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BMW K 75 RT

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BMW
Datei:Motor van links.jpg
K 75 RT von 1994 in seidenblau, Baureihe K569
K 75 RT
Hersteller BMW
Verkaufsbezeichnung K 75 RT
Produktionszeitraum 1989 bis 1996
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Reihenmotor mit drei Zylindern
Hubraum 740 cm³
Leistung 55/75 bei 8500 min−1 kW/PS
Drehmoment 68 Nm bei 6750 min−1 Nm
Höchst­geschwin­digkeit 185 km/h
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kardan
Bremsen vorn Ø 285-mm-Doppelscheibenbremsen
hinten Ø 285-mm-Scheibenbremse
Radstand 1516 mm
Maße (L × B × H, mm): 2230 × 916 × 1460
Sitzhöhe 81 cm
Leergewicht 258 kg
Vorgängermodell BMW K 75 C
Nachfolgemodell keines

Die BMW K 75 RT ist ein Motorrad der Kategorie Tourer, das von 1989 bis 1996 angeboten wurde. Sie ist die reisetauglichste Variante der BMW-Baureihe K 75, die als weltweit einzige Modellserie einen liegenden Dreizylinder-Reihenmotor aufweist. Ursprüngliche Basis ist die 1985 präsentierte BMW K 75 C.

Beschreibung

Allgemeines

Die K 75-Baureihe ist technisch eng verwandt mit der 1983 präsentierten BMW K 100 mit Vierzylinder-Reihenmotor. Die Baureihe wurde zwei Jahre nach Präsentation des Vierzylinders als kleinere Version nachgeschoben. Technische Hauptunterschiede zwischen beiden K-Baureihen sind der geänderte Rahmen und die Hinterradbremse – Trommelbremse mit mechanischer Betätigung statt Scheibenbremse mit hydraulischer Betätigung – sowie natürlich der Motor.

Spätere Modelle erhielten dann ebenfalls im Hinterrad eine Scheibenbremse, was sich spätestens mit der Einführung des (zunächst auf Wunsch erhältlichen) ABS als erforderlich erwies. Die Baureihe K 75 besitzt den einzigen von BMW je für Motorräder gebauten Dreizylindermotor. Es handelt sich prinzipiell um den um eine Zylindereinheit gekürzten Motor der K 100. Um die für Dreizylinder typischen Vibrationen aufgrund des unvollständigen Massenausgleichs zu beseitigen, hat der Motor der K 75 eine Ausgleichswelle. Im Resultat lief der Motor der 75 sogar ruhiger und vibrationsärmer als der Vierzylinder der K 100. Der Motor entwickelt aus 740 cm³ eine Nennleistung von 55 kW (75 PS) bei 8500/min. Recht große Verbreitung erreichte die K 75 in einer speziellen, von der K 75 RT abgeleiteten Behördenversion für die Polizei, die neben anderen Änderungen einen Einzelsitz statt der für zwei Personen geeigneten Sitzbank und einen dahinter angebrachten Koffer für die Funkausrüstung aufweist.

Das Motorrad beschleunigt in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h.

Details

Hauptmerkmal der K 75 RT gegenüber anderen Modelle der Baureihe ist die großflächige Vollverkleidung, die zwar naturgemäß das Gewicht erhöht und die Stirnfläche vergrößert und somit die möglichen Maximalfahrleistungen beeinträchtigt, aber dem Fahrer einen guten Wind- und Wetterschutz bietet. Sie ähnelt in ihrer eigenwilligen, kantigen Form der gleichartig konzipierten Verkleidung der BMW K 100 RT. Serienmäßig wurden alle RT-Modelle mit Packkoffern ausgeliefert; gleiche Koffer waren für die einfacheren K-Modelle nur als Zubehör oder gegen Aufpreis erhältlich. Als eines der ersten Motorräder überhaupt war die K 75 RT von Anfang an optional mit einem Antiblockiersystem erhältlich.

Charakteristisches Merkmal aller Motorräder der K-Baureihe ist der horizontal längs (Zylinder in Fahrtrichtung hintereinander, Zylinderkopf links, Kurbelwelle rechts) eingebaute Reihenmotor, der seine Kraft über eine Zwischenwelle und eine Einscheibentrockenkupplung an das in Fahrtrichtung dahinter liegende Fünfgang-Getriebe weiterleitet. Technisch bedingt erzeugt diese ungewöhnliche Konstruktion ein surrendes bis heulendes Geräusch, was der K-Baureihe den Spitznamen „Staubsauger“ einhandelte. Der Motor-Getriebeblock wurde als tragendes Bauteil des Fahrwerks mitbenutzt: Die Hinterradaufhängung ist am Getriebe gelagert und hat keine direkte Verbindung zum Rahmen.

Die Dreizylinder-Baureihe K 75 wurde 1996 aus dem Programm genommen. Auch die Vierzylinder-Baureihe – aus der K100 in mehreren Evolutionsschritten bis zur K 1200 RS weiterentwickelt – wurde Schritt für Schritt von der neuen BMW-Motorradbaureihe mit quer eingebautem Vierzylinder-Reihenmotor abgelöst. Bis 2009 war die alte K-Baureihe mit Längsmotor nur noch in Form des Luxustourers BMW K 1200 LT im Fertigungsprogramm.

Weiterentwicklung

Gründe, das Längsmotorkonzept nach über 20 Jahren zu verlassen, waren die technischen Grenzen dieses Konzeptes. So war eine weitere Hubraumvergrößerung über die zuletzt erreichten 1171 cm³ der K 1200 nicht mehr zu erreichen, da eine Vergrößerung der Zylinderbohrung nicht im Motorblock unterzubringen und auch eine Verlängerung des Kolbenhubs problematisch war. Ein weiterer prinzipbedingter – optischer, nicht technischer – Nachteil des horizontalen Reihenmotors ist dessen ungewöhnliches, kastenartiges Aussehen, das zwar nur bei den nur halb- oder unverkleideten Modellversionen auffiel, aber nicht bei allen Kunden gut ankam und zudem nicht mit den neuen Stiltendenzen im Motorraddesign harmonierte, in denen rechteckige Formen als nicht „dynamisch“ genug empfunden werden.

Verkaufszahlen

Insgesamt wurde die K 75 RT in einer Stückzahl von 21.264 Exemplaren gebaut und war damit meistgebautes Modell der Baureihe K 75. Andere K-75-Versionen sind die BMW K 75 C (Basismodell mit kleiner Lenkerverkleidung, gebaut von 1985 bis 1990, 9566 Stück), die BMW K 75 S (Sportversion mit rahmenfester Halbverkleidung, 1985–1995, 18649 Stück) und die BMW K 75 (neues Basismodell ganz ohne Verkleidung, 1986–1996, 18485 Stück). Die Neupreise lagen stets am oberen Ende der 750er-Klasse.

Literatur

  • Jeremy Churchill, Penny Cox: BMW K 75 und 100. Zweiventil-Reihenmotoren. (= Haynes Wartung und Reparatur). 1. Auflage. Moby Dick, Kiel 1999, ISBN 3-89595-132-3.
  • Jan Leek: BMW: Motorräder seit 1945. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03475-4, S. 72. (Reihe Typenkompass)

Weblinks

Commons: BMW K75 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

Sporttourer

F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

Tourer

R 1300 RTK 1600 GTK 1600 GTLK 1600 BK 1600 Grand AmericaR 18 BR 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GSF 800 GSF 900 GSF 900 GS AdventureR 1300 GSR 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

Scooter

C 400 XC 400 GTCE 02CE 04

Cruiser

R 18R 18 ClassicR 18 Roctane

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Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

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