Zum Inhalt springen

Bombardier Transportation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. April 2026 um 14:12 Uhr durch imported>Leuni (Aufträge seit 2010).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Bombardier Transportation

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Bombardier Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1974
Auflösung 29. Januar 2021<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bombardier Closes Sale of its Transportation business to Alstom.] In: Bombardier. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Auflösungsgrund Übernahme durch Alstom
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Danny Di Perna
Mitarbeiterzahl 36.050<ref name="FinR-2019">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 2019 Financial Report.] (PDF) In: bombardier.com. , S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Umsatz 8,3 Mrd. USD<ref name="FinR-2019" />
Branche Schienenfahrzeug-Hersteller
Stand: 31. Dezember 2019

Bombardier Transportation war ein weltweit tätiger Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Geschäftssitz in Berlin. Bis 2021 bildete das Unternehmen einen Teilkonzern des kanadischen Unternehmens Bombardier. Es wurde im Januar 2021 vom französischen Konkurrenten Alstom übernommen.<ref name="dpa-29Jan2021">dpa: Alstom schließt Megafusion mit Bombardier-Zugsparte ab. In: onvista.de. 29. Januar 2021, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> Das Produktportfolio des Unternehmens umfasste Lokomotiven, Triebwagen, Straßenbahn- und Stadtbahn-Fahrzeuge, U-Bahn- und S-Bahn-Fahrzeuge und Reisezugwagen sowie Stellwerke.

Geschichte

Datei:Bombardier in Hennigsdorf.jpg
Hauptgebäude des Werks Hennigsdorf
Datei:160 Jahre Waggonbau in Bautzen.jpg
Montagehalle im Werk Bautzen anlässlich des 160-jährigen Bestehens des Standortes (2006)
Datei:KLG 0268 Görlitz, Bombardier Transportation GmbH.jpg
Görlitz, Bombardier Transportation GmbH, Luftaufnahme (2019)

Übernahmen bis 2001

Der Einstieg von Bombardier in den Schienenfahrzeugbau erfolgte 1970 mit der Übernahme der österreichischen Lohner-Werke, die zu diesem Zeitpunkt Straßenbahnwagen für den österreichischen Markt produzierten.<ref>Sylvain Larocque: Le géant Alstom prêt à débourser 10 milliards $. In: Le Journal de Montréal. 12. Februar 2020, abgerufen am 13. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bombardier Transportation wurde 1974 gegründet, nachdem Bombardier einen Großauftrag über 423 U-Bahn-Waggons für die Stadt Montreal bekommen hatte. 1975 kaufte Bombardier von American Locomotive Company die kanadische Tochter Montreal Locomotive Works, die bis 1985 Lokomotiven herstellte.

Im Jahr 1995 kehrte Bombardier Transportation mit weiteren Übernahmen von Firmen in Frankreich, Österreich und Deutschland ins Transportgeschäft zurück. In Deutschland übernahm Bombardier 1995 die Waggonfabrik Talbot in Aachen und 1998 die Deutsche Waggonbau (ehemals Kombinat Schienenfahrzeugbau) mit Betrieben in Berlin, Halle, Görlitz, Bautzen, Vetschau und Niesky. Die erst 1997 von der Deutschen Waggonbau übernommene Vevey Technologies in Villeneuve in der Schweiz wechselte ebenfalls zu Bombardier.

Im Jahr 2001 erfolgte die Übernahme von DaimlerChrysler Rail Systems (Adtranz) mit der Zentrale im Norden Berlins nahe dem Flughafen Tegel und dem größten Werksstandort Hennigsdorf. Auch die anderen deutschen Adtranz-Standorte in Mannheim, Kassel, Nürnberg, Dreis-Tiefenbach und Braunschweig kamen damit zu Bombardier. In der Schweiz von der Übernahme betroffen waren die Standorte Zürich und Turgi sowie Pratteln, der entgegen den damaligen Adtranz-Planungen von Bombardier zunächst beibehalten wurde.<ref>Bombardier streicht 580 Stellen in der Schweiz. In: swissinfo.ch. 17. März 2004, abgerufen am 14. März 2021.</ref>

Auch die Adtranz-Standorte in Großbritannien, Dänemark (früher Scandia A/S in Randers), Schweden, Norwegen, Portugal, Italien und Polen sowie das Joint Venture in der Volksrepublik China wurden übernommen. Adtranz hatte unter anderem den „Turbostar“-Diesel-Triebzug und die deutschen TRAXX-Lokomotiven gebaut, die seitdem unter der Marke Bombardier hergestellt wurden, Stand Mai 2024 wurden sie von Alstom weiterhin produziert.

