800-Meter-Lauf
Der 800-Meter-Lauf ist eine Disziplin in der Leichtathletik. Zusammen mit dem 1000-Meter-Lauf, dem 1500-Meter-Lauf und dem Meilenlauf gehört er zu den Mittelstrecken.
Im Wettkampf sind zwei ganze Stadionrunden zu laufen. Um Drängeleien zu vermeiden, werden seit den Olympischen Spielen 1960 in Rom die ersten 100 Meter, also die Strecke bis nach der ersten Kurve, in Bahnen gelaufen. Danach ist durch eine gekrümmte sogenannte Übergangslinie die Stelle markiert, an der der Läufer seine Bahn verlassen darf.
Die Läufer starten im Stehen, also im Hochstart. Gelegentlich, wenn die Anzahl der Einzelbahnen nicht ausreicht, laufen zwei Läufer je Bahn.
Die schnellsten Männer erreichen Zeiten von ca. 1:41 Minuten (Weltrekord: 1:40,91 min), das entspricht 7,84 m/s oder 28,23 km/h.
Die schnellsten Frauen erreichen Zeiten von ca. 1:54 Minuten (Weltrekord: 1:53,28 min), das entspricht 7,01 m/s oder 25,26 km/h.
Der 800-Meter-Lauf ist eine der ältesten Wettkampfstrecken und steht bei den Männern seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen im Programm. Für Frauen wurde er einmal ebenfalls zu den ersten Spielen mit Frauenbeteiligung (1928 in Amsterdam) ausgetragen, danach erst wieder ab 1960.
Geschichte
Der 800-Meter-Lauf ist von der Strecke der halben englischen Meile abgeleitet (880 Yards oder 804,672 m), die zuerst in Großbritannien um 1830 im Wettkampf gelaufen wurde.
Lange Zeit war es üblich, die erste Runde sehr schnell zu laufen, bis man erkannte, dass sich bessere Zeiten erzielen lassen, wenn beide Runden möglichst in der gleichen Zeit gelaufen werden. Dem Briten Tommy Hampson gelang es auf diese Weise, erstmals unter 1:50 Minuten zu bleiben: Er lief am 2. August 1932 die 800 Meter in 1:49,7 min mit Rundenzeiten von 54,8 Sekunden und 54,9 Sekunden.
Seit Ende der 1930er Jahre waren Intervallläufe das bevorzugte Trainingsmittel. Dabei werden Strecken, die kürzer als die Wettkampfstrecke sind, häufig und mit nur kurzen Erholungspausen wiederholt, also z. B. 50-mal 100 Meter oder 20-mal 200 Meter. Dem Deutschen Rudolf Harbig gelang mit der Intervallmethode unter seinem Trainer Woldemar Gerschler am 15. Juli 1939 eine Weltrekordzeit von 1:46,6 min.
Seit Beginn der 1960er Jahre wurde das Intervalltraining durch Ausdauertraining verdrängt. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom gewann der Neuseeländer Peter Snell als bis dahin kaum bekannter Läufer die Goldmedaille über 800 Meter, nachdem er nach der Ausdauermethode von Arthur Lydiard trainiert hatte. Vier Jahre später konnte er bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio sowohl über 800 und 1500 Meter die Goldmedaille erringen.
Sebastian Coe war einer der ersten, die sich von der eher ausdauerorientierten Methode Lydiards abwandten und ein komplexeres Training mit geringerem Umfang (Multi-Stufen-Training) einschlugen. Coe konnte damit den 800-Meter-Weltrekord bis auf 1:41,73 min verbessern.
Der 800-Meter-Lauf der Frauen wurde bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam erstmals ins Wettkampfprogramm aufgenommen, aber danach sofort wieder gestrichen, weil den anwesenden Funktionären und Journalisten die Teilnehmerinnen zu erschöpft schienen. Danach wurde die Strecke noch bei den Frauen-Weltspielen gelaufen – letztmals 1934, so dass es danach für Frauen keine hochrangigen Mittelstreckenwettkämpfe mehr gab. Seit 1954 gehört der 800-Meter-Lauf wieder zum Programm der Europameisterschaften, seit 1960 in Rom laufen die Frauen die Strecke wieder bei Olympischen Spielen.
