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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
10. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Olympiastadion Helsinki
Olympiastadion Helsinki
Olympiastadion Helsinki
Stadt FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Helsinki, Finnland
Stadion Olympiastadion Helsinki
Teilnehmende Länder 191
Teilnehmende Athleten 1688
Wettbewerbe 47
Eröffnung 6. August 2005
Schlusstag 14. August 2005
Chronik
Paris/Saint-Denis 2003 Osaka 2007
Medaillenspiegel (Endstand nach 47 Entscheidungen)
Platz Land G S B Gesamt
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 14 8 3 25
2 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 7 6 4 17
3 Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Äthiopien 3 4 2 9
4 KubaDatei:Flag of Cuba.svg Kuba 3 3 1 7
5 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 2 3 3 8
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden 2 1 3
7 BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg Bahrain 2 2
8 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika 1 5 2 8
9 KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia 1 2 4 7
9 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 1 2 4 7
Vollständiger Medaillenspiegel

Die 10. Leichtathletik-Weltmeisterschaften (offiziell: 10th IAAF World Championships in Athletics Helsinki 2005) wurden zwischen dem 6. und 14. August 2005 in der finnischen Hauptstadt Helsinki ausgetragen.

Bewerbungen um den Austragungsort

Ursprünglich sollten die Weltmeisterschaften in London stattfinden. Ein Gutachten, das die britische Regierung in Auftrag gegeben hatte, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass der erforderliche Neubau eines Leichtathletikstadions nicht rentabel sei. Der britische Leichtathletik-Verband schlug daher vor, die Weltmeisterschaften in Sheffield auszutragen. Als der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) darauf nicht einging, gab man die Ausrichtung der Weltmeisterschaften zurück.

Bei der Neuausschreibung bewarben sich Berlin, Brüssel, Budapest, Helsinki, Moskau und Rom um die Ausrichtung. Am 14. April 2002 entschied sich das IAAF-Council während seiner Sitzung in Nairobi überraschend für die finnische Hauptstadt.

Überblick

Abgesehen von den Straßenwettbewerben fanden die Wettkämpfe im modernisierten Olympiastadion statt, das bereits 1983 Schauplatz der 1. Leichtathletik-Weltmeisterschaften war.

Ältester Teilnehmer war der 50-jährige israelische Marathonläufer Haile Satayin (* 11. April 1955), der mit persönlicher Bestleistung von 2:17:26 h den 21. Platz belegte. Jüngste Teilnehmerin war die erst 14-jährige 100-Meter-Läuferin Rosa-Mystique Jones aus Nauru (Vorlauf: Platz acht in 13,16 s).

Wettbewerbe

Neu in das Wettkampfprogramm der Frauen wurde nun auch der 3000-Meter-Hindernislauf aufgenommen. So war das Angebot für Frauen und Männer nach langen Jahren der Entwicklung, in denen immer mehr Frauendisziplinen Einzug in den Wettkampfkatalog gehalten hatten, weitgehend angeglichen. Unterschiede gab und gibt es in den Gewichten der Wurfgeräte sowie in der Höhe von Hürden und Hindernissen.

Alleine den Männern vorbehalten blieb für einige Jahre noch das 50-km-Gehen, das 2017 ins Frauen-WM-Programm kam.

Prämien

Sportler, die in den Weltmeisterschaftswettkämpfen einen Weltrekord erzielten, erhielten von der veranstaltenden Internationalen Leichtathletik-Assoziation IAAF eine Prämie von 100.000 US-Dollar. Weitere Prämien waren ausgeschrieben für alle Teilnehmer, die im Endkampf unter die ersten Acht kamen:

Prämien bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 (in US-Dollar)
Platz Einzeldisziplinen Staffeln Marathon-Cup
1 60.000 80.000 20.000
2 30.000 40.000 15.000
3 20.000 20.000 12.000
4 15.000 16.000 10.000
5 10.000 12.000 08.000
6 06.000 08.000 06.000
7 05.000 06.000 000
8 04.000 04.000 000

Sportliche Leistungen

Auch die zehnte Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften war wie die Veranstaltungen zuvor von einem hohen Leistungsniveau geprägt.

Erfolgreichste Sportler

Deutsche Mannschaft

Zur deutschen Mannschaft gehörten 52 Sportlerinnen und Sportler, die in 19 der 26 Disziplinen starteten.