Neustrukturierung ab 2001

Am 13. November 2001 kündigte das Unternehmen eine grundlegende Neustrukturierung seiner europäischen Produktionsaktivitäten an. Kapitalintensive Tätigkeiten sollten dabei in spezialisierten Werken gebündelt werden.<ref name="eri-2001-554">Bombardier Transportation mit neuer Aufgabenteilung. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2001, ISSN 1421-2811, S. 554 f.</ref> Vor allem in Deutschland mussten dabei kartellrechtliche Einwände berücksichtigt werden. Das erst 2000 zwischen Stadler und Adtranz gegründete Joint-Venture Stadler Pankow GmbH wechselte 2001 vollständig in den Besitz der Stadler Rail Group und damit die Lizenzen einiger Fahrzeuge wie zum Beispiel „Regio-Shuttle“ und „Variobahn“.

Anfang 2003 gründete das Unternehmen mit Bombardier – CPC Propulsion Systems in China ein Joint Venture zur Produktion und Vermarktung von Antriebskomponenten.<ref name="eri-2003-180">Joint-Venture in China. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2003, S. 180.</ref> Mit Wirkung zum 1. Mai 2003 verkaufte das Unternehmen sein Werk Vetschau an eine ungarische Investorengruppe.<ref name="eri-2003-428">Bombardier verkauft Vetschau. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 10/2003, S. 428.</ref> Im Herbst 2003 kündigte das Unternehmen an, aufgrund von Verlusten mindestens sechs seiner damals 37 Werke in Europa zu schließen.<ref name="eri-2003-508">Bombardier schließt Werke. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2003, S. 508.</ref>

Neustrukturierung ab 2004

Im Zuge der Rezession im Schienenfahrzeugbau entschied die Konzernleitung, die Geschäftssparte Transportation zu verkleinern, was vor allem Europa traf. Die Entscheidung wurde bei der Bilanz-Medienkonferenz im März 2004 bekanntgemacht. Die Redimensionierung umfasste die Schließung von sieben Produktionsstandorten in fünf Ländern sowie einen Abbau von weltweit 6600 Stellen (davon 86 Prozent in Europa) beziehungsweise 18,5 Prozent der gesamten Belegschaft von Bombardier Transportation.

Bereits bis Ende 2004 erfolgte die Schließung des traditionsreichen Standortes Nürnberg, in Amadora, der einzigen Produktionsstätte in Portugal sowie zweier Produktionsstätten in Großbritannien. Bis zum 31. Dezember 2005 wurden ein weiteres Werk in Großbritannien und ein Werk im schwedischen Kalmar geschlossen. Zum selben Termin wurden das Werk Ammendorf in Halle (Saale) mit über 700 Beschäftigten und das Werk Pratteln im Kanton Basel-Landschaft mit 520 Beschäftigten geschlossen, wobei letzteres bereits seit dem 28. April 2005 weitgehend stillgelegt war. Die Werkstilllegungen machten nur einen Teil des Stellenabbaus aus; in Deutschland wurden weitere 1200 Stellen (von insgesamt 10.100), in der Schweiz weitere 70 Stellen (von insgesamt 1350) abgebaut.

