Hundshof (Leutershausen)
Hundshof Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4)&title=Hundshof 49° 17′ N, 10° 23′ O
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dim=10000 | globe= | name=Hundshof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 430 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 4 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Hundshof (fränkisch ebenfalls Hundshof<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 101 f.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hundshof liegt in der Gemarkung Erlbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Westlich der Einöde liegt das Birkenfeld. 0,2 Kilometer nördlich fließt der Steinbach, ein linker Zufluss des Erlbacher Mühlbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. 0,75 Kilometer nördlich erhebt sich der Kühberg. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße AN 4 (0,1 km südöstlich) zwischen Sachsen (2 km nordöstlich) und Erlbach (0,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamendeutung
Mit „Hund“- zusammengesetzte Orts- und Flurnamen können Bodenerhebungen bezeichnen (vgl. Hunsrück, Hundsrücken) oder auf etwas Minderwertiges hinweisen. Denkbar ist auch, dass sich der Name von einer möglicherweise auf dem Hof bestehenden herrschaftlichen Jagdhundzucht ableitet.<ref name="Fechter"/>
Geschichte
Der Ort wurde 1472 als „zum Hunthoff“ erstmals urkundlich erwähnt. 1480 und 1579 ist von der Ansiedelung als „Hundshof[f]“ die Rede.<ref name="Fechter"/> Der 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1681 erwähnt den Hundshof und „dabei noch eine bloße Mannschaft“.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 721.</ref> Bei letzterer handelte es sich um ein öd liegendes Köblergut, das in den Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 ebenfalls erwähnt wird: Es sei im baufälligen Zustand vom Hundsbauern dazu gekauft worden. Der Hundshof unterstand weiterhin dem Stadtvogteiamt Leutershausen und war nach St. Peter in Leutershausen gepfarrt. Abgaben gingen an das dortige Stadtvogteiamt und auch an das brandenburg-ansbachische Kastenamt Colmberg. Mit Erlbach hatte der Hof nur die Hut gemein. Daran änderte sich nichts bis zum Ende des Alten Reiches.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 358, 360 f.
M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 721, 852.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Hundshof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 105 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 778.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J986">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 986f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hundshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Jochsberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Erlbach zugewiesen.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Am 1. Januar 1972 wurde Hundshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 363.</ref><ref name="J986"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Bauernhof, zweigeschossiges Wohnhaus, verputzter Fachwerkgiebel, wohl spätes 18. Jahrhundert; dazu Scheune mit Krüppelwalmdach und Fachwerkteilen, wohl gleichzeitig.<ref>Denkmalliste für Leutershausen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Hans Wolfram Lübbeke und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern. Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München 1986, S. 266.</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 852.</ref> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hundshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 778 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 101–102.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hundshof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hundshof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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