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Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen bis 1949

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dies ist eine Teilliste von Luftfahrt-Zwischenfällen der Jahre bis 1949 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen.

Für militärische Zwischenfälle siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) bis 1980.

Für Zwischenfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt).

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

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Auflistung nach Jahr
1785 1819 1875 1896 1897 1902 1908 1909 1910 1911 1912 1913 1919 1922 1927 1928 1929 1930 1931 1933 1934 1935 1936 1937 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949

Zwischenfälle bis 1930

  • Abstürze von Ballonen und Luftschiffen sind farbig unterlegt.
Datum Ort Fluggesellschaft / Flugnummer Luftfahrzeugtyp Opfer Beschreibung
Vorlage:DatumZelle Wimereux, Frankreich Heißluft-Gas-Hybrid-Ballon 2 Jean-François Pilâtre de Rozier und Pierre Romain stürzten mit ihrem Rozière-Ballon an der französischen Kanalküste ab und wurden die ersten Todesopfer der Luftfahrtgeschichte.
Vorlage:DatumZelle Paris, Frankreich 1 Sophie Blanchards Ballon wurde über Paris von einem Feuerwerkskörper in Brand gesetzt, die Ballonfahrerin stürzte zu Tode; sie war das erste weibliche Todesopfer eines Flugunfalls.
Vorlage:DatumZelle Ciron, Département Indre, Frankreich Ballon Zénith 2 Bei einer Ballonhochfahrt kamen Joseph Crocé-Spinelli und Théodore Sivel in etwa 8000 Metern Höhe aufgrund des Sauerstoffmangels ums Leben. Gaston Tissandier überlebte.
Vorlage:DatumZelle Stölln (Brandenburg), Deutschland Normalsegelapparat 1 Otto Lilienthal stürzte in den Rhinower Bergen ab und starb am nächsten Tag in Berlin.
Vorlage:DatumZelle Tempelhof (Berlin), Deutschland Luftschiff Deutschland 2 Friedrich Hermann Wölfert stürzte zusammen mit seinem Mechaniker Knabe bei einer Vorführung brennend ab.
Vorlage:DatumZelle Zwijndrecht, Belgien Ballon Berson 1 Am Ende einer wissenschaftlichen Ballonfahrt verunglückte der Erfinder des Drachenballons, Hans Bartsch von Sigsfeld, bei der Sturmlandung auf gefrorenem Boden tödlich, während sein Mitfahrer Franz Linke nur leichte Verletzungen erlitt.
Vorlage:DatumZelle Fort Myer, Virginia, USA Wright Model A 1 Der erste Tote durch einen Flugunfall in den USA. Orville Wright und Thomas E. Selfridge verloren die Kontrolle über ihr Flugzeug. Selfridge starb, Wright wurde verletzt.
Vorlage:DatumZelle Juvisy (Port-Aviation), Frankreich Wright Model A 1 Die Maschine stürzte aus 6 m Höhe ab. Der Pilot Eugène Lefebvre war der erste Pilot eines motorisierten Flächenflugzeuges, der ums Leben kam.
Vorlage:DatumZelle Boulogne-sur-Mer, Frankreich Voisin Standard 1 Der Pilot Ferdinand Ferber kam ums Leben. Beim Kurvenflug in Bodennähe berührte eine Tragfläche seines Voisin-Doppeldeckers den Boden.
Vorlage:DatumZelle Bordeaux, Frankreich Blériot XI 1 Der Pilot Léon Delagrange starb beim Flugunfall seines Eindeckers in Croix d'Hins bei Bordeaux. Das Flugzeug verlor wegen widriger Winde eine Tragfläche und stürzte ab, wobei sich der Pilot nicht aus der Maschine retten konnte; sein Schädel wurde vom Motor der „Blériot XI“ zerquetscht.
Vorlage:DatumZelle Bournemouth, England, UK Wright Model A 1 Der erste britische Tote durch einen Flugunfall. Das Heck des Wright Model A (ein Lizenzbau der Short Brothers) brach ab und Charles Rolls, der Mitgründer von Rolls-Royce, stürzte aus ca. 15 m Höhe ab und verstarb am Unfallort.
Vorlage:DatumZelle Pattscheid, Deutschland Luftschiff Erbslöh 5 Das Luftschiff stürzte ab, nachdem die Hülle geplatzt war und ausgetretener Wasserstoff sich durch einen Funken des Antriebs entzündet hatte.
Vorlage:DatumZelle Domodossola, Piemont, Italien Blériot XI 1 Jorge Chávez’ Flugzeug brach beim Versuch, es aus einem Sturzflug nach erfolgreicher Alpenüberquerung abzufangen, auseinander, da die Konstruktion aus Eschenholz, Stahlrohren, Baumwoll- und Leinenstoff der Beanspruchung nicht standhielt. Chavez wurde bei dem Absturz aus 10–20 Meter Höhe schwer verletzt und starb am 27. September 1910 im Spital von Domodossola.
Vorlage:DatumZelle Flugplatz Johannisthal, Berlin, Deutschland Wright Model R 1 Paul Engelhard stürzte bei der Berliner Flugwoche 1911 mit einem Wright Model R („Baby Wright“) über dem Flugplatz Johannisthal ab und erlitt tödliche Verletzungen. Sein Flugschüler Gerhard Sedlmayr wurde dabei nur leicht verletzt.
Vorlage:DatumZelle Langenfelde, Deutschland Eigenbau-Eindecker 1 Am 30. Juni 1912 überschlug sich die Maschine von Benno König nach einem Motorausfall über Langenfelde bei einer Außenlandung auf einer Chaussee. König wurde verletzt ins Altonaer Krankenhaus gebracht, wo er am Morgen des 1. Juli 1912 verstarb.
Vorlage:DatumZelle Atlantic City, USA Luftschiff 5 Das erste amerikanische Luftschiff explodierte über der Stadt.
Vorlage:DatumZelle Kaufunger Wald bei Kassel, Deutschland Ballon 1 Der Ballon stürzte bei einem Gewitter ab.<ref>Flugzeugunglück: Bereits 1913 stürzte Ballonfahrer im Kaufunger Wald ab. Abgerufen am 6. April 2015.</ref>
Vorlage:DatumZelle Chicago, USA Luftschiff Wingfoot Air Express 13 Das Luftschiff fing in der Luft Feuer und stürzte auf das Gebäude der Illinois Trust & Savings Bank. Am Boden starben 10 Personen, daneben noch zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied. Zwei weitere Besatzungsmitglieder retteten sich mit Fallschirmen.
Vorlage:DatumZelle Piz Urlaun, Zollikon, Schweiz SIAI S.9 4 (A) Zwei Savoia S.9 stürzten auf ihrem Überflug von Italien nach Finnland in der Schweiz ab, alle vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben (siehe auch Absturz zweier Savoia S.9 1920).
Vorlage:DatumZelle Grandvilliers, Frankreich De Havilland DH-18A und Farman F.60 7 Die beiden Flugzeuge kollidierten bei schlechter Sicht. Dieser Unfall gilt als die erste Kollision zweier Flugzeuge in der Luft.
Vorlage:DatumZelle New Brunswick, USA Colonial Air Transport Fairchild FC-2 4 Stürzte beim Start ab.
Vorlage:DatumZelle Nordpolarmeer nördlich von Spitzbergen Luftschiff Italia 7 Auf dem Rückweg vom Nordpol stürzte das Luftschiff bei schlechtem Wetter auf das Packeis. Die Führergondel wurde durch den Aufprall vom Rumpf getrennt, wobei eine Person ums Leben kam. Sechs Expeditionsmitglieder wurden vom Sturm mit dem Luftschiff davongerissen und sind seitdem verschollen.
Vorlage:DatumZelle Elm (Schlüchtern), Deutschland Luft Hansa Fokker-Grulich F.II 4 Absturz der D-757 'Spree' der Luft Hansa auf dem Linienflug von Frankfurt nach Berlin-Tempelhof. Vier Tote.<ref>Christoph Käppeler: Tod im Elmer Loch – vor 75 Jahren. 12. Juni 2004, abgerufen am 25. Dezember 2014.</ref>
Vorlage:DatumZelle Surrey, Großbritannien Luft Hansa Junkers G 24 6 Die Junkers explodierte über Surrey und stürzte ab.
Vorlage:DatumZelle Beauvais, Frankreich Starrluftschiff R101 48 Bei einer versuchten Notlandung geriet das britische Starrluftschiff in Brand. Der Unfall forderte 48 Menschenleben und ist bis heute (Stand 2015) der verlustreichste Unfall in der zivilen Luftschifffahrt. Von den Insassen überlebten 6 Personen.