Auch nach Abschluss der Restrukturierung blieb Deutschland mit acht Produktionsstandorten und etwa 8600 Beschäftigten der größte Standort von Bombardier Transportation, gefolgt von Großbritannien mit sechs Werken und knapp 4300 Beschäftigten. In der Schweiz blieben noch knapp 760 Beschäftigte verteilt auf den Produktionsstandort Villeneuve (Kleinserien, knapp 160 Beschäftigte) und die Entwicklungsstandorte Zürich Oerlikon und Turgi. In Österreich hatte das Kompetenzzentrum für Straßen- und Stadtbahnen am Bombardier Standort Wien, den ehemaligen Lohnerwerken, damals etwa 700 Beschäftigte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fact Sheet Bombardier Standort Wien (Memento vom 15. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref>

Datei:Koenigliche.Eisenbahndirektion.Berlin.vom.U-Bahnhof.Gleisdreieck.jpg
Blick auf das ehemalige Dienstgebäude der Königlichen Eisenbahndirektion vom unteren Bahnsteig des U-Bahnhofs Gleisdreieck in Berlin aus gesehen

Die Zentrale von Bombardier Transportation wurde 2006 in das ehemalige Gebäude der Königlichen Eisenbahndirektion, dann in die Reichsbahndirektion Berlin am Schöneberger Ufer 1 und am 3. Juli 2017 an den Potsdamer Platz, Eichhornstraße 3, verlegt.<ref> Berlin: Bombardier zieht an den Potsdamer Platz thomas-daily.de, 24. Mai 2017 abgerufen am 6. Februar 2025</ref>

Aufträge seit 2010

Datei:K4500 VB Presentation.jpg
Stadtbahnwagen Flexity Swift, hier: Köln
Datei:LUL-S-Stock-arrives-Croxley.jpg
London Underground S Stock
Datei:NWBTalent.jpg
Dieseltriebzug Talent
Datei:Talent II.jpg
Elektrotriebzug Talent 2
Datei:Bombardier IGT.JPG
TRAXX Baureihe 246
Datei:DBpza rdgost.jpg
Doppelstockwagen der DB

.Am 12. Mai 2010 erhielt Bombardier von den Schweizerischen Bundesbahnen den Auftrag zur Lieferung von 59 Doppelstockzügen Twindexx für den Fernverkehr. Das Gesamtvolumen lag bei rund 1,9 Milliarden Schweizer Franken. Bombardier fertigte die neukonstruierten Züge an seinen Standorten im schweizerischen Villeneuve und im deutschen Görlitz.<ref>Bombardier baut die SBB-Doppelstockzüge. In: Neue Zürcher Zeitung, 12. Mai 2010.</ref> Der Auftrag, der mit großen Verzögerungen und daraus resultierender Konventionalstrafe einherging, sollte 2022 mit der letzten Auslieferung abgeschlossen werden.<ref>Fragen & Antworten. swissdosto.ch, Bombardier Schweiz, abgerufen am 31. Januar 2021</ref>

Bei den Regionaltriebzügen der Baureihe Talent 2 kam es zu Verzögerungen bei der Zulassung, die zur Intervention des Bundesverkehrsministers führten. Bis zum Sommer 2013 waren 210 Züge an die Deutsche Bahn übergeben worden, die alle verspätet zum Einsatz kamen. Zum Jahresbeginn 2013 erhielt Bombardier Transportation auch erstmals einen Auftrag eines privaten Betreibers für diese Fahrzeuge. Bei den 2016 von Abellio Baden-Württemberg bestellten 52 Zügen konnten ebenfalls in einer Ausschreibung gewonnene Verkehre vom neuen Betreiber nicht wie geplant mit neuen Fahrzeugen bedient werden.

Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass Bombardier das Aachener Werk mit 600 Arbeitsplätzen im Sommer 2013 nach Abschluss von Großaufträgen schließen wolle. Es gebe keine Anschlussaufträge, wurde zur Begründung ausgeführt. Trotz Intervention verschiedener Gruppen hielt Bombardier an der Schließung fest.<ref>Werksschließung in Aachen belastet Bombardier. In: Aachener Zeitung. 21. Februar 2013, abgerufen am 6. Februar 2025.</ref>

Im Februar 2013 reichte die Deutsche Bahn beim Landgericht Berlin Klage gegen Bombardier ein, sie forderte Schadenersatz aufgrund der aufgetretenen Probleme mit der Neigetechnik der Regio-Swinger.<ref>Daniela Kuhr, Klaus Ott: Deutsche Bahn verklagt Zughersteller. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Februar 2013, abgerufen am 14. Februar 2013.</ref>