Disziplin Männer Frauen
200 Meter Tobias Unger, Sebastian Ernst
400 Meter Simon Kirch
800 Meter René Herms Monika Gradzki
10.000 Meter Sabrina Mockenhaupt
100 Meter Hürden Kirsten Bolm
110 Meter Hürden Thomas Blaschek
400 Meter Hürden Christian Duma Claudia Marx
4 × 100 Meter Marc Blume, Alexander Kosenkow, Marius Broening,
Tobias Unger, Sebastian Ernst, Till Helmke
4 × 400 Meter Simon Kirch, Bastian Swillims, Florian Seitz,
Kamghe Gaba, Ralf Riester
Claudia Hoffmann, Korinna Fink, Claudia Marx,
Ulrike Urbansky, Anja Neupert
20-km-Gehen André Höhne Sabine Zimmer, Melanie Seeger
Stabhochsprung Tim Lobinger, Danny Ecker Carolin Hingst
Weitsprung Nils Winter Bianca Kappler
Dreisprung Charles Friedek
Kugelstoßen Ralf Bartels Petra Lammert, Nadine Kleinert, Christina Schwanitz
Diskuswurf Lars Riedel, Michael Möllenbeck Franka Dietzsch
Hammerwurf Markus Esser, Holger Klose Betty Heidler, Susanne Keil, Kathrin Klaas
Speerwurf Mark Frank, Christian Nicolay Steffi Nerius, Christina Obergföll
Siebenkampf Sonja Kesselschläger, Karin Ertl, Lilli Schwarzkopf
Zehnkampf André Niklaus

Doping

Wie die letzten beiden Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton und 2003 in Paris war auch diese Weltmeisterschaften bedingt durch nachträgliche Untersuchungen und Erkenntnisse heftig von der Dopingproblematik gekennzeichnet. Elf Sportlern, darunter drei Weltmeistern, wurden aufgrund von Verstößen gegen die Dopingbestimmungen ihre Platzierungen, Medaillen, Titel aberkannt.

Darüber hinaus wurde der ursprüngliche Silbermedaillengewinner Wadsim Dsewjatouski aus Belarus im Jahr 2013 des wiederholten Dopings überführt und zunächst disqualifiziert.<ref name="DopDsewj">Drei Weltmeister nachträglich überführt. In: Der Tagesspiegel 8. März 2013, tagesspiegel.de, abgerufen am 4. Oktober 2020</ref> Er konnte jedoch in einer dreijährigen juristischen Auseinandersetzung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) durchsetzen, dass die Probe nicht als positiv gewertet wurde und seine Disqualifikation damit rückgängig machen.<ref name="NoDopDsewj">IAAF verschärft Blick auf Hochrisiko-Länder. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 29. Juli 2018, faz.net, abgerufen am 4. Oktober 2020</ref>

Verschoben gegenüber 2001 und 2003 hatten sich die Nationalitäten der Dopingsünder. Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften stammte die weitaus überwiegende Zahl aus den USA. In diesem Jahr kamen vier Sportler aus Belarus, drei aus Russland, drei aus der Ukraine und eine Athletin aus Indien. Betroffen waren ausschließlich die Wurf- und Stoßdisziplinen.

Resultate Männer

100 m

Datei:Justin Gatlin London 2012.jpg
Justin Gatlin – Doppelweltmeister über 100- und 200 Meter

Finale: 7. August, 21:35 Uhr

Wind: +0,4 m/s

200 m

Finale: 11. August, 22:10 Uhr

Wind: −0,5 m/s

400 m

Finale: 12. August, 21:35 Uhr

800 m

Datei:Osaka07 D6A Rashid Ramzi-2.jpg
Rashid Ramzi siegte auf beiden Mittelstrecken