In die Rekordlisten werden auch Zeiten aufgenommen, die bei 880-Yards-Rennen (804,672 m) erzielt wurden.
Meilensteine
- erster offiziell von der IAAF anerkannter Weltrekord: 1:51,9 min, Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ted Meredith, am 8. Juli 1912
- erster Mann unter 2 Minuten: 1:59,8 min, Datei:Flag of the United Kingdom.svg Arthur Pelham, am 26. März 1873
- erster offizieller Frauenweltrekord: 2:30,4 min, Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Georgette Lenoir, am 20. August 1922
- erste Frau unter 2 Minuten: 1:59,1 min, Datei:Flag of North Korea.svg Shin Kim Dan, 12. November 1963 (kein offizieller Weltrekord)
- Männerweltrekord mit dem längsten Bestand: 1:41,73 min, Datei:Flag of the United Kingdom.svg Sebastian Coe am 10. Juni 1981, verbessert durch Datei:Flag of Denmark.svg Wilson Kipketer am 13. August 1997
- Männerweltrekord am schnellsten und aktuell: 1:40,91 min, Datei:Flag of Kenya.svg David Rudisha im Jahr 2012
- Frauenweltrekord mit dem längsten Bestand: 1:53,28 min, Datei:Flag of the Czech Republic.svg Jarmila Kratochvílová, seit 26. Juli 1983
Erfolgreichste Sportler
- je zwei Olympiasiege:
- je drei Weltmeisterschaftssiege:
- deutsche Olympiasieger:
Statistik
Medaillengewinner der Olympischen Spiele
Männer
Frauen
Medaillengewinner der Weltmeisterschaften
Männer
Frauen
Siehe auch
- Medaillengewinner bei Olympischen Spielen
- Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften
- Medaillengewinnerinnen bei Olympischen Spielen
- Medaillengewinnerinnen bei Weltmeisterschaften
Weltrekordentwicklung
Männer
y: Endzeit in einem 880-Yards-Lauf (804,672 m)
Frauen
y: Endzeit in einem 880-Yards-Lauf (804,672 m)
Weitere Rekorde
(Stand: 2012)
| Klasse | Zeit (min) | Name | Datum | Ort |
|---|---|---|---|---|
| Olympischer Rekord | 1:40,91 | Datei:Flag of Kenya.svg David Rudisha | 09.08.2012 | London |
| Juniorenweltrekord (M) | 1:42,69 | Datei:Flag of Sudan.svg Abubaker Kaki | 06.06.2008 | Oslo |
| Juniorenweltrekord (F) | 1:54,01 | Datei:Flag of Kenya.svg Pamela Jelimo | 29.08.2008 | Zürich |
| Jugendweltrekord (M) | 1:44,34 | Datei:Flag of Bahrain.svg Belal Mansoor Ali | 17.06.2005 | Coneglio |
| Jugendweltrekord (F) | 1:57,18 | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Wang Yuan | 08.09.1993 | Peking |
| Österreichischer Landesrekord (M) | 1:46,21 | Datei:Flag of Austria.svg Michael Wildner | 19.07.1992 | Ingolstadt |
| Österreichischer Landesrekord (F) | 1:55,74 | Datei:Flag of Austria.svg Stephanie Graf | 03.03.2002 | Wien |
| Schweizer Landesrekord (M) | 1:42,55 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg André Bucher | 17.08.2001 | Zürich |
| Schweizer Landesrekord (F) | 1:55,91 | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Audrey Werro | 28.08.2025 | Zürich |
Weltbestenliste
Männer
Alle Läufer mit einer Zeit von 1:42,88 min oder schneller.
