausen)
Zweiflingen Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(27)&title=Zweiflingen 49° 19′ N, 10° 23′ O
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dim=10000 | globe= | name=Zweiflingen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 439 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 27 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Zweiflingen
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Zweiflingen ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Zweiflingen liegt in der Gemarkung Frommetsfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt 0,2 km rechts der Altmühl. 0,5 km westlich liegt das Waldgebiet Weidlach, 0,5 km nordöstlich das Seeholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Pfetzendorf (0,4 km nördlich) bzw. zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße (0,6 km südlich) zwischen Jochsberg (0,7 km östlich) und Buch am Wald (3,2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamendeutung
Dem Ortsnamen liegt der althochdeutsche Personenname „Zwifal“ zugrunde.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 34.</ref>
Geschichte
1339 wurde Zweiflingen im Zusammenhang mit der Gründung der Schlosskapelle zu Jochsberg durch Burkhard von Seckendorff erwähnt; der Pfarrer der Pfarrei Neusitz, zu der Jochsberg ursprünglich gehörte, verzichtete auf seine Kleinzehnten in Jochsberg und Zweiflingen.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 83.</ref> Zur Schlosskaplanei, später Pfarrei Jochsberg, gehörte fortan Zweiflingen, das laut einem Verzeichnis von 1342 fünf Untertanen des Gumbertusstifts Ansbach hatte.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 140.</ref>
Laut 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1681 bildeten Pfetzendorf und Zweiflingen eine Realgemeinde bestehend aus elf Mannschaften (Untertanen-Familien). Zweiflingen hatte sechs brandenburg-ansbachische Mannschaften. Eine gehörte zum Kastenamt Colmberg bzw. Amt Leutershausen, fünf gehörten zum Vogtamt Jochsberg. Die Familie Seckendorff hatte Jochsberg mit Unterbrechungen nur bis zum 1630 in Besitz. Es gab außerdem ein Gemeindehirtenhaus.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 722, 724.</ref>
Am Ende des Alten Reiches bestand Zweiflingen aus sechs Anwesen. Grundherren waren das Kastenamt Colmberg (1 Köblergut) und das Vogtamt Jochsberg unterstanden (1 Hof, 4 Köblergüter), das Hirtenhaus war Eigentum der Gemeinde.<ref name="J936">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 936.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Zweifling. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 107 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 541 f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J979">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 979f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Zweiflingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Frommetsfelden zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Frommetsfelden an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Bieg umgemeindet. Am 1. Juli 1972 wurde Zweiflingen im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Leutershausen eingemeindet.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 352.</ref><ref name="J979"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Einwohnerzahlen
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Mauritius (Jochsberg) gepfarrt.<ref name="J936"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Zweifling. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 541–542 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Zweiflingen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Zweiflingen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Simonsmühle