Zum Inhalt springen

Ausbesserungswerk Wedau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Duisburg, Wedau, Ausbesserungswerk, 2012-07 CN-02.jpg
Das Ausbesserungswerk von der Wedauer Brücke aus gesehen

Das Ausbesserungswerk Wedau war ein Ausbesserungswerk für die Reparatur von Güterwagen in Duisburg-Wedau. Es war von 1914 bis 2004 in Betrieb.

Geschichte

Auf dem Bahngelände in Wedau wurde 1878 das Bahnbetriebswerk Wedau angelegt. Der Rangierbahnhof Wedau von 1890 erlangte durch seinen Ausbau 1912/1913 zentrale Bedeutung als Verschiebebahnhof für den Güterverkehr im westlichen Ruhrgebiet und an der Rheinschiene, zeitgleich wurde auch der Personenverkehr am Bahnhof Wedau aufgenommen. Zur Wartung und Reparatur der Güterwaggons wurde das Ausbesserungswerk ab 1911 errichtet, dazu gehörten eine große Richthalle, eine Zentralwerkstatt, das Kesselhaus, die Schmiede sowie die Verwaltungs-, Kantinen- und Feuerwehrbauten im südlichen Kopf des Geländes. Am 2. Januar 1914 wurde das Ausbesserungswerk als „Königliche Eisenbahn-Hauptwerkstätte“ eröffnet, es entlastete das Werk in Mülheim-Speldorf, das sich nun auf die Ausbesserung von Lokomotiven konzentrieren konnte. Gleichzeitig mit der Eröffnung wurde auch das „Königliches Eisenbahn-Werkstättenamt“ gebildet, dem der „Regierungsbaumeister des Maschinenbaufaches“ Gustav Wagner vorstand.

Gegenüber dem Eingang errichtete man ab 1913 eine Werksiedlung an der Werkstättenstraße. Die ersten Arbeiter kamen aus Speldorf nach Wedau. Aus Sicht der Werksiedlung ist das Werk symmetrisch und repräsentativ angelegt mit dem Verwaltungsgebäude auf der einen Seite des Werktores und der Kantine auf der anderen Seite. Dahinter liegt am Ende eines Platzes die Werkfeuerwehr mit dem zentralen Uhrenturm. Die weiteren Gebäude folgen der rechteckigen Ausrichtung des Rasters.

Die im Ausbesserungswerk Wedau bearbeiteten und untersuchten Waggons bekamen die Kennzeichnung „Wd“.

Im Ersten Weltkrieg wurden auch Wagen des Heeres bearbeitet, bei reduzierter Belegschaft kamen Frauen und Kriegsgefangene zum Einsatz. Zusätzlich aufgebaut wurden eine Schusterei und die Werksküche.

Nach dem Krieg benannte man das Werk um in Reichsbahnausbesserungswerk Wedau.

Durch Schließungen anderer Werkstätten wurden in den Folgejahren viele Arbeiten nach Wedau verlagert und die Beschäftigten aus Arnsberg, Betzdorf, Langenberg und Oberhausen versetzt. Neben den Reparatur- und Revisionsarbeiten übernahm die Leitung auch die Beaufsichtigung der Privatwerke in Duisburg und Essen. Die Lehrlingswerkstatt wurde vergrößert, es gab jetzt Schreinerei, Lackierhalle, Schmiede und verschiedene Lager.

Im Zweiten Weltkrieg erhielt das Gelände zahlreiche Bombentreffer. Aus dieser Zeit stammen die beiden Hochbunker auf dem Gelände. Viele Gebäude wurden schwer beschädigt oder zerstört, nach dem Krieg allerdings wieder aufgebaut.

1957 erweiterte sich die Fertigung um Zubehörteile wie Puffer und Bremsventile. Durch die Schließung des Ausbesserungswerkes Speldorf 1959 kamen weitere Beschäftigte nach Wedau. 1961 geschah dies auch beim Güterwagen-Ausbesserungswerk Recklinghausen. Für die Fertigung von Großraumgüterwaggons wurde das Wedauer Werksgelände nochmals erweitert, in den 1960er Jahren hatte es über 2.000 Mitarbeiter.

Durch Umstrukturierungen der Bahn reduzierten sich die Arbeiten und auch die Beschäftigungszahlen immer mehr, 1983 wurde das erste Mal über eine Schließung diskutiert, 2004 wurde das Ausbesserungswerk stillgelegt. Seitdem liegt das Gelände brach, verschiedene Nachnutzungsideen konnten bis heute nicht umgesetzt werden.

Vom Werk unterliegen das Verwaltungsgebäude, das Bade- und Speisehaus am Eingang, sowie dahinter die Werkfeuerwehr mit dem Uhrenturm und das Kesselhaus mit Kamin dem Denkmalschutz.