Im November 2015 wurde das gesamte Vermögen von Bombardier Transportation aus der Bombardier Inc. herausgelöst und in die neu gegründete Holdinggesellschaft Bombardier Transportation (Investment) UK Ltd eingebracht, an der die Caisse de dépôt et placement du Québec mit 30 % beteiligt war.<ref>Bombardier et la Caisse concluent une entente définitive : la Caisse acquiert 30 % de la nouvelle société BT Holdco pour 1,5 milliard de dollars. In: Caisse de dépôt et placement du Québec | Institution financière. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. November 2015; abgerufen am 21. November 2015.</ref>

In Deutschland erwirtschaftete Bombardier in den Jahren 2012–16 Verluste. 2017 wurden 2200 Stellen in Deutschland gestrichen.<ref>RedaktionsNetzwerk Deutschland: Bombardier streicht 2.200 Stellen in Deutschland. 29. Juni 2017, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> Verschiedene Entwicklungs- und Fertigungsstellen sollten an bestimmten Standorten zusammengelegt werden, beispielsweise der Lokomotivbau in Kassel und die zugehörige Entwicklung am Standort Mannheim.<ref name="faz-2017-33-22">Kerstin Schwenn: In Deutschland werden weiter Züge gebaut. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 33, 8. Februar 2017, ISSN 0174-4909, S. 22.</ref>

Die Probleme mit verspäteter Zulassung und Mängeln in der Software wiederholten sich bei den Bestellungen des Modells Talent 3 ebenso wie bei den IC-Doppelstockzügen. Bei letzteren verweigerte die Deutsche Bahn Anfang 2020 wegen Mängeln die Abnahme von weiteren 25 fertig gestellten Exemplaren, nachdem sie mit 44 Zügen Betriebserfahrungen gesammelt hatte.<ref>Markus Balser: Deutsche Bahn verweigert Abnahme von 25 IC-Zügen. Pannenzüge. 28. Januar 2020, abgerufen am 28. Januar 2020.</ref> Im August 2021 stornierten die Österreichischen Bundesbahnen einen Auftrag über die Lieferung von 46 Talent-3-Triebzügen.<ref>rbb24.de: Alstom-Bahnwerk in Hennigsdorf verliert Großauftrag. In: rbb24.de. 20. August 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. August 2021; abgerufen am 21. August 2021.</ref>

Im Dezember 2019 wurde am Standort Bautzen ein neues Testzentrum in Betrieb genommen, in dem drei bis zu 120 m lange Fahrzeuge parallel geprüft werden können.<ref>Neues Test-Center in Bautzen eingeweiht. In: eisenbahn-magazin. Nr. 3, 2020, S. 28.</ref>

Übernahme durch Alstom 2021

Am 12. Februar 2020 wurden Medienberichte bekannt, nach denen der französische Schienenfahrzeughersteller Alstom die Eisenbahnsparte von Bombardier übernehmen wollte.<ref>Bombardier-Aktie beflügelt: Alstom kauft Bombardier offenbar Eisenbahnsparte ab. Finanzen.net, 13. Februar 2020, abgerufen am 13. Februar 2020.</ref> Am 17. Februar 2020 bestätigte Alstom die Übernahmeabsicht, mit der ein Bahntechnikkonzern mit etwa 15 Mrd. Euro Jahresumsatz geschaffen würde.<ref>Alstom will Zugsgeschäft von Bombardier übernehmen, orf.at, 18. Februar 2020, abgerufen am 18. Februar 2020.</ref> Die beiden Konzerne lagen vor der Fusion auf Platz 2 und 3 im weltweiten Vergleich der Bahntechnikbranche hinter dem chinesischen Konzern CRRC.

