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BMW K 1100 RS

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BMW
Datei:BMW K1100RS 1993.jpg
Baureihe K589, Typschlüssel 0522
K 1100 RS
Hersteller BMW
Verkaufsbezeichnung K 1100 RS
Produktionszeitraum 1991 bis 1996
Klasse Motorrad
Bauart Sporttourer
Motordaten
Reihenmotor mit 4 Zylindern
Hubraum 1092 cm³
Leistung 74/101 bei 7500 min−1 kW/PS
Drehmoment 107 Nm bei 5500 min−1 Nm
Höchst­geschwin­digkeit 221 km/h
Getriebe 5-Gang sequenziell
Antrieb Kardan
Bremsen vorn Ø 305-mm-Doppelscheibenbremsen
hinten Ø 285-mm-Scheibenbremse
Radstand 1565 mm
Maße (L × B × H, mm): 2230 × 802 × 1260
Sitzhöhe 80 cm
Leergewicht 268 kg
Vorgängermodell BMW K 100 RS

BMW K1 (Motorrad)

Nachfolgemodell BMW K 1200 RS

Die BMW K 1100 RS war ein vollverkleidetes Motorrad des Fahrzeugherstellers BMW, welches von September 1992 bis 1996 angeboten wurde. Der langstreckentaugliche Sporttourer ist technisch weitgehend identisch mit der leistungsgleichen BMW K 100 RS 16 V und ermöglicht eine sportlich-ambitionierte als auch moderate Fahrweise. Im BMW-Werk Berlin in Spandau wurden insgesamt 12179<ref name="BMW_Produktionszahlen" /> K 1100 RS gefertigt.

Technik

Der 1100er Reihenmotor ist eine Weiterentwicklung des liegenden Vierzylindermotors der K 100, dessen Hubraum durch Aufbohren der Zylinder um 10 % erhöht wurde. Bei der Auslegung des Vierventilers wurde im Sinne der freiwilligen Selbstbeschränkung der Motorradwirtschaft in Deutschland in den 1990er Jahren die Spitzenleistung auf 100 PS beschränkt. Die meisten der ausgelieferten Exemplare wurden aus Versicherungsgründen auf 72 kW (98 PS) gedrosselt, was im Fahrbetrieb kaum bemerkbar ist. Indessen verfügt der Motor über ein enormes Drehmoment. Ab einer Motordrehzahl von 3500/min erzeugt der Antrieb ein Drehmoment von über 90 Nm, ab 4500/min über 100 Nm, und das bis zur Höchstleistung bei 7500/min. Für den Fahrbetrieb bedeutet dies, dass einem in so gut wie jeder alltäglichen Fahrsituation Vortrieb im Überfluss zur Verfügung steht. Der Kraftstoffverbrauch (Super bleifrei) bewegt sich je nach Fahrweise zwischen 5,0 und 8,5 Liter – bei Vollgasfahrten auf der Autobahn werden bis zu 10 Liter auf 100 km verbraucht.

Als Nachteile sind dem Motor lediglich ein gewisser Ölverbrauch von 0,3 bis 1,0 Liter auf 1000 km sowie eine starke Erwärmung (der Motorblock der K 100 blieb schließlich unverändert) zuzurechnen, sowie die je nach Serienstreuung deutlichen Vibrationen im mittleren Drehzahlbereich.

Die K 1100 RS erhielt in ihren letzten beiden Baujahren bereits das weiter entwickelte ABS II, das sich durch feinfühligere Regeltechnik auszeichnet. Auch die beim ABS I demonstrativ zur Schau gestellten Druckmodulatoren für den vorderen und hinteren Bremskreis sind nun zusammengefasst als komplette ABS Regeleinheit ins Maschineninnere verschwunden.

Zur besseren Ableitung der Motorwärme erhielt die Vollverkleidung der K 1100 RS an den Seiten kiemenartige Lüftungsöffnungen in der Vollverkleidung, dennoch bemängelten Tester und Besitzer insbesondere im Sommer eine starke Wärmeentwicklung an den Oberschenkeln. Dieses Problem zog sich durch die gesamte Bauzeit der RS, selbst BMW konnte keine befriedigende Abhilfe anbieten. Die Vibrationen wurden in ihren Auswirkungen durch Lenkerendgewichte und vibrationsentkoppelte Fußrastenplatten gedämpft.