Letzte Veränderung: 20. September 2025
- 1:40,91 min Datei:Flag of Kenya.svg David Rudisha, London, 9. August 2012
- 1:41,11 min Datei:Flag of Denmark.svg Wilson Kipketer, Köln, 24. August 1997 (Europarekord)
- 1:41,11 min Datei:Flag of Kenya.svg Emmanuel Wanyonyi, Lausanne, 22. August 2024
- 1:41,20 min Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Marco Arop, Paris, 10. August 2024
- 1:41,46 min Datei:Flag of Algeria.svg Djamel Sedjati, Monaco, 12. Juli 2024
- 1:41,61 min Datei:Flag of France.svg Gabriel Tual, Paris, 7. Juli 2024
- 1:41,67 min Datei:Flag of the United States.svg Bryce Hoppel, Paris, 10. August 2024
- 1:41,73 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Sebastian Coe, Florenz, 10. Juni 1981
- 1:41,73 min Datei:Flag of Botswana.svg Nijel Amos, London, 9. August 2012
- 1:41,77 min Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Joaquim Cruz, Köln, 26. August 1984
- 1:42,01 min Datei:Flag of the United States.svg Josh Hoey, Monaco, 11. Juli 2025
- 1:42,04 min Datei:Flag of Spain.svg Mohamed Attaoui, Monaco, 12. Juli 2024
- 1:42,05 min Datei:Flag of Kenya.svg Emmanuel Korir, London, 22. Juli 2018
- 1:42,08 min Datei:Flag of Kenya.svg Aaron Kemei Cheminingwa, Paris, 7. Juli 2024
- 1:42,08 min Datei:Flag of Kenya.svg Wyclife Kinyamal, Paris, 7. Juli 2024
- 1:42,15 min Datei:Flag of Ireland.svg Cian McPhillips, Tokio, 20. September 2025
- 1:42,16 min Datei:Flag of the United States.svg Donavan Brazier, Eugene, 3. August 2025
- 1:42,23 min Datei:Flag of Sudan.svg Abubaker Kaki, Oslo, 4. Juni 2010
- 1:42,27 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Ben Pattison, Monaco, 12. Juli 2024
- 1:42,27 min Datei:Flag of the United States.svg Cooper Lutkenhaus, Eugene, 3. August 2025
- 1:42,28 min Datei:Flag of Kenya.svg Sammy Koskei, Köln, 26. August 1984
- 1:42,29 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Max Burgin, Tokio, 20. September 2025
- 1:42,34 min Datei:Flag of Kenya.svg Wilfred Bungei, Rieti, 8. September 2002
- 1:42,37 min Datei:Flag of Ethiopia.svg Mohammed Aman, Brüssel, 6. September 2013
- 1:42,43 min Datei:Flag of Belgium (civil).svg Eliott Crestan, Paris, 7. Juli 2024
- 1:42,47 min Datei:Flag of Russia.svg Juri Borsakowski, Brüssel, 24. August 2001
- 1:42,51 min Datei:Flag of Bosnia and Herzegovina.svg Amel Tuka, Monaco, 17. Juli 2015
- 1:42,53 min Datei:Flag of Kenya.svg Timothy Kitum, London, 9. August 2012
- 1:42,53 min Datei:Flag of France.svg Pierre-Ambroise Bosse, Monaco, 18. Juli 2014
- 1:42,54 min Datei:Flag of Kenya.svg Ferguson Cheruiyot Rotich, Monaco, 12. Juli 2019
- 1:42,55 min Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg André Bucher, Zürich, 17. August 2001 (Schweizer Rekord)
- 1:42,55 min Datei:Flag of Australia (converted).svg Peter Bol, Monaco, 11. Juli 2025
- 1:42,58 min Datei:Flag of Norway.svg Vebjørn Rodal, Atlanta, 31. Juli 1996
- 1:42,60 min Datei:Flag of the United States.svg Johnny Gray, Koblenz, 28. August 1985
- 1:42,61 min Datei:Flag of Algeria.svg Taoufik Makhloufi, Rio de Janeiro, 15. August 2016
- 1:42,62 min Datei:Flag of Kenya.svg Patrick Ndururi, Zürich, 13. August 1997
- 1:42,66 min Datei:Flag of Kenya.svg Koitatoi Kidali, Nairobi, 15. Juni 2024
- 1:42,67 min Datei:Flag of Kenya.svg Alfred Kirwa Yego, Rieti, 6. September 2009