Im Juli 2020 genehmigte die EU-Kommission die Übernahme unter der Bedingung, dass alle Verpflichtungszusagen vollständig erfüllt würden, die Alstom der Kommission unterbreitet hatte, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen.<ref>Dieter Fockenbrock, Thomas Hanke, Hans-Peter Siebenhaar: Alstom und Bombardier machen der EU Zugeständnisse – Werk Hennigsdorf betroffen. Handelsblatt, 9. Juli 2020, abgerufen am 7. August 2021.</ref><ref name="EU_31072020">Europäische Kommission: Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Bombardier Transportation durch Alstom unter Bedingungen. 31. Juli 2020, abgerufen am 31. Juli 2020.</ref> Anfang Dezember 2020 lagen die Genehmigungen der weiteren beteiligten Wettbewerbsbehörden vor.<ref>dpa: Alstom und Bombardier bekommen letzte Genehmigungen für Zug-Fusion. In: Wirtschaftswoche. 1. Dezember 2020, abgerufen am 11. Januar 2021.</ref> Am 29. Januar 2021 wurde die Fusion offiziell abgeschlossen.<ref name="dpa-29Jan2021" />

Als Auflage der Kartellbehörden wurde der teilweise Verkauf der Werke in Hennigsdorf (Bombardier) und Reichshoffen (Alstom) vorgeschrieben, der bis Ende Juli 2021 erfolgen sollte.<ref name="EU_31072020" /> Verhandlungen mit Škoda Transportation zum Verkauf beider Standorte waren bis August 2021 nicht erfolgreich. Im November 2021 kündigte Alstom den Verkauf des Werks in Reichshoffen, der Coradia-Polyvalent-Plattform, und der in Hennigsdorf entwickelten Talent-3-Plattform an die spanische Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) an; die Übernahme erfolgte zum 1. August 2024.<ref>CAF: Übernahme von Reichshoffen, der Coradia Polyvalent Plattform und der Talent 3 Plattform formalisiert. In: Lok-Report. 8. August 2022, abgerufen am 6. Februar 2025.</ref><ref>CAF completes acquisition of Alstom’s Reichshoffen plant and two train designs. In: Railway Gazette. 1. August 2022, abgerufen am 6. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Geschäftsaktivitäten in Bezug auf den Hochgeschwindigkeitszug Zefiro wurden an Hitachi Rail übertragen.<ref>Hitachi Rail: Übernahme der HGV-Plattform V300 Zefiro von Alstom. In: Eurailpress. 2. Dezember 2021, abgerufen am 5. März 2022.</ref> Im April 2022 wurde bekannt, dass Alstom gegen Bombardier ein Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet hat, weil Bestimmungen aus dem Kaufvertrag von 2020 nicht eingehalten worden seien.<ref>Marcus Jung, Niklas Záboji: Schiedsklage von Alstom. Teures Nachspiel einer Fusion. In: faz.net. 28. April 2022, abgerufen am 17. Mai 2022.</ref>

Auszeichnungen

Bombardier Transportation wurde im Jahr 2008/2009 (Kategorie: Energie + Umwelt) für das System ECO 4, im Jahr 2010/11 für die Zweikraft-Lokomotive ALP-45 (Kategorie: Lokomotive) und im Jahr 2012/2013 für die Induktionsladetechnik PRIMOVE (Kategorie: Triebzüge) mit dem Innovationspreis des Privatbahn Magazins ausgezeichnet.

Standorte

Weltweit existierten 68 Standorte, elf davon befanden sich in deutschsprachigen Ländern.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Standorte - Bombardier Transportation GmbH (Memento vom 17. Juni 2020 im Internet Archive) connecticum.de, abgerufen am 17. Juni 2020</ref><ref>Bombardier Transportation in Deutschland. In: rail.bombardier.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 17. Juni 2020.</ref>

Angebotene Fahrzeuge (Auswahl)

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Fahrzeuge für Straßenbahnen

Fahrzeuge für Stadtbahnen

Fahrzeuge für U-Bahnen

Lokomotiven für Eisenbahnen

Triebwagen für Eisenbahnen

Reisezugwagen

Hochgeschwindigkeitszüge

Weblinks

Commons: Bombardier Transportation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Koordinaten: 52° 30′ 6,4″ N, 13° 22′ 32,8″ O

 {{#coordinates:52,501788888889|13,375788888889|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein