Höchstetten (Leutershausen)
Höchstetten Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(60)&title=H%C3%B6chstetten 49° 20′ N, 10° 23′ O
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dim=10000 | globe= | name=Höchstetten | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 431 (429–440) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 60 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
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Höchstetten ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Höchstetten liegt in der Gemarkung Frommetsfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt links an der Altmühl. Der Furthgraben mündet dort als rechter Zufluss in die Altmühl. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Weidlach, 0,5 km östlich das Seeholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Pfetzendorf (0,5 km südlich), nach Frommetsfelden (1 km nördlich), zur Staatsstraße 2245 bei Bauzenweiler (2 km östlich) und an Erndorf vorbei zur Kreisstraße AN 3 (2 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Laut dem 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1608 gab es im Ort acht Mannschaften (=Untertanenfamilien), von denen sieben dem Stiftsamt Ansbach und eine dem Amt Colmberg vogt-, gült-, steuer- und lehenbar waren.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 714.</ref> Im 16-Punkte-Bericht von 1681 wurden neun Mannschaften verzeichnet, von denen sieben dem Stift Ansbach und je eine dem Vogtamt Jochsberg und dem Vogtamt Colmberg unterstanden.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 721.</ref> In der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von 1732 heißt es, dass der Weiler aus einem zum Kastenamt Colmberg, einem zum Vogtamt Jochsberg und nur noch fünf zum Stiftsamt Ansbach gehörenden Untertanen besteht; außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus. Jedes Amt hatte die Vogtei über seine Untertanen inner Ettern inne; die Vogtei außer Ettern, die Fraisch und die Gemeindeherrschaft lagen beim Stadtvogteiamt Leutershausen.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 353.</ref> Das Jochsberger Gut wurde in den markgräflichen Lehenbüchern von 1423, 1459 und 1544 aufgeführt.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 633.</ref> Am Ende des Alten Reiches saßen in Höchstetten elf Untertanen; ein Köblergut gehörte grundherrschaftlich zum Kastenamt Colmberg, drei Halbhöfe, fünf Köblergüter und ein Leerhaus dem Stiftsamt Ansbach und ein Hof dem Vogtamt Jochsberg. Gemeindlicher Besitz waren das Hirtenhaus und das Brechhaus. Hochgerichtlich unterstanden die Untertanen dem Stadtvogteiamt Leutershausen; die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Stiftsamt Ansbach aus. Niedergerichtlich war jede Grundherrschaft für ihren Besitz zuständig.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 869.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Höchstetten. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 105 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 697). Hiernach gab es nur 9 Untertansfamilien.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J979">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 979 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höchstetten dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Frommetsfelden zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Frommetsfelden an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Bieg umgemeindet. Am 1. Juli 1972 wurde Höchstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 352.</ref><ref name="J979"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Einwohnerzahlen
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt,<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 77.</ref> die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Höchstetten. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 697 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Höchstetten in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Höchstetten im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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