- 1:42,69 min Datei:Flag of South Africa.svg Hezekiél Sepeng, Brüssel, 3. September 1999
- 1:42,69 min Datei:Flag of Kenya.svg Japheth Kimutai, Brüssel, 3. September 1999
- 1:42,70 min Datei:Flag of Botswana.svg Tshepiso Masalela, Rabat, 25. Mai 2025
- 1:42,76 min Datei:Flag of Jamaica.svg Navasky Anderson, Tokio, 20. September 2025
- 1:42,77 min Datei:Flag of Algeria.svg Slimane Moula, Stockholm, 15. Juni 2025
- 1:42,79 min Datei:Flag of Kenya.svg Frederick Onyancha, Atlanta, 31. Juli 1996
- 1:42,79 min Datei:Flag of Bahrain.svg Yusuf Saad Kamel, Monaco, 29. Juli 2008
- 1:42,81 min Datei:Flag of Burundi.svg Jean-Patrick Nduwimana, Zürich, 17. August 2001
- 1:42,82 min Datei:Flag of the United States.svg Duane Solomon, London, 9. August 2012
- 1:42,85 min Datei:Flag of Cuba.svg Norberto Téllez, Atlanta, 31. Juli 1996
- 1:42,86 min Datei:Flag of South Africa.svg Mbulaeni Mulaudzi, Rieti, 6. September 2009
- 1:42,87 min Datei:Flag of Kenya.svg Alfred Kipketer, Paris, 27. August 2016
- 1:42,87 min Datei:Flag of Saint Vincent and the Grenadines.svg Handal Roban, Freeport, 16. August 2025
- deutscher Rekord: Willi Wülbeck – 1:43,65 min am 9. August 1983 in Helsinki
- österreichischer Rekord: Michael Wildner – 1:46,21 min am 19. Juli 1992 in Ingolstadt
Frauen
Alle Läuferinnen mit einer Zeit von 1:56,43 min oder schneller.
Letzte Veränderung: 18. Oktober 2025
- 1:53,28 min Datei:Flag of the Czech Republic.svg Jarmila Kratochvílová, München, 26. Juli 1983
- 1:53,43 min Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nadija Olisarenko, Moskau, 27. Juli 1980
- 1:54,01 min Datei:Flag of Kenya.svg Pamela Jelimo, Zürich, 29. August 2008
- 1:54,25 min Datei:Flag of South Africa.svg Caster Semenya, Paris, 30. Juni 2018
- 1:54,44 min Datei:Flag of Cuba.svg Ana Fidelia Quirot, Barcelona, 9. September 1989
- 1:54,61 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Keely Hodgkinson, London, 20. Juli 2024
- 1:54,62 min Datei:Flag of Kenya.svg Lilian Odira, Tokio, 21. September 2025
- 1:54,81 min Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Olga Minejewa, Moskau, 27. Juli 1980
- 1:54,90 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Georgia Hunter Bell, Tokio, 21. September 2025
- 1:54,94 min Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Tatjana Kasankina, Montreal, 26. Juli 1976
- 1:54,97 min Datei:Flag of the United States.svg Athing Mu, Eugene, 17. September 2023
- 1:55,05 min Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Doina Melinte, Bukarest, 1. August 1982
- 1:55,19 min Datei:Flag of Mozambique.svg Maria de Lurdes Mutola, Zürich, 17. August 1994
- 1:55,19 min Datei:Flag of Slovenia.svg Jolanda Čeplak, Heusden-Zolder, 20. Juli 2002
- 1:55,26 min Datei:Flag of East Germany.svg Sigrun Wodars, Rom, 31. August 1987 (deutscher Rekord)
- 1:55,32 min Datei:Flag of East Germany.svg Christine Wachtel, Rom, 31. August 1987
- 1:55,42 min Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Nikolina Schterewa, Montreal, 26. Juli 1976
- 1:55,46 min Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Tatjana Prowidochina, Moskau, 27. Juli 1980
- 1:55,47 min Datei:Flag of Burundi.svg Francine Niyonsaba, Monaco, 21. Juli 2017
- 1:55,54 min Datei:Flag of the Netherlands.svg Ellen van Langen, Barcelona, 3. August 1992
- 1:55,54 min Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Liu Dong, Peking, 9. September 1993