Finale: 14. August, 19:30 Uhr

1500 m

Finale: 10. August, 22:10 Uhr

5000 m

Finale: 14. August, 20:20 Uhr

10.000 m

Datum: 8. August, 19:20 Uhr

Marathon

Datum: 13. August, 14:20 Uhr

Marathon-Cup

Platz Land Athleten Zeit (h)
1 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Tsuyoshi Ogata
Toshinari Takaoka
Wataru Okutani
6:38:39
2 KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia Paul Biwott
Robert Cheboror
Joseph Riri
6:46:38
3 Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Äthiopien Gudisa Shentama
Ambesse Tolosa
Hailu Negussie
6:52:14
4 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Brian Sell
Clinton Verran
Jason Lehmkuhle
6:53:55
5 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien Marilson Gomes dos Santos
André Luiz Ramos
Claudir Rodrigues
6:57:57
6 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien Julio Rey
José Manuel Martínez
Kamal Ziani
6:58:04
7 PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal Luís Jesus
Luís Novo
Alberto Chaíça
6:58:51
8 IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel Haile Satayin
Wodage Zvadya
Asaf Bimro
7:03:21

Datum: 13. August, 14:20 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung. Es waren fünf Läufer je Nation zugelassen, für die Wertung wurden die Zeiten der jeweils besten drei addiert. Der Wettbewerb zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

110 m Hürden

Finale: 12. August, 20:45 Uhr

Wind: −0,2 m/s

400 m Hürden

Finale: 9. August, 21:50 Uhr

3000 m Hindernis

Datei:Saif saaeed shaheen.jpg
Saif Saaeed Shaheen, früher Stephen Cherono, verteidigte seinen Titel souverän

Finale: 9. August, 21:20 Uhr

4 × 100 m Staffel

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Ladji Doucouré (Finale)
Ronald Pognon
Eddy de Lépine
Luéyi Dovy
im Vorlauf außerdem:
Oudéré Kankarafou
38,08 WL
2 Trinidad und TobagoDatei:Flag of Trinidad and Tobago.svg Trinidad und Tobago Kevon Pierre
Marc Burns
Jacey Harper
Darrel Brown
38,10 NR
3 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Jason Gardener
Marlon Devonish
Christian Malcolm
Mark Lewis-Francis
38,27
4 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika Lerone Clarke
Dwight Thomas
Ainsley Waugh
Michael Frater
38,28
5 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien Daniel Batman
Joshua Ross
Kristopher Neofytou (Finale)
Patrick Johnson
im Vorlauf außerdem:
Matthew Shirvington
38,32
6 Niederlandische AntillenDatei:Flag of the Netherlands Antilles (1986–2010).svg Niederländische Antillen Geronimo Goeloe
Charlton Rafaela
Jairo Duzant
Churandy Martina
38,45 NR
7 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Alexander Kosenkow
Marc Blume
Tobias Unger
Marius Broening
38,48
8 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Shingo Suetsugu
Shinji Takahira
Tatsuro Yoshino
Nobuharu Asahara
38,77

Finale: 13. August, 21:40 Uhr

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Andrew Rock (Finale)
Derrick Brew
Darold Williamson
Jeremy Wariner (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Miles Smith
LaShawn Merritt
2:56,91 WL
2 BahamasDatei:Flag of the Bahamas.svg Bahamas Nathaniel McKinney
Avard Moncur
Andrae Williams
Chris Brown (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Troy McIntosh
2:57,32 NR
3 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika Sanjay Ayre
Brandon Simpson (Finale)
Lansford Spence
Davian Clarke
im Vorlauf außerdem:
Michael Blackwood
2:58,07
4 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Timothy Benjamin (Finale)
Martyn Rooney
Robert Tobin
Malachi Davis
im Vorlauf außerdem:
Graham Hedman
2:58,82
5 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Marcin Marciniszyn
Robert Maćkowiak
Piotr Rysiukiewicz (Finale)
Piotr Klimczak
im Vorlauf außerdem:
Rafał Wieruszewski
3:00,58
6 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Leslie Djhone
Naman Keïta
Abderrahim El Haouzy
Marc Raquil
3:03,10
7 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Dmitri Forschew
Andrei Rudnizki
Oleg Mischukow (Finale)
Jewgeni Lebedew
im Vorlauf außerdem:
Andrei Polukejew
3:03,20
DSQ Trinidad und TobagoDatei:Flag of Trinidad and Tobago.svg Trinidad und Tobago Ato Modibo
Julieon Raeburn
Renny Quow
Damion Barry
IAAF Rule 170.11
Meldefehler
Aufstellung
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wettkampfregeln der IAAF, Seite 121 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de (PDF; 7 MB), abgerufen am 29. September 2020</ref>