Zwischenfälle von 1931 bis 1936

  • Abstürze von Ballonen und Luftschiffen sind farbig unterlegt.
Datum Ort Fluggesellschaft / Flugnummer Luftfahrzeugtyp Opfer Beschreibung
Vorlage:DatumZelle Chase County, Kansas, USA Transcontinental and Western Air Fokker F-10 8 (A) Eine Fokker F.10 stürzte auf dem Transcontinental-and-Western-Air-Flug 5 nach dem Abriss einer Tragfläche in ein Weizenfeld. Alle Insassen, unter ihnen der Footballtrainer Knute Rockne, starben. Der Absturz geriet durch den Tod Rocknes in den Fokus des Interesses und führte zu weitreichenden Änderungen im Flugzeugbau (Holzbauteile wurden durch Metall ersetzt) und der Unfalluntersuchung (Einbeziehung von Regierungsstellen, Veröffentlichung).
Vorlage:DatumZelle Chesterton, Indiana, USA United Airlines Boeing 247 7 (A) Die in Cleveland gestartete Maschine verlor durch eine Bombenexplosion im hinteren Kabinenbereich das Heck. Alle Insassen kamen beim Absturz ums Leben. Der/die Täter konnten nicht ermittelt werden (siehe auch United-Air-Lines-Flug 23).
Vorlage:DatumZelle Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen), Deutschland Swissair Curtiss AT-32C 12 (A) Ein auf dem Flughafen Zürich gestartetes Passagierflugzeug stürzte nahe Wurmlingen (Landkreis Tuttlingen) ab. Unter den zwölf Toten war die erste Stewardess Europas, Nelly Diener (siehe auch Flugzeugabsturz am 27. Juli 1934 bei Tuttlingen).
Vorlage:DatumZelle Rutbah Wells, Irak KLM Royal Dutch Airlines Douglas DC-2 7 (A) Die auf dem Flughafen Kairo-Almaza gestartete Maschine befand sich auf einem Flug von Amsterdam nach Batavia (Niederländisch-Indien) (heute Jakarta). Der Absturz geschah während eines Gewitters. Es gab keine Überlebenden. Die Unfallursache blieb ungeklärt (siehe auch Flugzeugabsturz der KLM Douglas DC-2 „Uiver“).
Vorlage:DatumZelle Brilon (Sauerland) KLM Royal Dutch Airlines Fokker F.XII 7 Auf dem Weg von Prag nach Amsterdam verunglückte die PH-AFL (Leeuwerik) in schlechtem Wetter bei Brilon. Alle 7 Insassen sterben bei dem Unfall.
Vorlage:DatumZelle Moskau, Sowjetunion Aeroflot Polikarpow I-5 und Tupolew ANT-20 49 Eine Polikarpow I-5 kollidierte während eines Formationsfluges mit dem Verkehrsflugzeug ANT-20. Beide Flugzeuge stürzten ab.
Vorlage:DatumZelle Tatsfield, Großbritannien Sabena Savoia-Marchetti SM.73 11 Eine Savoia-Marchetti SM.73 stürzte nach Kontrollverlust auf dem Flug von Brüssel nach London ab.<ref>Flugunfalldaten und -bericht SM.73 OO-AGN im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Vorlage:DatumZelle Berg Lihesten, nahe Hyllestad, Norwegen Det Norske Luftfartselskap (DNL) Junkers Ju 52/3m 7 Eine Junkers Ju 52/3m der DNL (Luftfahrzeugkennzeichen LN-DAE) wurde in den Berg Lihesten, in der Nähe von Hyllestad, geflogen. Die Maschine war auf dem Weg vom damaligen Seeflughafen Bergen-Sandviken nach Tromsø. Alle sieben Personen an Bord (vier Besatzungsmitglieder, drei Passagiere) wurden getötet. Dies war der erste tödliche Luftverkehrsunfall in Norwegen.<ref>Unfallbericht Ju 52 LN-DAE, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 25. November 2018.</ref>
Vorlage:DatumZelle Moritzberg, nahe Nürnberg, Deutschland Junkers Ju 52/3m 3 Auf dem Flug von Berlin nach München sollte in Nürnberg eine unplanmäßige Zwischenlandung eingelegt werden. Wegen Nebels gestaltete sich der Anflug auf den damaligen Flughafen Marienberg schwierig. Beim zweiten Umfliegen des Moritzberges berührte die linke Tragfläche gegen 15 Uhr die Baumwipfel und die Maschine mit dem Kennzeichen D-ASUI stürzte in den Nordhang des Moritzberges. Von den 18 Personen an Bord überlebten 15.<ref>. In: Zeitung Der Bote, 17. November 2017, DB1, n-land.de; abgerufen am 18. November 2017</ref>
Vorlage:DatumZelle Gatwick Airport British Airways Fokker F.XII 2/2 Das Flugzeug befand sich im Landeanflug auf Gatwick, als es im dichten Nebel in einen Hügel flog. Es gab zwei Tote und zwei Verletzte.

