Holzmühle (Leutershausen)
Holzmühle Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3)&title=Holzm%C3%BChle 49° 17′ N, 10° 26′ O
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dim=10000 | globe= | name=Holzmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 435 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 3 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
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Holzmühle (fränkisch: Holz-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100. Dort folgendermaßen transkribiert: „hǫltsmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Holzmühle liegt in der Gemarkung Wiedersbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Krämleinsbach (im 19. Jahrhundert auch „Krümmleinsbach“ genannt)<ref>Friedrich Wilhelm Pfeiffer: Beiträge zur Flußpolizei- und Flußbaukunde ... , Hof/Wunsiedel 1842, S. 18.</ref>, einem linken Zufluss der Altmühl, und am nordwestlichen Rand des Rauenbucher Waldes, den auch die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim berührt. 0,5 km östlich erhebt sich der Rauenberg (466 m ü. NHN), 0,5 km westlich der Kühnberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wiedersbach (0,9 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2249 (0,5 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1318 als „Holtzmule“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet zur Mühle am Wald.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100.
H. Schreiber: Leutershausen, S. 399.</ref> Die Getreidemühle gehörte zur Herrschaft Lüchau zu Wiedersbach und kam 1591 auf dem Erbwege in den Besitz der Herrschaft Eyb.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 399.</ref> Laut dem 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1681 bestand die Mühle aus zwei Mannschaften; die zweite „erst vor kurzem neu wieder aufgebaut“ – wohl nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 721.</ref> In den Johann Georg Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 wurde die „Holtz Mühl“ als eine „adelich Widerspachischer Mühl“ aufgelistet, die nach St. Peter in Leutershausen gepfarrt war und den Zehnt der Herrschaft Eyb zu Wiedersbach zu geben hatte. Die Vogtei inner Etters lag beim Eybschen Rittergut Wiedersbach, die Vogtei außer Etters und die Fraisch waren Rechte des brandenburg-ansbachischen Stadtvogteiamtes Leutershausen.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 400.</ref> Daran änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.<ref name="J928">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 928.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Holzmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 105 (Digitalisat). Hiernach soll es nur eine Untertansfamilie gegeben haben.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1016">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1016.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Holzmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wiedersbach zugewiesen. Sie gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Wiedersbach an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Die seit 1796 bestehende eybsche Patrimonialgerichtsbarkeit zu Wiedersbach-Rammersdorf endete 1842 durch Verzicht.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1016.</ref> 1851 stellte die Holzmühle mit Georg Häslein den Bürgermeister der Gemeinde Wiedersbach.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 400.</ref>
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Wiedersbach und damit auch die Holzmühle zum 1. Januar 1972 in die Stadt Leutershausen eingemeindet.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 402.</ref><ref name="J1016"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: ehemalige Holzmühle, Wohngebäude, zweigeschossiger Satteldachbau, mit Putzgliederungen und Fachwerkgiebel, 18. Jahrhundert, bezeichnet 1818; Scheune, massiver Satteldachbau, einseitig mit Krüppelwalm, mit Fachwerkgiebel, 1801.<ref>Denkmalliste für Leutershausen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes Baptista (Wiedersbach) gepfarrt,<ref name="J928"/> seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei nach St. Peter (Leutershausen) zuständig.<ref name="OV 1861"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Vitus (Neunstetten) zuständig.<ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 8. April 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Holzmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 755 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 100.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Holzmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Holzmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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