Finale: 14. August, 21:20 Uhr

20 km Gehen

Datei:Perez-flag.jpg
Titelverteidiger Jefferson Pérez siegte mit mehr als einer Minute Vorsprung

Datum: 6. August, 18:40 Uhr

50 km Gehen

Datum: 12. August, 11;35 Uhr

Hochsprung

Finale: 14. August, 18:35 Uhr

Stabhochsprung

Finale: 11. August, 18:35 Uhr

Weitsprung

Datei:Osaka07 D5M Dwight Phillips.jpg
Titelverteidiger Dwight Phillips – Sieg mit Weltjahresbestleistung

Finale: 13. August, 19:45 Uhr

Dreisprung

Finale: 11. August, 20:00 Uhr

Kugelstoßen

Finale: 6. August, 21:00 Uhr

In dieser Disziplin traten zwei Dopingfälle auf:
Der Ukrainer Jurij Bilonoh, der mit 20,89 m auf den vierten Platz gekommen war, und der Belarusse Andrej Michnewitsch, der mit 20,74 m den sechsten Platz belegt hatte, wurden wegen Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert.<ref name="DopBilon" /><ref name="DopMischn" />

Diskuswurf

Datei:Virgilijus Alekna 2007.jpg
Mit Virgilijus Alekna war der dominierende Diskuswerfer dieser Jahre vorn

Finale: 7. August, 18:40 Uhr

Hammerwurf

Finale: 8. August, 18:40 Uhr

Dieser Wettbewerb wurde von gleich drei Dopingfällen überschattet:
Der Belarusse Iwan Zichan, der unrechtmäßig nach Gold gegriffen hatte, wurde im Jahr 2013 des wiederholten Dopings überführt, unter anderem sein Resultat von diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.<ref name="DopZich" /> Mit Andrei Varantsou wurde ein weiterer Belarusse als Dopingsünder entlarvt.<ref name="DopVaran" /> Er war in der Qualifikation ausgeschieden. Der vierte überführte Werfer war der zunächst zwölftplatzierte Wladyslaw Piskunow aus der Ukraine.<ref name="DopPisk" />
Darüber hinaus wurde der ursprüngliche Silbermedaillengewinner Wadsim Dsewjatouski aus Belarus im Jahr 2013 des wiederholten Dopings überführt und zunächst disqualifiziert.<ref name="DopDsewj" /> Er konnte jedoch in einer dreijährigen juristischen Auseinandersetzung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) durchsetzen, dass die Probe nicht als positiv gewertet wurde und seine Disqualifikation damit rückgängig machen.<ref name="NoDopDsewj" />

Speerwurf

Finale: 10. August, 17:30 Uhr

Zehnkampf

Datei:Osaka07 D7M Bryan Clay.jpg
Klarer Sieg mit Weltjahresbestleistung für Bryan Clay

Datum: 9./10. August

Resultate Frauen

100 m

Finale: 8. August, 21:35 Uhr

Wind: +1,3 m/s

Hier gab es einen Dopingfall:
Wie schon bei den vorangegangenen Weltmeisterschaften wurde die hier im Halbfinale ausgeschiedene Ukrainerin Schanna Block des Dopings überführt und disqualifiziert.<ref name="DopBlock" />

200 m

Datei:Osaka07 D7A Allyson Felix celebrating.jpg
Erster Titelgewinn für Allyson Felix

Finale: 12. August, 19:30 Uhr

Wind: +0,2 m/s

400 m

Finale: 10. August, 20:00 Uhr

800 m

Finale: 9. August, 21:35 Uhr

1500 m

Finale: 14. August, 19:55 Uhr

Die zunächst zweitplatzierte Russin Julija Tschischenko wurde nach dem Rennen disqualifiziert, weil sie Maryam Yusuf Jamal absichtlich behindert hatte.

