Weißenmühle (Leutershausen)
Weißenmühle Stadt Leutershausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(12)&title=Wei%C3%9Fenm%C3%BChle 49° 17′ N, 10° 26′ O
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dim=10000 | globe= | name=Weißenmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 422 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 12 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91578 | |||||
| Vorwahl: | 09823 | |||||
Weißenmühle (fränkisch: Waisa-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198. Dort folgendermaßen transkribiert: waisəmíl.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Weißenmühle liegt in der Gemarkung Rauenbuch.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt links der Altmühl. 1,25 Kilometer südwestlich erhebt sich der Rotenberg (470 m ü. NHN), 1,5 km nördlich der Rauenberg (466 m ü. NHN), 1 km westlich liegt das Mönchsholz. Die Staatsstraße 2249 führt nach Niederdombach (1 km südöstlich) bzw. nach Rauenbuch (0,9 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Ortsnamendeutung
Der Ortsname wird gedeutet als „zu der aus (weißen) Steinen gebauten Mühle“.<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198.</ref>
Geschichte
Die „weitzzen mul“ wurde 1387 erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="Fechter" /> Sie gehörte zum Seckendorffschen Rittergut zu Rauenbuch, das 1594 von den Markgrafen von Ansbach erworben wurde; sie unterstellten Rauenbuch mit ihren Zugehörungen dem Klosterverwalteramt Sulz.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 596 f.</ref> Bis zur Reformation gehörte die Mühle zur Pfarrei Neunstetten im Bistum Eichstätt.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 66.</ref>
In den Vetterschen Oberamtsbeschreibungen von 1732 heißt es von der Mühle, dass sie nach der seit 1528 protestantischen Pfarrei St. Peter in Leutershausen gepfarrt und vom Zehnt befreit ist, mit der Vogtei inner Etters dem Klosteramt Sulz und außer Etters und mit der Fraisch dem Stadtvogteiamt Leutershausen untersteht.<ref>H. Schreiber: Leutershausen, S. 397.</ref> Diese Verhältnisse blieben so bis zum Ende des Alten Reiches.<ref name="J900">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 900.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Weisenmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 107 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 144.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J1006">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1006.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weißenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wiedersbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Rauenbuch zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref>
Die Mühle gehörte gemäß einer Auflistung von 1830 zu einem „die Brünst“ oder „die Brunst“ genannten, seit dem Mittelalter stellenweise gerodeten umfangreichen Waldgebiet zwischen Leutershausen und Kloster Sulz mit dem Hauptort Brunst. Die Brünst war für ihre gute Rinderviehzucht bekannt; ihre 22 Dörfer galten als reich.<ref>Friedrich Oechsle: Beiträge zur Geschichte des Bauernkrieges in den schwäbisch-fränkischen Grenzlanden, Heilbronn 1830, S. 320, Fußnote.
Friedrich Benedict Weber: Bemerkungen und Notizen über verschiedene Gegenstände der Landwirthschaft, Leipzig 1815, S. 194.
Heinrich Wilhelm Bensen: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Rotenburg ob der Tauber, Erlangen 1856, S. 29.</ref> Beispielsweise wurden 1876 im Anwesen Weißenmühle 14 Stück Rindvieh gehalten; in der Gemeinde Rauenbuch waren es insgesamt 238 Stück Rindvieh.<ref name="OV 1875"/>
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Rauenbuch und damit ihr Gemeindeteil Weißenmühle am 1. Januar 1972 in die Stadt Leutershausen eingemeindet.<ref name="J1006"/><ref>Leutershausen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt.<ref name="J900"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Vitus (Neunstetten) zuständig.<ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 20. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Weißenmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 144 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 198–199.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3922175023 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Weißenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Weißenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Sonstiger Wohnplatz: Simonsmühle