Zwischenfälle 1937 bis 1949

1937

  • Am 8. Mai 1937 fing der Zeppelin LZ 129 Hindenburg nach einer Atlantiküberquerung beim Landemanöver über dem Flugfeld Lakehurst (New Jersey, USA) Feuer und wurde zerstört. Der Unfall ist der bis heute (Stand 2023) fünftschwerste in der Geschichte der Luftschifffahrt. Von den Insassen wurden 36 getötet; es gab 62 Überlebende unter den Passagieren und Besatzungsmitgliedern.

1938

1939

1940

1941

1942

  • (A) Am 23. Oktober 1942 wurde eine Douglas DC-3-178 der US-amerikanischen American Airlines (NC16017) in ihrer Reiseflughöhe von 9000 Fuß (2700 Meter) durch den Kommandanten eines leichten Bombers des Typs Lockheed Ventura der USAAF (41-38116) mehrfach scharf angeflogen, überholt und gekreuzt, um die Aufmerksamkeit des Ersten Offiziers der DC-3, eines Freundes, zu erregen. Schließlich rammte er die DC-3 und brachte sie damit zum Absturz, 5 Kilometer nördlich des Flughafens Palm Springs (Kalifornien, USA). Die B-34 landete sicher auf dem Flughafen Palm Springs. Als Ursache wurde festgestellt: „Rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten von Leutnant [Name] beim absichtlichen Manövrieren eines Bombers in gefährlicher Nähe zu einem Verkehrsflugzeug, in dem ungerechtfertigten Versuch, die Aufmerksamkeit des Ersten Offiziers des letzteren Flugzeugs auf sich zu ziehen.“ Alle 12 Insassen der DC-3 wurden getötet, drei Besatzungsmitglieder und 9 Passagiere (siehe auch American-Airlines-Trip 28).<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 NC16017 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

1943

1944

1945

  • 20. April – Eine JU-52 der Lufthansa wurde auf dem letzten planmäßigen Linienflug während des Zweiten Weltkrieges von Berlin-Tempelhof nach Enns mit Zwischenstopp in Prag ca. 70 km südlich von Berlin im Raum Glienig von sowjetischen Streitkräften abgeschossen. An Bord befanden sich 15 Passagiere und 3 Besatzungsmitglieder. Den Absturz selbst überlebten 2 Passagiere, wobei einer am 22. April durch russische Truppen zu Tode kam. Einziger Überlebender war Kurt Runge.<ref>Der letzte Flug ein deutsches Geheimnis In: Weser Kurier am 3. Oktober 2022.</ref>
  • 11. August – Eine Douglas DC-2-243 der Mexicana (XA-DOT) verunglückte bei schlechtem Wetter am Vulkan Iztaccíhuatl. Alle 16 Menschen an Bord wurden getötet, 4 Besatzungsmitglieder und 12 Passagiere (nach anderer Quelle 4+11, total 15).<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 42 (englisch), September 191, S. 82.</ref><ref>Unfallbericht DC-2 XA-DOT, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 24. November 2017.</ref>
  • Am 7. November 1945 (in der Aviation Safety Network WikiBase fälschlich als 7. November 1946 angegeben) verunglückte eine Budd RB-1 Conestoga der US-amerikanischen National Skyways Freight (NC45353) 11 Kilometer südwestlich von San Rafael (New Mexico, USA), nahe Alameda. Das Flugzeug befand sich auf einem Frachtflug mit einer Ladung Newsweek-Zeitschriften von Dayton, Ohio, nach Los Angeles, Kalifornien. Nach dem Überfliegen der Acomita-Luftstraße ging das Flugzeug in einen steilen Sturzflug über. Bei dem Versuch, aus dem Sturzflug herauszukommen, versuchten der Pilot und der Kopilot eine Bauchlandung. Das Flugzeug stürzte jedoch am Rande der San Rafael Mesa in New Mexico ab. Der Kapitän und der Kopilot kamen ums Leben, der Mechaniker wurde schwer verletzt.<ref>Joe Baugher: US Navy and US Marine Corps BuNos (englisch), abgerufen am 27. Januar 2025.</ref><ref>A Story of the Budd RB-1 Conestoga (englisch), abgerufen am 27. Januar 2025.</ref><ref>Unfallbericht Budd Conestoga NC45353, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 27. Januar 2025.</ref>
  • 17. November – Eine Douglas DC-3/C-47A-5-DK der Royal Canadian Air Force (RCAF) (KG310) streifte im Anflug auf den Flughafen Wien-Schwechat bei schlechter Sicht mit einer Tragfläche den Boden und stürzte kurz vor der Landebahn ab. Alle Insassen überlebten.<ref>James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 18.</ref>