Die K 1100 RS verfügt über eine herausragend gute Ergonomie und einen sehr guten Windschutz für den Fahrer. So befanden sich z. B. die Spiegel in einer Anordnung, die den Händen Windschatten gaben. Sie gilt noch heute als bei regelmäßiger Wartung unverwüstlich. Zudem ist sie für ein Motorrad mit 268 kg Leergewicht (fahrfertig) erstaunlich handlich auch durch enge Kurven und Kehren zu bewegen. Ein Sozius freut sich über einen bequemen, großen Sitzplatz, der Fahrer darüber, dass er das Vorhandensein des Sozius zumindest an den Fahrleistungen kaum wahrnimmt. BMW Touring Koffer sind ebenfalls kompatibel und erhältlich. Die K 1100 RS ist indessen eine reine Straßenmaschine, die auf Schotter oder im Gelände völlig deplatziert ist.

Als Youngtimer findet die K 1100 RS zunehmende Beliebtheit, zumal (2021) gut gepflegte Exemplare noch für relativ kleines Geld zu finden sind, Fahrverhalten und -leistungen mit modernen Motorrädern mithalten können und hohe Laufleistungen dank der allgemein robusten Technik kein Ausschlußkriterum sein müssen. Allerdings werden immer mehr K-Modelle mehr oder minder radikal z. B. im Café-Racer-Stil umgebaut.

Der Listenpreis lag zum Verkaufsstart 1992 bei 21.950 DM. Im Frühjahr 1997 erschien als Nachfolger die BMW K 1200 RS.<ref name="Limmert" />

Kritik

„Einen großen Schluck genehmigt sich die BMW K 1100 RS gern. Natürlich nicht Bier, sondern Öl. Das passiert zwar nur bei hohen Drehzahlen auf schnellen Autobahnetappen, aber dafür ist der Bajuwaren sportlichstes Flaggschiff von Mitte der 90er Jahre eigentlich auch gebaut. Von [der K1] unterscheidet sich der K 1100 RS-Vierventiler durch ein höheres Drehmoment und einen gleichmäßigeren Drehmomentverlauf. Damit und mit dem fahrstabilen Paralever-Fahrwerk war sie der BMW-Platzhirsch unter den Sporttourern.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Peter Limmert: Motorrad<ref name="Limmert" />

“The new RS fairing definitely chucks less noise back at the rider. It's slightly higher geared than the LT and there seemed to be less vibration too. The riding position is infinitely preferable to the LT's where you kind of sit in/behind the screen rather than on the bike, nicely prone as on the RS. The little screen deflector directs the wind and weather square into your visor in both positions but this isn't a problem since the fairing has already taken the sting and most of the force out of it.”

„Die Verkleidung der neuen RS gibt definitiv weniger Geräusche an den Fahrer zurück. Sie ist ein wenig höher ausgerichtet als die der LT und es scheint auch weniger Vibrationen zu geben. Die Fahrerposition ist unbedingt der LT vorzuziehen, auf der man mehr in bzw. hinter dem Windschild sitzt als auf dem Motorrad. Der kleine Windschilddeflektor leitet in beiden Positionen den Wind und das Wetter auf Dein Visier, was aber kein Problem ist, da die Verkleidung bereits viel vom Winddruck aufgenommen hat.“

Motor Cycle Specifications<ref name="mcs" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Limmert">Peter Limmert: Oans, zwoa, gsuffa. In: Motorrad, Ausgabe 04/1998. 17. Februar 1998, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. März 2014; abgerufen am 15. März 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de</ref> <ref name="mcs">BMW K1100RS. In: Motor Cycle Specifications. 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juli 2014; abgerufen am 15. März 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorcyclespecs.co.za</ref> <ref name="BMW_Produktionszahlen"> BMW Motorräder – Bauzeit und Stückzahlen. In: BMW Veteranen-Club Deutschland. 2015, abgerufen am 4. April 2015. </ref> </references>

Vorlage:BoxenVerschmelzen <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

Sporttourer

F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

Tourer

R 1300 RTK 1600 GTK 1600 GTLK 1600 BK 1600 Grand AmericaR 18 BR 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GSF 800 GSF 900 GSF 900 GS AdventureR 1300 GSR 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

Scooter

C 400 XC 400 GTCE 02CE 04

Cruiser

R 18R 18 ClassicR 18 Roctane

Vorlage:Klappleiste/Ende

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

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