Doping:
Sämtliche Medaillengewinnerinnen dieses Rennens Tatjana Tomaschowa, Olga Jegorowa und Bouchra Ghezielle sowie die viertplatzierte Jelena Sobolewa hatten im späteren Verlauf ihrer Karrieren Sperren wegen Dopings hinzunehmen.<ref>Doping: Russische Topathleten ausgeschlossen. In: Tagesspiegel. 1. August 2008 (archive.org).</ref><ref>Dreieinhalb Jahre Sperre für Sportlerin. In: RP Online 30. Mai 2008, rp-online.de, abgerufen am 7. Oktober 2020</ref>

5000 m

Datei:Tirunesh Dibaba Victory.jpg
Tirunesh Dibaba gewann auf beiden Bahn-Langstrecken

Finale: 13. August, 20:10 Uhr

10.000 m

Datum: 6. August, 21:12 Uhr

Marathon

Datei:Paula Radcliffe at the Berlin Marathon 2011.jpg
Paula Radcliffe siegte mit neuem WM-Rekord

Datum: 14. August, 14:20 Uhr

Marathon-Cup

Platz Land Athletinnen Zeit (h)
1 KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia Catherine Ndereba
Rita Jeptoo
Hellen Jemaiyo Kimutai
7:12:37
2 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Yumiko Hara
Harumi Hiroyama
Megumi Oshima
7:16:35
3 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Paula Radcliffe
Mara Yamauchi
Hayley Haining
7:27:04
4 Athiopien 1996Datei:Flag of Ethiopia (1996-2009).svg Äthiopien Derartu Tulu
Asha Gigi
Shitaye Gemechu
7:28:09
5 Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea Jong Yong-ok
Oh Song-suk
Ryang Gum-hwa
7:38:25
6 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Turena Johnson-Lane
Jill Boaz
Emily Levan
7:49:44
7 NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland Shireen Crumpton
Liza Hunter-Galvan
Rebecca Moore
8:07:26

Datum: 14. August, 14:20 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung. Es waren fünf Läuferinnen je Nation zugelassen, für die Wertung wurden die Zeiten der jeweils besten drei addiert. Der Wettbewerb zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

100 m Hürden

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Michelle Perry Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 12,66
2 Delloreen Ennis-London JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg JAM 12,76
3 Brigitte Foster-Hylton JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg JAM 12,76
4 Kirsten Bolm DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 12,82
5 Marija Korotejewa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 12,93
6 Jenny Kallur SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 12,95
7 Irina Schewtschenko RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 12,97
DSQ Joanna Hayes Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA IAAF Rule 168.7
Nichtüberquerung der Hürde
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wettkampfregeln der IAAF, Seite 93 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de (PDF; 7 MB), abgerufen am 7. Oktober 2020</ref>

Finale: 11. August, 21:20 Uhr

Wind: −2,0 m/s

400 m Hürden

Finale: 13. August, 19:05 Uhr

3000 m Hindernis

Datei:Docus Inzikuru.jpg
Dorcus Inzikuru – erste Weltmeisterin der neuen Frauen-Disziplin

Finale: 8. August, 20:35 Uhr

4 × 100 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Angela Daigle
Muna Lee
Me’Lisa Barber
Lauryn Williams
41,78 WL
2 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika Danielle Browning
Sherone Simpson
Aleen Bailey
Veronica Campbell (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Beverly McDonald
41,99
3 BelarusDatei:Flag of Belarus.svg Belarus Julija Neszjarenka
Natallja Salahub
Alena Neumjarschyzkaja
Aksana Drahun
42,56 NR
4 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Patricia Buval
Lina Jacques-Sébastien
Fabé Dia
Christine Arron
42,85
5 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien Raquel Martins da Costa
Lucimar Aparecida de Moura
Thatiana Regina Ignácio
Luciana dos Santos
42,99
6 KolumbienDatei:Flag of Colombia.svg Kolumbien Melisa Murillo
Felipa Palacios
Darlenys Obregón
Norma González
43,07
7 NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg Nigeria Gloria Kemasuode
Endurance Ojokolo
Oludamola Osayomi
Mercy Nku
43,25
8 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Iwona Dorobisz
Daria Onyśko
Dorota Dydo
Iwona Brzezińska
43,49