1946

  • 6. Januar – Eine Douglas DC-3-392 der US-amerikanischen Pennsylvania-Central Airlines (NC21786) überrollte das Landebahnende auf dem Birmingham Municipal Airport. Die Maschine war viel zu hoch und zu schnell angeflogen worden und hatte erst sehr spät aufgesetzt. Hinter dem Landebahnende durchbrach sie einen Zaun und kam in einem Bach zum Stehen. Drei Crewmitglieder starben, alle sieben Passagiere sowie ein weiteres Besatzungsmitglied überlebten.<ref>Unfallbericht DC-3 NC21786, 6. Januar 1946, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Mai 2021.</ref>
  • 16. Mai – Eine Douglas DC-3/C-47A-80-DL der US-amerikanischen Viking Air Transport (NC53218) stürzte zehn Kilometer südlich des Flughafens Richmond (Virginia, USA) ab. Die Piloten waren trotz Triebwerksproblemen dort gestartet, mussten aber wegen noch schlechter werdender Triebwerksleistung zurückkehren. Wegen eines schlecht durchgeführten Anflugs musste durchgestartet werden, wobei ein Triebwerk sehr rau lief. Daraufhin wurde das Triebwerk Nr. 2 (rechts) abgestellt, obwohl Nr. 1 (links) defekt war. Auch wurde das Fahrwerk nicht eingefahren. Die Piloten verloren die Kontrolle über das Flugzeug, es kam zum Strömungsabriss und Absturz. Alle 27 Insassen, zwei Besatzungsmitglieder und 25 Passagiere, wurden getötet.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 NC53218 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 22. Mai – Bei einer Junkers Ju 52/3m2e der norwegischen Det Norske Luftfartselskap (DNL) (LN-LAB) fiel kurz nach dem Start vom Flughafen Oslo-Fornebu der linke Motor aus. Beim Versuch einer Umkehrkurve kam es zum Strömungsabriss, die Maschine streifte Baumwipfel und stürzte in ein Haus am Südrand des Flughafens. Alle 12 Insassen bis auf einen Passagier kamen ums Leben.<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 43 (englisch), Dezember 1991, S. 91/108.</ref><ref>Unfallbericht Ju 52 LN-LAB, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 7. Dezember 2017.</ref>
  • 17. Juli – Eine Curtiss C-46D der ecuadorianischen ANDESA (HC-SCA) flog beim Durchstartversuch nach einem missglückten Anflug auf den Flughafen Cuenca (Ecuador) 1,6 Kilometer hinter dem Flughafen in einen Hügel. Die aus Guayaquil kommende Maschine wurde von zwei angeheuerten US-amerikanischen Piloten geflogen.<ref>„Ecuador Plane Crash Kills 32“, Los Angeles Times, July 18, 1946, S. 5.</ref> Alle 30 Insassen, 3 Besatzungsmitglieder und 27 Passagiere, wurden getötet.<ref>Unfallbericht C-46D HC-SCA, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 12. Februar 2020.</ref>
  • 3. September – Eine Douglas DC-3A der Air France (F-BAOB) stürzte nach dem Start vom Flughafen Kopenhagen etwa 40 km südwestlich davon bei Køge ab. Alle 22 Insassen, 5 Besatzungsmitglieder und 17 Passagiere kamen ums Leben. Als Ursache wird eine Treibstoffleckage angenommen, die zu einem Triebwerksbrand führte.<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 43 (englisch), Dezember 1991, S. 91/107.</ref><ref>Unfallbericht DC-3 F-BAOB, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 7. Dezember 2017.</ref>
  • 12. September – An einer Douglas DC-4/C-54A der US-amerikanischen Pennsylvania-Central Airlines (NX91068) geriet ein Triebwerk in Brand. Die Besatzung, die einen Trainingsflug absolvierte, führte eine Notlandung auf dem Flughafen Washington-National durch, wobei das beschädigte Triebwerk kurz vor dem Aufsetzen von der Tragfläche abriss. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle vier Insassen überlebten.<ref>Unfallbericht DC-4 NX91068, 12. September 1946, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. Februar 2020.</ref>
  • 10. Dezember – Eine Curtiss C-46E Commando der US-amerikanischen Slick Airways (N....) verunglückte auf einem unbekannten Flugplatz im Raum Dallas (Texas, USA). Die C-46 landete lang und geriet auf der nassen Bahn ins Aquaplaning. Sie geriet über das Landebahnende hinaus, durchbrach den Begrenzungszaun und überquerte einen Graben, wobei das Fahrwerk abgeschert wurde, bevor sie zum Stillstand kam. Beide Piloten, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde eventuell irreparabel beschädigt.<ref>Unfallbericht C-46 N...., Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 12. Januar 2025.</ref>

1947

  • 1. Februar – Eine Douglas DC-3C der Air France (F-BAXQ) kollidierte bei Peninha mit der Hügelkette Serra de Sintra 28 Kilometer westlich des Zielflughafens Lissabon-Portela. Die am Flughafen Bordeaux-Mérignac gestartete Maschine befand sich im Landeanflug, als sich bei schlechtem Wetter und Dunkelheit der Unfall ereignete. Von den 16 Insassen kamen 15 ums Leben, alle 5 Besatzungsmitglieder und 10 der 11 Passagiere.<ref>Unfallbericht DC-3 F-BAXQ, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 21. Oktober 2019.</ref><ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 45 (englisch), Juni 1992, S. 93/53.</ref>
  • 17. Februar – Eine Douglas DC-3/C-47A der Det Danske Luftfartselskab (DDL) (OY-AEB) befand sich auf einem Frachtflug von Aalborg nach Kopenhagen. Aufgrund der dortigen Sichtverhältnisse wich die Crew zum 25 km entfernten Flughafen Malmö-Bulltofta aus, wo jedoch ebenfalls wegen Nebels keine Landung möglich war. Auf dem Rückweg nach Kopenhagen wurde aufgrund der Treibstoffsituation eine Notlandung auf dem Eis vor der schwedischen Küste durchgeführt, etwa fünf Kilometer querab Malmö. Alle vier Besatzungsmitglieder überlebten, die Maschine brannte aus.<ref>Unfallbericht DC-3 OY-AEB, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 4. Dezember 2017.</ref>
  • 30. Mai – Eine Douglas DC-4 (C-54B) der Eastern Air Lines (NC88814) stürzte auf dem planmäßigen Flug von Newark (New Jersey) nach Miami (Florida) aus dem Reiseflug heraus in ein Waldgebiet nahe Baltimore. Alle 53 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Ursache konnte nie gefunden werden.<ref>Unfallbericht DC-4 NC88814, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 23. November 2017.</ref>
  • 13. Juli – Mit einer Douglas DC-3C der US-amerikanischen Burke Air Transport (NC79024) kam es zu einer Bruchlandung in einem Gebiet mit Bäumen und Baumstümpfen 6,5 Kilometer südwestlich von Melbourne (Florida) (USA). Während des Fluges in 300–500 Fuß Höhe hatte ein Motor aufgrund von Problemen mit dem Kraftstofffluss begonnen zu stottern und Fehlzündungen zu verursachen. Die Übermüdung der Besatzung war wahrscheinlich eine der Ursachen, da sie von insgesamt 37 Stunden und 45 Minuten mehr als 23 Stunden in der Luft gewesen war. Von den 36 Insassen kamen 14 ums Leben, zwei Besatzungsmitglieder und 12 Passagiere.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 NC79024 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 25. Juli – Eine Avro York C.1 der britischen Skyways (G-AIUP) überrollte nach einem Ausfall der Bremsen bei der Landung auf dem Flughafen London Heathrow das Landebahnende und kam rund 230 Meter dahinter in einem kleinen Fluss zum Liegen. Ursache war der Bruch eines Seilzugs nach übermäßigem Verschleiß. Alle 24 Insassen, 7 Besatzungsmitglieder und 17 Passagiere, überlebten. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.<ref>Unfallbericht Avro York G-AIUP, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>
  • 28. August – Eine Short Sandringham 6 der Det Norske Luftfartselskap (DNL) (LN-IAV) wurde in nur 290 Meter Höhe in die Flanke des 400 Meter hohen, im Nebel liegenden Berges Kvammetind geflogen. Die Maschine war auf dem Weg vom damaligen Seeflughafen Harstad/Narvik nach Bodø. Alle 35 Menschen an Bord (8 Besatzungsmitglieder, 27 Passagiere) wurden getötet. Dies war der schwerste Unfall einer Sandringham und zur damaligen Zeit der schwerste tödliche Luftverkehrsunfall in Norwegen.<ref>Unfallbericht Sandringham LN-IAV, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 25. November 2018.</ref>
  • 26. Oktober – Eine Douglas DC-4 der schwedischen AB Aerotransport (SE-BBG) flog in die westliche Flanke des Berges Hymettos nahe Athen. Die Maschine befand sich auf einem Flug von Istanbul über Athen, Rom, Genf und Kopenhagen nach Stockholm und war im Anflug auf den damals noch Athen-Hassani genannten Flughafen. Alle 44 Menschen an Bord wurden getötet, 8 Besatzungsmitglieder und 36 Passagiere.<ref>Åke Hall: Luftens Vikingar – en bok om SAS alla flygplan. Air Historic Research, Nässjö 2002, ISBN 91-973892-3-4, S. 11. (schwedisch).</ref><ref>Unfallbericht DC-4 SE-BBG, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 3. Dezember 2017.</ref>

