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BMW K1 (Motorrad)

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BMW
Datei:Bike K1 1991 noBG.jpg
BMW K1 Bj. 1991
K1
Hersteller BMW
Verkaufsbezeichnung K1
Produktionszeitraum 1988 bis 1993
Klasse Motorrad
Bauart Supersportler
Motordaten
Flüssigkeitsgekühlter Reihenmotor mit vier Zylindern
Hubraum 987 cm³
Leistung 74/100 bei 8000 min−1 kW/PS
Drehmoment 100 bei 6750 min−1 Nm
Höchst­geschwin­digkeit 240 km/h
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen vorne 305-mm-Doppelscheibenbremse
hinten 285-mm-Scheibenbremse
Radstand 1565 mm
Maße (L × B × H, mm): 2160 × 720 × 1170
Sitzhöhe 78 cm
Leergewicht 259 kg
Vorgängermodell BMW K 100 RS
Datei:BMW K1 blue 1993 r TCE.jpg
Typschlüssel 0525, Farbe Lagunablau metallic, Bj. 1993

Die BMW K1 ist ein vollverkleidetes Motorrad von BMW. Der Supersportler wurde am 20. September 1988 auf der IFMA in Köln vorgestellt und von 1988 bis 1993 in einer Stückzahl von 6921<ref name="Popp">Hans Popp: Am Anfang war der Sport. In: mucpaoso.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Dezember 2013; abgerufen am 5. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mucpaoso.de</ref> Einheiten im BMW-Werk Berlin in Spandau gebaut, 2050 wurden davon in Deutschland zugelassen.<ref name="Schröder" /> Verkaufsstart war im Mai 1989.

Das Motorrad ist konstruktiv von der BMW K 100 RS abgeleitet und wird wie alle Modelle der K-Reihe von einem Reihenmotor angetrieben.

Technische Daten

Datei:BMW K1 blue 1993 hr TCE.jpg
Heckansicht BMW K1

Die K1 ist eines der ersten Serienmotorräder mit Vollverkleidung, mit einem Strömungswiderstandskoeffizienten (cw-Wert) von nur 0,34<ref name="Halter" /> bei liegendem Fahrer. Die siebenteilige Verkleidung aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist damit auch der Grund für die Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Ohne Verkleidung wäre eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 210 km/h möglich. Die K1 war das erste Motorrad von BMW mit einem Motor mit 16 Ventilen.

Antrieb

Der flüssigkeitsgekühlte Vierzylindermotor erzeugt aus 987 cm³ Hubraum eine Nennleistung von 74 kW (100 PS) und ein maximales Drehmoment von 100 Nm bei einer Drehzahl von 6750 min−1. Die vier Zylinder des längs liegend eingebauten Reihenmotors haben eine Bohrung von 67 mm Durchmesser. Der Kolbenhub des Viertaktmotors beträgt 70 mm bei einem Verdichtungsverhältnis von 11,0 : 1. Der Zylinderkopf hat zwei kettengetriebene, obenliegende Nockenwellen, die über Tassenstößel je Zylinder zwei Einlass- und zwei Auslassventile steuern. Im Gegensatz zur K 100 RS hat die K1 keinen im Luftstrom liegenden Luftmassenmesser, der die Leistung reduziert.

Das Motorrad beschleunigt in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h.<ref name="Schröder" /> Ab einer Drehzahl von 9170 min−1 setzt der Drehzahlbegrenzer ein.<ref>Michael Pfeiffer: Unvergessen: die BMW K 1. In: Motorrad, Ausgabe 08/2010. 31. März 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. November 2013; abgerufen am 5. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de</ref>

Fahrwerk

Das Fahrwerk basiert auf dem der K 100. Um die Stabilität in schnellen Kurven zu verbessern, wurden die Rohrdurchmesser des Gitterrohrrahmens vergrößert und die Fahrwerksgeometrie leicht geändert, sodass der Radstand von 1516 auf 1565 mm wuchs.<ref name="Backus" /> Wegen der Verkleidung und des langen Radstands hat der Wendekreis einen Durchmesser von 6,7 m.

Das Vorderrad wird von einer Teleskopgabel von Marzocchi mit hydraulischen Stoßdämpfern und 135 mm Federweg geführt. Das Hinterrad ist an einer Einarmschwinge mit Momentabstützung (Paralever) montiert, die Lastwechselreaktionen und Bremsstempeln reduzieren soll. Die gewichtsoptimierten Dreispeichenräder aus Leichtmetall haben schlauchlose Niederquerschnittsreifen. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 480 kg.

Elektrische Anlage

Die Starterbatterie hat eine Kapazität von 25 Ah und versorgt den Anlasser. Die Lichtmaschine erzeugt eine elektrische Leistung von 460 Watt. Die digitale Motorsteuerung Motronic von Bosch regelt den Zündzeitpunkt und den Einspritzzeitpunkt und ermöglichte erstmals den Einsatz eines geregelten Drei-Wege-Katalysators, der wahlweise angeboten wurde. Vorn hatte die K1 einen rechteckigen Halogenscheinwerfer mit Leuchtweitenregulierung, hinten eine Zweikammerleuchte.