Weblinks

Commons: Ausbesserungswerk Wedau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 24′ 3,1″ N, 6° 47′ 53,3″ O

 {{#coordinates:51,400872|6,798134|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm

Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Landschaftspark Duisburg-Nord Datei:RouteIndustriekultur Besucherzentrum Symbol.svg | Ratingsee-Siedlung | Hexion / Rütgers | Grüner Pfad | Grillo-Werke | Zeche Friedrich Thyssen Schacht 6 | Dichter-Viertel | Siedlung Bergmannsplatz | Pumpwerk Schmidthorst | Siedlung Wehofen | Kleine Emscher | Klärwerk Emschermündung | Zeche Walsum | Nordhafen Walsum | Kraftwerk Walsum | Pumpwerk Schwelgern | Alsumer Berg Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Pumpwerk Alte Emscher | König-Brauerei | Thyssen-Hauptverwaltung | Werksbahn Thyssen | Schiffswerften: Meidericher Schiffswerft, Neue Ruhrorter Schiffswerft und Triton-Werft| Hebeturm des Ruhrort-Homberger Trajektanstalt | Zeche Rheinpreußen Schacht 1/2 | Siedlung Rheinpreußen Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Johannenhof | Rheinpreußen-Hafen | Schacht Gerdt | Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke | Plangemühle Homberg | Sachtleben Chemie | Rheinhauser Bergbausammlung e. V. | Wasserturm Rheinhausen-Bergheim | Brücke der Solidarität | Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke | Margarethensiedlung Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Krupp Hüttenwerke Tor 1 | Beamtensiedlung Bliersheim und Casino Krupp | Wasserturm und Eisenbahnsiedlung Rheinhausen-Friemersheim | Innenhafen Duisburg Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Kläranlage Kaßlerfeld | Rheinorange | Sperrtor Marientor | Wasserturm Hochfeld | DEMAG (heute Siemens) | Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) | Werkshafen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann | Siedlung Hüttenheim | Krefeld-Uerdinger Brücke | Wasserwerk Bockum | Eisenbahner-Siedlung Wedau | Rangierbahnhof, Ausbesserungswerk und Eisenbahner-Siedlung Wedau | Eisenbahner-Siedlung Bissingheim | Dickelsbach-Siedlung | Haus Hartenfels | Brückenlandschaft Ruhraue | Hauptbahnhof Duisburg

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Bahnhof Dahlhausen | Bahnhof Hattingen | Ruhrtalbahn | Henrichshütte Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Bahntrasse Hattingen – Schee – Silschede mit dem Bahnhof Sprockhövel | Bahnhof Ennepetal | Kruiner Tunnel | Kleinbahntrasse Haspe – Voerde – Breckerfeld | Harkort’sche Kohlenbahn | Viadukt der Rheinischen Eisenbahngesellschaft | Goldberg-Tunnel | Hauptbahnhof Hagen | Ruhr-Sieg-Strecke | Ruhrviadukt Herdecke | Eisenbahnausbesserungswerk Schwerte und Kreinberg-Siedlung | Obere Ruhrtalbahn und Bahnhof Langschede | Bahnhof Hamm | Bahnhof Kamen | Seseke-Brücke | Depot Immermannstraße | Nahverkehrsmuseum Dortmund | Weichenbauhalle Maschinenfabrik Deutschland | Hauptbahnhof Dortmund | Dortmunder Eisenbahnbrücken-Ensemble | Dortmund Betriebsbahnhof | Wasserturm Dortmund Südbahnhof | Zeche Zollern II/IV Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Hauptbahnhof Recklinghausen | Bahnhof Herne | Hauptbahnhof Herne-Wanne-Eickel | Heimatmuseum Unser Fritz | Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck | Hauptbahnhof Gelsenkirchen | Bahnhof Dorsten | RBH Logistics | Werksbahn Bochumer Verein und Erzbahn | Bochumer Verein | Bahnhof Bochum Nord und Stahlbrücken der Rheinischen Bahn | Hauptbahnhof Bochum | BOGESTRA-Hauptverwaltung | Bahnhof Langendreer (mit dem Kulturzentrum) | Straßenbahnbetriebshof Witten und Gartenstadt Crengeldanz | Weichenwerk Witten | Hauptbahnhof Witten | Ruhrviadukt Witten | Deutsches Gruben- und Feldbahnmuseum | Bahnanlagen der Zeche Nachtigall Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg und des Muttentals | Bahnhof Zollverein | Rheinische Bahn in Essen | Lokomotivfabrik und Werksbahn Krupp | Hauptbahnhof Essen | Eisenbahn-Direktionsgebäude Essen | Villa Hügel Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg und Bahnhof Essen-Hügel | Ruhrbrücke Steele | Bahnhof Kupferdreh und Museumsbahn Hespertalbahn | „Hundebrücke“ und „Deilthaler Eisenbahn“ | Eisenbahnbrücke Kettwig | Stadt-Viadukt und Ruhrbrücke Mülheim | Ringlokschuppen und Camera Obscura | Eisenbahnausbesserungswerk Speldorf mit der Alten Dreherei | Straßenbahndepot Speldorf | Brückenlandschaft Ruhraue | Rangierbahnhof, Eisenbahnausbesserungswerk Wedau und Eisenbahnsiedlung Wedau | Wasserturm Rheinhausen-Friemersheim und Eisenbahnsiedlung Rheinhausen-Friemersheim | Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke | Hebeturm „Homberg-Ruhrorter Rheintrajektanstalt“ | Duisburg Hauptbahnhof | Grüner Pfad | HOAG-Trasse | Werksbahn Thyssen | Haus Knipp-Eisenbahnbrücke | Rheinbrücke Wesel | Oberhausen Hauptbahnhof | LVR-Industriemuseum Oberhausen Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg

Vorlage:Klappleiste/Ende