1948

  • 21. Januar – Eine Lockheed L-649 Constellation der US-amerikanischen Eastern Air Lines (NC111A) wurde bei der Landung auf dem Flughafen Boston-Logan (Massachusetts, USA) irreparabel beschädigt. Die Landebahn war mit 13 mm Neuschnee bedeckt, vor allem aber auch mit Schneeverwehungen. Nach der Kollision des linken Hauptfahrwerks mit einer solchen drehte sich die Maschine nach links und krachte dort in einen größeren Schneehaufen, woraufhin ein Feuer in der Tragfläche ausbrach. Alle 25 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 20 Passagiere, überlebten. Die Unfallermittler sahen die Schuld für den Totalschaden beim Flughafenbetreiber, bei dem örtlichen Betriebsinspektor der Luftfahrtbehörde CAA und beim Stationsleiter der Fluggesellschaft, die alle nicht für einen ordnungsgemäßen Zustand der Landebahnoberfläche gesorgt hatten.<ref>Flugunfalldaten und -bericht L-649 NC111A im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 13. März – Eine Douglas DC-3A der brasilianischen Cruzeiro do Sul (PP-CBX) kollidierte im Anflug auf den Flughafen São Paulo–Congonhas (São Paulo, Brasilien) mit dem Bergrücken Sierra Cristais, 32 Kilometer vom Zielflughafen entfernt. Alle 6 Insassen, 4 Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere, wurden getötet.<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 49 (englisch), Juni 1993, S. 93/53.</ref><ref>Unfallbericht DC-3 PP-CBX, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. August 2020.</ref>
  • 11. April – Eine Bristol 170 Mk.21 der französischen Compagnie Air Transport (F-BENG) flog nach dem Start vom Flughafen Gibraltar zu einem Frachtflug nach Casablanca bei Algeciras in die Berge. Die Piloten hatten die vorgeschriebene Linkskurve unmittelbar nach dem Start nicht ausgeführt, sondern waren immer weiter geradeaus geflogen, bis sie in rund 800 Metern Höhe mit dem Gelände kollidierten. Alle drei Besatzungsmitglieder wurden getötet.<ref>Unfallbericht Bristol 170 F-BENG, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 18. September 2017.</ref><ref>King 2011, S. 221.</ref>
  • 1. Mai – Eine Douglas DC-6 der niederländischen KLM Royal Dutch Airlines (PH-TKW) verunglückte bei einem Trainingsflug auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol (Niederlande). Der Trainingskapitän wollte einen Triebwerksausfall beim Start demonstrieren. Nach dem Abheben des Bugrads bei einer Geschwindigkeit von 169 km/h zog er den Gashebel des Triebwerks Nr. 1 (links außen) zurück. Das Flugzeug driftete nach links von der Startbahn herunter, die rechte Seite hob ab, aber die linke Tragfläche kollidierte mit einem Erdwall, anschließend endete das Ganze in einem Graben. Das gerade erst 8 Tage zuvor an KLM gelieferte Flugzeug wurde zum Totalschaden. Alle 5 Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-6 PH-TKW im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • (A) 12. Mai (in manchen Quellen 13. Mai) – Die Douglas DC-4 OO-CBE der belgischen Sabena geriet auf einem Inlandsflug von Léopoldville (Kongo) nach Libenge in einen Tornado und stürzte in ein Waldgebiet. Von den 32 Insassen kamen 31 ums Leben (siehe auch Flugunfall der Sabena bei Magazini).<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 47 (englisch), Dezember 1992, S. 110.</ref><ref>Unfallbericht DC-4 OO-CBE, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 13. September 2016.</ref>
  • 20. Mai – Mit einer Handley Page Halifax C.VIII der französischen Transports Aériens Intercontinentaux (TAI) (F-BCJT) kam es zu einer Bruchlandung auf dem Flughafen Le Bourget, Frankreich. Die dreiköpfige Besatzung überlebte ohne Verletzungen. Das auf die Gesellschaft Société Auxiliaire de Navigation Aérienne (SANA) registrierte Flugzeug wurde jedoch irreparabel beschädigt.<ref>Air-Britain Aviation World (englisch), September 2016, S. 110.</ref><ref>Unfallbericht Halifax F-BCJT, Aviation Safety Network WikiBase (englisch) abgerufen am 19. August 2017.</ref>
  • 8. Juni – Eine Douglas C-47 (DC-3) der Transportes Aéreos Portugueses (CS-TDF) verunglückte auf einem Trainingsflug am Flughafen Lissabon-Portela, nachdem beim Start ein Triebwerk abgestellt worden war. Alle fünf Insassen überlebten den Unfall; das Flugzeug wurde zum Totalschaden.<ref>Unfallbericht DC-3 CS-TDF, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 21. Oktober 2019.</ref>
  • (A) 17. Juni – Die Besatzung einer Douglas DC-6 der US-amerikanischen United Airlines (NC37506) hatte wegen eines Feueralarms den Laderaum mit Kohlenstoffdioxid (CO2) gefüllt. Beim anschließenden Sinkflug mit Neigung der Nase nach unten begann durch ein Ventil vom Laderaum das CO2 in das Cockpit zu kriechen, wodurch die Besatzung handlungsunfähig wurde. Die Maschine geriet in einen unkontrollierten Flugzustand und stürzte bei Mount Carmel (Pennsylvania) in eine Schneise mit Hochspannungsleitungen. Unter den 43 Insassen gab es keine Überlebenden (siehe auch United-Air-Lines-Flug 624).<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 47 (englisch), Dezember 1992, S. 110.</ref><ref>Unfallbericht DC-6 NC37506, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 29. November 2015.</ref>