Kraftstoffversorgung

Nach ISO 7118 beträgt der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch 5 Liter auf 100 km bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Der Kraftstofftank fasst 22 Liter. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von bleifreiem Benzin mit einer Klopffestigkeit von mindestens 95 Oktan. Die 4-in-1-Auspuffanlage mündet auf der linken Fahrzeugseite auf Höhe der Hinterradnabe in einen Endschalldämpfer.

Zubehör

Gegen Aufpreis waren außer dem Katalysator beheizbare Griffe und ein Antiblockiersystem erhältlich. Tourenkoffer wurden von BMW nicht angeboten, der BMW-Ingenieur Karl Heinz Abe begründete diese Entscheidung wie folgt: „Große Integral-Koffer hätten nicht nur die Optik gestört, sondern auch das aerodynamische Konzept, das die Strömung vom vorderen Kotflügel bis zur Heckpartie anliegen ließ, negativ beeinflusst“.<ref name="Popp" /> Stattdessen hatte das Motorrad zwei jeweils 6 Liter große Staufächer am Heck.

Kritiken

„Das Fahrwerk verkraftete […] keinen ernsthaft sportlichen Einsatz. Und dann auch noch die Sache mit der Schräglagenfreiheit. Motorradfahrers höchstes Gut – und BMW hatte zu wenig davon eingebaut. Vor allem im Zweipersonenbetrieb. Aus und vorbei schon bei mäßigem Tempo: Schürfwunden an Hauptständer und Verkleidungsunterteil und sämtliche Schrauben in diesem Bereich kopflos. Die BMW-Versuchsfahrer waren offensichtlich auf den falschen Strecken unterwegs gewesen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Michael Schröder: Motorrad<ref name="Schröder">Michael Schröder: Und plötzlich bist du wer. In: Motorrad, Ausgabe 14/2004. 16. Juni 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Dezember 2013; abgerufen am 5. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de</ref>

“While some considered the bodywork cutting edge, more thought it was just plain weird. And while performance was good, the K1’s solid-mounted engine was faulted for mid-range buzziness. Worse yet, at speeds below 50 mph many testers found the heat pouring from under the K1’s bodywork unbearable.”

„Während einige die Karosserie als innovativ betrachteten, hielt die Mehrheit sie schlicht für eigenartig. Und während die Leistungsfähigkeit gut war, litt der fest montierte Motor der K1 unter Vibrationen im mittleren Drehzahlbereich. Schlimmer noch, bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h fanden viele Tester die Wärmeentwicklung unter der Verkleidung unerträglich.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Richard Backus: Motorcycle Classics<ref name="Backus">Richard Backus: Under the Radar. In: Motorcycle Classics, Ausgabe Mai/Juni 2009. 31. Mai 2009, abgerufen am 5. Dezember 2013.</ref>

„Die K1 duckt sich, sie ist ein Stier. Von weitem sieht das Gerät aus wie von einem fremden Stern, ‚futuristisch‘ nennen es seine Väter. Mit den guten alten Boxermotorrädern hat die K1 nur noch das weißblaue Emblem gemein. Sie blubbert nicht, aus ihrem Auspuff kommt ein dunkler Sound.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Hans Halter: Der Spiegel<ref name="Halter">Hans Halter: Mamma mia, die Deutschen kommen. In: Der Spiegel, Ausgabe 20/1989. 15. Mai 1989, abgerufen am 7. Dezember 2013.</ref>

Literatur

  • Jan Leek: BMW: Motorräder seit 1945. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03475-4, Seite 73. (Reihe Typenkompass)

Siehe auch

Weblinks

Commons: BMW K1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:BoxenVerschmelzen <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Supersportler

G 310 RRS 1000 RRM 1000 RR

Sporttourer

F 900 XRR 1300 RSS 1000 XRM 1000 XR

Tourer

R 1300 RTK 1600 GTK 1600 GTLK 1600 BK 1600 Grand AmericaR 18 BR 18 Transcontinental

Reiseenduro

F 450 GSF 800 GSF 900 GSF 900 GS AdventureR 1300 GSR 1300 GS Adventure

Naked Bike

G 310 RF 900 RR 1300 RS 1000 RM 1000 RR 12R 12 G/SR 12 nineTR 12 S

Scooter

C 400 XC 400 GTCE 02CE 04

Cruiser

R 18R 18 ClassicR 18 Roctane

Vorlage:Klappleiste/Ende

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorkriegszeit
Einzylinder

R 39R 2R 3R 4R 35R 20R 23R 36 (Prototyp)

Boxer

R 32R 37R 42R 47R 52R 57R 62R 63R 11R 16R 7 (Prototyp)R 12R 17R 5R 6R 51R 61R 66R 71WR 500 (Rekordmaschine)WR 750 (Rekordmaschine)RS 500 Kompressor (Rennmotorrad)

Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure • R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
Dreizylinder

K 75K 75 CK 75 SK 75 RT

Vierzylinder

K 100K 100 RSK 100 RTK 100 LTK 1K 1100 LTK 1100 RSK 1200 GTK 1200 LTK 1200 RK 1200 R SportK 1200 RSK 1300 GTK 1300 SK 1300 R

HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:BoxenVerschmelzen/Ende