- 1:55,56 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Ljubow Gurina, Rom, 31. August 1987
- 1:55,60 min Datei:Flag of East Germany.svg Elfi Zinn, Montreal, 26. Juli 1976
- 1:55,61 min Datei:Flag of the United States.svg Ajeé Wilson, Monaco, 21. Juli 2017
- 1:55,61 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Jemma Reekie, London, 20. Juli 2024
- 1:55,68 min Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Ella Kovacs, Bukarest, 2. Juni 1985
- 1:55,69 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Irina Podjalowskaja, Kiew, 22. Juni 1984
- 1:55,74 min Datei:Flag of East Germany.svg Anita Weiß, Montreal, 26. Juli 1976
- 1:55,74 min Datei:Flag of Austria.svg Stephanie Graf, Wien, 3. März 2002 (österreichischer Rekord)
- 1:55,74 min Datei:Flag of Kenya.svg Sarah Moraa, Tokio, 21. September 2025
- 1:55,87 min Datei:Flag of Russia.svg Swetlana Masterkowa, Moskau, 18. Juni 1999
- 1:55,89 min Datei:Flag of the United States.svg Sage Hurta-Klecker, Tokio, 21. September 2025
- 1:55,91 min Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Audrey Werro, Zürich, 28. August 2025 (Schweizer Rekord)
- 1:55,96 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Ljudmila Wesselkowa, Athen, 8. September 1982
- 1:55,96 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Jekaterina Podkopajewa, Leningrad, 27. Juli 1983
- 1:55,96 min Datei:Flag of Jamaica.svg Natoya Goule-Toppin, Eugene, 17. September 2023
- 1:55,99 min Datei:Olympic flag.svg Lilija Nurutdinowa, Barcelona, 3. August 1992
- 1:56,00 min Datei:Flag of Russia.svg Tatjana Andrianowa, Kasan, 18. Juli 2008
- 1:56,03 min Datei:Flag of Kenya.svg Mary Moraa, Budapest, 27. August 2023
- 1:56,04 min Datei:Flag of Kenya.svg Janeth Jepkosgei, Osaka, 28. August 2007
- 1:56,09 min Datei:Flag of Cuba.svg Zulia Calatayud, Monaco, 19. Juli 2002
- 1:56,21 min Datei:Flag of East Germany.svg Martina Kämpfert, Moskau, 27. Juli 1980
- 1:56,21 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Samira Saizewa, Leningrad, 27. Juli 1983
- 1:56,21 min Datei:Flag of the United Kingdom.svg Kelly Holmes, Monaco, 9. September 1995
- 1:56,24 min Datei:Flag of the Soviet Union.svg Rawilja Agletdinowa, Leningrad, 1. August 1985
- 1:56,24 min Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Qu Yunxia, Peking, 9. September 1993
- 1:56,28 min Datei:Flag of Cuba.svg Rose Mary Almanza, Stockholm, 4. Juli 2021
- 1:56,40 min Datei:Flag of the United States.svg Jearl Miles Clark, Zürich, 11. August 1999
- 1:56,42 min Datei:Flag of Romania (1965–1989).svg Paula Ivan, Ankara, 16. Juli 1988
- 1:56,43 min Datei:Flag of Morocco.svg Hasna Benhassi, Athen, 23. August 2004
Trainingsmethoden
Es gibt drei Trainingsmethoden, die man als Haupttrainingsmethoden bezeichnen kann: Intensives Intervall-Training, Dauerleistungstraining, Multi-Stufen-Training. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Abwandlungen dieser Methoden.
Intensives Intervalltraining (nach Woldemar Gerschler)
Das von dem Dresdner Woldemar Gerschler erstmals bei Rudolf Harbig angewandte Training zielt auf besonders häufige und auch schnelle Wiederholungen kurzer Strecken (bis max. 600 Meter) mit geringen Pausen ab. Dadurch wird die Schnelligkeitsausdauer dermaßen verbessert, dass über 800 Meter die Laktat-Belastung am Ende eines Rennens nicht mehr so extrem ist.