  • 1. August – Mit einer Avro Lancastrian XPP der pakistanischen Onzeair (AP-ACM) kam es im Anflug auf den Militärflugplatz Karatschi-Mauripur (Pakistan) zu einem Strömungsabriss. In einer Höhe von etwa 300 Fuß schien das Flugzeug zu schweben, bevor es in einen fast senkrechten Steigflug überging. Es kippte nach links weg und stürzte ab. Alle 4 Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, kamen ums Leben. Gründe waren eine Fehleinschätzung des Kapitäns, der es zuließ, dass das Flugzeug im Landeanflug zum Strömungsabriss kam. Die Ursachen dafür waren wahrscheinlich: a) Überladung; b) schlechte Beladung mit zu weit hinten liegendem Schwerpunkt; c) Bewegung der Ladung aufgrund mangelnder Sicherung.<ref>Unfallbericht Avro Lancastrian AP-ACM, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 20. Januar 2025.</ref>
  • 3. September – Eine Douglas DC-4 der Transportes Aéreos Portugueses (CS-TSB) verunglückte auf einem Trainingsflug am Flughafen Lissabon-Portela. Es kam zu einer derart harten Landung, dass das Flugzeug zum Totalschaden wurde. Alle fünf Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall.<ref>Unfallbericht DC-4 CS-TSB, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 21. Oktober 2019.</ref>
  • (A) 27. Oktober – Eine Douglas DC-4/C-54A-15-DC der US-amerikanischen Northwest Airlines (NC88785) flog 55 Kilometer nördlich des Startflughafens Edmonton Municipal Airport (Alberta, Kanada) entfernt in einen Berg. Kurz nach dem Abheben hatte der Kapitän unvermittelt das Triebwerk Nr. 1 (links außen) abgestellt, um einen Triebwerksausfall zur Übung des fliegenden Ersten Offiziers zu simulieren. Die Maschine stieg nur sehr langsam und überflog das Stadtzentrum in nur rund 120 Metern Höhe. Dann ließ der Kapitän dieses Triebwerk erneut an und meldete eine Flughöhe von 7000 Fuß. Tatsächlich aber flog die Maschine in nur 3000 Fuß Höhe, 210 Meter über dem Boden. Der Kapitän stellte nun beide linke Triebwerke ab und wollte dem Ersten Offizier Notverfahren beibringen. Als er die gefährlich niedrige Höhe bemerkte, war es zu spät für eine Anlassen der absichtlich abgestellten Motoren. Das Flugzeug streifte Baumkronen, stürzte nach ein paar Hundert Metern ab und fing Feuer. Als Unfallursache wurde das unverantwortliche Handeln des Kapitäns festgestellt, der in gefährlich niedriger Höhe simulierte Notverfahren üben lassen wollte. Von den fünf Besatzungsmitgliedern, den einzigen Insassen, wurden 2 getötet (siehe auch Northwest-Airlines-Flug 6427).<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-4 NC88785 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 25. November – Eine Lockheed L-049 Constellation der US-amerikanischen Trans World Airlines (TWA) (NC90824) geriet bei der Landung auf dem Flughafen Los Angeles (Kalifornien, USA) plötzlich in eine aufliegende Nebelbank, die vorher nicht erkannt wurde. Das Aufsetzen fiel derart hart aus, dass die Tragflächenstruktur deformiert und das Triebwerk Nr. 4 (rechts außen) so weit nach unten gedrückt wurde, dass dessen Propeller den Boden berührte. Daraufhin brach in diesem Bereich Feuer aus. Nach einer (sinnvollen) Gewaltbremsung kam das Flugzeug 460 Meter nach dem Aufsetzpunkt und 60 Meter links von der Landebahn zum Stehen. Obwohl sofort ein größeres Feuer ausbrach, konnten alle 23 Insassen noch rechtzeitig evakuiert werden. Es war der 7. Totalverlust einer Constellation bei TWA in gut 2 Jahren; weitere 5 folgten noch.<ref>Flugunfalldaten und -bericht L-049 NC90824 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 26. November – Eine Douglas DC-3/C-47A-15-DK der Pakistan Airways, auch Pak Airways genannt (AP-ACE), stürzte in der Nähe von Vehari (Pakistan) ab. Auslöser davon war das Fehlen einer Dichtungsscheibe am Vergaser-Kraftstofffilter des Triebwerks Nr. 1 (links), was dazu führte, dass Kraftstoff in die Zündsysteme gelangte. Dies wiederum ließ einen schweren Ölbrand entstehen, der schließlich die Haupttanks des linken Motors erfasste und zu einem Tragflächenbrand führte. Ursachen des Ganzen waren ein allgemein niedriger Wartungsstandard aufgrund des Mangels an Werkzeugen, Ersatzteilen, angemessener Beleuchtung, überstürzter Arbeitsweise und Unerfahrenheit der unteren Dienstgrade. Alle 21 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 16 Passagiere, wurden getötet.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 AP-ACE im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

1949

  • 7. April – Eine Avro Lancastrian C.1 der australischen Qantas Airways (VH-EAS) wurde während des Flugtrainings bei einem Landeunfall auf dem Flughafen Dubbo (Australien) zerstört. Zum Zeitpunkt des Unfalls führte ein Pilot eine Landung ohne Landeklappen durch. Da das Flugzeug nicht auf der Landebahn zum Stehen kam, versuchte er, einen Ringelpiez in der südöstlichen Ecke des Flugplatzes durchzuführen. Das linke Rad gab nach, wodurch die linke Tragfläche den Boden berührte. Die Tragfläche brach, wodurch sich ausgelaufener Treibstoff entzündete. Das Feuer zerstörte das Flugzeug. Alle acht Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall.<ref>Unfallbericht Avro Lancastrian VH-EAS, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 20. Januar 2025.</ref>
  • 19. Juni – Die Besatzung einer Avro York C.1 der britischen Skyways Limited (G-ALBX) machte bei Neustadt (Deutschland) eine Bruchlandung im Gelände. Kurz nach dem Start war Triebwerk Nr. 4 ausgefallen, gefolgt von Nr. 3 in etwa 160 Meter Höhe. Da die Höhe nicht gehalten werden konnte, kam es zur Notlandung. Alle 3 Besatzungsmitglieder überlebten.<ref>Unfallbericht Avro York G-ALBX, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 27. Oktober 2019.</ref>
  • (A) 19. Juli – An einer Curtiss C-46F-1-CU Commando der US-amerikanischen Air Transport Associates (N5075N) begann während des Startlaufs auf dem Boeing Field (Washington, USA) ein Triebwerk zu stottern und Fehlzündungen von sich zu geben. Nach dem Abheben zog der Kapitän in einer Höhe von 20 Fuß (6 Metern) die Gashebel auf Leerlauf, weil die Motoren nicht die volle Leistung zu erbringen schienen. Nach dem Aufsetzen glaubte er, nicht mehr genügend Strecke für einen sicheren Startabbruch zu haben und schob beide Gashebel bis zum Limit nach vorne, wobei das linke Triebwerk weiterhin Zündaussetzer hatte. Nach dem Abheben stieg das Flugzeug nur auf etwa 15 Meter Höhe, rammte nacheinander drei Masten und riss das Obergeschoss eines dreistöckigen Fachwerkhauses ab. Danach stürzte es in ein einstöckiges Backsteinhaus und zerstörte es. Das Flugzeug kam auf dem Fundament des Backsteinhauses in aufrechter Position zum Stehen. Als Unfallursachen wurde die fehlerhafte Verwendung von Benzin mit nur 91 Oktan festgestellt sowie die Unentschlossenheit des Kapitäns bei der Fortsetzung des Starts nach dem Leistungsabfall. Von den 32 Insassen wurden zwei Passagiere getötet, ebenso eine Person am Boden. Die vier Besatzungsmitglieder und die anderen 26 Passagiere überlebten (siehe auch Flugunfall einer Curtiss C-46 am Seattle Boeing Field 1949).<ref>Flugunfalldaten und -bericht C-46 N5075N im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 30. Juli – Eine Douglas DC-3-201D der US-amerikanischen Eastern Air Lines (N19963) wurde bei Chesterfield (New Jersey, USA) von einem Jagdflugzeug des Typs Grumman F6F-5 Hellcat der US Navy gerammt. Die F6F-5 wurde schon vorher dabei beobachtet, wie sie Kunstflug-Manöver durchführte und ein kleines Zivilflugzeug „anschwirrte“. Diese Manöver endeten in einer Kollision zwischen der Hellcat und der DC-3. Bei der Kollision verlor das Kampfflugzeug seine linke Tragfläche und die DC-3 den äußeren Teil ihrer linken. Beide Flugzeuge stürzten dann ab und verloren dabei verschiedene Teile. Die DC-3 verbrannte, nachdem sie auf dem Boden aufschlug. Als Unfallursache wurde das rücksichtslose Verhalten des Navy-Piloten bei der Durchführung von Kunstflug-Manövern auf einer zivilen Flugroute festgestellt. Alle 15 Insassen, drei Besatzungsmitglieder und 12 Passagiere, kamen ums Leben, außerdem der Militärpilot.<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-3 N19963 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
  • 27. August – Sechs (oder sechzehn) geparkte Curtiss C-46 Commando der US-amerikanischen Wartungsfirma United Service for Air Co (N.... diverse) wurden auf dem Flughafen West Palm Beach (Florida, USA) bei einem Hurrikan beschädigt oder zerstört, als sie in verdrehte Massen von Schrottmetall und Drähten geschleudert wurden. Eines wurde angehoben und 400 Meter weit in einen Kanal geweht. Einem anderen wurde der Rumpfrücken aufgerissen. Alle wurden von „United Service for Air Co“ von militärischer auf zivile Nutzung umgerüstet. Alle waren wahrscheinlich ohne Motoren gelagert. Über Personenschäden liegen keine Informationen vor.<ref>Unfallbericht C-46 N.... diverse, Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 12. Januar 2025.</ref>
  • (A) 9. September – Eine Douglas DC-3 der Canadian Pacific Air Lines (CF-CUA) befand sich auf dem Flug von Québec nach Baie Comeau. Bei Sault-aux-Cochon, Québec, Kanada, stürzte die Maschine ab. Alle 23 Insassen wurden getötet. Als Absturzursache stellte sich ein Sprengstoffanschlag eines Mannes heraus, der eine Versicherungssumme für seine an Bord befindliche Frau kassieren wollte (siehe auch Canadian-Pacific-Air-Lines-Flug 108).<ref>Unfallbericht DC-3 CF-CUA, Aviation Safety Network (englisch) abgerufen am 23. November 2017.</ref>
  • (A) 29. November – An einer Douglas DC-6 der US-amerikanischen American Airlines (N90728) musste im Anflug auf den Flughafen Dallas Love Field (Texas, USA) das Triebwerk Nr. 1 (links außen) abgestellt werden. Im Endanflug fiel auch das Triebwerk Nr. 4 (rechts außen) aus, woraufhin der Kapitän das Kommando zum Einfahren von Ladeklappen und Fahrwerk gab. Der Erste Offizier fuhr zwar das Fahrwerk ein, nicht aber die Landeklappen. Es kam daher zum Strömungsabriss und die Maschine kollidierte mit einem Hangar auf der einen und Hindernissen auf der anderen Seite. Beim Überqueren einer Straße hinter dem Flughafen brach zunächst das gesamte Cockpit ab, danach auch das Heck beim Zusammenstoß mit einem weiteren Gebäude. Von den 46 Insassen kamen 28 ums Leben, zwei Besatzungsmitglieder und 26 Passagiere (siehe auch American-Airlines-Flug 157).<ref>Flugunfalldaten und -bericht DC-6 N90728 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Stanley Stuart: Emergency. 1999, ISBN 3-924208-18-2.
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen. Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8.
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel. 1994, ISBN 3-7637-5930-1.
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten? Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5.
  • Michel Brun: Incident at Sachalin. Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1.
  • Dirk Hecht: Der Absturz der Lufthansamaschine „Köln“ am 12. November 1937 bei Schriesheim. In: Schriesheimer Jahrbuch 2012. Schriesheim 2012, S. 153–168, ISSN 1434-5579.

Weblinks

Einzelnachweise

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