Niederdombach
Niederdombach Stadt Herrieden
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(32)&title=Niederdombach 49° 16′ N, 10° 27′ O
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| Höhe: | 424 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 32 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91567 | |||||
| Vorwahl: | 09825 | |||||
Niederdombach ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Niederdombach liegt in der Gemarkung Neunstetten.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Höllmühlbach, der 100 Meter weiter westlich als linker Zufluss in die Altmühl mündet. Der Ort liegt in einem Talbecken umgeben von Ackerland und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand. 0,75 km nordöstlich erhebt sich der Kronberg, dort steht auch die Bildsäule zur Heiligen Dreifaltigkeit. 0,5 km nördlich befindet sich die bewaldete Anhöhe Rotenberg (470 m ü. NHN). Im Südwesten jenseits der Altmühl liegt das Flurgebiet Speckwiesen.
Die Staatsstraße 2249 führt nach Neunstetten zur Staatsstraße 1066 (0,9 km südöstlich) bzw. über die Weißenmühle und Rauenbuch nach Leutershausen (4,5 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1275 als „Tunnenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1397 wurde der Ort „Tünbach“ genannt.<ref name="R310">A. Rupprecht: Neunstetten an der Furt, S. 310.</ref>
Niederdombach gehörte gemäß einer Auflistung von 1830 zu einem „die Brünst“ oder „die Brunst“ genannten, seit dem Mittelalter stellenweise gerodeten umfangreichen Waldgebiet zwischen Leutershausen und Kloster Sulz mit dem Hauptort Brunst. Die Brünst war für ihre gute Rinderviehzucht bekannt; ihre 22 Dörfer galten als reich.<ref>Friedrich Oechsle: Beiträge zur Geschichte des Bauernkrieges in den schwäbisch-fränkischen Grenzlanden, Heilbronn 1830, S. 320, Fußnote.
Friedrich Benedict Weber: Bemerkungen und Notizen über verschiedene Gegenstände der Landwirthschaft, Leipzig 1815, S. 194.
Heinrich Wilhelm Bensen: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Rotenburg ob der Tauber, Erlangen 1856, S. 29.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 werden für Niederdombach 7 Mannschaften verzeichnet: 1 Anwesen unterstand dem brandenburg-ansbachischen Stiftsamt Ansbach und 6 Anwesen dem eichstättischen Oberamt Wahrberg-Herrieden. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und den Hirtenstab hatten das Oberamt Wahrberg-Herrieden.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 2700. Zitiert nach Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 689. </ref>
1732<ref name="R310"/> wie auch 1801 gab es im Ort sieben Haushalte, von denen sechs dem eichstättischen Oberamt Wahrberg-Aurach und einer Ansbach untertan waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 1f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Niederdombach dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Neunstetten zugewiesen. Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.<ref>Herrieden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Niederdombach gibt es vier Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Herrieden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- katholische St.-Antonius-Kapelle, kleiner massiver Satteldachbau mit Ziergiebel, Putzgliederung, bezeichnet 1736, mit Dachreiter, mit Ausstattung, in der Ortsmitte in der Nähe des Höllmühlbaches
- Am Forst: Bildstock mit Dreifaltigkeitsrelief, 1730, 1100 m außerhalb am Weg zur Höllmühle
- Grobwiesen: Wegkreuz, Gusseisen, zweites Drittel 19. Jahrhundert, 100 Meter außerhalb in Richtung Neunstetten
- St 2249: Wegkreuz, Kruzifix auf Steinsockel, erste Hälfte 20. Jahrhundert, 100 Meter außerhalb in Richtung Leutershausen
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 20. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei Herrieden zuständig.<ref>Die Christuskirchengemeinde Herrieden. In: herrieden-christuskirche.de. Abgerufen am 20. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Niederdombach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 1–2 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 97.
- Anna Rupprecht u. a.: Neunstetten an der Furt. In: Stadt Herrieden (Hrsg.): Herrieden. Stadt an der Altmühl. Fritz Majer & Sohn, Leutershausen 1982, ISBN 3-922175-08-2, S. 310.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Niederdombach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Niederdombach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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