Harbig lief durch diese Methode z. B. 1939 den Weltrekord über 800 Meter von 1:46,6 min und wurde 1938 auch Europameister.
Dauerleistungstraining (nach Arthur Lydiard)
Ende der 1950er Jahre gelangte der Neuseeländer Arthur Lydiard zu der Erkenntnis, dass man durch hohe Dauerlaufumfänge (bis zu 160 Kilometer pro Woche) die individuelle anaerobe Schwelle (die Schwelle zwischen jeweils überwiegend durch Glykolyse bewirkte Energiebereitstellung) weiter nach oben verschieben kann.
Durch diese Trainingsmethode gewann z. B. Peter Snell dreimal olympisches Gold über 800 und 1500 Meter. Snell verbesserte auch den Weltrekord über 800 Meter.
Multi-Stufen-Training (nach Peter Coe)
Das Multi-Stufen-Training wurde Anfang der 1970er Jahre durch den Briten Peter Coe, Vater des legendären Sebastian Coe, entwickelt. Diese Trainingsmethode zielt auf ein komplexes Training ab. Es werden also das ganze Jahr über Dauerläufe, Schnelligkeitstraining, Krafttraining und koordinatives Training absolviert. Je nach Saisonzeitpunkt werden aber die Schwerpunkte des Trainings verändert. So werden im Winter auf der Nordhalbkugel eher lange Läufe bevorzugt, um eine Grundlage für das im Frühjahr beginnende Tempotraining zu erarbeiten. Im Sommer oder vor Saisonhöhepunkten kann dann mit vielen kurzen Tempoläufen der letzte Schliff für den Wettkampfsportler gegeben werden. Grundlegende Aspekte des Multi-Stufen-Training waren bereits im Multi-Tempo-Training Frank Horwills vom British Milers Club, dem auch Sebastian Coe angehörte, enthalten.
Mit dieser Trainingsmethode gewann z. B. Sebastian Coe zweimal olympisches Gold über 1500 und zweimal olympisches Silber über 800 Meter. Des Weiteren stellte Coe zahlreiche Weltrekorde von 800 Meter bis zur Meile auf. Auch Saïd Aouita und die Trainingsgruppe um Hicham El Guerrouj wendeten leicht abgeänderte Versionen des Multi-Stufen-Trainings an.
Siehe auch
Literatur
- Arnd Krüger: Die Einordnung der Leistung Roger Bannisters in die Geschichte des Trainings für Mittel- und Langstrecke, in: J. BUSCHMANN & S. WASSONG (Hrsg.): Langlauf durch die olympische Geschichte. Festschrift für Karl Lennartz. Köln: Carl und Liselott Diem – Archiv 2005, 349 – 372. ISDN: 3883380156
- Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.
- Progression of World best performances and official IAAF World Records, 2003 Edition, Monaco, 2003, S. 50 ff. u. S. 259 ff. (englisch)
Weblinks
- Ewige Weltbestenliste der World Athletics, 800 m Männer (englisch)
- Ewige Weltbestenliste der World Athletics, 800 m Frauen (englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leichtathletik-Jahres-Weltbestenliste bis Platz 20 ( vom 18. Juli 2009 im Internet Archive) (englisch)
- Statistische Website über den 800-m-Lauf (englisch)
100 m | 200 m | 400 m | 800 m | 1500 m | 5000 m | 10.000 m | Marathon | 100 m Hürden (nur Frauen) | 110 m Hürden (nur Männer) | 400 m Hürden | 3000 m Hindernis | 4 × 100-m-Staffel | 4 × 400-m-Staffel (auch als Mixed-Staffel) | 20-km-Gehen | Marathon-Gehen (Mixed-Staffel) | Hochsprung | Stabhochsprung | Weitsprung | Dreisprung | Kugelstoßen | Diskuswurf | Hammerwurf | Speerwurf | Siebenkampf (nur Frauen) | Zehnkampf (nur Männer)