Finale: 13. August, 20:40 Uhr

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Julija Petschonkina (Finale)
Olesja Krasnomowez
Natalja Antjuch
Swetlana Pospelowa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Tatjana Firowa
Olesja Sykina
3:20,95
2 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika Shericka Williams
Novlene Williams
Ronetta Smith
Lorraine Fenton
3:23,29
3 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Lee McConnell
Donna Fraser
Nicola Sanders
Christine Ohuruogu
3:24,44
4 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Anna Guzowska
Monika Bejnar
Grażyna Prokopek
Anna Jesień (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Zuzanna Radecka
3:24,49 NR
5 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine Antonina Jefremowa
Oksana Iljuschkina
Lilija Piljuhina
Natalija Pyhyda
3:28,00
6 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Claudia Marx
Claudia Hoffmann
Korinna Fink
Ulrike Urbansky
3:28,39
DSQ BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien Maria Laura Almirão
Geisa Aparecida Coutinho
Josiane Tito
Lucimar Teodoro
IAAF Rule 170.20
Aufstellungs-/
Wechselfehler
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wettkampfregeln der IAAF, Seite 122f (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de (PDF; 7 MB), abgerufen am 9. Oktober 2020</ref>
BelarusDatei:Flag of Belarus.svg Belarus Alena Neumjarschyzkaja (Finale)
Natallja Salahub
Hanna Kosak
Ilona Ussowitsch
im Vorlauf außerdem:
Juljana Schalnjaruk
IAAF Rule 163.2
Behinderung
<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wettkampfregeln der IAAF, Seite 88 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de (PDF; 7 MB), abgerufen am 9. Oktober 2020</ref>

14. August, 20:55 Uhr

20 km Gehen

7. August, 11:35 Uhr

Hochsprung

Finale: 8. August, 19:20 Uhr

Stabhochsprung

Finale: 12. August, 18:10 Uhr

Weitsprung

Finale: 10. August, 18:35 Uhr

Doping:
Die Russin Tatjana Kotowa, die mit 6,79 m auf den zweiten Platz gekommen war, wurde wegen Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert.<ref name="DopKotow" />

Dreisprung

Finale: 7. August, 19:40 Uhr

Kugelstoßen

Finale: 13. August, 18:40 Uhr

Hier gab es zwei Dopingfälle:

  • 2012 wurde der belarussischen Siegerin Nadseja Astaptschuk (20,51 m) in einer Nachuntersuchung Dopingmissbrauch nachgewiesen. Folgerichtig verlor sie ihre Goldmedaille und die Nächstplatzierten rückten nach.<ref name="DopAstap" />
  • Die Russin Swetlana Kriweljowa, die zunächst mit 19,49 m den vierten Platz belegt hatte, wurde ebenfalls nachträglich wegen Dopings disqualifiziert.<ref name="DopKriwKuse" />

Diskuswurf

Finale: 11. August, 20:00 Uhr

Es gab einen aufgedeckten Dopingfall:
Die bereits in der Qualifikation ausgeschiedene Inderin Neelam Jaswant Singh wurde überführt, gegen die Dopingbestimmungen verstoßen zu haben, und disqualifiziert.<ref name="DopSing" />

Hammerwurf

Finale: 12. August, 19:50 Uhr

Doping:

Der Russin Olga Kusenkowa wurde ihr Sieg im März 2013 wegen Dopingvergehens aberkannt.<ref name="DopKriwKuse" />

Auch die nun auf den zweiten Platz vorgerückte Russin Tatjana Lyssenko, die später mehrfach wegen nachgewiesener Verstöße gegen die Antidopingbestimmungen Sperren hinzunehmen hatte<ref>Doping Rule Violation, World Athletics, worldathletics.org, 19. Mai 2008 (englisch); abgerufen am 15. Oktober 2020</ref><ref>IOC sanctions Tatyana Lysenko for failing anti-doping test at London 2012, olympic.org, 11. Oktober 2016 (englisch); abgerufen am 15. Oktober 2020</ref>, stand im Verdacht, hier in Helsinki gedopt gewesen zu sein.<ref>Olympic hammer champion Beloborodova of Russia suspended, mailOnline, 5. April 2016, dailymail.co.uk (englisch); abgerufen am 15. Oktober 2020</ref> Ihr Resultat von diesen Weltmeisterschaften wurde jedoch nie aberkannt, dieser Verdacht blieb folgenlos.

Speerwurf

Finale: 14. August, 19:25 Uhr

Siebenkampf

Datei:Carolina Klueft anlauf.jpeg
Carolina Klüft behauptete sich mit starker Leistung

Datum: 6./7. August

Weblinks

Commons: Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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